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Breitband-Ausbau: Auf dem Land gibt es fast nur langsames Internet

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Zuletzt bearbeitet:

Nebulus07

Software-Overclocker(in)
Dazu erhebliche Lohnsteigerungen. Arbeit ist Anno 2021 deutlich teuer als vor 30-40 Jahren.
Die Inflation beinhaltet bereits die Lohnsteigerungen.

Ein Brötchen kostete 1992, 49% weniger als heute. Der Bäcker hat von 1992 bis heute mehr Gehalt bekommen. Das spielt aber keine Rolle, wieviel mehr. Denn der Preis des Produktes, spiegelt ebenfalls die Lohnkosten wieder. In einer Inflation, ist der Warenwert und die Arbeitsleistung enthalten.

Oder um es einfacher zu sagen, das verlegen von 1km Kabel hatte 1992, 1000 Euro gekostet, heute kostet es 1490 Euro ! Der Wert des Geldes hat sich einfach um 49% verschlechtert.
Es gibt Flatrates :)
 

Cook2211

Kokü-Junkie (m/w)
Oder um es einfacher zu sagen, das verlegen von 1km Kabel hatte 1992, 1000 Euro gekostet, heute kostet es 1490 Euro ! Der Wert des Geldes hat sich einfach um 49% verschlechtert.
Die Inflation ist aber lediglich ein Durchschnittswert. Einzelne Dienstleistungen können durchaus deutlich teurer geworden sein, als es die Inflation abbildet, weswegen diese vereinfachten Rechnungen die du hier anstellst oftmals nicht zutreffend sind. So gibt es aktuell im Bauhandwerk z.B. extreme Preissteigerungen was Bauholz oder Stahlmatten für Stahlbeton angeht. Diese lassen sich jedoch über die Inflation nicht 1:1 darstellen.
 

Nebulus07

Software-Overclocker(in)
Die Inflation ist aber lediglich ein Durchschnittswert. Einzelne Dienstleistungen können durchaus deutlich teurer geworden sein, als es die Inflation abbildet, weswegen diese vereinfachten Rechnungen die du hier anstellst oftmals nicht zutreffend sind. So gibt es aktuell im Bauhandwerk z.B. extreme Preissteigerungen was Bauholz oder Stahlmatten für Stahlbeton angeht. Diese lassen sich jedoch über die Inflation nicht 1:1 darstellen.
Ja, aber doch nicht exponentiell, wie angeführt wurde. Man kann sich immer an der Inflation orientieren. Es ist der Mittelwert der Teuerung.
 

Cook2211

Kokü-Junkie (m/w)
Ja, aber doch nicht exponentiell, wie angeführt wurde. Man kann sich immer an der Inflation orientieren. Es ist der Mittelwert der Teuerung.
Ja, eben, es ist nur ein Mittelwert. Und mit diesem Mittelwert lässt sich nicht spezifisch darstellen, wie sich z.B. Leistungen im Straßenbau verteuert haben.
 

LastManStanding

PCGH-Community-Veteran(in)
Da stimmt doch etwas nicht.
Ich zahle für 100Mbit/s Down - 40 Upload 45.- EUR Brutto ohne zusätzliche Handygebühren (Magenta Zuhause L).

Einen Tarif für 30Mbit/s sehe ich gar nicht:
https://www.telekom.de/festnetz/tarife-und-optionen/internet-dsl .

Schau da mal nach, ich denke Du zahlst zu viel.
Hab mich irreführend ausgedrückt. Bzw habe ich einen Sondertarif der nicht auswählbar ist. Sonst läge ich jetzt bei 68€ auch inclu. Router!
Ich habe bei denen im System noch einen LTE Vertrag von 2009 oder 2010 mit Aktuellen Kontitionen. Deshalb kannst du den auf deren seit nicht finden. Bzw wird er gar nicht Angeboten für unser Gebiet.

Im Detail;
Ich habe ein 50Mbit/s (+50Mbit/s LTE Backup)
Ich bekomme MIT LTE aber nur 24-33Mbit/s. Nachts so 0-5 Uhr steigt der Kombinierte Download inzwischen auch mal wieder auf fast 50Mbit/s. Ich hatte Nachts auch schon mal 55-64Mbit/s aber dann wurden Ports verändert und umgebaut (Verteilerkasten ist direkt vorm Fenster vom Büro gegenüber, seit dem ist es eben weniger..)

Die RAM-Leitungsgeschwindigkeiten sind im Schnitt auf 30Mbit gestiegen.
Da aber der LTE Maßt an Vodafone übergegangen ist, ist LTE dafür um gut über 20MBit/s gefallen (mit Außenantenne), auf Heute gemessen 2,5Mbit/s am Router und/oder Handy. Also bin ich da wo ich vorher war^^ dafür aber 10€ im Tarif gefallen.

Mein LTE Only Download ist wie geschrieben bei 2,5 etwa, der LTE only Upload bei 11Mbit/s ^^

Edit:

Hab grad meine Gutschriften und Änderung aus März durch geguckt. Es sind nicht mehr 58€ wie im ersten Post hier, sondern aktuell ca 45€ und wenn die sache mit dem LTE-Router für Außenantennen geklärt ist.....sinds noch mal 8,70€ weniger und die LTE Backupoption mit 4€ muss ich auch nicht mehr bezahlen. Also lande ich bei etwa 33€ für den max. 50Mbit/s (+50Mbit/s LTE) und bekomme Real so um die 30Mbit/s:D
So richtig meckern kann ich nicht mehr, zufrieden bin ich aber auch nicht.

Es gibt hier Offiziell nur 16Mbit/s 35€, oder 50Mbit/s für 40€ ohne alle Optionen
Der 16 Mbit/s Vertrag kostet aktuell für mich nur 3€ weniger

Editiert wegen, war halt falsch:ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:

LastManStanding

PCGH-Community-Veteran(in)
Ach Du heiliger Digitus!
Das hatte ich vor 10 Jahren oder so ... .

Vielleicht kommt ja mal ein Bautrupp der Telekom bei Euch vorbei.
Der 16 Mbit/s Vertrag kostet aktuell für mich nur 3€ weniger
Hab mich verschrieben, sonst machten die Zahlen darüber ja kein Sinn^^

Es darf ja nur alle 7 Jahre ein Ausbau stattfinden-Regulär in unserer Region zumindest?! Mit dem Umstieg auf Vectoring bzw Glasfaser zum Hauptverteiler. Haben die schon um 2 Jahre verkürzt weil unser Landrat sich sehr einsetzt für solche Geschichten. Tatsächlich !Nachdem! Der Gehweg in dem die alten Papier ummantelten Kabel liegen Saniert wurde. Mit dieser "Telekom-Eigenschaft" habe ich aber häufiger zu tun, Beruflich:D Merkwürdigerweise sind sie 500m weiter aber wieder am Kabel Einblasen bin gespannt was das wird^^

Macht mir aber nicht mehr soviel aus. Wir suchen grad ein anderes Grundstück und bauen Neu, Endlich!!
Trotzdem danke für deine beileidsbekundung;).
Viele Liegen ja leider noch sehr weit unter dem was wir bekommen.
 

trigger831

Software-Overclocker(in)
Ach Du heiliger Digitus!
Das hatte ich vor 10 Jahren oder so ... .

Vielleicht kommt ja mal ein Bautrupp der Telekom bei Euch vorbei.
Als die das letzte Mal bei uns vorbei kamen um eine Störung zu beheben, die 2 Tage zuvor schon behoben wurde, hatten hier viele Haushalte 6 Tage kein Netz. Leben auch ländlich, jedoch mit Zugang zu 250er Leitung.
 

pedi

Software-Overclocker(in)
speed.png

auch ländlich, 2000 seelendorf im allgäu.
39,90 €
telekom bietet für mehr geld VDSL 50.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Ich hab lange in einer mittleren Stadt in Thüringen gearbeitet.
Da war links der Straße Glasfaser verlegt und 50Mbit/s kein Problem.

Rechts der gleichen Straße hatten wir vorher 6 Mbit/s, wovon so 1 ... 3 ankamen.
Und das als PC-Laden mit manchmal 6 PCs gleichzeitig am Downloaden.
Da war die Nacht nicht lang genug.

Als wir dann auf die gegenüberliegende Seite umzogen kamen wenigstens so 10 ... 20 Mbit/s an.
Die DLAN-Verbindung war nicht so prickelnd, aber als Mieter bist Du da erst mal froh, über die 10fache Geschwindigkeit.

Bei mir zu Hause (kleiner Ort mit 3.000 Einwohnern) hab ich 100 Mbit/s und könnte sogar auf 250 aufrüsten was ich aber nicht ausnutzen kann.
 

BioMachine

Kabelverknoter(in)
Ich wohne im "Schlusslicht" Sachsen-Anhalt und erhalte dank Vectoring-Ausbau der Telekom supertolle 42Mbit, manchmal stuft DLM auch auf 37Mbit herunter, weil zu viele Fehler auf der Leitung sind. Bei 800m Entfernung zum Anschlusskasten auch kein Wunder. Breitbandausbau vorgaukeln mit minimalstem Aufwand nenne ich das, denn da einige Haushalte doch tatsächlich Zugriff auf bis zu 250Mbit erhalten, gilt der Ort als ausgebaut und die Förderkriterien für den Glasfaserausbau des gegründeten Zweckverbandes greifen nicht mehr - willkommen in der Steinzeit.
 

Crush4r

Freizeitschrauber(in)
Sowas habe ich in meiner Stadt auch... Blöderweise bauen die nur da aus, wo es sich lohnt. Sprich, wer schon 50Mbit hat, wird nie ans FTTH angeschlossen, da es dafür keine Förderung vom Staat gibt. So ist dann die Realität.
ich hatte vorher 50mbit und habe trotzdem das orangene kabel ins haus bekommen :)
 

doedelmeister

Freizeitschrauber(in)
Kannste auch im städtischen Gebiet haben die Probleme. Gerade wenn es irgendwelche shared Leitungen sind haste gerne mal die gebuchte Leistung auf dem Papier aber Abends zur Primetime kommt trotzdem kein gescheites Internet an.

Gibt Bundesfördermittel für Glasfaserausbau aber da hängt vieles von den Gemeinden selbst ab mit welcher Vorgehensweise und Geschwindigkeit die Ausbauen. Manche machen gar nix, andere irgendwelche Kooperationen mit der Telekom und andere bauen nur aus, wenn eh die Strasse irgendwo aufgerissen wird oder ein Neubaugebiet entsteht.

Generell isses oft so das Neubaugebiete gut versorgt werden, die haben oft Glasfaser. Zumindest hier bei mir im Frankfurter Einzugsgebiet. Aber da zahlste auch richtig Geld für ne Wohnung / Haus. Bei mir bauen die Stadtwerke eigenes Glasfaser und vertreiben das auch. Nur bei mir noch nicht verfügbar, Auskunft war ich soll 2022 nochmal anrufen :P
 

Bebo24

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Ich kann mich nur wiederholen, Deutschland braucht ein unabhängiges Konsortium, das von der Regierung koordiniert wird. Der Flickenteppich am Breitbandausbau ist schrecklich. Das schlimmste sind aber die Milliarden an Steuergeldern, die bevorzugt an die Telekom ausgeschüttet werden, damit der FTTH Ausbau voran kommt.
Leider passiert mit dem Geld nichts!
In den 80er Jahren wurde mit weniger Geld in weniger Zeit, halb Deutschland mit Kabelfernsehen ausgebaut. Seit 1995 wird von unterschiedlichsten Unternehmen Breitband Internet verkauft, über eine Infrastruktur, die bereits 80 Jahre alt ist. (gedrilltes zweidraht Kupferkabel). Jedweder Ausbau an Infrastruktur, endete mit der Privatisierung der Post in die Telekom.

Hier einige Fakten:
1982 - Beginn Ausbau, mit 0,5 Milliarden DM Steuergeldern ( Deutsche Post ) - 300.000 Haushalte angeschlossen
1983 - Ausbau, mit Jährlich 1 Milliarde DM Steuergeldern ( Deutsche Post ) bis 1989
1990 - Ausbau, mit Jährlich 1,5 Milliarden DM Steuergeldern ( Deutsche Post )
1995 - 15,8 Millionen Nutzer von Kabelanschlüssen; die Kabeldichte lag damit bundesweit bei 65,3 Prozent.
1997 - STOP des Ausbaus wegen Privatisierung der Post.
1997 - Einleitung Verkauf des Kabelnetzes, wegen Monopolbildung, zieht sich bis 2000.
2000 - Telekom verkauft Kabelnetz für c.a. 30 Milliarden DM, damit sollten Investitionen und Übernahmen in anderen Sparten finanzieren werden.
2021 - 22 Millionen Nutzer von Kabelanschlüssen; die Kabeldichte lag damit bundesweit bei 70 Prozent.

Ich komme hier auf insgesamt Kosten von 14,5 Milliarden DM (7,25 Milliarden Euro) um 70% (22 Millionen Nutzer) aller Haushalte mit einem Kabel zu versorgen! In einem Zeitraum von c.a. 15 Jahren.


TELEKOMFÖRDERUNG ( und andere ):
2015 bis 2021 - Steuergeldförderung Breitbandausbau 7,1 Milliarden Euro für 2,5 Millionen Anschlüsse.
2021 bis 2025 - Steuergeldförderung Breitbandausbau 10-12 Milliarden Euro für "flächendeckende" Versorgung.

Die Effizienz hat sich seit der Privatisierung, um den Faktor 10 verschlechtert.
Und die größte Frage dürfte wohl sein, was genau ist mit den 15 Milliarden Euro passiert 2000 aus dem Verkauf des Kabelnetzes.

Nun ja, ich halte wie das mit dem Ausbau auf dem Land läuft auch für viel zu langsam und das könnte sicherlich besser geregelt werden.

Aber gegen das hohe Loblied auf das Staatsmonopols der Post bei der Telekommunikation wehre ich mich dann doch entschieden:
Damals hat ein Orstgespräch (!) Festnetz mehrere Pfennige pro Minute gekostet, Ferngespräche natürlich deutlich mehr und ein Gespräch in die USA knapp 2 Mark die Minute (kaufkraftbereinigt wären das heute ca. 1,5 Euro)!
Nach der Privatisierung waren die Gesprächspreise sofort bei einem Bruchteil, und mittlerweile hat man beim Festnetz-Anschluß die Flatrate für Festnetz deutschlandweit fast immer inklusive.

Ich sehe den fehlenden Netzausbau im ländlichen Raum als Politkversagen erster Güte an:
Das Problem ist seit Jahren bekannt, dennoch verbessert sich die Situation nur im Schneckentempo. Für die Netzbetreiber ist der Netzausbau für kleine Orte auf dem Land ohne staatliche Anreize unwirtschaftlich. Also müsste der Staat kalkulieren, wie hoch der finanzielle Anreiz ausfallen müsste, um Orte auf dem Land an schnelles Internet - und ich halte da 100MBit je Wohnungsanschluss erst einmal für völlig ausreichend - anzuschließen. Diese Prämie müsste wohl mit einem Berechnungsschlüssel (Einwohner des Ortes, Entfernung zum nächsten schnellen Internetknoten) für jeden Ort individuell in seiner Höhe ermittelt werden. Aber auch das ist kein Hexenwerk.

Diese "Anschlußprämie" (für jeden Ort individuell, wie gerade beschrieben) dann noch um eine Zusatzprämie für eine hohe Ausbaugeschwindigkeit (z.B. gestaffelt nach in einem halben Jahr, in einem Jahr, in 2 Jahren etc.) aufstocken - und auf einmal würden sich die Netzanbieter darum reißen, der Erste zu sein und die jeweiligen Prämien für den Ausbau von Orten auf dem Land zu kassieren.

Ach ja, und wie hier schon jemand geschrieben hat, würde man idealerweise bestehende Rohre für die Verlegung der Glasfaserleitungen verwenden, da der Tiefbau mit Abstand das Teuerste am Netzausbau ist. Dazu müssten wahrscheinlich gesetzliche Vorgaben gemacht werden, die die Eigentümer bestehender geeigneter Rohrleitungen dazu verpflichten, diese gegen eine Nutzungsgebühr oder Einmalzahlung von den TK-Firmen nutzen zu lassen.

Aber das Alles ist für unsere Politiker wohl leider viel zu pragmatisch gedacht...
 
Zuletzt bearbeitet:

Nebulus07

Software-Overclocker(in)
Aber gegen das hohe Loblied auf das Staatsmonopols der Post bei der Telekommunikation wehre ich mich dann doch entschieden:
Damals hat ein Orstgespräch (!) Festnetz mehrere Pfennige pro Minute gekostet, Ferngespräche natürlich deutlich mehr und ein Gespräch in die USA knapp 2 Mark die Minute (kaufkraftbereinigt wären das heute ca. 1,5 Euro)!
Nach der Privatisierung waren die Gesprächspreise sofort bei einem Bruchteil, und mittlerweile hat man beim Festnetz-Anschluß die Flatrate für Festnetz deutschlandweit fast immer inklusive.

Nun, man kann halt nicht alles haben, einen Ausbau der Infrastruktur und dann umsonst telefonieren wollen.
Ich zahle gerne mehr Geld, wenn dafür auch ein Ausbau passieren würde. Aber leider gehen die kompletten Gebühren für die Boni der Manager und Aktionärsausschüttungen drauf. Kein einziger Cent wird von den Konzernen wieder in die Infrastruktur investiert.

Das Motto ist, Ausbaukosten mit Steuergeldern, Gewinne privatisieren.
 
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