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AIO`s einmaleins, Tipps und Tricks! [Guide]

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Hallo,

bis vor kurzem hatte ich in eigenem Projekt einige Anleitungen geschrieben und da mein Projekt leider geschlossen wird, wäre es schade, wenn meine Anleitungen und Tipps nicht im Internet zu finden wären. Aus diesem Grund werde ich hier meine Anleitungen als Thema auf PCGH zur Verfügung stellen.

Bitte beachtet, dass ich bezüglich meiner Kenntnisse mich beziehe und falls doch mal was anzumerken ist, diese gerne als Beiträge von jedem User noch ergänzt werden können. Bilderquellen sind eigene Systeme, die ich bereits aufgebaut habe oder eigene Teile und Zubehör. Auch mache Skizzen, die mit eingestellt sind, habe ich selbst erstellt.

Meine Anleitungen sind daher auch nicht jetzt entstanden, sondern im Laufe eines Jahres.

Inhaltsverzeichnis​

  1. Wasserkühlung: Hilfe, meine neue AIO ist weder leise noch kühl!
  2. Luftkühlung vs. AIO kompakt Wasserkühlung
  3. Kompaktwasserkühlung Informationen & Ratgeber
  4. Alphacool Eisbaer erweitern / umbauen

Weitere nützliche Anleitungen von mir:​

 
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IICARUS

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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Hilfe, meine neue AIO ist weder leise noch kühl!​

Eine Wasserkühlung ist im Prinzip auch eine Luftkühlung, weil das Wasser alleine die Kühlung auch nicht leiser und kühler macht.

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Das Wasser nimmt ja auch die Wärme auf und muss dann wieder am Radiator heruntergekühlt werden und die Drehzahl der Lüfter bilden hier immer ein Kompromiss zwischen Temperatur und Lautstärke. Lüfter sind ab einer gewissen Drehzahl immer laut und daher liegt die Kunst bei einem custom Loop darin mehr Fläche zu verbauen damit alle Lüfter darauf langsamer laufen können und dennoch ausreichend kühlen.

An meinem Rechner habe ich ein Mo-Ra dran, also ein Monster Radiator in der Größe von 360. Darauf sind 9x 120mm Lüfter verbaut. Das Ganze geht auch größer mit einem 420er und 9x140mm Lüfter oder 4x 200mm Lüfter von Noctua. Zusätzlich habe ich noch intern einen 240er + 420er Radiator verbaut. Ohne den Mora würde ich auf etwa 38°C Wassertemperatur kommen und etwa 800-1200 U/min der Lüfter. Das Ganze wäre schon leiser und Kühler als mit Luftkühlung, aber immer noch gut mit Last zu hören. In meinem Fall werden aber CPU, Grafikkarte und die Spannungswandler der CPU mit gekühlt. Mit dem Mora komme ich nur noch auf 30°C Wassertemperatur und 500 U/min aller 14 Lüfter. Dadurch ist mein Rechner selbst mit Last komplett lautlos. Das ganze könnte ich sogar mit nur 350 U/min der Lüfter betreiben und dann würde ich eine Wassertemperatur von 38°C erreichen was so auch noch ganz gut wäre. Aber da die 500 U/min der Noctua Lüfter was ich verbaut habe noch nicht zu hören sind, nehme ich lieber die kühlere Temperatur.

Ein Prozessor lässt sich auch im Vergleich zur Grafikkarte schwerer kühlen, da die Leistungsaufnahme den Kern schnelle heiß werden lässt als überhaupt abgeführt werden kann. Und selbst mit meinem custom Loop sind hier im Vergleich zur Luftkühlung nur etwa 10-15°C bessere Temperaturen drin. Mit einer AIO wird dieses aber nicht so gut ausfallen, da die Fläche dazu einfach zu klein ist und das Wasser dann auch eine gewisse Temperatur erreichen wird, die auch ausschlaggebend ist.

Denn erreiche ich mit einer AIO eine Temperatur von 42°C mit dem Wasser kann ich auch keine niedrigere CPU-Temperatur erwarten. Da Temperaturen immer nur bis zur Umgebungstemperatur herunterkühlen können. Bei Luft wäre es die Temperatur im Gehäuse und diese wiederum ist von der Temperatur im Raum abhängig. Mit Radiatoren kommt es ganz darauf an, ob die Luft dazu aus dem Gehäuse kommt oder aus dem Raum und mit einer AIO ist meist noch eine Grafikkarte mit verbaut die weiterhin Hitze ins Gehäuse führt und wenn dann ein Radiator oben so verbaut wird das oben raus geführt wird dann wird im Prinzip das Wasser mit der warmen Luft aus dem Gehäuse gekühlt und solch eine Grafikkarte kann das Gehäuse bis auf 55°C bringen.

Wird ein Radiator in der Front verbaut kann es von der Temperatur aus dem Raum profitieren, aber die Grafikkarte würde dann vorgewärmte Luft des Radiators bekommen. Aus diesem Grund ist es egal wie man es dreht, oben geht es zulasten der CPU-Temperatur und vorne zulasten der Grafikkarte.

Mit einer custom Wakü ist dieses Problem nicht vorhanden, weil beide Komponente mit Wasser gekühlt werden und so die Radiatoren nur noch ausschlaggebend werden.

Mit einer AIO darf man daher keine Wunder erwarten, weil zum einen ein Prozessor sich schwer kühlen lässt und dann noch die Lautstärke der Grafikkarte unter Last dazu kommt und so wird, wenn es nicht die AIO ist auch immer die Lüfter der Grafikkarte raus zu hören sein. Eine AIO sehe ich daher viel mehr darin alles aufgeräumter zu haben und so auch nichts von einem großem Kühlkörper zugesetzt wird. Denn es gibt auch sehr gute Luftkühler die sehr leise sind und meist ist dann ehe die Grafikkarte noch raus zu hören.

Wer also auf eine AIO setzt und Wunder in Sache Temperaturen und Lautstärke erwartet wird enttäuscht werden. So habe ich immer wieder mit Usern zu tun, die hier was ganz anderes erwartet haben und sich wundern, wieso sie nicht die Super Temperaturen mit dem Prozessor erreichen und die Lüfter dennoch eine bestimmte Drehzahl anliegen haben müssen.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Luftkühlung vs. AIO kompakt Wasserkühlung​

Es gibt gefühlt fast jeden Tag auf Foren immer dieselbe Frage... Wasser- oder Luftkühlung?! In letzter Zeit geht auch der Trend verstärkt auf einer kompakt Wasserkühlung (AIO) weil Wasser immer kühler und leiser sein soll. Da ist manch einer auch dazu bereit mehr Geld aus zugeben und sich statt einem Luftkühler eine AIO Wasserkühlung zu kaufen.

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Vorwort​

Egal ob AMD oder Intel, Prozessoren sind immer eine Herausforderung, wenn es sich um die Kühlung davon handelt. In letzter Zeit ist auch auffällig das verstärkt AIOs hierzu ausgewählt werden, weil manche denken eine AIO müsste, weil mit Wasser gekühlt besser und vor allem leiser kühlen.

Radiator​

Zunächst spielt mit einer AIO auch die Fläche des Radiator eine Rolle, denn um so größer um so besser wird das Wasser heruntergekühlt. Radiatoren gibt es von 120mm bis zu 420mm und je nach AIO Hersteller sind manche davon sogar noch erweiterbar. Zumindest spiel die Fläche des Radiator auch eine Rolle wie gut und leise solch eine AIO ausfallen wird.

Prozessor​

Ein Prozessor lässt sich schwer kühlen, denn der Chip wird oft schneller heißer als überhaupt am Kühler abgeführt werden kann, daher bringen große Kühler nur bedingt was. Natürlich hängt das ganze auch von der Wassertemperatur ab und bei einer AIO wird diese auch nicht gering ausfallen, daher werden alleine schon wegen der Wassertemperatur gewisse Temperaturen am Prozessor anliegen. Nur eine custom Wakü mit ausreichend Fläche kann die Wassertemperatur so weit runter bekommen das dies irgendwann nicht so stark ausschlaggebend wird und dann kommt der Sachverhalt das der Chip heißer wird aus überhaupt abgeführt werden kann. Daher sind selbst mit einem großem Custom Loop keine Wundertemperaturen des Prozessors drin. Als Vergleich kann eine Grafikkarte besser heruntergekühlt werden und wenn mit einer Grafikkarte gut 20-30°C drin sind kommt ein Prozessor vielleicht auf etwa 10-15°C. Ganz davon abgesehen das sich manche Leute auch unnötig Sorgen dazu machen, denn Temperaturen unterhalb des Bereiches wo eine Prozessor anfängt sich herunter zu takten sind gut. Denn Temperaturen zwischen 65 und 85°C sind vollkommen in Ordnung und nicht bedenklich.

Allgemein​

Allgemein zwischen Luft und Wasserkühlung ist zu sagen das beide sehr gut kühlen und auch gute Luftkühler leise sein können. Es gibt hier oft zwischen einer AIO-Wasserkühlung und einer Luftkühlung kein großen Unterschied. Zumindest nicht, wenn eines der guten Luftkühlung hier als Gegner einer guten AIO Wasserkühlung entgegentritt.

Was ist nun besser?​

Im Allgemeinen kann diese Frage nicht beantwortet werden, denn beide Kühlmethoden sind gut und jede hat ihre Vorteile oder Nachteile. Eine Luftkühlung kostet weniger und ist auch leichter zu Warten, weil eine Reinigung nicht groß ausfällt und solch eine Luftkühlung bis auf das bisschen Staub, was sich mit der Zeit ansammeln kann, wartungsfrei ist. Eine AIO verdeckt nicht so viel und nimmt auch nicht so viel Platz weg und so können auch Bauteile verbaut werden die nicht verdeckt werden. Mit einem Luftkühler müssen meist auch die Arbeitsspeicher entsprechend ausgewählt werden, damit diese nicht zu hoch ausfallen. Dann werden mögliche RGBs auch verdeckt und so sieht es mit einer AIO besser aus, weil alles aufgeräumter ist und nichts verdeckt wird.

Eine AIO muss aber von Zeit zu Zeit etwas befüllt werden, da immer etwas Kühlflüssigkeit verdunsten kann. Und das erweist sich im Gegensatz zu einem custom Loop ohne Ausgleichsbehälter etwas schwieriger. Es kommt noch dazu das meist Radiatoren aus Aluminium verbaut werden und dieses mit dem Kupfer mit der Zeit reagiert. Dadurch verrottet irgendwann der Kühler, weil die feinen Lamellen darin oxidieren. Zwar soll das ganze mit Korrosionsschutz im Kühlmittel verhindert werden, solche Mitteln zögern das Ganze nur etwas raus und verhindern es nicht gänzlich.

Es gibt hier leider nur wenige Hersteller wie z.B. Aplhacool die auf Kupfer Radiatoren setzen und so dieses Problem nicht besteht. AIOs haben auch meist fest verbaute Schlauche und so wird auch das Austauschen eines Schlauches sehr erschwert und ist fast nicht möglich. Aber auch hier hat Alphacool seine Vorteile, weil all ihre Teile einer AIO aus dem custom Bereich kommen und so Schlauche verschraubt sind und die ganze AIO auch durch Schnellkupplung erweiterbar ist.

Was ist leiser?​

Nur weil eine AIO mit Wasser gekühlt wird, wird eine Wasserkühlung nicht leiser ausfallen. Denn wie auch bei einer Luftkühlung muss das Wasser was sich auch mit der Leistungsaufnahme eines Prozessors aufwärmt wieder abgekühlt werden. Dieses wird mithilfe eines Radiators erreicht, weil das Wasser durch ein Radiator fließt und darin die Luft zum kühlen hindurchströmt. Die Drehzahl der Lüfter ist daher hier ausschlaggebend wie kühl das Wasser heruntergekühlt werden kann und daher stellt die Drehzahl immer ein Kompromiss zur Wassertemperatur her.

Lüfter werden aber alle ab einer gewissen Drehzahl eine gewisse Lautstärke erreichen und Lüfter die mit hoher Drehzahl leise oder gar Lautlos sind, gibt es im Jahr 2020 noch nicht. :D

Lüfter sind daher immer mit einer bestimmten Drehzahl laut und das ganz gleich ob Luft oder AIO Wasserkühlung. Im übrigen auch mit einer custom Wasserkühlung, wenn nicht ausreichend Radiatoren verbaut sind. Denn eine custom Wasserkühlung wird erst mit mehr Fläche der Radiatoren leiser. Denn dann kommen mehr Lüfter zum Einsatz die alle gemeinsam dann auch langsamer drehen können und erst so solch eine Wasserkühlung leiser wird. Das wird aber bei einer AIO Wasserkühlung nicht der Fall sein, denn wir sprechen hier von einer Fläche was ein 420er Radiator übersteigt und oft auch mehrere Radiatoren verbaut werden oder gar auf Monster Radiatoren extern gesetzt wird.

Fazit​

AIOs sind optisch schön und daher sollte auf AIOs aus Gründen der Optik gesetzt werden. Wer hier denkt damit kühler und leiser zu werden der wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Natürlich ist die Kühlleistung auch gut und daran ist meist auch nicht auszusetzen, aber eine Luftkühlung kostet weniger und kühlt genauso gut.

Mein persönlicher Fazit dazu...
Meine Vorliebe fällt eher auf die AIO Kühllösung oder wie ich es selbst verbaut habe sogar auf einem custom Loop, denn mit einer Wasserkühlung egal ob custom oder kompakt Wasserkühlung sieht das System optisch besser aus und es ist auch alles aufgeräumter verbaut. Ich komme mit Umbau arbeiten auch überall problemlos dran und schöne Arbeitsspeicher mit RGBs werden nicht durch ein großen Kühler verdeckt.

In meinem Fall wie aus dem Bild 1 saß die Grafikkarte so dicht am CPU-Kühler dran, sodass ich die Verriegelung der Grafikkarte nicht erreichen konnte. Um die Grafikkarte ausbauen zu können musste ich zuvor mühsam den CPU-Kühler ausbauen. Mit Luftkühler muss ich auch gestehen, dass ich damals sogar auf dicke fette Kühler stand und ich mir damals sogar von Alpenföhn den großen K2 Kühler verbaut hatte. Diesen hat meine Tochter später in ihrem System verbaut bekommen und als bei ihr Mal der Frontlüfter defekt war und Geräusche verursachte musste ich den Kühler ausbauen da kein dran kommen an den Stecker des Lüfters auf dem Mainboard war. Hatte zuvor alles möglich versucht an den Anschluss zu kommen und am Ende musste der Kühler dazu ausgebaut werden. Mit einer Wasserkühlung hätte ich diesen Anschluss problemlos erreichen können ohne irgendwas ausbauen zu müssen.
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Kokü-Junkie (m/w)

Kompaktwasserkühlung Informationen & Ratgeber​

Oft stellt sich die Frage welche AIO's besser sind und welche davon gekauft werden soll. Die Auswahl ist sehr groß und auch die Unterschiede hierzu sind je nach AIO anders.

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Meine Hinweise & Ratschläge hierzu:​

  1. Radiatoren haben nicht die Maße wie sie bezeichnet sind, die Radiatoren sind meist etwas länger und breiter. Da hierzu noch eine Kammer dazu kommt, wodurch das Wasser zirkulieren muss. An diesen Kammer sind auch die Anschlüsse mit vorhanden. Daher z.B. mit einem 240er Radiator in der Produktbeschreibung schauen wie groß er ausfallen wird und ggf, auch mit dem Gehäuse dazu ausmessen.
  2. Radiatoren bestehen aus ALU und Kupfer, Anschlüsse und die Kühlblocks aus Kupfer oder Messing. Bekanntlich reagiert Alu auf Kupfer nicht gut und so oxidiert das Kupfer mit der Zeit. Die Folgen sind verstopfte Finnen im Kühlblock. Hierdurch wird der Durchfluss gehemmt und auch die Wärme kann nicht mehr gut aufgenommen werden. Dadurch verschlechtern sich mit der Zeit auch die Temperaturen. Zwar ist in der Kühlflüssigkeit Korrosionsschutz mit vorhanden, aber dieses zögert das ganze Prozess nur raus und verhindert es nicht gänzlich. Aus diesem Grund sind AIOs mit Kupfer Radiatoren besser. Alphacool verbaut hier nur Kupfer Radiatoren, da ihre Bauteile aus dem custom Wakü Bereich kommen. Mit einer modularen Wasserkühlung kann dies ausgegrenzt werden, da die Bauteile selbst ausgewählt und verbaut werden.
  3. Auch mit einer AIO verdunstet mit der Zeit Kühlflüssigkeit und so muss destilliertes Wasser mit der Zeit nachgefüllt werden. Bitte hier kein Fertiggemisch nehmen, da sich unterschiedliche Sorten nicht immer gut miteinander vertragen. Das Fertiggemisch, was bereits befüllt ist, kann bedenkenlos etwas verdünnt werden. Alphacool verbaut hier sogar ein 1/4 Zoll Füllport um besser Kühlflüssigkeit nachfüllen zu können. Andere wieder haben kein Füllport oder befindet sich versteckt unter ein Garantiesiegel, natürlich erließt in so einem Fall die Herstellergarantie. Nicht aber, wenn eine AIO ein Füllport ohne Garantiesiegel darauf geklebt mit dabei hat.
  4. Es gibt AIOs die können auch erweitert werden, mit anderen wird selbst eine Wartung erschwert. Da Schläuche meist verpresst oder verklebt sind und so nicht einfach mal zerlegt werden kann. Die AIOs von Alphacool hingegen sind hier besser, da die Anschlüsse alle geschraubt sind. Hier kann problemlos jederzeit ein Schlauch ausgetauscht oder erweitert werden.
  5. Manche AIOs haben eine elektronische Steuerung der Lüfter, der Pumpe und eine Grafische Oberfläche. Andere wiederum bieten nichts der Gleichen mit an und müssen wie gewöhnliche Lüfter oder Luftkühler ans System angeschlossen werden. Natürlich ist die Steuerung der Lüfter nach Wassertemperatur zu empfehlen.
  6. Eine AIO wird oft als Wartungsfrei bezeichnet, das liegt aber nur darin das solch eine Kühlung nicht zum Warten vorgesehen ist und nach etwa 4-7 Jahre durch eine neue ersetzt wird. Das Wartungsfreie kommt daher eher durch Neukauf zustande.
  7. Manche AIOs haben mittlerweile auch schöne RGBs, hier ist zwischen D-RGB 5v (3-Pins) und RGB 12v (12v) zu unterscheiden. Zwar ist in so einem Fall ein manueller Bedienungselement dabei, aber mit einem direktem Anschluss aufs Mainboard muss auf den richtigen Anschluss mit drauf geachtet werden.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Alphacool Eisbaer erweitern / umbauen​

Wir haben letztens eine Alphacool Eisbaer Aurora 240 im Rechner meines Sohnes verbaut.

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Bei der alten Version werden noch Schläuche aus Gummi und Knickschutzfedern verwendet, bei der Aurora ist Weichmacher freier Schlauch in Schwarz verwendet worden. Der Unterschied liegt auch darin das 13/8 statt 11/8 Schlauch verwendet wurde und so ist zwar der Innendurchmesser gleich geblieben, aber dadurch das der Außendurchmesser größer ausfällt ist die Wandung stärker und der Schlauch kann so nicht abknicken. Daher wurde hier auf Knickschutzfedern verzichtet, weil der Schlauch nicht abknicken kann.

Die Pumpe der Aurora ist sowas von leise das selbst mit voller Drehzahl von etwa 2600-2800 U/min (12v) nichts von zuhören ist. Ich hatte sie auch Testweise nur über dem Lüfteranschluss an meinem Rechner angeschlossen und hatte die Pumpe in der Hand und hätte ich nicht durch das Sichtfenster gesehen, das die Pumpe sich dreht, hätte ich weder was hören noch was vibrieren spüren können. Selbst später als die AIO verbaut war, ist die Pumpe nicht raus zu hören und das die Pumpe läuft, lässt sich nur mit der Ausgabe der Drehzahl ersehen.

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Wir haben die AIO auch etwas umgebaut:
Am Radiator sind ganz normaler 1/4 Zoll Gewinde als Anschlüsse vorhanden.

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Quelle: aquatuning.de / alphacool.com

Ich habe das kurze Stück Schlauch, was vom Radiator abgeht komplett mit dem Anschluss abgeschraubt, den Temperatursensor in den Radiator geschraubt und darauf wieder das Stück Schlauch mit dem Anschluss.

Ashampoo_Snap_Mittwoch, 2. September 2020_16h59m06s_001_ (1).png
Quelle: aquatuning.de / alphacool.com

Die Schnellkupplung wurde zuvor vor dem Abschrauben getrennt und als ich fertig war wieder zusammen gefügt. Der Radiator selbst lag mit den Anschlüsse nach oben auf dem Tisch damit aus dem Radiator ohne Schlauch kein Wasser ausläuft.

Verbaut wurde dieser Sensor: Aquacomputer Temperatursensor Innen-/Außengewinde G1/4
Aber im Grunde passt jeder Temperatursensor der ein 1/4 Zoll Gewinde hat(auch von Alphacool).

Mit einer kleinen Spritze wurde dann über die Schnellkupplung etwas destilliertes Wasser nachgefüllt, weil ja beim Abschrauben des Schlauch etwas Wasser dabei ausläuft. Das Ventil in der Kupplung lässt sich auch mit der Spritze herunterdrücken um das Wasser befüllen zu können. Ein mühsames befüllen und entlüften fielt daher weg, weil nur das kurze Schlauch wieder neu befüllt werden musste. Dabei habe ich auch den Radiator etwas hin und her geschwenkt damit Luft wieder in den Schlauch aufsteigt und aufs neue mit einer Spritze etwas befüllt werden konnte.

Das Ganze wurde im ausgebautem Zustand umgebaut.

Als Steuerung haben wir den Aquacomputer QUADRO Lüftersteuerung für PWM-Lüfter verwendet.

Wir sind aber dann noch ein Schritt weiter gegangen, denn wir kamen auf eine Wassertemperatur von 42°C unter Last und mit der Drehzahl waren wir mit 2x 120 Lüfter (240er AIO) bereits auf 1900 U/min und leise war die AIO dadurch nicht mehr. Denn schnell drehende Lüfter sind immer Laut!

Daher haben wir noch dazu bestellt:
  • 4x 13/10 Anschraubanschlüsse
  • 1x Schnellkupplung (nochmals dieselbe die einmal bereits verbaut ist)
  • 1x 360er Radiator über Aquatuning für 29 Euro (B-Ware).
  • 1x 1m Weichmacher freien Schlauch in Schwarz (16/10)
  • 3x 120mm Alphacool Lüfter
  • 2x Knickschutz (Feder)
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(Festplatten lassen sich nicht anders verbauen, da er zur Zeit 4 Stück verbaut hat und zwei davon sich bereits im unteren Laufwerkskäfig befinden.)

Schön ist jetzt aber das es nun auch Nachrüste Sets für die Schläuche gibt. Als wir umbauten, gab es an Schläuche für die AIO nur die alte Ausführung, die wir nicht haben wollten und haben praktisch unsere neuen Schläuche selbst zusammen gestellt. Zwar gab es bereit den gleichen Schlauch und Anschlüsse zu kaufen, aber der Schlauch war zu der Zeit nicht lieferbar.

Mit den neuen Umbau Sätze wäre es einfach gewesen und auch viel günstiger.
Zudem werden mit dem original Schlauch in 13/8 kein Knickschutz (Federn) benötigt. In unserem Fall wurde 13/10er Schlauch verwendet und daher musste auch ein Knickschutz mit verwendet werden.

Obwohl der Radiator als B-Ware viel günstiger war, war der Zustand TOP wie neu. Nachdem wir mit einem Fettlöser den Radiator gereinigt haben und dann zunächst mit normalem Wasser gut durch gespült haben wurde der Radiator noch mit destilliertes Wasser nachgespült. Im Anschluss wurden zwei Schläuche dran geschraubt und am Ende der Schläuche die zwei einzelne Teile der Schnellkupplung. Es musste nur mit beachtet werden, wo welcher Teil mit der Schnellkupplung dann musste da diese ja am Ende noch mit der bereits verbauten Schnellkupplung verbunden werden sollte.

Der Radiator wurde daher so gut wie es ging zunächst mit destilliertes Wasser befüllt und dann wurden die Anschlüsse drauf geschraubt. Im weiteren Verlauf wurde dann nur noch über die zwei Schnellkupplungen und eine Spritze Wasser aufgefüllt. Nachdem der Radiator etwas geschwungen wurde und Luft in die zwei Schläuche aufsteigen konnte, konnte immer noch etwas destilliertes Wasser nachgefüllt werden.

Das ging so ganz gut und am Ende war der Radiator mit den Schläuchen vormontiert und auch vorbefüllt. Nachdem der Radiator eingebaut wurden, konnten dann auch noch die zwei Schnellkupplungen miteinander verbunden werden.

Das Ergebnis: 35-38°C Wassertemperatur mit etwa 1200 U/min unter Last.
Leider lassen sich die 120er Lüfter von Alphacool nicht unter 850 U/min runterregeln, aber da sie dabei noch recht leise sind ist es noch in Ordnung.

Da der Quadro Lüftersteuerung noch ein Temperaturfühler mit beilag wurde dieser im Gehäuse mit verbaut und so kann nun auch die Temperatur aus dem Gehäuse mit ausgelesen werden.

Grafikkarte ist aber weiterhin Luftgekühlt.

Im Übrigen gibt es auch die Pumpe, falls sie mal defekt gehen sollte auch einzeln kaufen.
Verbaut wurde eine: DC-LT 2600

Die DC-LT 3600 würde aber, falls mal die Pumpe ausgetauscht werden soll auch passen.
Würde dann etwas stärker sein.

Bemängeln muss ich aber die 120mm Lüfter, denn die lassen sich trotz PWM nicht unter 850 U/min regeln. Wir haben den gleichen Lüfter in 140mm hinten als Gehäuselüfter verbaut und der lässt sich auch unterhalb 850 U/min runterregeln.

Nachtrag:

Die DC-LT2600 btw 3600 sind alte Pumpen und auch viel zu laut.
Besser wäre da doch die DC-LT2 zu nehmen. Denn die steckt ja auch in der Eisbaer Aurora drin.
 
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