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  1. #1

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    Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Wenn ein Videospiel verschoben wird, verlängert sich die Entwicklungszeit und die Studios müssen weniger Überstunden machen. Oder? In der Realität ist es für die Entwickler von Cyberpunk 2077, The Avangers und Co. Nur eine Verlängerung der Crunch-Time.

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  2. #2

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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Eigentlich hätte die Professionalisierung (mehrere Publisher und einzelne Studios machen mittlerweile seit Jahrzehnten Spiele) und Liberalisierung (und haben die Möglichkeit Patches wann immer sie wollen auszuspielen) der Plattformen Crunchtime ausrotten müssen. Da dies nicht passiert ist kann man doch eigentlich davon ausgehen das das Geschäftsmodell darauf basiert Angestellte über den Tisch zu ziehen, und das soll laut Entwicklern jetzt noch vom Staat gefördert werden. Ich bin eher dafür nicht profitable Studios zu schließen denn bei der Subventionierung nicht profitabler Studios wird die Sahne nur bei den Verkaufsplattformen abgeschöpft. Es lohnt sich ja, nur nicht für die die arbeiten.

  3. #3

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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Das Problem liegt eher daran, dass bereits zu Anfang der Entwicklung eine feste Frist gesetzt wird (aus Motivation oder wegen Druck "von Oben") und man sich krampfhaft daran bindet um am Releasetag zu veröffentlichen. Vor allem das Bugfixing am Ende ist enorm aufwändig, nach Pareto-Prinzip sozusagen, und wird von fast niemandem ernsthaft beachtet, da genau deine Argumente die Möglichkeit bieten Patches und Co nachzuliefern. Also wird entweder die Crunch-Time verlängert oder das Bugfixing auf die Zeit nach Release verschoben.
    MfG Beyazid

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  4. #4
    Avatar von Standeck
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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Zitat Zitat von altStrunk Beitrag anzeigen
    Eigentlich hätte die Professionalisierung (mehrere Publisher und einzelne Studios machen mittlerweile seit Jahrzehnten Spiele) und Liberalisierung (und haben die Möglichkeit Patches wann immer sie wollen auszuspielen) der Plattformen Crunchtime ausrotten müssen. Da dies nicht passiert ist kann man doch eigentlich davon ausgehen das das Geschäftsmodell darauf basiert Angestellte über den Tisch zu ziehen, und das soll laut Entwicklern jetzt noch vom Staat gefördert werden. Ich bin eher dafür nicht profitable Studios zu schließen denn bei der Subventionierung nicht profitabler Studios wird die Sahne nur bei den Verkaufsplattformen abgeschöpft. Es lohnt sich ja, nur nicht für die die arbeiten.


    Und was bekommen wir dann wenn "nicht profitable Studios" geschlossen werden? Nur noch Multiplayer Service Games mit Mikrotransaktionen und anderem Monetarisierungs Blödsinn. Weil alles andere ist ja nicht "profitabel".

    Und ganz ohne Crunch Time wird es wohl nie gehen, denn die Geldgeber und Investoren, ja, auch der Staatliche Geldgeber, wird nicht bis in die Unendlichkeit Geld in so ein Projekt schießen wenn es nicht fertig wird. Und was passiert in der Community wenn ein Entwickler ein Spiel rausbringt bevor es fertig ist haben wir damals ja bei Gothic 3 erlebt.
    Core i7 5960X @ 4100 Mhz @ Wakü | ASUS X99 DELUXE| GeForce GTX 1080Ti @ 2000/6000 Mhz @ Wakü| 16GB DDR4 2666 RAM |Plextor M6e 512GB|
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  5. #5
    Avatar von dailydoseofgaming
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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Bei der Crunch Time wird halt gnadenlos die Leidenschaft der Leute für ihren Job ausgenutzt. Und natürlich auch der branchenweite Druck. Man kann halt in der Spielebranche beim nächsten Arbeitgeber nicht angeben, dass man gekündigt hat, weil es zu viel Crunch Time gab...

    Aber das mit den (unbezahlten) Überstunden ist ohnehin ein globaler Trend. Viele Firmen machen überhaupt nur noch deswegen Gewinn und im Grunde bügeln die Angestellten mit ihren Überstunden anderweitige Fehler (z.B. Managementfehler) aus.
    Ich hab Crunch Time (bzw. etwas sehr ähnliches) auch schon außerhalb der Spielebranche erlebt (60-80h pro Woche inkl. Wochenende). Allerdings hat das Team nach 4 Wochen die Eier gehabt und gesagt "bis hierhin und nicht weiter".
    Die Projektdeadline wurde dann verschoben, sodass eine Fertigstellung mit "leichten" Überstunden machbar war.
    Es ging dabei auch nicht um irgendwas "lebenswichtiges" und es war nach außen noch kein Termin kommuniziert worden. Es ging rein um die Karriere der Führungskräfte und das Ansehen beim Vorstand...
    Man hätte auch problemlos von vorne herein eine realistische Deadline festlegen können. Perverse Welt.
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  6. #6
    Avatar von RNG_AGESA
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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Zitat Zitat von Standeck Beitrag anzeigen
    Und was bekommen wir dann wenn "nicht profitable Studios" geschlossen werden? Nur noch Multiplayer Service Games mit Mikrotransaktionen und anderem Monetarisierungs Blödsinn. Weil alles andere ist ja nicht "profitabel".
    WarThunder und GTA5online sind Spiele mit Langzeitmotivation. Aneignung des "Skills", Verständnis der Spielmechanik und der Weg zu diesem einen Tool (eine ganze Nation oder ein Fahrzeug oder was auch immer) braucht Zeit... Singleplayer-Spiele sind meistens nach einer Woche vergessen.
    Erst ausgeübte Dominanz über andere macht ein Spiel interessant, fehlender Wettbewerb macht dumm.

  7. #7
    Avatar von DarkWing13
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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Na ja, in der Branche erwarten viele Arbeitgeber mittlerweile sowieso schon fast, dass man in der Firma lebt und übernachtet...in den USA sind diese Büro-Etagen ja teilweise schon kleine in sich abgeschlossene Welten, mit fast allem, was man zum Leben braucht...

    mfg
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  8. #8

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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Es gibt durchaus Spiele die mit vertretbaren Überstunden entstanden und trotzdem profitabel waren, auch Singleplayer. Die Frist ist immer durch das Budget gesetzt. Softwareentwicklung kann man planen, und einige bekommen das besser hin als andere. Nur werden unrealistische, ähem, ambitionierte Planungen gerne den Vorzug gegeben. Dieses Geschäftsgebahren kennt man auch bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, nur hier muss die Zeche der Angestellte zahlen. Dieses Geschäftsmodell ist meiner persönlichen Meinung nach äußerst schwierig. Alle 2 Jahre 3 Monate Crunch mit 60+ Wochenstunden bedeutet alle 2 Jahre 10-20% Entwickler auszusortieren. Von denen dann 20% psychisch kaputt sind, das ist ja ein Erfolgskonzept. Leider nicht nur in der Spieleindustrie, jetzt erklärt sich mir auch der Fachkräftemangel. Wer das ein zwei mal überlebt hat steht dieser Art Gewinnschöpfung nicht mehr zu Verfügung, wir brauchen neue Idioten. Statt die Kaputten dann über die Allgemeinheit mitzufinanzieren, hätte man sie besser ordentlich behandelt, aber dann hätte der ein oder andere Steuervermeidungskünstler Probleme bei den Nachkommastellen.

  9. #9

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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Sklavenarbeit.
    Warum kann man nicht so planen, dass die Entwickler auch normal arbeiten und leben können?
    Ich wäre der Erste, der Kündigen würde, wenn ich unbezahlt Überstunden machen würde.

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  10. #10
    Avatar von Standeck
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    AW: Cyberpunk 2077: Verschiebung führt laut Jason Schreier zu mehr Crunch

    Zitat Zitat von RNG_AGESA Beitrag anzeigen
    WarThunder und GTA5online sind Spiele mit Langzeitmotivation. Aneignung des "Skills", Verständnis der Spielmechanik und der Weg zu diesem einen Tool (eine ganze Nation oder ein Fahrzeug oder was auch immer) braucht Zeit... Singleplayer-Spiele sind meistens nach einer Woche vergessen.
    Erst ausgeübte Dominanz über andere macht ein Spiel interessant, fehlender Wettbewerb macht dumm.
    Dann bist du ganz klar ein anderer Spielertyp als ich. Ich pfeif auf Wettbewerb. Und bei MP Shootern entweder als Noob oder als Cheater beschimpft zu werden kann mir auch gestohlen bleiben. GTA V hab ich nur den SP Part gespielt. In dem kann man auch Stundenlang Blödsinn machen. Und das Erlebnis das mir Kotor oder die erten Gothic Teile geboten haben kann mir kein MP Game verschaffen. Insofern: Jeder braucht eine andere Art von Spielen. Wäre es nicht so gäbe es nur ein einziges Spiel.
    Core i7 5960X @ 4100 Mhz @ Wakü | ASUS X99 DELUXE| GeForce GTX 1080Ti @ 2000/6000 Mhz @ Wakü| 16GB DDR4 2666 RAM |Plextor M6e 512GB|
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