News Steampunk-Design: 50 kg schwerer Gusseisenheizkörper als Radiator und Gehäuse

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Der Instagram-Account billet_labs zeigt die Ausgangsbasis für einen kuriosen Wasserkühlungs-PC. Dabei dient ein alter und 50 kg schwerer Heizkörper als Radiator und Gehäuse zugleich.

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Geiles Ding... bei dem Aufwand hätte ich persönlich aber den einen Schritt die Materialien zu trennen dann auch noch gemacht, sprich Kupferverrohrung des Kühlkreislaufs ein Stück weit wos geht in den Gussradi reinverlegt und selbigen mit Wasser aufgefüllt plus ggf. kleines Umwälzpümpchen drin. Praktisch wien Tauchsieder. Das ist zwar natürlich weniger performant aber dann hätte man das Problem von Kupferoxid, Magnetit, ggf. Restschwebstoffen usw. im eigentlichen Kühlkreislauf nie gehabt. Das anders dauerhaft in den Griff zu bekommen dürfte bei der Materialkombi ziemlich schwierig sein, viele werden das von ihrem Heizkreislauf daheim kennen falls noch ein Gusskessel genutzt wird.

So ne Kupferverrohrung mit Gusskessel hab ich seit 1991 hier drin und so nach zwei, drei Jahrzehnten kann man sagen so langsam ist das System/Passivierung stabil und das Wasser im Kreislauf dauerhaft klar... :haha:
 
Bei mir im Wohnzimmer ist seit zwei Jahren das Ventil (Drehding) des Heizkörpers kaputt, die Heizungsbude war vor fast eben solanger Zeit hier und meinte er muss erst Ersatzteile bestellen ... hmm!?

Mein PC sorgt für Wärme, der Strom ist wahrscheinlich sogar günstiger als das Gas der ZH.
 
Da freut sich der Paketbote. Schmerz beseite.

Ich hab Alphacool Waküs seit mindesten 3 Jahren und das Wasser ist glasklar. Da bildete sich kein Schmodder und das Wasser ließe sich einfach tauschen. :nicken: Was bisher aber nicht nötig war.
 
Bei mir im Wohnzimmer ist seit zwei Jahren das Ventil (Drehding) des Heizkörpers kaputt, die Heizungsbude war vor fast eben solanger Zeit hier und meinte er muss erst Ersatzteile bestellen ... hmm!?

Mein PC sorgt für Wärme, der Strom ist wahrscheinlich sogar günstiger als das Gas der ZH.
Tut mir Leid, aber die haben dich wohl einfach vergessen, das Drehding ist ein Thermostat, der Regler, der das Ventil öffnet oder schließt, je nachdem wie warm es ist und wie warm du es möchtest.
Hat jeder Großhandel entweder sofort da oder in spätestens 2 Tagen besorgt. Wenn die immer so Arbeiten, lieber mal die Firma wechseln.

Aber den anderen Zahn muss ich dir auch ziehen. Dein PC ist in dem Sinne eine Stromdirektheizung mit Zusatznutzen. Alles was der PC an elektrischer Energie aufnimmt wird 1:1 in Wärme auch abgegeben.
Da Erdgas meist sogar in kWh abgerechnet wird ganz einfache Rechnung: Dein Gaspreis (wahrscheinlich ~10ct/kwh) vergleichen mit deinem Strompreis (wahrscheinlich ~30ct/kwh).
Also deine Gasheizung käme die wesentlich günstiger, nur wenn du deinen PC sowieso benutzt und der nunmal die Wärme abgibt, dann ist das ja in dem Moment unvermeidbare Abwärme und dann ist natürlich sinnvoll wenn die im Raum bleibt so im Winter noch einen Nutzen bringt. Wenns aber nur allein ums heizen ginge eine schlechte Idee, den PC dafür unnötig laufen zu lassen.

Es gibt ja Ansätze bzw. gelebte Praxis sich ein PC/Rechengerät in die Wohnung zu stellen als Heizgerät und damit ein Einkommen zu erzielen, entweder Rechenzeit verkaufen (da gab es glaube ich ein niederländisches unternehmen) oder eben Bitcoins schürfen. Leider sind auch die Ergebnisse eher ernüchternd ausgefallen, meist wirtschaftet so ein System die Anschaffungskosten nicht ein bevor es veraltet oder defekt ist. Von den ca. dreimal so hohen Heizkosten dann noch garnicht gesprochen, die ja eigentlich durch die Einnahmen kompensiert werden sollten.
Zu dem im Artikel angesprochenen Korrossionsproblem: Kupfer und Gusseisen sind da eine viel viel viel bessere kombination als die gängige Praxis mit Kupfer und Aluminium in vielen AiO Waküs!
Eisen und Kupfer liegen in der elektrochemischen Spannungsreihe sehr viel näher beieinander, je nach vorliegender ionisierung ist die Spannungsdifferenz 0,25 bis 0,75 Volt.
Aluminium ist ein sehr unedles Metall und baut zu Kupfer Spannungen von 1,8 bis 2 Volt auf, wobei sich als unedleres Metall das Aluminium abbaut was eine Verschlammung mit Reaktionsprodukten bewirkt, sodass die Pumpe entweder irgendwann ausfällt oder die Kanäle im Kühler verstopfen. Nach wenige Jahren sterbende AiOs sind genau hier zu suchen.
Die reine elektrochemische Reaktion zwischen Kupfer und Gusseisen wird um Potenz-ordnungen geringer ausfallen. Es kommt natürlich jetzt dazu, dass Eisen recht gut mit Sauerstoff oxidiert, was wir Rost nennen. Deswegen sollte das System bestenfalls Luftarm gehalten werden, es darf natürlich ein Luftpolster vorhanden sein, was für ein Betrieb ohne ein Ausdehnungsgefäß auch notwendig ist, nur sollte das sich nicht ständig erneuern/austauschen, der vorhandene Sauerstoff wird dann abgebaut. Durch nebenreduktionen entsteht auch etwas Wasserstoff, aber das geht jetzt etwas zu sehr in die Chemie :-D
Ich würde vllt einen Schlammfang einbauen, wobei der Radiator selbst wahrscheinlich recht gut als Schlammfang dient, da das Wasser da so langsam durchzirkuliert, bleibt der Dreck auf dem Boden liegen. Nur bewegen/kippen/rumtragen wäre schlecht.
Korrossionsschutz einfüllen geht natürlich auch, wobei man auch da drauf achten muss, dass einige Korrossionsschutzmittel selbst Ablagerungen bilden können, diese "opfern" sich quasi gegenüber dem eigentlichen Material, schützt dann zwar die Komponenten, aber Schlamm ist trotzdem im System! Sowas wie Glysantin wie vorgeschlagen wurde ich nicht einfüllen, denn das enthält hohe Mengen Alkohole, die auch die Wärmeaufnahme des Wassers stark herabsetzen. Sowas nimmt man nur wenn auch tatsächlich mit Frostgefahr zu rechnen ist.
 
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