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Bundestagswahl 2021 - Wahlkampfthread

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Das würde in meinen Augen katastrophal enden. Quasi niemand kann so vorausschauend wirtschaften dass Er/Sie ohne irgendwo in die Schuldenfalle zu tappen mit kontinuierlich degressivem Einkommen klar kommt.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Wer sich nicht privat absichern kann landet doch jetzt schon in der Sozialhilfe am Ende.
Deswegen ja die Staffelung, da würde dann JEDER zumindest für ein paar Jahre eine gute Rente bekommen.
Ich fände angemessene Löhne besser und wichtiger.
Und das alle in einen Topf einzahlen. Auch Beamte.
 

Lotto

Software-Overclocker(in)
Das würde in meinen Augen katastrophal enden. Quasi niemand kann so vorausschauend wirtschaften dass Er/Sie ohne irgendwo in die Schuldenfalle zu tappen mit kontinuierlich degressivem Einkommen klar kommt.
Wir reden hier von Menschen die mit 65/68 bzw. bald 70 in Rente gehen. Zudem ist das untere Limit ja Sozialhilfe. Wer dann mit 95 jammert das es zu wenig und privat nicht vorgesorgt hat, sollte einfach froh sein 95 geworden zu sein.
Für diejenigen die privat nicht vorsorgen konnten ändert sich ja negativ nix, da sie eh in Sozialhilfe gelandet wären, aber mit der Staffelung wenigsten die ersten Jahre noch einen verdienten würdigen Lebenabend erleben durften.
Ich fände angemessene Löhne besser und wichtiger.
Und das alle in einen Topf einzahlen. Auch Beamte.
Was bringt es wenn diese Leute auch aus demselben Topf wieder nehmen? Das ändert doch nichts zu jetzt. Oder meinst du das die dann weniger Pension bekommen? Bei der Höhe der heutigen Pensionen wären das dann aber drastische Kürzungen. Alleine die Pension eines Lehrers...dafür müsste man in der freien Wirtschaft sechsstellig verdient haben.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Was bringt es wenn diese Leute auch aus demselben Topf wieder nehmen? Das ändert doch nichts zu jetzt. Oder meinst du das die dann weniger Pension bekommen? Bei der Höhe der heutigen Pensionen wären das dann aber drastische Kürzungen. Alleine die Pension eines Lehrers...dafür müsste man in der freien Wirtschaft sechsstellig verdient haben.
Dann müssen die eben angemessen angepasst werden. Warum sollen andere immer in den sauren Apfel beissen und die Zeche zahlen?
Es kann nicht sein, dass ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung, besondere Privilegien geniesst, wärend andere jeden Cent dreimal umdrehen müssen. Und das noch im Alter obwohl sie ihr ganzes Leben lang geackert haben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Wird es das denn?
Ich denke es wird nur dazu führen, dass wir im Niedriglohnsektor ein Problem bekommen weil sich der ein oder andere dann ganz zuhause bleiben wird, während alle anderen das bezahlen dürfen.
Der Niedriglohnsektor bekommt kein Problem, sondern er ist ein Problem.

Wenn der betreffende Sektor nicht genug erwirtschaftet, um konkurrenzfähige Löhne zu zahlen, ist er eben nicht konkurrenzfähig. Warum sollte man Unternehmen am Laufen halten, die sich nicht selbst tragen können? Das macht man doch heutzutage nur deshalb, um Arbeitsplätze zu erhalten - die aber nicht nötig sind, wenn die Menschen, die dort beschäftigt werden würden, auch so ein Auskommen haben.

Die einzige valide Ausnahme sind Wirtschaftszweige, die per se nicht unbedingt rentabel, aber für die Gesellschaft notwendig sind. Da ist es dann aber auch kein Problem, wenn die Gemeinschaft die Kosten trägt, denn sie profitiert ja auch davon.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Da die Linke nun auch beim Klimaschutz nachgezogen hat, bietet sie das beste Gesamtpaket.
Die Linke hat ein paar sehr vernünftige Vorschläge, schleppt jedoch noch zu viel zu viele ideologische Altlasten mit sich herum, die weder gesellschaftsfähig noch zweckmäßig sind.

Und wenn es darum geht, wer die Kosten trägt, dann hört man als Antwort immer nur "Die Reichen!"
Das klingt zuerst ganz sinnvoll, allerdings bleibt die Linke sehr schwammig dabei, wer genau das denn sein soll und es klingt immer ein wenig durch, als würde man bei Geldmangel flexibel definieren wollen, wer denn jeweils reich ist und zu Kasse gebeten werden darf.
Diese Einstellung wird immer dazu führen, dass spätestens nach der ersten Krise jeder seine persönliche Erwerbsleistung auf ein Maß reduziert, mit dem er unter dem Stand bleibt, an dem er als "reich" gilt - und damit hätten wir dann sowjetische Verhältnisse.

Die Grünen hingegen wollen, dass sich alle nach ihren Möglichkeiten beteiligen und zudem die ganz Schwachen zusätzlich entlastet werden. Sie waren mal die Gelben in Grün, inzwischen sind sie das, was die SPD hätte sein können, wenn sie nicht vom Weg abgekommen wäre.
 

seahawk

Volt-Modder(in)
Die Pläne sind doch detailliert:

Die Linke tritt für eine Vermögensteuer mit einem progressiven Tarif und einem Freibetrag für Privatvermögen von einer Million Euro an. Als Eingangssteuersatz wird ein Satz von einem Prozent vorgeschlagen. Der Höchstsatz von fünf Prozent soll ab 50 Millionen Euro greifen.

Zur Bewältigung der Corona-Krise schlägt die Linke eine Vermögensabgabe vor, die auf Nettovermögen über zwei Millionen Euro erhoben werden soll. Die Abgabe soll progressiv von zehn bis 30 Prozent gestaffelt werden und 20 Jahre lang über Raten abgezahlt werden.

Bei der Einkommensteuer strebt die Linke einen Steuersatz von 53 Prozent ab 70.000 Euro an. Bei einem Einkommen von knapp 261.000 Euro soll eine Reichensteuer von 60 Prozent erhoben werden, ab über einer Million Euro sollen es 75 Prozent sein. Kapitalerträge will die Linke nicht länger bevorzugen.
 
TE
-ElCritico-

-ElCritico-

Software-Overclocker(in)
Die Wähler bestrafen es halt wenn man die Wahrheit sagt, sehr traurig eigentlich.
Welche Wahrheit? Die innenpolitische in Deutschland oder Deutschland als Akteur in der Welt?
Das meiste, was die Linken in Deutschland verlangen, ist innenpolitisch gesehen gerechtfertigt. Zugleich ist Deutschland eine Exportnation, die sondersgleichen sucht. In der Blase sollte man das berücksichtigen. Bis jetzt ging alles gut, weil man die harte Arbeit an Dritt-/Schwellenländer delegiert hat. Die unangenehme Wahrheit ist, unser Wohlstand basiert auf dem Leiden vor allem in Asien, Afrika und Südamerika. Es kann ihnen nicht besser gehen, solange wir auf einen großen Teil unserer Lebensqualität nicht verzichten.

Wenn schon Gedankengänge anstellen, dann nicht nur bis zur Haustür..
 
Zuletzt bearbeitet:

Sparanus

Volt-Modder(in)
Ja wir sind ein Exportland, aber wir sind auch ein Importland.
Wer kauft unsere Verbrenner wenn alle anderen auf Elektro umstellen? Aha

Oder wie betreiben wir unsere Verbrenner wenn Russland und oder OPEC mal zudrehen?
 

seahawk

Volt-Modder(in)
Sagt was ihr wollt, der Parteitag der Linken war teilweise wunderschön. besonders die Rede für den Antrag zur Abschaffung der Schaumweinsteuer war ein Genuss.

„Erst knallten die Korken, dann die Kanonen – sie ist nicht nur ein Symbol des Militarismus, sondern auch im Kern ein lustfeindlicher Angriff auf das freie, selbstbestimmte Leben. Sie trägt dazu bei, dass die Perlen der Spirituosenwelt ein Statussymbol der Bourgeoisie sind. Sekt trinken ist wie Golfen oder wie ich schon immer sagte: Rotkäppchen saufen ist eine Frage von Klasse. Als Linke dürfen wird das nicht länger hinnehmen.“

Das ist politische Poesie!
 

Sparanus

Volt-Modder(in)
Ach weil ich es grad gucke:
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Nett anzuhören :)
 

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Welche Wahrheit? Die innenpolitische in Deutschland oder Deutschland als Akteur in der Welt?
Das meiste, was die Linken in Deutschland verlangen, ist innenpolitisch gesehen gerechtfertigt. Zugleich ist Deutschland eine Exportnation, die sondersgleichen sucht. In der Blase sollte man das berücksichtigen. Bis jetzt ging alles gut, weil man die harte Arbeit an Dritt-/Schwellenländer delegiert hat. Die unangenehme Wahrheit ist, unser Wohlstand basiert auf dem Leiden vor allem in Asien, Afrika und Südamerika. Es kann ihnen nicht besser gehen, solange wir auf einen großen Teil unserer Lebensqualität nicht verzichten.

Wenn schon Gedankengänge anstellen, dann nicht nur bis zur Haustür..
Kannst du das mal irgendwie belegen anhand von Zahlen und Fakten?
Ich halte deine Aussage nach dem Studium der deutschen Außenhandels Zahlen für falsch und nichts weiter als ein Phrase. Behaupten kann man viel, wenn der Tag lang ist nur wenn man sich Außenhandelsdefizite und Überschüsse ansieht, sind es eben gerade nicht die Länder die du "aufgezählt" hast, die großartige Defizite (wenn überhaupt) mit uns haben.
Wie kommt es, das Russland, mit dem wir eine fast ausgeglichene Handelsbilanz haben, und das nicht sehr weit oben steht als Handelspartner, trotzdem ein eher armes LAnd ist und warum geht es Frankreich so viel besser obwohl es ein riesiges Handelsbilanzdefizit mit Deutschland hat?
Wenn du schon etwas behauptest, dann bringe auch Fakten dazu!

 

Lotto

Software-Overclocker(in)
Wie viele 95 jährige kennst du, die nicht auf Pflege angewiesen sind?
Das wird in Zukunft ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor sein.
Zwei: Opa (Vater meines Vaters), Oma (Mutter meiner Mutter). Die anderen Oma und Opa sind bereits knapp nach dem Eintritt ins Rentenalter verstorben (Krebs & Schlaganfall).
Das einzige was man helfen muss sind Getränkekisten ankarren, aber könnte man natürlich auch liefern lassen. Alles andere wird noch selbstsändig erledigt.
Zwei meiner Uromas wurden ebenfalls über 95, kamen dann irgendwann ins Heim sind da dann aber auch innerhalb von 3-5 Monaten verstorben.
Scheint also in meiner Familie echt nur schwarz/weiß zu geben. Entweder steinalt oder kurz nach der Rente weg vom Fenster. Kann mir schon denken zu welcher Gruppe ich gehören werde...
Die Pläne sind doch detailliert:
53% Steuern( Dazu kommen dann noch Renten-/Kranken-/Pflegeversicherung...) bei 70000 Brutto. Sprich: die Mittelschicht wird massiv gemolken werden? Nein ich bekomme leider keine 70000 im Jahr (wobei ich der Meinung bin das ich das durchaus verdiene, nur mein Chef denkt da anders :D). Aber drunter wird dann entsprechend gestaffelt.

Für mich damit eine Partei die nicht wählbar ist sorry. Der einzige der da dann profitiert ist der in der sozialen Hängematte.

Man sollte imho auch damit anfangen mal den ganzen Staatsapperat effizienter zu gestalten. Wie z.B. kann es sein das die Agentur für Arbeit so weit weg von der Realität in der Wirtschaft agiert? Dann das ganze Steuersystem vereinfachen. Dann Lehrmittel (vor allem digitale) einmal(!) von Profis erstellen lassen, dann brauchen es nicht 1000 Lehrer die das gleiche in verschiedenen Ausführungen erstellen. Statt H4 und Kindergeld gibt es Gutscheine für Nahrung oder andere grundlegende materiellen Dinge. Ab 2 Kindern gibts kein weiteres Kindergeld. 1 Jahr Sozialdienst direkt nach der Schule (kostet natürlich, aber bringt ja auch Gegenwert, wenn man es geschickt anstellt profitiert der Staat). Da gibts einiges was man ohne weiteres verbessern kann um Kosten zu senken bzw. den Mißbrauch unserer Sozialsysteme zu verringern.
 
Zuletzt bearbeitet:

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Dann das ganze Steuersystem vereinfachen.
Da wäre ich auch für. Dann können sich die Reichen keine Vorteile mehr verschaffen und auch die kleinen Leute blicken besser dadurch.
Statt H4 und Kindergeld gibt es Gutscheine für Nahrung oder andere grundlegende materiellen Dinge. Ab 2 Kindern gibts kein weiteres Kindergeld. 1 Jahr Sozialdienst direkt nach der Schule (kostet natürlich, aber bringt ja auch Gegenwert, wenn man es geschickt anstellt profitiert der Staat). Da gibts einiges was man ohne weiteres verbessern kann um Kosten zu senken bzw. den Mißbrauch unserer Sozialsysteme zu verringern.
Extrem unsozial diese Forderungen. Erstmal erhebst du einen Generalverdacht gegen alle Hartz IV Empfänger. Und Lebensmittelgutscheine würde zu einer Stigmatisierung und weiteren Ausgrenzung führen. Kindergeld ab den zweiten Kind streichen? Geht´s noch? Meinst du die kosten dann nichts mehr?
Die sollten lieber das Kindergeld für Reiche komplett streichen. Die benötigen das nicht wirklich.
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Reiche bekommen zwar auf Antrag Kindergeld, müssen das aber nach Einreichung der Steuererklärung u.U. wieder rausrücken, weswegen die für gewöhnlich erst gar keinen Antrag stellen.

Und das mit dem "verpflichtenden Sozialen Jahr" halte ich für Unfug.
Man kann Menschen, die kein Interesse an jedweder sozialer Arbeit haben, nicht unter Zwang auf andere Menschen loslassen, das ginge ja gründlich in die Hose.^^
 

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Dann können sich die Reichen keine Vorteile mehr verschaffen und auch die kleinen Leute blicken besser dadurch.
Solang man Ausgaben gegen Einnahmen rechnen darf kann immer getrickst werden. Die einzige Lösung wäre garnichts mehr absetzbar zu machen und alle Freibeträge zu streichen.
AVer auch das trifft quasi nur Arbeitnehmer. Außer man besteuert auch noch Umsatz statt Einkommen bei denen, aber damit könnte man so manche Unternehmung direkt dicht machen.
 

Lotto

Software-Overclocker(in)
Kindergeld ab den zweiten Kind streichen? Geht´s noch? Meinst du die kosten dann nichts mehr?
Die sollten lieber das Kindergeld für Reiche komplett streichen. Die benötigen das nicht wirklich.

Das stellt dann evtl. mal einen Anreiz für sozial schwache Familien dar sich mit zwei Kindern zufrieden zu geben. Denn genau dieser Bevölkerungsgruppe ist besonders kinderreich.
Reiche bekommen zwar auf Antrag Kindergeld, müssen das aber nach Einreichung der Steuererklärung u.U. wieder rausrücken, weswegen die für gewöhnlich erst gar keinen Antrag stellen.

Und das mit dem "verpflichtenden Sozialen Jahr" halte ich für Unfug.
Man kann Menschen, die kein Interesse an jedweder sozialer Arbeit haben, nicht unter Zwang auf andere Menschen loslassen, das ginge ja gründlich in die Hose.^^
Bis vor einigen Jahren war dies durchaus für die Hälfte einer Generation Pflicht (wobei es zum Ende hin wohl eher 25% waren, da nur noch jeder Zweite Mann musste). Da gabs Wehr- / und Zivildienst.
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Bis vor einigen Jahren war dies durchaus für die Hälfte einer Generation Pflicht (wobei es zum Ende hin wohl eher 25% waren, da nur noch jeder Zweite Mann musste). Da gabs Wehr- / und Zivildienst.
Der Wehrdienst war ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg, der völlig zu Recht abgeschafft wurde.
Damals konnte man dies mit einer relativ konkreten Bedrohungslage rechtfertigen, heute wäre dies wohl nur noch eine als unzumutbar empfundene Einschränkung.

Würdest du dich als Pflegebedürftiger von jemanden betreuen lassen wollen, der die Tätigkeit praktisch nur aus Zwang ausübt und schon aus purem Trotz heraus sich überhaupt nicht dazu berufen fühlt und folglich auch 0 Motivation mitbringt?
 

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Was meinst du mit nicht gleichgestellt? Man musste halt verweigern, dass war ja quasi nur ne Formalität. Ich kenne niemanden der verweigert hat und bei dem das abgelehnt wurde.
Ich wurde in einer Kaserne gemustert, von einem Schreibtisch-Offizier angeschrien als ich erwähnte die verschiedenen Teilstreitkräfte interessieren mich nicht weil ich plane zu verweigern und musste mein Gewissen schriftlich gegenüber einem Komitee erklären. Zudem bekam ich ungefragt Werbematerial der Bundeswehr zum 18. was nicht nur den Wehrdienst sondern auch die Offizierslaufbahn bewarb während der Zivildienst nicht erwähnt wurde. Bei etwa 10% der Zivis in meinem Jahrgang war zudem ein zweites Schreiben notwendig um die Verweigerung akzeptiert zu bekommen.
-> "Eine Formalität" ist etwa deutlich Anderes.
 

Lotto

Software-Overclocker(in)
Würdest du dich als Pflegebedürftiger von jemanden betreuen lassen wollen, der die Tätigkeit praktisch nur aus Zwang ausübt und schon aus purem Trotz heraus sich überhaupt nicht dazu berufen fühlt und folglich auch 0 Motivation mitbringt?
Es zwingt ja niemanden diese pflegende Tätigkeit auszuüben. Die Zivildeinststelle hat man sich selber gesucht, da wurde man nicht wie bei der Bunddeswehr eingeteilt und dann musste man das machen.
Ich meinem Bekanntenkreis haben gefühlt 70% verweigert und dementsprechend Zivildienst geleistet. Von denen war KEINER in der Pflege. Einer hat den Hausmeistern bei ner wohltätigen Einrichtung ausgeholfen, ein anderer sich um die IT in einer Pflegeeinrichtung gekümmert, ein anderer wiederum bei Außenarbeiten in einer Behindertenwerkstatt (d.h. halt Winterdienst, Gärtnereiaufgaben, etc.),...
Ich wurde in einer Kaserne gemustert, von einem Schreibtisch-Offizier angeschrien als ich erwähnte die verschiedenen Teilstreitkräfte interessieren mich nicht weil ich plane zu verweigern und musste mein Gewissen schriftlich gegenüber einem Komitee erklären. Zudem bekam ich ungefragt Werbematerial der Bundeswehr zum 18. was nicht nur den Wehrdienst sondern auch die Offizierslaufbahn bewarb während der Zivildienst nicht erwähnt wurde. Bei etwa 10% der Zivis in meinem Jahrgang war zudem ein zweites Schreiben notwendig um die Verweigerung akzeptiert zu bekommen.
-> "Eine Formalität" ist etwa deutlich Anderes.

Ok wie alt bist du?

Ich habe 2000 gedient (also kein Zivi gemacht), und war damit einer der wenigen aus meinem Umfeld der nicht verweigert hat. Und ich kenne Leute aus meinen Bekanntenkreis die haben Zivi 1995 gemacht. Die brauchten eine formale DIN A4 Begründung abgeben, die jeder von jeden quasi abgeschrieben und umformuliert hat. Es stand nie zur Diskussion das das nicht irgendeine "Wahl" wäre und es war jedem klar das das einfach nur ne lästige Angelegenheit ist. Man hätte diesen DIN A4 Wisch auch weglassen können.
Aber ich muss auch sagen es wurden zu der Zeit eh schon 50% komplett ausgemustert, d.h. jeder Zweite musste weder Wehr- noch Zivildienst leisten.

Kann natürlich sein, dass es zu z.B. zu Zeiten vor dem Mauerfall komplett anders war.

Zudem muss ich sagen, dass ich hier von Hamburg schreibe, da ist die Bevölkerung deutlich kritischer gegenüber der Bundeswehr als z.B. in ländlichen Gebieten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Don-71

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Der Wehrdienst war ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg, der völlig zu Recht abgeschafft wurde.
Damals konnte man dies mit einer relativ konkreten Bedrohungslage rechtfertigen, heute wäre dies wohl nur noch eine als unzumutbar empfundene Einschränkung.
Ah!
Du glaubst wir leben jetzt in einer weniger gefährlichen und friedlicheren Welt?
Einer der Gründe warum ich eurer Generation völlig abspreche überhaupt politisch Ahnung zu haben!
Wer glaubt in der jetzigen multipolaren Welt, Deutschland wäre weniger bedroht als im Kalten Krieg, hat nach m.A. nicht den blassen Schimmer einer Ahnung, die Bedrohungslage ist größer denn je, gerade mit einer neuen aufstebenden Großmacht, einer völlig unberechenbaren Großmacht und einer nur noch teilweise berechenbaren verbündeten Großmacht.
Was machst du wenn der France National die Präsidentin in Frankreich stellt, die auch schon mal anklingen ließ, man muss von Deutschland holen was man braucht....
 

Olstyle

Moderator
Teammitglied
@Lotto Das war 2007 in NRW.
Natürlich konnte man, wenn man es unbedingt wollte, Zivi werden, aber der war eben weder rechtlich noch in meiner persönlichen Erfahrung jemals gleichgestellt.
In der Diskussion unter Jugendlichen ja, aber nicht in der Umsetzung.
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Es zwingt ja niemanden diese pflegende Tätigkeit auszuüben. Die Zivildeinststelle hat man sich selber gesucht, da wurde man nicht wie bei der Bunddeswehr eingeteilt und dann musste man das machen.
Ich meinem Bekanntenkreis haben gefühlt 70% verweigert und dementsprechend Zivildienst geleistet. Von denen war KEINER in der Pflege. Einer hat den Hausmeistern bei ner wohltätigen Einrichtung ausgeholfen, ein anderer sich um die IT in einer Pflegeeinrichtung gekümmert, ein anderer wiederum bei Außenarbeiten in einer Behindertenwerkstatt (d.h. halt Winterdienst, Gärtnereiaufgaben, etc.),...
Und dafür muss man keinen Bock haben oder wie?
Ich hätte z.B. als Hausmeister echt keine Lust, 'nen muffigen jungen Zwangs-HiWi nebenher mitzuschleifen, der nur drauf wartet, bis sein Pflichtjahr rum is.
Der heutigen Generation kannst du das nicht mehr aufbinden, die macht das schlicht nicht mit. ;)
Ah!
Du glaubst wir leben jetzt in einer weniger gefährlichen und friedlicheren Welt?
Ich glaube es nicht, bin mir relativ sicher...
Einer der Gründe warum ich eurer Generation völlig abspreche überhaupt politisch Ahnung zu haben!
Aha. Dann will ich die anderen Gründe gar nicht erst wissen...
Wer glaubt in der jetzigen multipolaren Welt, Deutschland wäre weniger bedroht als im Kalten Krieg, hat nach m.A. nicht den blassen Schimmer einer Ahnung, die Bedrohungslage ist größer denn je, gerade mit einer neuen aufstebenden Großmacht, einer völlig unberechenbaren Großmacht und einer nur noch teilweise berechenbaren verbündeten Großmacht.
Tom Clancy hab' ich auch gelesen (teilweise zumindest). :ugly:
Was machst du wenn der France National die Präsidentin in Frankreich stellt, die auch schon mal anklingen ließ, man muss von Deutschland holen was man braucht....
Oh, die sollen bloß kommen.
Mein Vater hat als Jäger den einen oder anderen Schießprügel rumliegen und mein Onkel hatte seinerzeit noch den Wehrdienst geleistet. Und ich kenne zufällig ein paar Reservisten mit, vorsichtig ausgedrückt, ziemlich rechtskonservativen Ansichten, die werden das schon richten. :daumen:

WAIDMANNSHEIL!!!
 
Zuletzt bearbeitet:

Sparanus

Volt-Modder(in)
Ah!
Du glaubst wir leben jetzt in einer weniger gefährlichen und friedlicheren Welt?
Ich stell die Frage mal anders:

Leben wir in einer Welt in der du mit Personal welches du ein paar Monate ausgebildet hast einen Blumentopf gewinnen kannst?
Ich seh es doch daran wofür man FWDLer nutzt die 7 bis 23 Monate dienen, die kannst du am Ende vielleicht für den Objektschutz nutzen. Glückwunsch.

Wir brauchen mindestens SaZ3 oder besser 4 die dann regelmäßig ein paar Wochen im Jahr üben.
So ein Konzept kann man fahren, aber das ist dann keine Wehrpflicht mehr.

Oder man macht es wie Israel und lässt die Bürger wirklich so lange dienen und regelmäßig üben, das ist aber extrem teuer und in Anbetracht der Tatsache, dass der Feind nicht an jeder unserer Grenzen steht kein Szenario welches für uns in Frage kommt.
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Ich wurde in einer Kaserne gemustert, von einem Schreibtisch-Offizier angeschrien als ich erwähnte die verschiedenen Teilstreitkräfte interessieren mich nicht weil ich plane zu verweigern und musste mein Gewissen schriftlich gegenüber einem Komitee erklären. Zudem bekam ich ungefragt Werbematerial der Bundeswehr zum 18. was nicht nur den Wehrdienst sondern auch die Offizierslaufbahn bewarb während der Zivildienst nicht erwähnt wurde. Bei etwa 10% der Zivis in meinem Jahrgang war zudem ein zweites Schreiben notwendig um die Verweigerung akzeptiert zu bekommen.
-> "Eine Formalität" ist etwa deutlich Anderes.
Ausmustern lassen war Dir wohl zu einfach?
 

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Ausmustern lassen war Dir wohl zu einfach?
Das ist doch das Absurde an der Sache: Am Ende garnichts machen müssen wäre wahrscheinlich einfacher gewesen als in den Zivi zu kommen.
Da ich nicht viel von Betrug halte und eben den Zivildienst im Gegensatz zum Wehrdienst auch nicht für Zeitverschwendung hielt wollte ich den tatsächlich machen. Aber statt "bitte hier den Haken setzen" gab es das Beschriebene...
 

Eckism

Volt-Modder(in)
Naja betrug...ist einfach beides Zeitverschwendung gewesen und zudem ungerecht, weil Weiber ihre Zeit nicht wegschmeißen müssen. Zudem war das Essen shice, als mein Bruder dort diese Feier hatte...bei Suppe war ich da gleich raus aus der Sache, ich will ja nicht verhungern.^^
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Das stellt dann evtl. mal einen Anreiz für sozial schwache Familien dar sich mit zwei Kindern zufrieden zu geben. Denn genau dieser Bevölkerungsgruppe ist besonders kinderreich
* Sarkasmus on* Wäre dann kastrieren lassen nicht noch besser? :schief: *Sarkasmus off*
 

hoffgang

BIOS-Overclocker(in)
CDU stellt Wahlprogramm vor, Steuererleichterungen für Reiche & Unternehmen, Festhalten an der Schuldenbremse.

Wie davon die Kosten für Covid gestemmt werden sollen und gleichzeitig akute & zukünftige Probleme gelöst werden sollen - von Antworten keine Spur. Entlastung für die breite Masse auf deren Rücken Deutschland durch Covid getragen wurde (bislang) - findet sich nicht im Wahlprogramm.

Dafür stichelt Laschet und sagt sinngemäß, wenn der Flug nach Malle 70 Öcken mehr kostet, dann könne sich den nicht mehr jeder leisten. Lustig ist das aus zwei Gründen:
- Laschet sieht das Problem nur auf der Kosten Seite, nicht daran, dass es zu viele Menschen in diesem Land gibt die von Ihrem Job nicht vernünftig leben können und wie sein Programm zeigt hat er auch absolut kein Interesse daran was zu ändern. Dafür spielt er Klimaschutz & Armut gegeneinander aus...
- Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat eine Studie veröffentlicht, darin besagt das IW, Deutsche sollen mehr Stunden / Woche im Schnitt arbeiten bei weniger freien Tagen / Jahr.

Oder wie es auf Twitter hieß: CDU wählen muss man sich leisten können.

Der Artikel fasst es ganz gut zusammen: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/cdu-wahlprogramm-bundestagswahl-1.5328611

Just an dem Tag, an dem CDU-Parteichef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder ihren Fahrplan für Investitionen, Entlastungen und einen ausgeglichenen Haushalt vorstellen, geht die Haushaltsplanung der großen Koalition für 2022 in die letzte Abstimmungsrunde. Am Mittwoch soll das Bundeskabinett, das von CDU-Kanzlerin Angela Merkel geführt wird, noch mal 100 Milliarden Euro zusätzliche Schulden beschließen. Und so stehen die Zukunftsversprechen von CDU und CSU und die gelebte Regierungsrealität unversehens in einem seltsamen Gegensatz.

Es passt nicht, Entlastungen und einen ausgeglichenen Haushalt anzukündigen, wenn zugleich offenbar 100 Milliarden Euro neue Schulden nötig sind, um überhaupt über die Runden zu kommen. Dass die Union so tut, als wäre demnächst - anders als Steuerschätzer und Konjunkturforscher vorhersagen - Geld genug da, ist kaum seriös.

Aber, das was die Süddeutsche da schreibt kann ja gar nicht stimmen, Laschi hat ja das Finanzgenie Merz in seinem Team. Und die CDU/CSU strotzt aktuell ja nur so vor kompetentem Personal.
 

hoffgang

BIOS-Overclocker(in)
@Sparanus
Ärger dich nicht, Don steckt in seinem Denken halt noch in der Zeit fest, in der der Russe an der innerdeutschen Grenze stand. Dann wird noch schnell die Tatsache vermischt, dass eine Multipolare Welt zwar insgesamt instabiler ist als eine Bipolare, dass die direkte Bedrohung für Deutschland mit Entwicklungen wie der Auflösung der UDSSR und der NATO Osterweiterung abgenommen hat.
Dann wird ignoriert, dass Deutschland zu keinem Zeitpunkt in der Lage war Macht zu projizieren und auch nicht über die Mittel verfügt, oder den politischen Willen, z.b. China einzudämmen.

Die Wehrpflicht ist das am wenigsten geeignete Mittel um auf die Bedrohungslage des 21. Jahrhunderts bislang zu reagieren. Wenn wir davon ausgingen, dass Panzerbände durch die Fulda Gap brechen, dann ist eine Wehrpflicht sinnvoll. Wenn wir, wie aktuell, unsere Sicherheit durch Bündnisse garantieren und im Rahmen dieser Bündnisse einsatzgleiche Verpflichtungen, wie z.b. die Vorstationierung in Litauen durchführen, dann ist die Wehrpflicht so nützlich wie ein zweiter Anus am Ellenbogen. Eine zunehmende Professionalisierung ist hierbei wesentlich entscheidender anstatt große Teile der Armee in einem nimmer endenden Zyklus der Ausbildung von größtenteils Unwilligen Personen zu verschleißen.
Richtig ist, die Wehrpflicht hat zu einem Zufluss an motiviertem und ganz gutem Personal geführt, ein Umstand den die Truppe deutlich gespürt hat als die Wehrpflicht ausgesetzt wurde. In diesem Bereich wurde eine Menge Geld investiert um das auszugleichen - Fun Fact, das hätte man alles im Vorfeld wissen können, dazu gibts von den Amis unzähliges Material, aber hey, wer will schon von anderen lernen.
 
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