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  1. #1
    Avatar von DaXXes
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    Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Hallo @ll,

    bis ca. 2016 war es durchaus üblich, dass die meisten Notebooks einen Akku besaßen, der sich durch zwei Hebel oder einen ähnlichen Mechanismus auf der Unterseite verriegeln und problemlos wechseln ließ. Es war somit auch kein Problem, einen zweiten Wechselakku zu beschaffen und die Kapazität für unterwegs so zu erhöhen.

    Inzwischen werden ärgerlicherweise in fast allen Notebooks die Akkus fest verbaut, zum Teil sogar verklebt. Das ist nicht nur für den Kunden ärgerlich, sondern auch im Hinblick des Recyclings schwachsinnig, da die Geräte somit als Sondermüll gelten und nicht mehr auf den Elektroschrott dürfen, sollten sie irgendwann einmal defekt sein. Zumindest bei unserem örtlichen Recyclinghof dürfen Elektrogeräte keine Batterien oder Akkus enthalten, die müssen separat entsorgt werden.

    Nun stelle ich mir die Frage: Warum ist das so? Gibt es irgendeine neue EU-Richtlinie, die vorschreibt, dass die Akkus zum Beispiel wegen des Brandschutzes im Gehäuse-Inneren sein müssen? Oder wollen die Hersteller dadurch nur wieder 2 Cent bei der Produktion sparen?

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  2. #2
    Avatar von ExtremTerror
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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    akku futsch neues Notebook, so einfach ist das und ist auch so gewollt von den Kotz Herstellern.
    Lebenskunst besteht zu 99 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Ich sage immer: Das Leben ist wie eine Schachtel Rasierklingen. Du isst sie alle auf und verblutest jämmerlich von innen.
    Ich wollte alles, nur nicht diese schreckliche Krankheit, die sich Arbeit nennt.


  3. #3

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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Zitat Zitat von DaXXes Beitrag anzeigen
    Zumindest bei unserem örtlichen Recyclinghof dürfen Elektrogeräte keine Batterien oder Akkus enthalten, die müssen separat entsorgt werden.
    Das ist dann so ein unfähiger Entsorger, der auch Ende 2019 nichts verstanden hat. Wenn mir mein Entsorger das vor Ort sagen würde, würde ich das Teil dort auf der Stelle selber zerlegen und ihm den Müll einzeln auf den Tisch knallen. Im Zweifel muss man das defekte Gerät halt beim Fachhandel zurück geben.

    Zitat Zitat von DaXXes Beitrag anzeigen
    Nun stelle ich mir die Frage: Warum ist das so? Gibt es irgendeine neue EU-Richtlinie, die vorschreibt, dass die Akkus zum Beispiel wegen des Brandschutzes im Gehäuse-Inneren sein müssen? Oder wollen die Hersteller dadurch nur wieder 2 Cent bei der Produktion sparen?
    Meine Theorie ist eher ein dritter Grund: die Kunden wollem anscheinend immer dünnere und leichtere Laptops. Normale Austauschakkus benötigen ein zusätzliches, stabies Gehäuse und eine Mechanik, was beides wieder Geld und Gewicht kostet.

    Wo mein Lenovo x220 aus 2011 mit 12,5" inkl. 6h Akku noch gut 1,7 kg wiegt, wiegt ein Dell XPS 13 nur noch 1,29kg, ein Lenovo x280 sogar nur 1,13 kg. Und beide sind spürbar dünner und leistungsstärker bei längerer Akkulaufzeit. Bei beiden Geräte ist der Akkutausch durch den Anwender zwar nicht vorgesehen, er lässt sich aber durchaus ausbauen/wechseln. Selbiges gilt für den HP EliteBook 840 G5, den ich beruflich nutze.

    Bei den Billigstlaptops, die hier immer wieder erträumt werden (Office und Gaming für 400€) muss der Hersteller dann nicht unr überall sparen, da haben die Käufer auch schlicht kein Interesse an einem Austauschakku. Da dürfte der Akku und der Regel sogar länger durchhalten wie die Mechanik des Laptops.

    Vorschriften gibt es m.W.n. nur bei der Form der Kontakte (diese dürften nicht offen zugämnglich sein) und u.U. noch in der Menge an Lithium je Wechselakku, den man getrennt vom Gerät im Flieger mitführt.

    Zitat Zitat von ExtremTerror Beitrag anzeigen
    akku futsch neues Notebook, so einfach ist das und ist auch so gewollt von den Kotz Herstellern.
    Wenn man keine Billigware und kein Tablet kauft, dann ist der Akkutausch kein echtes Problem.

  4. #4
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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Zitat Zitat von fotoman Beitrag anzeigen
    Meine Theorie ist eher ein dritter Grund: die Kunden wollem anscheinend immer dünnere und leichtere Laptops. Normale Austauschakkus benötigen ein zusätzliches, stabies Gehäuse und eine Mechanik, was beides wieder Geld und Gewicht kostet.
    Das ist definitiv der Hauptgrund, es gibt nur sehr wenige, kompakte Geräte mit Wechselakkus, größere Geräte haben recht häufig noch Wechselakkus (zumindest bei einzelnen Herstellern), allerdings ist die Zielgruppe für diese klobigen Dinger mittlerweile nicht mehr die Größte, wir verkaufen diese Geräte hauptsächlich an das ältere Klientel oder dahin, wo solche Geräte stationär eingesetzt werden. Für den Außendienstler soll es eher was kompaktes, leichtes sein. Da man mit einem im Gehäuse verbauten Akku die Mechanik spart und flexibler mit dem Layout/der Form ist, ist man dazu übergegangen, Akkus intern zu verbauen. Das ist vor allem dann ein Ärgernis, wenn man ein Problem hat, bei dem das Gerät sich nicht mehr einschalten lässt (hier hilft häufig das Entfernen des Akkus), da man das Gerät in diesem Falle aufschrauben muss.

    Allerdings kann man bei recht vielen Geräten die intern verbauten Akkus auch mit wenig Aufwand tauschen, sofern Ersatzakkus erhältlich sind (das ist meistens der Knackpunkt). Meistens sind ein paar Schrauben zu lösen und der Akku lässt sich einfach tauschen.

    Wenn Hersteller nur hochwertige Akkus verbauen würden, dann wäre das alles ein kleineres Übel. Bei meinem MacBook ist der Akku leider verklebt, Apple gibt aber an, dass der Akku nach 1000 Zyklen in der Regel noch mindestens 80% seiner Kapazität haben wird. Aktuell bin ich bei 180 Zyklen und habe noch 98% der Originalkapazität. Bei allen anderen Notebooks die ich bisher in Nutzung hatte haben die Akkus nicht ansatzweise so gut durchgehalten, bei einem Lenovo-Gerät beispielsweise hatte ich nach ca. 170 Zyklen schon nur noch 45% verbleibend. (Ist ja leider auch immer ein bisschen Glückssache).
    PC: i5 9400 | 32GB DDR4 | 1,5TB SSD | GTX 1660 - NB 2: MacBook Pro 2018 | i5-8259u | 8GB Ram | 256GB SSD
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  5. #5
    Avatar von BojackHorseman
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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Beiden Vorrednern gebe ich uneingeschränkt Recht.

    Zusammengefasst:

    1. Schlanke Gehäuse und Wechselakkus vertragen sich nicht.

    2. Die Akku-Technologie hat in den letzten fünf Jahren dank E-Mobilität gewaltige Sprünge gemacht. Die erwartbare Anzahl der Ladezyklen übertrifft nicht nur theoretisch sondern auch praktisch die übliche Nutzungsdauer um ein Mehrfaches.

    3. Für alle anderen User gibt es Powerbanks.
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  6. #6

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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Zitat Zitat von BojackHorseman Beitrag anzeigen
    1. Schlanke Gehäuse und Wechselakkus vertragen sich nicht.
    Nein.
    Zitat Zitat von BojackHorseman Beitrag anzeigen
    2. ... Die erwartbare Anzahl der Ladezyklen übertrifft nicht nur theoretisch sondern auch praktisch die übliche Nutzungsdauer um ein Mehrfaches.
    Nein.
    Zitat Zitat von BojackHorseman Beitrag anzeigen
    3. Für alle anderen User gibt es Powerbanks.
    Wozu?

  7. #7
    Avatar von cryon1c
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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Schlanke Gehäuse und Wechselakkus vertragen sich nicht?
    Da würde dir jeder mit einer halbwegs vernünftigen Kamera ala GH5 diese auf den Kopf knallen - aber nur mit dem Batteriegriff zuerst

    Powerbanks sind aber tatsächlich die Lösung.
    Und sollte der Akku mal aus anderen Gründen raus und nicht weil der nicht geladen ist - aufschrauben, dauert 2 Minuten und die gesamte Klappe ist auf, noch 3 Minuten und der Akku ist raus und getauscht.

    Ich würde auch jetzt gerne überall austauschbare Akkus haben wie bei meiner Kamera - weiß aber auch das im Laptop deswegen Probleme gibt - von der Gehäusestabilität bis hin zu Designproblemen um alles da reinzuquetschen. Akkus sind mittlerweile alles andere als formschön - wenn man die Laptops aufmacht, ist der Akku überall verteilt xD Deswegen lieber Powerbank mit.

    Das bringt aber andere Probleme mit. So ne 50.000er Powerbank mit passendem Anschluss ist ja geil, darf aber nicht in den Flieger - die Idioten denken das die Dinger explodieren - aber die 20.000er nicht?
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  8. #8

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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Zitat Zitat von cryon1c Beitrag anzeigen
    die Idioten denken das die Dinger explodieren
    Ne 737 max schon.

  9. #9
    Avatar von BojackHorseman
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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Ach Kinners, wir reden hier nicht von Kameras, sondern von Notebooks mit wenigen Zentimetern Bauhöhe, deren Akkus eine gewisse Kapazität haben sollen. Nicht von so einem Knubbelding, was in einer Kamera untergebracht wird, die an eine menschliche Hand angepasst ist und eine gewissen Größe haben kann. Ein MacBook hat eine Höhe von 1,5-1,7 cm, die ollen Windows-Dinger bringen es auf 3 und die Alienware-Backsteine auf 4 cm, aber deren Akkus verdienen den Namen auch kaum, weil sie in unter zwei Stunden leer genuckelt sind. Also solltet Ihr eventuell mal in 2019 ankommen, was tauschbare Akkus angeht.

    @ wuselsurfer,

    das 2te „Nein“ ist hoffentlich ein blöder Scherz. Akkus heute sind überhaupt nicht mehr mit denen von vor fünf Jahren zu vergleichen. Der Name der Technik ist gleich, der Rest nicht.

    Insgesamt bleibt es aber dabei, Tauschakkus lohnen sich einfach nicht. Die wurden früher nicht gekauft und da wurden diese bei vielen Ladezyklen noch merklich bei jeder Ladung in der Lebensdauer reduziert. Es gibt schlichtweg keinen Markt dafür.
    Geändert von BojackHorseman (28.12.2019 um 22:02 Uhr)
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  10. #10

    Mitglied seit
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    AW: Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

    Zitat Zitat von cryon1c Beitrag anzeigen
    Schlanke Gehäuse und Wechselakkus vertragen sich nicht?
    Da würde dir jeder mit einer halbwegs vernünftigen Kamera ala GH5 diese auf den Kopf knallen - aber nur mit dem Batteriegriff zuerst
    Hier geht es um Laptops/Subnotebooks. Ich glaube kaum, dass die GH5 einen 48 Wh (Lenovo x280)-97 Wh (Dell XPS 15) Akku nutzt.

    Der EN-EL18 der Nikon D4 hat nur 22 Wh, da müsste man selbst für einen kleinen 40 Wh Akku zwei von den Nikon-Akkuklötzen einbauen.

    Das Gewicht meines x220 ist der Hauptgrund, warum er mittlerweile zu Hause bleibt und nicht, weil der Akku nach 8 Jahren nur noch 54% Kapazität hat und ich zu sparsam bin, einen neuen zu kaufen.

    Wie man bei der Bauhöhe aktueller Laptops kapazitäts- und gewichtsneutral Wechselakkus verbauen will, kann wuselsurfer den Herstellern sicher erklären. Klar, in einem 5 KG 17" Laptop mit Desktop-CPU geht sowas, da ist der Akku sowieso nur eine Notstromversorgung. Aber in einem 15,6" Laptop mit 17mm, 13,3" Laptop mit 11,6 mm Dicke oder gar einem 12" Tablet mit 8,5mm Dicke wird das wohl schwierig. Ich schraube jedenfalls lieber alle 4-8 Jahre den Laptop auf und wechsele den Akku wie 4-8 Jahre lang (für mich) nutzloses Zusatzgewicht durch die Gegend zu schleppen.

    Einen Ersatzakku für das Dell Venue Pro 11 (von 2015) könnte ich noch kaufen, obwohl das bei einer Restkapazität von 97% völlig sinnlos ist.

    Zitat Zitat von wuselsurfer Beitrag anzeigen
    Wozu?
    Um die Powerbank als zusätzlichen Wechselakku zu nutzen, so wie vor 10 Jahren den Zusatzakku unter meinem damaligen HP. Da hat der Zusatzakku dann auch fast soviel gewogen wie heute das gesamte 14" Notebook.

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