AMD: Ryzen-5000-Support auf B350 und X370?

SFT-GSG

Software-Overclocker(in)
Das kann AMD doch AMD als Beitrag zur Nachhaltigkeit bewerben und ausschlachten. Neue Chips auf alten Boards. Ich hoffe der neue Sockel funktioniert genauso über mehrere Generationen.
 

Mazrim_Taim

BIOS-Overclocker(in)
Mir würde bei meinem B350 Brett schon die Unterstützung der neueren APUs reichen.
Würde wenn sich die Preise hoffentlich irgendwann normalisiert haben gerne von meinem Bristol Ridge auf einen Zen2/Zen3 Quadcore umsteigen.
Solange man so eine APU aber nicht um 100€ bekommt ist es mir das nicht wert!

Das ist irgendwie das Problem von APUs.
Es gibt eine verdammt große Vorstellung von dem was die können sollen / müssen.
Der eine will nur ne CPU mit einer "Ersatz" Grafikkarte, der nächste will ein stromsparende Surf/YT/EMail bzw. Office Rechner, HTPC, PC für einfache Spiele usw usw. usw.
Ein Bios Update deckt ja nicht nur die APUs ab sondern auch die normalen CPUs.
Welche schmeist man raus und welche läst man drin (Hersteller).
Als Nutzer hat man es da einfacher.
Es dürfte akt. keine (Retail) APU geben die sehr günstig sind und oder nur vier Kerne hat.
 

Pokerclock

Moderator!
Teammitglied
Das kann AMD doch AMD als Beitrag zur Nachhaltigkeit bewerben und ausschlachten. Neue Chips auf alten Boards. Ich hoffe der neue Sockel funktioniert genauso über mehrere Generationen.
Vielleicht wird das sogar so offiziell verkauft. Tatsächlich ist da snichts anderes als eine Abverkaufsmaßnahme der alten AM4-CPUs und eine Reaktion darauf, dass immer weniger Retail-CPUs über die Ladentheke gehen. Denn der Markt für die ganzen DIY-PC-Bauer ist mit den hohen Grafikkartenpreisen komplett zusammengebrochen. Aktuell werden (händlerseitig) wieder verstärkt Bundle-Aktionen vorangetrieben, um überhaupt etwas loszuwerden. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass es irgendwo im System stockt.
 

Bl4ckR4v3n

Software-Overclocker(in)
Nur weil man ein Flash macht für eine CPU die man vielleicht nicht hat, ist das Board vieles aber NICHT gebricked !
Für den Nutzer schon. Nicht jeder hat die Möglichkeit eben mal eine CPU auszuleihen.
Dazu sind die Garantieansprüche schon lange durch, als Hersteller kann man da nicht mehr viel verlieren, vielleicht sogar noch etwas kostenlosen Fame einheimsen, denn ein Kunde der das Feature bekommt kauft vielleicht später das nächste Board dafür aber ziemlich sicher wieder bei mir, wenn der Support bei der Firmware stimmt :)
Der Hersteller kann in so einem Fall fast nur verlieren. Die Garantie hat damit 0,0 mit zu tun. Mehrfachaufwand für die Pflege der SW. Dazu müssen diverse Stände erstmal erstellt, gereviewed und getestet werden was nur Kosten verursacht.
Zusätzlich kommen extra Supportanfragen weil ggf. Probleme auftreten, neue Bugs vorhanden sind etc. Und das alles damit vielleicht der Kunde wieder bei mir kauft? Da gibt es deutlich bessere Wege.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Das mit dem 16 MB Märchen ist langsamm echt outdatet, so ein Asus B450 Prime unterstützt mit seinen 16 MB ja auch alle AM4 CPUs bis auf bristol ridge und deren Athlon X4 ablegern.

Bei Gigabyte und ASRock sieht es ja, was die 400er Reihe betrifft, auch nicht anders aus.

IMHO wäre es mal Zeit das AMD einfach sagt das es Produktpolitik war B350 und X430 sterben zu lassen.

Gigabyte verkauft sogar 500er-Mainboards mit 16-MiB-Chips. Von daher wäre der erste angemessen Schritt bei AMD, endlich ehrlich mit Kunden und Partnern umzugehen, anstatt Geschichten zu erfinden. Zwar hätten einige Hersteller Probleme mit dem Platzbedarf, aber eine fragmentierte Kompatibilitätslandschaft haben wird schon heute, ohne dass dies AMD stören würde. (Asrock unterstützt z.B. Athlon-G-Modelle auf mehreren Platinen mit offiziell kompatiblen I/O-Hub einfach gar nicht.) Mainboard-Hersteller mit kompakten UEFIs würden ihren Kunden dagegen gerne offizielle Upgrade-Pfade öffnen, wenn endlich garantiert würde, dass diese vom nächsten AGESA nicht wieder gesperrt werden.

Nach dem Reinfall mit Ryzen 1000 @X570, wo AMD fast ein halbes Jahr einen Riegel vorgeschoben hat, gilt eben nicht mehr das technisch Machbare (= alle AM4 auf allen Boards) als Maßstab, sondern AMDs knappe Zusagen. Würde ein Hersteller offiziell eine Kombination supporten, die im Moment problemlos funktioniert (das sind erstaunlich viele), die aber beim nächsten Update von AMD gesperrt wird, stehen die entzürnten Kunden nämlich bei Asrock/Asus/Biostar/Gigabyte/MSI auf der Matte. An dieser Stelle der Hinweis, dass das gleiche Problem auch in Gegenrichtung besteht mit alten CPUs auf neuen Mainboards: Erstaunlich viele B550-Platinen können mit Zen 1 in der Praxis umgehen. Die Entwickler treiben also bereits den vollen Aufwand, obwohl AMD sowas ausschließt. Aber kein Hersteller schreibt die Fähigkeiten offen in die Spezifikationen, weil er sonst darauf festgenagelt werden könnte.

Damit machen sich die MB Hersteller nur selbst das Leben schwer. Mehr Fehlerquellen für User und damit mehr Support anfragen. Bugs müssen evtl. mehrfach gefixt werden. Das alles für etwas woran die Boardhersteller keinen Cent mehr verdienen.
Dazu frustriete User die sich das Board selbst gebrickt haben.

Mainboard-Hersteller sind erstaunlich offen für komplexeren Support. Viele haben in neueren Updates Bristol Ridge rausgekickt, von Asrock gibt es seit langem UEFIs ohne Raven-Ridge-Support. Früher war es bei Intel-Plattformen für einige Hersteller ganz normal, die von Intel offiziell nicht vorgesehenen Xeon-Modelle zu unterstützen oder auf den späteren Sockel-775-Generationen die ältesten CPUs, die von Intel selbst nicht mehr validiert wurden. Von den Pseudo-AGP-Lösungen in den 0er-Jahren ganz zu schweigen. Non-K-OC in der Skylake-Generation wurde sogar gegen den expliziten Willen Intels entwickelt und, nachdem Asrock wegen der offensiven Vermarktung Ärger bekommen hat, von einigen Herstellern heimlich weiter gepflegt. :-) Selbst physisch über Spezifikationsgrenzen hinweg gehende Experimente gibt es, so verkauft Gigabyte im Alleingang DDR3-Coffee-Lake-Mainboards und hat, genau wie Asrock, auf Comet-Lake-Z490-Platinen M.2-Slots verbaut, die ohne Einbau einer Rocket-Lake-CPU tot sind. Da könnte man auch RMA-Katastrophen befürchten, aber in aller Regel sind am PC schraubende Nutzer gar nicht so blöd, wie manch Beitrag im Internet vermuten lässt. ;-)

Ein Problem haben die Mainboard-Hersteller erst, wenn ihnen proprietäre Firmware über White- oder Blacklisting die Kontrolle entzieht. Wenn sie nicht mehr selbst testen können, ob ihr angestrebtes Feature X machbar ist, weil eine IME oder ein AGESA gegebenenfalls dagegen entscheidet und das System lahmlegt. Deswegen bemüht sich niemand mehr um BCLK-OC bei Intel-B-/-H-Modellen, um PCI-E 4.0 für X370 und X470 und eben auch nicht öffentlich um erweiterten CPU-Support für AM4-Mainboards. Ein solches kann man ohne Firmware von AMD nun einmal nicht zum laufen bringen und nachdem Asus für die Entwicklung von PCI-E-4.0-400er-UEFIs sowie einhergehende Validierungen nichts weiter als ein Gerichtsverfahren von AMD bekommen hat, investiert da kein Hersteller mehr seine Ressourcen.


Vielleicht wird das sogar so offiziell verkauft. Tatsächlich ist da snichts anderes als eine Abverkaufsmaßnahme der alten AM4-CPUs und eine Reaktion darauf, dass immer weniger Retail-CPUs über die Ladentheke gehen. Denn der Markt für die ganzen DIY-PC-Bauer ist mit den hohen Grafikkartenpreisen komplett zusammengebrochen. Aktuell werden (händlerseitig) wieder verstärkt Bundle-Aktionen vorangetrieben, um überhaupt etwas loszuwerden. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass es irgendwo im System stockt.

AMD hat in diesem geschrumpften Markt zudem erstmals seit Jahren wieder auf breiter Front Konkurrenz. "Ryzen 5000 nicht mit B350 oder X370" bedeutete bis zum Erscheinen für AMD: Jeder Aufrüster kauft zusätzlich noch einen B550 oder X570. Doppelter Gewinn! Jetzt aber könnte es passieren, dass er stattdessen B660 oder Z690 nebst Core i-12000 wählt und AMD gar kein Geld sieht. Dann doch lieber nur eine CPU einzeln verkaufen... .

Einen entsprechenden Schachzug habe ich lange Zeit bei Intel vermisst. Die hatten mit dem Sockel 1151 [SKL] eine sehr breite Nutzerbasis und es wäre extrem einfach, für diese Mainboards CPUs auf Coffee- oder Comet-Lake-Basis anzubieten. Erstere kann man ja sogar selber modden, modifizierte Mobile-Exemplare letzterer werden von einem chinesischen Anbieter vertrieben. Mit einer passende IME, die sowohl die alten PCHs als auch Cove-Architekturen unterstützt, sollte auch Rocket Lake kein Problem sein und vielleicht sogar ein P-Core-only-Alder-Lake. Derartige Overdrive-CPUs (wie Intel sie in den 90ern mehrfach angeboten hat), hätten viele Sky- und Kaby-Lake-Besitzer davon abgehalten, auf Ryzen 3000 oder 5000 aufzurüsten, aber Intel hatte wohl keine Marktanteile nötig. Da handelt AMD jetzt um einiges schlauer. (Zugegebenermaßen müssen die auch nur die Software ändern. Das würde bei Intel nur für Core i3-8000/-9000 @Z170/Z270 oder für Rocket Lake @H410/B460 reichen, was beides eher wenig Aufrüster anspricht.)
 

Cross-Flow

BIOS-Overclocker(in)
Lügen über Lügen. Das kann er...
Und wie ists eigentlich bei "den anderen"?
939,940,AM2...

Die ganze Geschichte damals was 754, 939 und AM2 angeht war wirklich nicht schön. Auf der eine Seite brachte 754 keinen Support für Dual Channel Memory mit, andrerseits wurde der Sockel noch lange für mobile CPUs verwendet. Ich erinnere mich gern an meine alten Shuttle, ASRock und Asus 754 MoBos zurück - kann bis heute nicht verstehen warum nicht wenigstens eine "mini" Dual Core CPU für den Sockel kam ...

939 war ein echt unproblematischer consumer Sockel. Abgesehen von den ersten CPU Revs. wo es hier und da Speicherprobleme gab. So ein Venice E6 war ne echt potente OC CPU <3 Der 939 hätte echt ein längeres Leben verdient gehabt aber dafür hat ja AM2 meist alle CPUs bis zum Phenom X4 gefressen.

940 war halt der workstation / server sockel welcher nur 3 Jahre später duch Sockel F abgelöst wurde. Bis auf das verunglückte 4 x 4 Experiment und der Unterstützung für reg. / ECC speicher konnte der auch nichts dolles.

War damals alles etwas durcheinander, dafür waren die Boards günstig :P Und verbuggt ^^

Gigabyte verkauft sogar 500er-Mainboards mit 16-MiB-Chips. Von daher wäre der erste angemessen Schritt bei AMD, endlich ehrlich mit Kunden und Partnern umzugehen, anstatt Geschichten zu erfinden.

Sehe ich auch so, es ist halt kacke die Leute verarschen zu wollen obwohl jeder genau weiß wie es läuft. AMD hat es auch gar nicht nötig sich so zu zeigen.
 

Rollora

Kokü-Junkie (m/w)
Die ganze Geschichte damals was 754, 939 und AM2 angeht war wirklich nicht schön. Auf der eine Seite brachte 754 keinen Support für Dual Channel Memory mit, andrerseits wurde der Sockel noch lange für mobile CPUs verwendet. Ich erinnere mich gern an meine alten Shuttle, ASRock und Asus 754 MoBos zurück - kann bis heute nicht verstehen warum nicht wenigstens eine "mini" Dual Core CPU für den Sockel kam ...

939 war ein echt unproblematischer consumer Sockel. Abgesehen von den ersten CPU Revs. wo es hier und da Speicherprobleme gab. So ein Venice E6 war ne echt potente OC CPU <3 Der 939 hätte echt ein längeres Leben verdient gehabt aber dafür hat ja AM2 meist alle CPUs bis zum Phenom X4 gefressen.

940 war halt der workstation / server sockel welcher nur 3 Jahre später duch Sockel F abgelöst wurde. Bis auf das verunglückte 4 x 4 Experiment und der Unterstützung für reg. / ECC speicher konnte der auch nichts dolles.

War damals alles etwas durcheinander, dafür waren die Boards günstig :P Und verbuggt ^^
ja verbuggte Boards hatte ich damals so einige (780G Causa..), bzw Treiber.
So 939 war für moch frustrierend, weil bei Release von langjährigem Support durch neue CPUs gesprochen wurde.
Kam halt nicht und ich konnte nie Upgraden, sodass ich dann 2008 statt zum Phenom zum i7 gegriffen habe. War dann auch die deutlich bessere Entscheidung
 

XXTREME

Lötkolbengott/-göttin
Ich habe mich schon damals gewundert und geärgert, dass da leider dann doch nichts kam für mein X370 Board. Würde mich eventuell vom geplanten gebrauchtkauf des 3900X abhalten, und dann doch zum Abverkauf der 5000er verleiten.


Konkurrenz ist schon was tolles für den Endkunden.
Genau so sehe (und mache) ich es dann auch :daumen:. Denn ich sehe es partut nicht ein mein sehr gutes (und auch teureres) Gigabyte ITX Board auf den Schrott zu schmeissen da es noch immer absolut tadellos und fehlerfrei funktioniert. Möchte hiermit AMD auch an ihr versprechen erinnern von wegen "5 Jahre" Sockelkompatibelität :rollen:.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Die ganze Geschichte damals was 754, 939 und AM2 angeht war wirklich nicht schön. Auf der eine Seite brachte 754 keinen Support für Dual Channel Memory mit, andrerseits wurde der Sockel noch lange für mobile CPUs verwendet. Ich erinnere mich gern an meine alten Shuttle, ASRock und Asus 754 MoBos zurück - kann bis heute nicht verstehen warum nicht wenigstens eine "mini" Dual Core CPU für den Sockel kam ...

939 war ein echt unproblematischer consumer Sockel. Abgesehen von den ersten CPU Revs. wo es hier und da Speicherprobleme gab. So ein Venice E6 war ne echt potente OC CPU <3 Der 939 hätte echt ein längeres Leben verdient gehabt aber dafür hat ja AM2 meist alle CPUs bis zum Phenom X4 gefressen.

940 war halt der workstation / server sockel welcher nur 3 Jahre später duch Sockel F abgelöst wurde. Bis auf das verunglückte 4 x 4 Experiment und der Unterstützung für reg. / ECC speicher konnte der auch nichts dolles.

War damals alles etwas durcheinander, dafür waren die Boards günstig :P Und verbuggt ^^

Der 940 konnte vor allem alles, was 754, AM2 und AM3 auch konnten. Mechanisch hätte AMD alle Athlon- und alle Phenom-Prozessoren in dieser einen Fassung anbieten können. Je nach Board wäre dann mal Single-, mal Dual-Channel-, mal ECC-, mal normalo- und mal DDR1, DDR2 oder DDR3-RAM die richtige Wahl gewesen. Aber in den Übergangszeiträumen verstand sich das Silizium in der Regel sowieso auf mehrere Standards (was beim Übergang von AM2+ zu AM3 auch Anwendern zu Gute kam) und gerade bei den ersten drei Sockeln hätte AMD hier Aufrüstern viel Ärger erspart, wenn der Athlon 64 X2 auch in die DDR1-Enthusiast- und -Einsteiger-Mainboards der ersten Generation gepasst hätte. Die seinerzeit geschaffen Differenzierung war genauso überflüssig wie Intels 1151 (CFL) zwischen 1151 (SKL) und 1200. (Eigentlich hätte man auch alle drei Plattformen mit einem Sockel bedienen können, aber 2015 hat zu Recht niemand mit Support-Bedarf für 250-W-PL2-Achtkerner gerechnet. Die früheren 115X-Wechsel waren dagegen technisch begründet, wenn auch teilweise mit "wir beheben jetzt unsere Fehler vom letzten Launch".)
 
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