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  1. #1
    Avatar von w00tification
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    Verschleiß von Netzteilen

    Hi!

    Meine Frage(n) dreht sich rund um den Verschleiß eines Netzteils.

    Vor bald 5 Jahren habe ich mein aktuelles Netzteil in Betrieb genommen, ein Corsair VX450W mit einer Nennleistung von 450W. Bei Kauf hatte es, so erinnere ich mich, 5 Jahre Garantie. Es lief auch bisher absolut zuverlässig, fing Kurzschlüsse ab, steuert den Lüfter variabel an, etc. Was ein Netzteil eben alles so tut.

    Wie lange hält denn so ein Netzteil überhaupt im intensiven Heimbetrieb? Sagen wir 8 Stunden am Tag mit vielleicht zwei mal Neuhochfahren des Rechners (nicht Reboot), viel Zocken, einiges an Filmen und Videos schauen.
    Was sind eure Erfahrungswerte mit Netzteilen unterschiedlicher Preiskategorien?
    Kann man davon ausgehen, dass ein günstiges Netzteil ebenso lange lebt, wie ein teureres, wenn sie die gleichen Schutzschaltungen besitzen?
    Lässt ein Netzteil stark in der Effizienz nach oder ist eine Abnutzung anders erkennbar?

    Ich habe echt das Gefühl, dass das Netzteil noch weitere 5 Jahre Spannung und Strom wandeln könnte ohne irgendwelche Auffälligkeiten.

    Danke schon mal!
    CPU: Intel Core i7-4790K @4 GHz, 1.04 Vcore, WaKü: EK WB Supremacy EVO
    GPU: Nvidia GeForce GTX 980 Ti @1.468 MHz, RAM 4GHz, ModBIOS, ASIC 61%, WaKü: EK WB EK-FC Titan X
    RAM: 4x 8 GiB G.Skill TridentX DDR3-2400 @1.200MHz, CL10-12-12-31[/SIZE]

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  2. #2
    Avatar von PCGH_Marco
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Kann ich spontan nicht beantworten. Recherchiere ich aber und antworte dir, sobald ich die Infos habe.

  3. #3
    Avatar von belle
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Ich habe LC-Power Netzteile schlechterer Herstellung sowie Markenprodukte gesehen, die schon nach 2-3 Jahren defekt waren. Auf der anderen Seite hat ein Kumpel von mir ein 7 Jahre altes LC-Power 400 Watt Netzteil, was immernoch seinen Dienst verrichtet.

    Die Antwort auf deine Frage würde mich auch interessieren. Spielt vielleicht die Auslastung des Netzteils noch eine Rolle? Hält ein 700W Bronze-Netzteil bei 300W Auslastung durchschnittlich länger als ein 400W Gold-Netzteil mit der gleichen Last (Frage gehört ja mit in das Thema)?
    Geändert von belle (04.04.2013 um 16:05 Uhr)

  4. #4
    Avatar von PCGH_Marco
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Eben kam schon Feedback von Be quiet:

    - Netzteile verschleißen nicht in dem Sinne, es gibt nicht viele Teile die bei richtiger Handhabe kaputt gehen können. Es sind in den meisten Fällen nur zwei Dinge: Lüfter und Kondensatoren die anfällig sind
    - Lüfter sind ein großes Risiko, deswegen setzt BQ auf langlebige FDB und keine billigen Sleeve Bearings.
    - Kondensatoren können nach einigen Jahren irgendwann mal aufgehen. Das ist aber nur in sehr seltenen Fällen vorgekommen und erst nach extrem langer Zeit

  5. #5
    Avatar von Verminaard
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Zitat Zitat von PCGH_Marco Beitrag anzeigen
    Eben kam schon Feedback von Be quiet:

    - Netzteile verschleißen nicht in dem Sinne, es gibt nicht viele Teile die bei richtiger Handhabe kaputt gehen können.
    Kannst du da bitte mal etwas naeher darauf eingehen.
    Was ist denn eine richtige Handhabe bzw eine falsche.

    Wuerde mich interessieren, vor allem in Bezug auf die Aussage von Stefan Payne im Netzteildisskuionsthread.
    Wie kann man dann so eine Aussage werten, wenn ein Hersteller irgendwie etwas Anderes sagt.
    Auf das hier beziehe ich mich:
    'Andere Geräte' können ja gerade dafür verantwortlich sein, dass das Netzteil das Zeitliche gesegnet hat. Denn die Spannung schaut nicht immer so schön aus, wie im Lehrbuch.
    Wenn du da z.B. mal 'ne handelsübliche Bohrmaschine an dem gleichen Kreis betreibst, kommt z.T. ziemlicher Müll zurück...

    Und auch andere Dinge können für die dollsten Effekte sorgen, die nicht wirklich gut für die Lebensdauer von Komponenten sind...
    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

  6. #6
    Avatar von PCGH_Marco
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Enermax schreibt dazu:

    Den größten Einfluss auf die Lebensdauer eines Netzteils und der einzelnen Bauteile hat die Wärmeentwicklung. Ein Temperaturunterschied von 10°C führt beispielsweise zu einer Halbierung der Lebensdauer eines 105°C-Kondensator. Hier eine Grafik, die das ganz gut veranschaulicht: http://www.enermax.de/fileadmin/ener...e_kuehlung.jpg. Was beeinflusst die Wärmeentwicklung? Da ist auf der einen Seite der Anwender selbst, der für die Kühlung des Systems verantwortlich ist. Auf der anderen Seite spielt natürlich das Netzteildesign und die Qualität der Bauteile eine wichtige Rolle. Bei hocheffizienten Netzteilen entsteht weniger Abwärme, so dass nicht nur die Stromrechnung, sondern auch die Komponenten geschont werden können. Netzteile mit niedrigerer Effizienz benötigen ein gutes Kühlkonzept (effektive Lüftersteuerung, leistungsfähige Kühlkörper etc.) sowie widerstandsfähige Bauteile, die trotz höherer Wärmeentwicklung lange leben. Das hat natürlich seinen Preis.

  7. #7
    Avatar von PCGH_Marco
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Und Seasonic meint dazu:

    1. Netzteile haben keinen klassischen Verschleiß – sondern die Lebensdauer hängt stark an den verwendeten Komponenten, dem Layout und der Fertigungsqualität.
    2. Die schwächste Komponenten sind dabei die Lüfter, welcher die eigentliche MTBF (Mean Time Between Failure) eines Netzteiles bestimmt also die Zeit bis zum erwarteten / errechneten Defekt. Seasonic setzt dabei hauptsächlich auf die nach Industrienorm hochwertigen kugelgelagerten Lüfter von Sanyo Denki und Adda. Dazu fokussiert sich Seasonic auf die Fanless-Technologie, welches dann auf diesen „Schwachpunkt“ Lüfter komplett verzichten kann und dazu weniger Wärme und Stress der Komponenten erzeugt.
    3. Weitere wichtige Komponente ist der Kondensator. Die Verwendung von Feststoffkondensatoren (wie bei Mainboards oder VGA Karten) ist dabei ein Garant für eine Langlebigkeit. Seasonic setzt dabei auf japanische Produktion mit der Zertifizierung bis 105°C.
    4. Aber auch die besten Komponenten helfen nichts, wenn es bei der Fertigungsqualität hinkt. Hierbei sind die Lötstellen – verwendeten Kabel und das PCB (Platinen) Layout entscheidend wie viel Wärme entsteht oder verhindert wird. Ebenfalls wichtig ist der qualifizierte Einbau der Platine (ohne Erdung oder viel Klebematerial) im Netzteilgehäuse zu beachten.
    5. Lange Garantiezeiten aktuell bis zu 7 Jahren sind dazu ein kleines Sicherheitspolster für den User – Es gilt also auf das Paket des Netzteilherstellers / -marke zu achten.

  8. #8
    Avatar von MagicMongo
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Nicht zu verachten ist auch,welches Lötzinn ,Flussmittel und Zusätze verwendet werden. Hierzu gab es doch vor ein paar Jahren von der "EU" eine neue Richtlinie,was verwendet werden kann.
    Ok,das bezog sich zwar Hauptsächlich auf die Fertigung für Platinen der Kraftfahrzeugtechnik,deswegen weiß ich nicht, inwiefern dieses auch bei Netzteilherstellern einzug gehalten hat und wie diese damit verfahren .

    Da es aber diese Regelung seitens der "EU" gibt,wäre es doch interessant,was NT-Hersteller dazu sagen.

    Mfg
    R5 2600++ASUS ROG Crosshair VI Hero X370 ++4x4GB GeiL SuperLuce2866MHz++Phanteks Enthoo Pro++Asus ROG Strixx RX VEGA64 ++Crucial MX500 500GB++Corsair AX-760 Platin-Modu++WIN8.1++ACER 27" IPS 75 Hz
    Wakü:Cuplex Kryos Next +Laing DDC 1T+2x240erST-Alphacool+140erG-Changer++ EKFC RX VEGA64


  9. #9
    Avatar von Verminaard
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Danke erstmal.
    Deckt sich ja mit der Aussage von be quiet!

    Im Grunde genommen, wenn ich ein Netzteil ganz normal an eine uebliche Steckdose in der Wohnung/Haus/Buero/Werkstatt/whatever anschliesse, schaue das das Netzteil genuegend Luft rundherum fuer die Kuehlung hat, hab ich als Endverbraucher alles richtig gemacht.
    Auch ist es kein Problem andere Verbraucher am gleichen Stromkreis zu betreiben.

    Wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe.

    Dann ist die Aussage von Stefan Payne irgendwie nicht ganz so richtig, oder versteh ich da irgendetwas nicht?
    Selbst Spannungsschwankungen pirmaerseitig, die es im normalen Stromnetz nun mal gibt, werden abgefangen oder sind irrelevant.
    Wuerd mich auch wundern, wenn das wirklich zum tragen kommen wuerde, da die meisten Netzteile eine Spannungsversorgung von 100-240V~ bei 50/60Hz vertragen.

    MagicMongo, mir geht es nicht um die Verarbeitung.
    Mir geht es darum, was macht ein Endverbraucher falsch und wie kann es sich auswirken.
    Und wenn die Aussage der Hersteller ist, das da nicht viel kaputt gehen kann, weicht diese Aussage halt enorm ab, von dem was einer gesagt hat der sich wohl damit auskennt.
    Das verwirrt dann doch etwas.
    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

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  10. #10
    Avatar von PCGH_Marco
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    AW: Verschleiß von Netzteilen

    Zitat Zitat von Verminaard Beitrag anzeigen
    Dann ist die Aussage von Stefan Payne irgendwie nicht ganz so richtig, oder versteh ich da irgendetwas nicht?
    Selbst Spannungsschwankungen pirmaerseitig, die es im normalen Stromnetz nun mal gibt, werden abgefangen oder sind irrelevant.
    Wuerd mich auch wundern, wenn das wirklich zum tragen kommen wuerde, da die meisten Netzteile eine Spannungsversorgung von 100-240V~ bei 50/60Hz vertragen.
    Das sehe ich ähnlich.

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