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  1. #11
    Avatar von Incredible Alk
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    AW: 115V/230V-Umschalter bei Netzteilen, Selbstzerstörungsschalter?

    Zitat Zitat von Tim1974 Beitrag anzeigen
    wie hoch das Risiko ist, wenn der doch mal umgeschaltet werden sollte, aus welchen Gründen auch immer.
    Nahezu Null. Diese Schalter sind in aller Regel absichtlich sehr schwergängig und nicht leicht erreichbar. Oft muss man da mit nem Schraubendreher in einer Vertiefung was rüberschieben. Unabsichtlich unmöglich.

    Zitat Zitat von Tim1974 Beitrag anzeigen
    Bei den Netzteilen, die die Spannung automatisch erkennen, kann es da auch mal zu Fehlerkennungen und dadurch fatalen Schäden kommen?
    Nein. Die Steuerung ist einfach: Benutze 110V. Funktionierts? Ja (Spannung ok) --> dabei bleiben und PG-Signal senden, nein (Spannung zu niedrig) --> 230V benutzen.

    Zitat Zitat von Tim1974 Beitrag anzeigen
    meine bequiet-Netzteile haben ja allerlei Schutzschaltungen, würden die in solch einem Fall zumindest die PC-Hardware (abgesehen vom NT selbst) vor Beschädigung schützen können?
    Nein.
    Die OVP die vor zu hohen Spannungen schützt ist ein regelkreis der darauf reagiert wenn beispielsweise die +12V sich der 13V nähert und ab einem Grenzwert abschaltet bevor schlimmeres passiert (die hardware stirbt ja nicht sofort bei 13V). Wenn du aber ein 110V-NT an einem 230V-Netz betreibst sind die +12V wenns dumm läuft +25V. Da wird die OVP zwar genauso abschalten - ob sie das schnell genug macht bevor die 25V deine Hardware gekillt haben was in Millisekunden passiert ist eher Glückssache. Und ganz davon ab: Ein so falsch betriebenes netzteil wird hart sterben. Also mit durchgebrannten Innereien. Eine Schutzregelung kann zwar abschalten wenn Parameter außerhalb ihrer erlaubten Grenzen abdriften aber sie kann keine physikalischen Kurzschlüsse verhindern. Das ist wie von einer Motorschutzschaltung zu verlangen einen Motor zu schützen der gerade am abbrennen ist weil du Nitroglyzerin getankt hast. Die Schaltung kann gerne abschalten - bringt aber nix (mehr).
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  2. #12

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    AW: 115V/230V-Umschalter bei Netzteilen, Selbstzerstörungsschalter?

    Zitat Zitat von Tim1974 Beitrag anzeigen
    Meine aktuellen Geräte haben alle keinen solchen Schalter, aber die Studiomonitoren, die ich mir eventuell kaufen wollte (Adam A3X) haben noch solch einen Schalter, darum wollte ich halt erfahren, ob das auf ein veraltetes Netzteildesign schließen läßt und wie hoch das Risiko ist, wenn der doch mal umgeschaltet werden sollte, aus welchen Gründen auch immer.
    Ich werd nun aber keine Geräte mehr kaufen, die noch solch einen Umschalter besitzen.

    Bei den Netzteilen, die die Spannung automatisch erkennen, kann es da auch mal zu Fehlerkennungen und dadurch fatalen Schäden kommen?

    Gehen wir mal zurück zu den PC-Netzteilen, meine bequiet-Netzteile haben ja allerlei Schutzschaltungen, würden die in solch einem Fall zumindest die PC-Hardware (abgesehen vom NT selbst) vor Beschädigung schützen können?
    Netzteile bzw. Trafos in der Massenfertigung (wie z.B. PC Netzteile) werden eigentlich fast immer für den globalen Markt produziert. In Europa beträgt die Netzspannung 220-240V/50Hz, in Nord und Südamerika sowie Asien110-120V/60Hz. Vor 20-25 Jahren, als die damaligen Netzteile und insbesondere die alten AT-Netzteile in der Regel diesen Schalter hatten, war das nicht anders als heute. Nur damals war die Elektronik noch nicht so weit wie heute, wo es eben die elektronisch geregelten Netzteile gibt. Ergo gab es damals diesen Umschalter 115/230V.

    Und ja, rein theoretisch können diese Umschalter auch defekt gehen. Das ist ja einfach nur eine Mechanik, die die Brücken entsprechend gelegt hat. Aber in der Praxis hat man die Schalter ja gar nicht bewegt. Genauso kann die Regelelektronik der heutigen Netzteile natürlich das Zeitliche segnen. Die Elektronik ist den damaligen Umschaltern gegenüber sogar weit fehleranfälliger. Ob die heutigen Schutzschaltungen in solchen Fällen noch greifen, vermag ich nicht zu sagen. Das sind ja auch nur elektronische Schaltungen. Grundsätzlich ist es so, das die heutige Regelelektronik vieles einfacher macht. Die Kehrseite davon ist jedoch, das eben diese Elektronik viel fehleranfälliger ist und auch deutlich öfter einen Defekt erleidet. Nur mal als Beispiel die heutigen LED Leuchten und auch Leuchtstofflampen mit EVG (Elektronisches Vorschaltgerät). Diese Leuchten fallen weit häufiger aufgrund defekter Elektronik aus, als bei der damaligen konventionellen Technik.

  3. #13
    Esinger
    Gast

    AW: 115V/230V-Umschalter bei Netzteilen, Selbstzerstörungsschalter?

    doch einige chinaböller nt mit passiv pfc haben zumteil noch so nen schalter
    auch mir schon passiert beim case auspacken wo ein nt mit verbaut war ausversehen umgelegt den schalter nicht gemekrt aber beim stromstecker reinstecken habs dann gemerkt an der stichflamme was rauskamm und den knall und der pc laden wurde dunkel da sicherung raus geflogen ist naja aus Erfahrung wird man klug die pc innereien waren alle im eimer was klar war nach dem knall und rauch und feuer was aus dem nt kam war ein linkworld nt mit 200 watt

  4. #14
    Avatar von Threshold
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    AW: 115V/230V-Umschalter bei Netzteilen, Selbstzerstörungsschalter?

    Zitat Zitat von Esinger Beitrag anzeigen
    linkworld nt
    Sind halte die besten Netzteile.
    Asus ROG Strix Z390-H Gaming || Intel Core i9 9900K || Asus ROG Strix GeForce GTX 1080 Ti OC || G-Skill RipJaws 4 DIMM Kit 32GB DDR4-2800 || BeQuiet Dark Rock Pro 4 || BeQuiet Dark Power P11 || BeQuiet Dark Base 700

  5. #15
    Avatar von ExtremTerror
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    AW: 115V/230V-Umschalter bei Netzteilen, Selbstzerstörungsschalter?

    Hey leute,

    als stiller Leser, bedanke ich mich für die Kommentare. So habe ich wieder was dazu gelernt
    Lebenskunst besteht zu 99 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Ich sage immer: Das Leben ist wie eine Schachtel Rasierklingen. Du isst sie alle auf und verblutest jämmerlich von innen.
    Ich wollte alles, nur nicht diese schreckliche Krankheit, die sich Arbeit nennt.


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