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  1. #1

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    „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Hallo zusammen,

    ich habe aktuell mit einem (wie ich meine) Gewährleistungsfall zu tun, den ich hier mal darlegen möchte.
    Mich würde eure Meinung zum Sachverhalt interessieren.
    Habe ich ein Anrecht auf kostenlose Reparatur?
    Wie beurteilt ihr das Verhalten von comupteruniverse? Ist euch so etwas schon mal untergekommen?

    Zum „Fall“:

    Ich habe einen Laptop, B-Ware, HP Pavilion Gaming 15 mit Ti1050-GraKa bei o.g. Online-Shop erworben.

    Nach einigen Monaten (ehrlich gemeint) super-sorgfältiger Nutzung und vllt 6 mal Auf- und zuklappen des Laptops stellte ich 2 Probleme fest:
    1) Der Bildschirm hatte immer mehr Spiel im Scharnier
    2) Die unteren schwarzen Plastikecken des Bildschirms („Umrandung“) lösten sich nach und nach langsam ab. Ich habe bemerkt, dass dort, wahrscheinlich aufgrund der ungünstigen Abluftführung, ständig eine kleine Menge warmer Luft vorbeiströmt. Diese führte vermutlich zum langsamen Ablösen der Ecken.

    Computeruniverse ist nun nicht bereit, diese (wie ich finde eindeutig) baulich bedingten Mängel im Rahmen der Gewährleistung zu reparieren.

    Begründung: Der Reparaturservice des Herstellers HP meint, dass die Scharniere kaputt sind und ich (!?) das verursacht haben soll.

    Nach umfangreichen Erklärungen (identisch zu denen dieses Postings hier), die auch schon der Ware beilagen habe ich:
    - Insg 5 Mails geschrieben. Die erste Antwort kam nach 6 (!) Wochen. Ohne Begründung wurde mir hier einfach ein Kostenvoranschlag unterbreitet.
    - 2 mal angerufen, mit der Bitte beim HP-Service nachzuhaken.

    Die letzte Antwort nun, auf all die o.g. Fragen:

    „Sehr geehrter Herr XYZ,
    vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider haben wir keine Möglichkeit auf die Entscheidung des Hersteller Einfluss zu nehmen.
    Mit freundlichen Grüßen“

    Wenn computeruniverse nicht in der Lage sind, beim Hersteller-Service nachzuhaken, was soll ich dann noch tun? Ist die Entscheidung eines HP-Technikers wie ein Gesetz anzusehen??
    Ich habe weiterhin, auch auf mein Drittes Anfragen hin, keine Antwort auf die Frage bekommen, ob die Reparatur der Bildschirmecken überhaupt abgedeckt wäre.

    Ich finde den ganzen Vorgang ehrlich gesagt einfach nur eine Frechheit.

    Nun bitte ich euch um Rat,

    VG und danke schon mal!

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  2. #2
    Avatar von IICARUS
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    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Im allgemeinem muss zwischen Gewährleistung und Herstellergarantie unterschieden werden und die Gewährleistung ist auch von der Beweislast abhängig. Bedeutet... in den ersten 6 Monate muss dir der Händler beweisen ein Produkt frei von Mängeln geliefert zu haben. Da dies kaum möglich ist muss er dafür Grade stehen. Bei B-Ware wo nicht gegen Neuware ausgetauscht werden kann wird meist dann der Vertrag aufgelöst und der komplette Betrag zurück erstattet.

    Sind bereits 6 Monate vergangen musst du dem Händler beweisen das deine Lieferung bereits diesen Schaden hatte.
    Das wirst du genauso wenig beweisen können und so bleibst du darauf sitzen und die Gewährleistung zieht in diesem Fall nicht mehr. Daher kann man in so einem Fall ein Gewährleistungsanspruch nach 6 Monate in die Tonne kloppen.

    Aber es gibt hier ja noch die Herstellergarantie.

    Hier ist zu beachten das manche Hersteller die Herstellergarantie die ja freiwillig ist nur den Erstkäufer gewähren, bedeutet als Käufer von B-Ware hast du das Teil sozusagen gebraucht als Zweitkäufer erworben und hierauf vergeben manche Hersteller keine Garantie drauf. Wie es bei HP aussieht ist mir jetzt nicht bekannt und hierzu habe ich jetzt auch nicht nachgeforscht.

    Eine Garantie wird aber nur auf Materialfehler oder Produktionsfehler vergeben, nie aber auf Verschleiß und Wartung. In diesem Fall kann es daher auch gut sein Verschleißerscheinung mit einbezogen wird worauf es keine Garantie gibt. Denn Scharniere die Mechanisch ständig in Bewegung sind können mit der Zeit auch verschleißen. Am ende hängt das ganze auch ganz davon ab wie Kulant der Hersteller ist und daher solltest du dich direkt ohne Umweg mit HP in Verbindung setzen.
    Geändert von IICARUS (18.03.2020 um 23:36 Uhr)

  3. #3
    azzih
    Gast

    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Wie lange hast du das Teil schon? Wie mein Vorposter schreibt tritt nach 6 Monaten die Beweislastumkehr ein. Nun musst du dem Händler beweisen, dass dieser Mangel von Anfang an bestand. Nichts anderes ist nämlich die Gewährleistung, diese gewährleistet, dass der Kunde bei Übergabe der Ware ein mängelfreies Produkt erhält.

    Alles was danach theoretisch eintritt wird von der Herstellergarantie abgedeckt. Diese ist eine freiwillige Leistung des Herstellers und bei günstigen Notebooks oft nur ein Jahr. Sprich der Händler fungiert nur als Mittelsmann zwischen dir und dem Hersteller. Wenn der Hersteller kein Mangel feststellen kann oder sagt das Problem habe der Kunde durch unsachgemäße Nutzung verursacht, dann hat auch der Händler im Prinzip wenig Möglichkeiten. Der Händler kann nicht für jeden Retourenfall einspringen, den ein Hersteller ablehnt, das geben die Margen nicht her.

    Was kannst du jetzt konkret tun? Lohnt sich immer beim Hersteller, also HP, nochmal selbst mit dem Problem vorstellig zu werden. Natürlich vorausgesetzt du hast überhaupt noch irgendwelche Garantieansprüche.

  4. #4

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    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Was HP macht, kann dir scheiß egal sein, dein Vertragspartner ist Computeruniverse.
    Wenn du unter 6 Monate bist und sie dir keinen handfesten Beweis liefern können, dass es deine Schuld ist, dann lass ein Schreiben von einem Anwalt aufsetzen.
    Kostet vielleicht ein paar Euro, aber wirkt Wunder.
    Auf allen Plattformen schlechte Bewertungen abgeben sollte auch klar sein.
    Und Meldung an Verbraucherzentrale.

    Zitat Zitat von azzih Beitrag anzeigen
    Wie mein Vorposter schreibt tritt nach 6 Monaten die Beweislastumkehr ein.
    Nein. In den ersten 6 Monaten gibt es die Beweislastumkehr.

  5. #5
    azzih
    Gast

    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Zitat Zitat von FetterKasten Beitrag anzeigen

    Nein. In den ersten 6 Monaten gibt es die Beweislastumkehr.
    Okay hast Recht, hab das falsch formuliert.

    Allerdings ist das mim Anwaltsbrief sone Sache. Da lacht jeder Mitarbeiter von größeren Unternehmen drüber ganz ehrlich, die flattern ständig rein und der Endkunde denkt sich immer "Anwaltsbrief, da scheissen die sich bestimmt ein". In Wahrheit nimmt der Anwalt dem Kunden seine 150-250€für den Standartbrief ab, obwohl die oft genug wissen, dass der Kunde keine Chance hat, weil er schlicht oft kein Anrecht auf irgend eine Leistung hat. Hatte selbst schon die abstrusesten Dinger gesehen. Hinterher sagt der Anwalt seinem Klienten dann "Ja Herr X, da hatte der Händler leider doch Recht, da haben Sie folgenden Punkt übersehen..."
    Aber die Kohle für den Brief hat er schon vorher eingesackt

    Der TE soll erstmal sagen wann er das Ding gekauft hat und wie lange da Garantie drauf ist. Am besten auch mit was für einem Mangel die B-Ware ausgeschrieben war bei Kauf.

  6. #6
    Avatar von IICARUS
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    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Laut seinem Beitrag ist nicht ersichtlich wie lange der Kauft zurück liegt, denn aus dem Text "Nach einigen Monaten" lässt sich dies nicht herauslesen. Auf Computerbase hat er das selbe Thema erstellt und auch dort hat er nur 1 Beitrag mit diesem Thema zusammen. Bisher hat er sich weder hier noch dort erneut gemeldet und so bleiben auch Fragen offen.
    „Gewaehrleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun? | ComputerBase Forum

    Im übrigem kann hier über HP per Seriennummer ermittelt werden ob noch eine Herstellergarantie besteht.
    UEberpruefung der HP Geraetegarantie fuer Laptops, Drucker und andere Produkte | HP(R) Kundensupport

  7. #7

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    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Bei den Schanieren hast du keine Chance dass der Hersteller dort irgendwas macht, da das Verbrauchsteile sind die mit der Nutzung einfach kaputt gehen und dadurch von der Gewährleistung ausgeschlossen sind, besonders wenn das Geräte schon älter als 6 Monate ist und du dem Händler bzw. Hersteller beweisen musst das die durch einen Material- oder Konstruktionsfehler schneller als normal kaputt gegangen sind. Ablösende Ecken kann in die selbe Kategorie fallen, je nachdem warum die Ecken sich lösen. Ist der Rahmen geklebt und der Kleber löst sich langsam durch das alter? Ist dann Verschleißerscheinung und nicht von der Gewährleistung abgedeckt. Ist der Rahmen geclippt und die Clips halten nicht mehr richtig weil die bei jedem Öffnen und Schließen durch ein wenig Spiel in der Konstruktion sich abschleifen? Verschleißerscheinung und wieder nicht von der Gewährleistung abgedeckt. Da das ganze dann auch noch B-Ware ist stellt sich auch die Frage mit welchen Mängeln das Gerät geliefert wurde, da alle Mängel der B-Ware von der Gewährleistung nicht abgedeckt sind. Wenn es z.B. in der Beschreibung heißt "mit Gebrauchsspuren" ist quasi alles was man anfassen kann, Gehäuse, Display, Tastatur, Trackpad usw. von der Gewährleistung ausgeschlossen weil sie durch die "Gebrauchsspuren" bereits geschädigt wurden.

    Was den Kostenvoranschlag betrifft, was steht denn im Kostenvoranschlag drin was gemacht werden soll? Als ich ein Problem mit einem HP Laptop hatte (bin aber direkt mit HP in Verbindung getreten und nicht mit dem Händler) und die mir mein Versandlabel zugeschickt haben (war noch in der Herstellergarantie) stand auf dem Kostenvoranschlag genau drauf was gemacht werden sollte.

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  8. #8

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    AW: „Gewährleistungs-“Abwicklung bei computeruniverse – was tun?

    Zitat Zitat von yingtao Beitrag anzeigen
    Bei den Schanieren hast du keine Chance dass der Hersteller dort irgendwas macht, da das Verbrauchsteile sind die mit der Nutzung einfach kaputt gehen und dadurch von der Gewährleistung ausgeschlossen sind,
    Wie kommst Du auf diese Aussage?
    Seit wann sind Gehäuse Verbrauchsteile?
    Das einzige Verbrauchsteil, das die Hersteller angeben, ist der Akku.

    Etwas anderes hab ich noch nie bei einem Laptop gehabt.
    Alle Scharnierschäden sind mit leisem Bedauern auf Kundengewalt abgeschoben worden.

    Es gibt bekannte Marken, wo gern mal die Schraubenpfosten aus dem Gehäuse ausreißen.
    HP und Acer sind da zu nennen, da ist einfach die Hebelkraft für da bißchen abgemagerte Plastik zu viel und die Schraube reißt mit angeschraubtem Gehäuseteil aus.

    Der Grund ist die immer schwergängigere Passung zwischen Gehäuse und Display.
    Da hakt sich das Displayrohr irgendwann in der buchse fest und nimmt dann den Schraubensockel einfach mit.
    Das war es dann.

    Aber anerkannt haben die Hersteller das als Garantiefall noch nie.

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