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  1. #1
    Avatar von Skysnake
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    [Lesertest] Bitfenix Ronin Update 19.12.2013: Nachtest zur Lüfterbestückung

    1. Danksagung
    2. Einführung
    3. Technische Daten (Herstellerangaben)
    4. Unboxing
      1. Erste Eindrücke
      2. Schrauben/Beilagen/Anleitung
      3. 5,25" Einschub
      4. zusätztlicher Luftfilter

    5. Gehäuse
      1. Außen
        1. Rechte Seite
        2. Linke Seite
        3. Rückseite
        4. Front
        5. Oberseite
        6. Unterseite

      2. Innen
        1. Stealth Cover
        2. Mainboard-Tray
        3. PCI-Erweiterungsslots
        4. 5,25" Laufwerksschächte
        5. 3,5" Laufwerkskäfige
        6. Lüfter, Luftfilter und Radiator
        7. Deckel & Frontabdeckung


    6. Einbau*
    7. Messungen*
      1. Messinstrumente
      2. Testsystem
      3. Temperaturen*
        1. Idle
        2. Prime95 InPlace LargeFFT
        3. Unigine Heaven Extreme Preset


    8. Lautstärke*
    9. Fazit*
    10. Nachtest



    1. Danksagung

    Den Anfang will ich mit einer kleinen Danksagung an PCGH und Bitfenix machen. Dafür, dass Sie mich als Lesertester ausgewählt haben.


    2. Einführung

    Wie bereits in meiner Bewerbung zu dem Lesertest zu lesen war, habe ich die Absicht gehabt, zu schauen, inwieweit sich das Bitfenix Ronin als Midi-Tower bei Vollbestückung der Laufwerke schlägt. Ich hoffe, die Ergebnisse sind für euch interessant und helfen euch bei der Entscheidung, ob das Bitfenix Ronin etwas für euch ist, oder nicht.


    3. Technische Daten (Herstellerangaben)
    Material
     SofTouch™, Plastik, Metall
    Farbe(Int/Ext)Schwarz/Schwarz
    Abmessungen (BxHxT)205 x 483 x 505mm
    Motherboard GrößenATX, mATX, mini-ITX
    5.25” Laufwerksschächtex 3
    3.5” Laufwerksschächtex 6 (3 + 3)
    2.5” Laufwerksschächtex 6 (bei Verwendung der 3.5" trays)
    Lüfter Front120mm x 2 (1 enthalten)
    Lüfter Rückseite120mm x 1 (enthalten)
    Lüfter Deckel120mm x 2 (optional) or 140mm x 2 (optional)
    Lüfter Boden120mm x 1 (optional)
    PCI Slotsx 7
    I/O2 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, HD Audio
    StromversorgungPS2 ATX (unten, verschiedene Ausrichtungen)
    ExtrasStealth Cover, SofTouch™ Oberflächenbeschichtung, Lufteinlässe mit Filtern, Werkzeuglose Laufwerksbefestigung
    4. Unboxing
    Da ich ein sehr umfangreiches Unboxing & Disassembling Video gemacht habe, möchte ich mit diesem hier direkt einsteigen. Es ist zwar weitaus umfangreicher als dieser Punkt hier eigentlich erfordern würde. Für alle "Lesefaulen" sind darin aber bereits fast alle relevanten Infos enthalten. Ich hoffe ihr habt viel Spaß damit



    4.1 Erste Eindrücke (Verpackung)
    Die Verpackung des Bitfenix Ronin konnte überzeugen. Das Gehäuse befand sich in einem Karton, den Caseking nochmals in einen mit Papier ausgestopften größeren Karton gepackt hat. Ein grundlegender Schutz war also bereits durch die Umverpackung gegeben, wobei diese nicht einmal zwingend erforderlich gewesen wäre. Öffnet man den Karton des Bitfenix Ronin oben, sieht man als erstes die gut bebilderte und leicht verständliche Gebrauchsanleitung. Danach fallen einem sofort die zwei großen Styroporteile auf, durch die das Gehäuse gut geschützt ist. Dazu kommt noch eine Plastikfolie, die noch weiter die Oberflächen schützt. Man muss sich also wenig Sorgen machen, dass das Gehäuse durch den Transport beschädigt wird.

    In meinem Fall befand sich allerdings eine abgebrochene Niete im Gehäuse, die freudig vor sich hin schepperte. Bei der Aufnahme des Unboxingvideos ist mir das gar nicht aufgefallen, sondern erst später als ich noch einige Bilder gemacht habe. Dies führte natürlich im ersten Moment zu einem großen Schreck, da ich dachte ich hätte selbst eine Niete abgerissen beim entfernen der Front. Ich konnte jedoch trotz intensiver Suche keine fehlende Niete finden! Ich gehe daher davon aus, dass die abgerissene Niete entweder von einem anderen Gehäuse stammt oder eben schlicht etwas nochmals genietet werden musste. Dass die abgerissene Niete im Gehäuse verblieb ist auf jeden Fall unschön, da Sie, wie man auf den Bildern sieht, einige Metallkanten hat, an denen man sich wenns dumm läuft verletzen könnte. Zudem könnte es passieren, das man sich unabsichtlich die Lackierung zerkratzt, wenn man die Niete entfernen will oder dergleichen.



    4.2 Schrauben/Beilagen/Anleitung
    Als erstes kommt einem wie bereits gesagt die gut beliderte Gebrauchsanleitung in die Finger. Diese sollte man am Besten auch wirklich direkt lesen, da das Bitfenix Ronin doch ein paar Feinheiten hat, auf die es zu achten gilt.



    Wie ihr auf den Bildern seht, ist Sie von der Druckqualität und vom Umfang her völlig ausreichend. Die Bilder sowie die Schrift sind groß genug und leicht verständlich. Leider ist die Anleitung nur auf Englisch, sollte durch die Bilder aber auch ohne Englischkenntnisse verständlich sein. Was allerdings ein wirklicher Mangel an der Anleitung ist, ist ein fehlendes bebildertes! Verzeichnis über die enthaltenen Schrauben. Da die Schraubenköpfe zur Montage des Mainboards zum Beispiel rund und nicht Eckig sind, wie man dies normal erwartet, kann es leicht zu Verwechslungen kommen, die einem unnötig Arbeit machen. Mir ist völlig bewusst, das im Text zwar die entsprechenden Informationen enthalten sind, man hätte es aber noch besser machen können.
    Spoiler:






    Von den Schrauben und dem weiteren Zubehör ist zunächst nichts zu sehen, da sich dieses gut befestigt im Bereich der 5,25" Schächte befindet. Im Einzelnen sind dies der 5,25" Einbaurahmen für ein 3,5" oder 2,5" Laufwerk, oder wie in meinem Fall für einen 2,5" Einschub/Cardreader. Die Schrauben, Kabelbinder usw. befinden sich an gleicher Stelle in verschiedenen kleinen Plastiktüten, die sich wiederum in einem kleinen Karton befinden, um die Lackierung des Innenraums vor herumfallenden Schrauben zu schützen. Auch der zusätzliche Staubfilter ist an dieser Stelle zu finden. Zusammengehalten wird alles durch einen langen Draht, den man faktisch erst lösen kann, wenn man das "Stealth Cover" entfernt hat.



    Wie man auf dem folgenden Foto sieht, sind alle Schrauben in Schwarz vorhanden, was ich als sehr erfreulich betrachte.

    Nachfolgend seht ihr im Detail die sich im Lieferumfang befindlichen Schrauben und ihren jeweiligen Einsatzzweck.
    Spoiler:


    4x lange Schrauben zur Befestigung des Lüfters zusammen mit dem Staubfilter an der Front


    13x normale Schrauben mit rundem Kopf zur Befestigung des Mainboards und optischer Laufwerke. Hier weicht man leider von der sonst üblichen Form mit Außensechskant+Kreuzschlitzlopf ab. Gerade beim Mainboard haben diese Schrauben durchaus ihre Berechtigung, da Sie auch eine Demontage mittels Nuß erlauben, wenn man die Schraube "rund" gedreht hat. Warum man an dieser Stelle spart ist mir nicht ganz begreiflich.


    1x Look Loop plus passender Schraube. Für was das genau diese "Sicherung" sein soll und wo Sie angebracht werden soll ist mir bisher nicht klar.


    12x normale Schrauben zur Sicherung der Festplatten im Festplattenkäfig


    4x Schrauben mit Außensechskant+Kreuzschlitzkopf zur Befestigung des Netzteils


    4x Blechschrauben (?) Diese sollen wohl dazu dienen im Boden einen weiteren Lüfter zu befestigen.


    9x Motherboard-Abstandshalter und Anzieh-/Lösehilfe. Dieses unscheinbare kleine silberne Werkzeug ist eine wirklich sehr gute Idee und macht das Anziehen und Lösen der Abstandshalter ohne weiteres Werkzeug sehr einfach. Ein dickes Lob an dieser Stelle an Bitfenix hierfür.




    Die 10 Kabelbinder sind ebenfalls Schwarz und ausreichend lang.

    4.3 5,25" Einschub

    Hier sehr ihr nun den Einbaurahmen für die 5,25" Laufwerksschächte. In diesen lassen sich sowohl 3,5" & 2,5" HDD/SSD einbauen, aber auch wie in meinem Fall ein Cardreader. Dies ist möglich durch die Aussparung in Form eines 2,5" Einschubes an der Frontblende des Einschubes. In diesem Fall ist dies sicherlich sehr praktisch, da es aber keine Blende für diesen Einschub gibt, weder direkt als Beilage zu dem Gehäuse noch als zusätzliches Zubehör erwerbbar, bleibt diese Öffnung eben immer vorhanden, also auch dann wenn man einfach nur eine Festplatte verbauen will. Dies ist ein großer optischer Mangel des Einschubes und völlig unverständlich. Vor allem der Fakt, dass man eine derartige Blende nicht einmal als zusätzliches Zubehör erwerben kann ist völlig unverständlich. Hier sollte Bitfenix sich wirklich überlegen, ob es hier nicht eine eklatante Lücke in ihrem Angebot gibt. Und für den Fall, dass es doch eine derartige Blende gibt, sollte Bitfenix ihre Homepage überarbeiten, da dort, zumindest für micht, diese Blende nicht zu finden war.
    Ihr wundert euch sicherlich, warum der obige Text durchgestrichen ist. Das habe ich ganz bewusst gemacht, wenn bis kurz vor Schluss des Tests war ich auch noch davon überzeugt, dass dieser richtig ist! Erst als ich mir nochmals die Befestigung der Front anschauen wollte, und diese entfernt habe, ist habe ich festgestellt, dass die Front des Einschubs mit der Öffnung entfernt werden kann. Festgestellt habe ich dies dadurch, dass die Blende beim entfernen der Front schlichtweg abgefallen ist.... Keinerlei Hinweis in der Gebrauchsanleitung oder sonstwo. Ich freu mich, dass die obige Kritik nicht gerechtfertigt ist, da man nun einfach die Blende des Laufwerksschachts anbringen kann, aber es ist doch ärgerlich, dass man dies erst durch Zufall herausfinden muss.
    Spoiler:





    4.4 zusätztlicher Luftfilter
    Der Luftfilter besteht wie alle anderen Luftfilter aus einem Plastikrahmen, auf den ein feines Drahtgitter gespannt ist, welches an den Rändern festgeklebt ist. Meiner Meinung nach einfach aber funktional. Einer Reinigung selbst mit Wasser sollte nichts im Weg stehen.




    5. Gehäuse
    Im folgenden Abschnitt werde ich im Detail auf das Gehäuse sowohl Außen als auch Innen eingehen. Auch wenn ich sehr ins Detail gehen werde, möchte ich doch einige allgemeine Punkte voraus schicken. Die Verarbeitung des Bitfenix Ronin ist allgemein sehr gut. Nirgends ist ein Grat im Gehäuse, die Nieten sind sauber angebracht, es wackelt nichts und die Lackierung ist überall tadellos bis in die hinterste Ecke! Das Pflichtprogramm hat Bitfenix mit dem Ronin also schoneinmal gemeistert. Wie wir alle Wissens wird ein gutes Produkt aber erst durch die Details zum sehr guten oder gar überragenden Produkt, und um diese Details werden wir uns nachfolgend auch kümmern. Alle Kritik sollte daher auch als solche aufgefasst werden. Eben als Kritik auch hohem Niveau.

    5.1 Außen

    Wie man auf den Bildern sehen kann, ist Midi-Tower nicht gleich Miditower. Zwar laufen sowohl das Bitfenix Ronin als auch mein altes Chieftec-Gehäuse bei den Herstellern jeweils als Miditower. Das Chieftec ist aber in allen Dimensionen ein Stück größer als das Ronin. In Zahlen sind das 205x540x537 (BxHxT mm) für das Chieftec gegen 200x464x480 mm beim Bitfenix Ronin.

    5.1.1 Rechte Seite

    Das linke Seitenteil des Gehäuses hat keine Besonderheiten bis auf den kleinen Griff um das Seitenteil zu lösen und die Rändelschrauben, mit denen das Seitenteil gesichert wird. Man sieht hier allerdings auch recht gut, dass man auf dem Lack sehr leicht Fingerabdrücke hinterlässt. Selbiges gilt auch für die SoftTouche Oberfläche. Nach einiger Zeit sollte dies aber bei weitem weniger stark auffallen, da einfach überall leichte Fettspuren von den Händen vorhanden sind. Zudem lassen sich alle Oberflächen recht leicht abwischen.




    5.1.2 Linke Seite
    Die linke Gehäuseseite wird vom sehr großen Window dominitert, welches passgenau eingefügt ist, und einen ungehinderten Blick ins Innere erlaubt. Gut zu sehen ist auch die "Stealth Cover" genannte Abdeckung imunteren und rechten Bereich der Laufwerke. Hierauf werden wir im Abschnitt "Innen" noch genauer eingehen. Warum man statt des "Stealth Cover" nicht einfach das Fenster entsprend geformt hat, ist mir jedoch nicht ganz schlüssig. Es ist aber auf jeden Fall ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Gehäusen. Man sieht hier auch erneut die Rändelschrauben und den kleinen Griff zum entfernen des Seitenteils, genau wie auf der anderen Seite auch. Etwas unschön an den Rändelschrauben ist der Punkt, dass Sie nicht komplett aus Metall sind, sondern außen aus Kunststoff sind. Also quasi Kreuzschlitzschrauben mit einer Plastikummantelung. Hier würde eine Version komplett aus Metall einfach wertig erscheinen.



    5.1.3 Rückseite
    Die rückwärtige Ansicht zeigt die zwei unterschiedlichen Gehäusedesings bezüglich der Position des Netzteils. Einmal das klassische ATX Design auf der rechten Seite mit dem Chieftec, welches das Netzteil überhalb des CPU-Kühlers hat, und somit diesen bei der Kühlung durch die abgeführte Warmluft unterstützen soll. Dies wird heutzutage aber weitesgehend durch den hinteren Gehäuselüfter bewerkstelligt, wobei wie beim Ronin teilweise auch noch Lüfter oder zumindest Öffnungen im Deckel hinzukommen.


    Im Vergleich dazu sitzt das Netzteil beim Ronin unten, wobei man sich entscheiden kann, ob das Netzteil die Warmluft der GPU ansaugen soll, was besonders bei Radiallüftern bei der GPU Sinn machen kann, da diese den Großteil der warmen Abluft wieder ins Gehäuse blasen, oder nach unten gerichtet und dann durch den Staubfilter frische kühle Luft ansaugen, also quasi einen eigenen Luftkreislauf hat.


    Warum Bitfenix für den hinteren Lüfter zu den 120mm alternativ auch noch die Böhrungen für einen 92mm Lüfter vorgesehen hat ist eher schwer zu verstehen. Vor allem wenn man bedenkt, das bereits ein 120mm Lüfter montiert ist. Die Mehrkosten hierfür hätte man sich meiner Meinung nach sparen können, genau wie den Verlust an Gitteröffnung im Bereich der 92mm Bohrungen, wie man hier sieht.


    Zwischen 120mm Lüfter und Netzteil befinden sich die PCI-Erweiterungsslots, welche über gelochte Blenden verfügt. Wie man auf dem Bild sieht, unterscheidet sich der Schwarzton dieser leicht vom Äußeren des Gehäuses. Dies fällt im Normalfall allerdings nicht auf. Als durchaus positiv kann man sehen, dass die gelochten Blenden einen Luftzug durch das Gehäuse nicht im Wege stehen. Ebenso erwähnenswert sind die beiden Schlauchdurchführungen für externe Radiatoren.


    5.1.4 Front
    Dominiert wird die Front von der Lochoptik auf der matten SofTouche-Oberfläche, die wiederum auf beiden Seiten durch tief schwarz abgesetzte Mesh-Streifen eingefasst wird, die sich auch über die gesamte Front und Oberseite ziehen. Einen besonderen Akzent liefert auch das in silber gehaltene Bitfenix-Logo mit Rillenoberfläche. Leider wirkt das Logo habtisch absolut nach billigem Plastik und fällt daher insbesondere im direkten Vergleich zur SofTouche-Oberfläche negativ auf. Absolut kein Vergleich z.B. zur ebenfalls in Rillenoptik gehaltenen Lüftereinfassung der XFX R7970 DoubleDissipation, die ich bereits früher getestet habe. Schade eigentlich, denn das Logo an sich sieht wertig aus. Man darf es eben nur nicht anfassen.


    Anmerkung: Der hier leicht sichtbare Versatz der beiden Teile kommt von einem nicht 100% eingerasteten Deckel. Zudem sieht es sehr viel schlimmer aus als Real. Mir ist die Unstimmigkeit erst auf den Bildern aufgefallen!


    5.1.5 Oberseite
    Wie ihr sicherlich bereits bemerkt habt, fehlt bei der Front die obligatorische Nennung der Anschlüsse. Dies liegt daran, dass die Front über keine Anschlüsse verfügt. Power- und Resetknopf, sowie 2x USB3.0 und 2x USB2.0 befinden sich genau wie auch Kopfhörer- und Mikrofon-Anschlüsse auf der Oberseite. Auf dem folgenden Bild sieht man auch auf der rechten Seite deutlicher, dass der Deckel nicht richtig eingerastet ist! Normal ist hier KEIN! Versatz zu sehen! Ansonsten sieht man hier auch die selbe Lochoptik wie in der Front. Diese ist nötig, da unter dem Deckel ein Radioator mit zwei 120/140mm Lüftern angebracht werden kann.

    Auf dem Bild sieht man darüber hinaus die Blenden der 5,25" Laufwerksschächte, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen. Wie bereits vorher erwähnt liegt dem Gehäuse leider! keine entsprechende 2,5" Blende bei, womit die Front völlig verschandelt wird, wenn den 5,25" Einschub für eine 3,5" oder 2,5" HDD/SSD verwendet. Es ist also wirklich Ratsam einen 2,5" Einschub in diesem Fall zu verwenden. Bei einem CardReader wie bei mir erübrigt sich dies natürlich.


    5.1.6 Unterseite
    Man sieht hier die silbernen Füße, welche über eine Gummierung verfügen, welche das Gehäuse etwas vom Untergrund entkoppelt und zudem empfindliche Oberflächen vor Kratzern schütz. Ein wirklich sinnvolles Feature, genau wie die Verschraubung eben selbiger Füße.



    Ein unschönes Detail hierbei ist allerdings, dass die Füße so dicht zusammen stehen, dass sich der auf dem Bild zu sehende Staubfilter nicht einfach herausziehen lässt, sondern man das Gehäuse hinten anheben muss, um ihn entfernen zu können. Dies ist nicht gerade sehr komfortabel, wenn man bedenkt, dass das Gehäuse in meinem Fall stolze ?? kg wiegt. Immerhin deckt der Staubfilter nicht nur die Öffnung des Netzteils ab, sondern auch noch die Öffnung des optionalen 120mm Lüfters im Boden. Als raffiniert kann man die Befestigung des Staubfilter mittels Magneten bezeichnen. Dies ermöglicht immerhin das Anheben des Gehäuses mit einer Hand und entfernen/anbringen des Filters mit der anderen. Komfortabel ist aber etwas anderes. Andere Gehäuse haben hier eindeutig benutzerfreundlichere Lösungen.



    5.2 Innen
    Nachdem wir nun ausreichend das Äußere des Bitfenix Ronin betrachtet haben, wollen wir uns den inneren "Werten" zuwenden.

    5.2.1 Stealth Cover
    Der wohl auffälligste innere "Wert" ist die von Bitfenix "Stealth Cover" genannte Blende, welche den Laufwerksbereich sowie den unteren Gehäuseteil mit dem Netzteil verdeckt. Hierdurch soll ähnlich wie durch die Kabeldurchführungen eben die oft unansehnlichen Kabel versteckt werden, was auch gut gelingt.

    Bild versteckte Kabel

    Das "Stealth Cover" an sich ist aus Plastik gefertigt und verfügt über eine leicht spiegelnde Front, die durchaus wertig erscheint und die Lochoptik der Front und des Deckels aufgreift. Also ein durchaus stimmiges Design. Dass es sich bei den schwarz abgesetzten Punkten um Sechsecke und keine Kreise handelt fällt dabei nicht wirklich auf. Dafür sind diese einfach zu klein


    Ein echtes Ärgernis sind dafür die Halteklammern des "Stealth Covers". Die Blende lässt sich nur recht schwer Lösen, wie man auch im Unboxing-Video gut sehen kann. Warum Bitfenix auf zwei so unterschiedliche Halteklammern zurückgreift ist mir völlig unverständlich. Vor allem weil die beiden Versionen so extrem auseinander gehen. Einmal Top und zweimal Flop. Muss das sein? Hier auf jeden Fall das Abbild des Ärgers.


    Wie man hier sieht gibt es insgesamt drei Halteklammern zusätzlich zu den drei breiten Streben im vorderen Bereich. Die Streben vorne hätte man meiner Meinung nach nicht benötigt. Mir erschließt sich der Sinn dahinter nicht so ganz, da sich das "Stealth Cover" durch diese noch etwas schwerer entfernen lässt und darüber hinaus eigentlich keinen Mehrwert bietet. Halten die Halteklammern das "Stealth Cover" im wahrsten Sinne des Wortes bombenfest... Derart bombenfest, das man befürchten muss, dass die Halteklammern auf Dauer die Belastungen des Ein- und Ausbaus nicht überstehen werden.


    Einen schöner Punkt ist die Tatsache, dass die Strebe mit zwei der drei Haltepunkten für das "Stealth Cover" mit Schrauben oben und unten am Gehäuse befestigt ist und sich damit, ebenso wie die hintere Befesttigung, leicht entfernen lässt. Wer dem "Stealth Cover" also nichts abgewinnen kann, kann dieses und seine Halterungen problemlos komplett entfernen. Sicherlich ein Punkt der erwähnenswert ist.



    5.2.2 Mainboard-Tray
    Das Mainboard-Tray verfügt, wie man sehen kann über eine recht große Öffnung um die Backblade eines Kühlers am Mainboard montieren zu können, ohne dieses ausbauen zu müssen. Heutzutage im großen und Ganzen standard, genau wie die Kabeldurchführungen hinter das Mainboard-Tray, um die Kabel zu verstecken. Zwar verfügen diese über keine Gummimanschetten, die Positionen sowie deren Größe sind aber gut gewählt. Besonders schön ist hierbei auch die Kabeldurchführung oben links am Mainboard-Tray für den 4/8 Pin CPU-Stecker.


    Bild oben links CPU-Steckerdurchführung

    Ein weiteres schönes Detail, ist die Beschriftung der Börhungen für die Mainboard-Abstandashalter zusammen mit der zugehörigen Legende, welche Löcher zu welchem Mainboardformat gehören. Ein wirklich sinnvolles Feature, da hierdurch langes rumprobieren oder suchen der Gebrauchsanleitung entfällt.


    Insgesamt ist der Platz hinter dem Mainboard-Tray aber als sehr knapp bemessen zu bezeichnen. Nicht einmal 20 mm Platz gibt es um Kabel zu verlegen. Das ist insbesondere für den 24-Pin ATX Stecker etwas knapp, genau wie für die SATA-Stromkabel und SATA-Datenkabel bei Vollbestückung der Festplattenkäfige. Hier würde sicherlich niemand etwas mehr Platz ablehnen. Genau daran scheitern auch die nett gedachten kleinen Aussparungen um mittels Kabelbindern die Kabel zu fixieren. Für mich waren diese aber leider nicht sinnvoll nutzbar. Da hierfür schlicht der Platz hinter dem Mainboard gefehlt hat. Wenn mittels "sanfter" Gewalt alles in Position gedrückt werden muss um noch das Seitenteil zu schließen, ist es meiner Meinung nach eher eine schlechte Idee die Kabel auch noch fest zu zurren. So verliert man einfach das nötige Spiel und riskiert am Ende noch abgebrochene Stecker.


    5.2.3 PCI-Erweiterungsslots
    Insgesamt sieben PCI-Erweiterungsslots stehen zur Verfügung, die wie bereits zuvor gezeigt über gelochte Blenden verfügen. Die Blenden an sich sind mittels Rändelschrauben gesichert und ermöglichen so eine werkzeuglose De-Montage von Erweiterungskarten. Die Maßhaltigkeit der Mainboardhalterung in Zusammenspiel mit den PCI-Erweiterungsslots fällt gut aus. Erweiterungskarten lassen sich ohne Probleme montieren. Bei verbautem Festplattenkäfig lassen sich maximal Erweiterungskarten mit ~307-310 mm verbauen. Ohne den Festplattenkäfig sollten es etwa 422-425 mm sein.



    5.2.4 5,25" Laufwerksschächt
    e
    Entfernt man die Frontblenden der 5,25" Laufwerksschächte, sieht man, das zwei der drei Schächte mit Metallblenden verschlossen sind. Diese müssen, wie das üblich ist auch herausgebrochen werden, bevor man diese Schächte nutzen kann. Wo sich die Blenden des Ronins allerdings vom mir bekannten Standard unterscheiden ist die Möglichkeit diese Blenden bei Bedarf mittels zweier Schrauben wieder an zu bringen. Im Normalfall ist dies nicht möglich. Wie ich finde eine ganz nette Lösung.


    An sich auch ganz nett und gut durchdacht ist die werkzeuglose Montagemöglichkeit des Bitfenix Ronin. An einem Plastikhebel sind zwei Metallstifte angebracht, die genau in die Lochbohrungen von 5,25" Laufwerken passen. Hierdurch lassen sich die Laufwerke ohne Probleme bündig mit der Front arretieren. Ein simples und dennoch sehr wirkungsvolles Design.

    Leider ist die Handhabung auf den ersten Blick nicht so leicht verständlich und auch die Gebrauchsanweisung hilft hier, wie bereits erwähnt, nicht weiter. Man sieht zwar auf dem Hebel einen Pfeil und auch den Schriftzug "PUSH", dass sich auf der Unterseite des Hebels aber ein kleiner "Hacken" befindet, der den Hebel in Position hält, sieht man nicht. Vielen wird es wahrscheinlich so wie mir gehen und man erwischt diesen Hebel nicht und hebt den kompletten Hebel an, was dann dazu führt, das man diesen dann in der Hand hält! Zum Glück ist er und seine Schaniere sehr robust ausgeführt, womit es nahezu unmöglich sein sollte diese ab zu brechen. Der nächste klägliche Versuch wird dann wahrscheinlich daraus bestehen, auf das Bitfenix Logo zu drücken, was natürlich auch nicht richtig ist und schlicht gar keine Wirkung zeigt. Der einzig richtige Weg ist es, am besten mit nur einem Finger auf den kleinen Hebel unterhalb des Pfeiles zu drücken. Um dies klarer zu machen hätte man eventuell mit zwei kleinen Balken diesen Bereich kenntlich machen sollen oder zumindest in der Gebrauchsanleitung die Montagevorrichtung besser erklären sollen. Hier noch der Hebel im Detail und ein kurzes Video, dass die Funktion zeigt.





    5.2.5 3,5" Laufwerkskäfige
    Insgesamt sechs 3,5" Laufwerke lassen sich in den beiden um 90° gedrehten Festplattenkäfigen im vorderen Bereich montieren. Der obere Festplattenkäfig lässt sich hierbei ohne Werkzeug entfernen. Der untere ist mit mehreren Schrauben befestigt und lässt sich somit zur Not ebenfalls vollständig entfernen und später wieder montieren. Wie man auf dem Bild sieht, zeigen die Festplattenanschlüsse auf die rechte Seite des Gehäuses. Eine andere Montage ist nicht möglich, da sich ansonsten die Einschübe nicht arretieren lassen, dazu aber gleich noch mehr.



    Der obere Festplattenkäfig lässt sich durch gleichzeitiges! Zusammendrücken der Hebel an Ober- und Unterseite herausziehen. Hierbei ist nicht viel Kraft notwendig, mit den Jahren wird das Plastik aber sicherlich spröde werden und kann dann hierbei abbrechen. Hebel aus dünnem Metall wären daher schön, aber verschmerzbar, da es wahrscheinlich viele Jahre dauern wird, bis das Plastik entsprechend spröde ist.
    Was besonders beim ausgebauten Festplattenkäfig auffällt sind die nur kleinen Öffnungen durch die Luft strömen kann. Bei meinen Tests hat sich gezeigt, dass trotz 120mm Lüfter in der Front die Festplatten nur mittelmäßig gekühlt werden im Vergleich zu den ebenfalls um 90° gedrehten Festplatten in meinem Chieftec, welche aber von zwei 92mm Lüftern an der rechten Seitenwand gekühlt werden. Die Frischluft kann dort recht ungehindert zwishcen den Festplatten hindurchstreichen und diese somit effektiv kühlen. Bei Ronin sind hierfür scheinbar die Öffnungen der Festplattenkäfige einfach zu klein. Mehr hierzu später in den Temperaturtests.



    Wie man auf den folgenden Bildern sieht, schließt die Festplatte bündig mit dem Festplattenkäfig ab auf Seite der Anschlüsse. Hierdurch hat man zur rechten Seitenwand ca. 30mm Platz um alle Kabel unter zu bringen. Wie sich in meinem Test gezeigt hat ist dies gerade ausreichend und erfordert sehr viel Geduld bei Vollbestückund wie in meinem Fall.



    Kommen wir nun zu den Einschüben an sich. Diese sind bis auf die vier Metallbolzen, die zur Arretierung der 3,5" Festplatten dienen komplett aus Plastik gefertigt. Um den Einbau von 3,5" Festplatten zu erleichtern kann man den Einschub ein Stück auseinander ziehen. Es sind zwar nur ein paar Millimeter, aber eben entscheidende Millimeter. Hierdurch lassen sich 3,5" Festplatten kinderleicht und vorallem schnell einbauen. Für 2,5" Festplatten muss man die Löcher auf dem Boden in Verbindung mit Schrauben nutzen. Werkzeuglose Montage gilt also nur für 3,5" Festplatten.
    Etwas fragil und "wabbelig" geraten sind leider die Haltebügel mit denen sich die Festplatten wieder entfernen lassen. Hier wäre etwas mehr Steifigkeit wünschenswert, wobei dann insbesondere wenn das Plastik mit der Zeit spröde wird wohl die Gefahr steigt, dass die Bügel abbrechen... 100% toll sind daher die Plastikbügel nicht. Bügel aus Metall wären hier wirklich toll, aber immerhin hat Bitfenix mit den auseinanderziehbaren Einschüben schhon eine bessere Lösung als so mancher Konkurrent.


    Auf dem folgenden Bild sieht man eine eingebaute Festplatte. Zu beachten ist hierbei die Ausrichtung der Festplatte. Die Festplatte lässt sich nur dann im Festplattenkäfig arretieren, wenn die Anschlüsse zur Seite ohne! Bügel zeigen. Ist dies nicht der Fall lässt sich der Einschub nicht ganz in den Käfig schieben. Leider weist die Anleitung auf diesen Punkt nicht hin und auch auf den Einschüben findet sich kein Hinweis darauf. Ein Hinweis wie oben zu sehen für die Montagerichtung wäre hier sicherlich SEHR hilfreich.


    5.2.6 Lüfter, Luftfilter und Radiator

    Im Heck und in der Front sind jeweils ein 120mm Lüfter mit Schrauben vormontiert. Eine Entkopplung der Lüfter erfolgt daher leider nicht. Ich konnte allerdings auch keine auf das Gehäuse übertragenen Vibrationen feststellen, weshalb dieser Punkt meiner Meinung nach zu verschmerzen ist. Die Lüfter würde ich jetzt nicht als die leisesten bezeichnen, aber auf jeden Fall unauffällig. Mehr als ein leichtes Rauschen ist von ihnen nicht zu hören. Also weder Lagerschleifen noch sonstiges. Für Standardlüfter meiner Meinung nach definitiv eine Erwähnung wert.


    Angeschlossen werden die Lüfter jeweils über einen 3-Pol Anschluss. Die Kabel sind hierbei mehr völlig ausreichen dimensioniert um sowohl am Mainboard als auch alternativ an einer Lüftersteuerung in der Front angeschlossen zu werden.


    Auf den nachfolgenden Bildern des Frontlüfters kann man nochmals sehen, dass auch der Staubfilter mit Schrauben fixiert ist, was für die Reinigung natürlich sehr umständlich ist.


    Neben den bereits installierten Lüftern lassen sich in der Front und am Boden ein weiterer 120mm Lüfter und im Deckel zwei 120 bzw 140mm Lüfter anbringen. Die Lüfter im Deckel lassen sich hierbei entweder zwischen Deckel und Gehäuseoberseite anbringen, oder aber unterhalb. Zwischen Deckel und Gehäuseoberteil gibt es genau 30mm Platz. Dies stellt somit auch die maximale Dicke der Lüfter bzw. des Radiator dar. Je nachdem auf welcher Seite man was montiert. Da eine nach außen blasende Konfiguration angemessen erscheint, sollte der Radiator am Besten zwischen Deckel und Gehäuseoberseite montiert werden.




    Etwas negativ aufgefallen ist mir das wirklich sehr dünne Blech im Bereich der Lüfterlöcher. Diese kleinen Halterungen ließen sich ziemlich einfach verbiegen. Hier muss insbesondere aufgepasst werden, das man nichts unansichtlich verbiegt, wenn man bereits den Deckel entfernt hat, und versucht auch noch die Front zu entfernen. Dies sieht man sehr gut in meinem Unboxing&Disassembling-Video



    Der Luftfilter am Boden ist Außen angebracht und ist magnetisch befestigt. Durch seine Form muss man leider das Gehäuse anheben und ihn vom Gehäuse abheben. Einfaches herausziehen ist nicht möglich, da die Füße ihn blockieren. Dies macht auch hier die Reinigung umständlicher als man sich dies als Kunde wünscht.


    5.2.7 Deckel & Frontabdeckung
    Wie man auf dem oberen Bildern bereits sieht, sind die Kabel durch die Ovale Öffnung im Deckel geführt. Dies ist durchaus sinnvoll und sollte so auch beibehalten werden. Man muss nur beim entfernen des Deckels darauf achten, dass man nicht zu stark zieht, da sich die Kabel doch recht einfach verhedern.


    Auf den folgenden Bildern ist auch die kleine sauber gearbeitete Platine zu sehen, die alle Frontanschlüsse trägt. Die Kabel der Anschlüsse sind lang genug, um auch bei versteckter Kabelführung hinter dem Mainboard-Tray ohne Probleme alle Anschlüsse auf einem Mainboard zu erreichen. Hier wurde nicht am falschen Ende gespart



    Positiv zu nennen sind die Halterungen am Deckel. Der Deckel lässt sich einfach entfernen und sitzt dennoch fest! Warum die gleichen Klammern in der Front und im Deckel sich so fundamental unterschiedlich leicht lösen lassen ist mir völlig schleierhaft. Es hat sich bei mir allerdings gezeigt, dass es so scheint als ob sich die Front leichter entfernen lässt, wenn der Deckel noch angebracht ist, und man ruckartig stark an der Front zieht. Ein ungutes Gefühl, gleich etwas kaputt zu machen bleibt bei mir allerdings bestehen!

    Im Deckel und in der Front werden die folgenden Klammern verwendet.



    Hier die Klammern des Stealth Covers.



    Als Beleg für die Mühen mit der Front nochmals ein Direktlink auf mein Unboxing&Disassembling-Video mit der entsprechenden Stelle:



    6. Einbau
    Der Einfachheit verweise ich auf mein YouTube Video, welches den Einbau zeigt, und mich nur auf einige allgemeine Punkte beziehen.

    Der Einbau erwies sich weitesgehend als relativ problemlos. Was allerdings wie erwartet wirklich ernsthafte Probleme bereitete war die Vollbestückung mit sechs Festplatten. Hier ist einfach extrem wenig Platz da, so das man sich wirklich sehr genau überlegen muss, wie man die ganzen Kabel verlegt. Zudem muss man dennoch etwas Mut besitzen, und beim Schließen des rechten Seitenteils "sanfte" Gewalt anwenden, wenn man dieses zudrückt. Hierbei besteht natürlich immer die Gefahr, das man die Kabel doch zu "schlecht" verlegt hat und etwas abbricht. Die Vollbestückung mit 6 Festplatten ist daher meiner Meinung nach als "sehr problematisch" zu bezeichnen. Dies ist sehr schade, da bereits ein, oder gar nur ein halber Zentimeter mehr Platz auf dieser Seite die Sache deutlich entspannter machen würde.

    Nachfolgend noch eine stichpunktartige Auflistung alle Probleme beim Einbau. Für alles weitere verweise ich auf das nachfolgende Video.


    • Stealth Cover lässt sich mühsam entfernen
    • Montagerichtung der Festplatten nicht direkt klar
    • Verwechslungsgefahr bei den Mainboardschrauben
    • Front lässt sich nur mit sehr viel Kraft entfernen
    • Vollbestückung mit Festplatten nur sehr sehr mühselig möglich, wobei die Gefahr besteht Stecker ab zu brechen, wenn man nicht durchdacht arbeitet.
    • Es kann passieren, das man das Seitenteil bei Vollbestückung eventuell nicht schließen kann. Hier hängt es entscheidend an den Stromkabeln!
    • PCI-Erweiterungskarten dürfen über den 7ten Slot nicht hinausragen, da Sie ansonsten mit dem Netzteil kollidieren. Das Chieftec erlaubt eine derartige Montage im Notfall.

    7. Messungen

    7.1 Messinstrumente
    Als Messinstrumente wurden folgende Geräte verwendet:

    Mastech MS8209
    AIDA64 Version 3.20.2600

    7.2 Testsystem
    Gehäuse Chieftec Big(läuft aber als Midi)-Tower
    CPU-Kühler Scythe Ninja 2
    CPU Core i7-920 @3,5GHz
    MB Gigabyte GA-X58A-UD7 v1
    RAM 12GB A-DATA DDR3 1333MHz @stock
    GPU XFX Radeon R7970 DD @stock
    Erweiterungskarten 1x PCI-E WLAN; Spezieller NB Kühler von Gigabyte, der einen Slot belegt
    NT Enermax 87+ 600W
    HDD 5x 3,5"
    SSD 1x 2,5"
    Optische Laufwerke 2x 5,25" DVD/Brenner
    Sonstiges 1x 3,5" Kartenleser
    7.3 Temperaturen
    Vor dem Test des Gehäuses habe ich mir einige Gedanken gemacht, wie man denn am Besten die Gehäuse miteinander vergleichen kann. Ursprünglich hatte ich die Idee, beim spielen die Temperaturen zu vergleichen, es zeigte sich aber, dass die Zeiträume teilweise sehr lange sind, bis sich stabile Temperaturen einstellen. Aus diesem Grund habe ich mich auf rein synthetische Lasten entschieden, die auch über lange Zeiträume identisch bleiben.

    Ich habe mich bewusst gegen eine Temperaturmessung im Inneren des Gehäuses oder der Abluft mit Hilfe des Mastech MS8209 entschieden, da frühere Vorhaben gezeigt hatten, dass die Lage des Temperaturfühlers sehr großen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Reproduzierbare Ergebnisse sind damit kaum möglich. Da es aber auch eine ganze Reihe an Temperaturfühlern in heutiger Hardware gibt, die auch noch mit einem Programm wie AIDA64 automatisch protokolliert werden kann, habe ich mich für die Nutzung dieser Sensoren entschieden.

    Da die Messwerte insbesondere der CPU naturgemäß immer schwanken, habe ich mich dafür entschieden über jeweils 30 Messwerte zu Mitteln. Da jede Sekunde ein neuer Messwert erfasst wurde, ergibt sich hiermit eine Mittelung über 30 Sekunden. Da die Schwankungen recht klein sind, reicht diese Mittelung völlig aus. Zusätzlich habe ich noch mit dem Mastech die Raumtemperatur während den Messungen ermittelt und in der Auswertung von den Messwerten abgezogen. Dies war nötig, da die Raumtemperatur bei den unterschiedlichen Durchläufen teilweise stark schwankten. Ich denke die Ergebnisse geben mir bezüglich meinem Vorgehen recht, aber seht selbst.

    7.3.1 Idle
    Idle sagt eigentlich schon alles. Ich habe den Computer über einen längeren Zeitraum unbenutzt laufen gelassen und später über die Messwerte kontrolliert, dass sich eine konstante Temperatur eingestellt hat.



    Die Idle-Messungen zeigen bereits einen fundamentalen Unterschied zwischen dem Chieftec und dem Bitfenix Ronin. Die Festplatten werden im Ronin teilweise deutlich wärmer als Chieftec. Dies liegt meiner Meinung nach daran, dass es nur einen Frontlüfter gibt, der nur die Festplatten im oberen Festplattenkäfig kühlt. Dies sind HDD5 und HDD4. Die verbaute SSD hat leider keinen Temperatursensor der ausgelesen werden kann. Hier sind die Temperaturwerte noch recht ähnlich zu denen im Chieftec, bei den HDD1-3, die sich im unteren Festplattenkäfig befinden und keinen Lüfter vor sich haben, die Sie anblasen, sieht das aber völlig anders aus. Hier sind die Temperaturen bereits im Idle deutlich höher. Die relativ kleinen Öffnungen in den um 90° gedrehten Festplattenkäfige tun wahrscheinlich noch ihr übriges dazu. Die Luft kann hier einfach nicht so ungehindert über die Festplatten streichen wie im Chieftec. Dieses hat zwei 92mm Lüfter in der rechten Seitenwand hinter den Festplatten, denen gegenüber Lüfteröffnung angebracht sind. Hier streicht also ein Luftzug quer durchs Gehäuse und nicht nach hinten zum Mainboard. Die Temperaturunterschiede lassen sich damit gut erklären.

    Ansonsten unterscheiden sich die Ergebnisse kaum. Wie zu erwarten war sind die CPU & GPU Temperaturen bei geöffnetem Seitenteil am Besten, da einfach immer ausreichend Frischluft zur Verfügung steht.

    Interessant wäre noch gewesen, wie sich ein zweiter Lüfter in der Front auf die Temperaturen auswirken, sowie im Deckel und Boden.

    7.3.2 Prime95

    Prime95 wurde von mir im Modus "InPlace large FFT" laufen gelassen, was sehr hohe Temperaturen und einen hohen Verbrauch erzeugt.



    Hier gibt es wenig überraschendes. Die CPU bleibt im offenen Gehäuse insgesamt am kühlsten. Ronin und geschlossenes Chieftec kommen aber auf fast die gleichen Temperaturen bei der CPU. Nur bei Northbridge und Motherboard (Southbridge) ist das Ronin etwas kühler. Dies ist wohl auf den großen 120mm Lüfter in der Front zurück zu führen, der eben in diese Richtung Frischluft bläst. Dieser Luftzug fehlt dem Chieftec, wodurch die leicht höheren Temperaturen im geschlossenen Zustand erklärbar sind, da sich das Gehäuse etwas mehr aufheizt, wie man an den GPU Temperaturen des geschlossenen Chieftec und Ronin sieht.

    Ich war wirklich erstaunt, dass allein durch CPU-Last bereits eine derartige Temperaturerhöhung zustande kommt. Immerhin ist der Scythe Ninja 2 ein sehr großer Kühler, der kaum Platz zum 120mm Lüfter im Heck lässt und selbst wiederum über einen 120mm Lüfter verfügt, der viel Luft eben genau auf diesen Lüfter im Heck bläst. Offenkundig staut sich dennoch genug warme Luft im Gehäuse. Gerde hier wäre ein Test mit Lüftern im Deckel noch interessant gewesen.

    7.3.3 Unigine Heaven
    Unigine Heaven lief bei diesem Test in der Endlosschleife des Extreme Preset. Leider ist mir bei den Messungen ein kleiner Fehler unterlaufen, auf den ich hier hinweisen möchte. Die Werte des geschlossenen Chieftec sind minimal zu gut, da der Lüfter ständig auf 100% lief. Diesen hatte ich eigentlich für einen weiteren Test noch fixiert, da der GPU Lüfter im offenen Chieftec immer wieder hoch und runter geregelt hat während eines Unigine Heaven Loops. Leider hatte ich hier nicht lang genug gewartet, wodurch die Messergebnisse nicht verwendbar waren. Da ein Missgeschick selten allein kommt, habe ich natürlich auch noch vergessen, beim geschlossenen Chieftec diese fixierung wieder zu entfernen... Ich weiß aus den Temperaturen aber, dass der Lüfter hier eh mehr oder weniger die ganze Zeit mit voller Drehzahl gelaufen wäre. Die Temperaturunterschiede zwischen fixiertem Lüfter und nicht fixiertem sollten beim geschlossenen Chieftec nur minimal sein. Ich wollte diesen Fakt dennoch der Vollständigkeit halber erwähnen.



    Auch bei Heaven gibt es im Bereich der Festplatten eine Neuigkeit. Im Gegensatz zum Chieftec steigen hier die Temperaturen der beiden oberen Festplatten leicht an. Dies ist wahrscheinlich auf die allgemein höheren Gehäusetemperaturen zurück zu führen.

    Bei den GPU Temperaturen fällt der VRM1 Sensor etwas aus dem erwarteten Bild. Hier scheint der Luftzug aus dem Frontlüfter sich wieder positiv bemerkbar zu machen. An der CPU sieht man auf jeden Fall eindeutig, wie stark sich die Luft im geschlossenen Gehäuse aufheizt. Ein Temperaturunterschied bei der CPU von ~8°C ist schon sehr erstaunlich. Beide Gehäuse sind ja nicht gerade schlecht belüftet! Hier will man sich gar nicht vorstellen, wie es mit zwei oder drei Single-GPUs aussieht. Geschweige denn mit zwei Dual-GPUs.

    8. Lautstärke
    Eigentlich wollte ich mit dem Mastech die Lautstärke vermessen. Da ja nur die Gesamtlautstärke interessant ist, hatte ich große Hoffnungen, dass die auch gelingt. Ich hatte mich dafür entschieden aus 30cm Entfernung zu messen, musste allerdings feststellen, dass die Messwerte nicht zu gebrauchen sind. Für den Idle wurden für alle drei Konfigurationen 33,7 dB gemessen, obwohl das Ronin rein subjektiv leicht ruhiger war. Das Mastech stößt hier einfach an die untere Auflösegrenze (Herstellerangabe 35+-4dB) und kann diese Unterschiede schlicht nicht mehr darstellen. Aber selbst wenn zeigte es sich, dass die Umgebungsgeräusche schon einen recht starken Einfluss auch auf die anderen Messungen machten. Egal ob Fernseher der im nächsten Raum läuft, Auto auf der Straße, oder auch mal schlicht der Wind, der in den Bäumen rauscht. Die Lautstärkemessungen wurden meist dadurch beeinflusst.

    Daher habe ich hier bis au die Erwähnung der 33,7dB auch auf alle anderen Angaben verzichtet. Rein subjektiv würde ich festhalten, dass das Ronin insgesamt einen ticken leiser ist und auch von den Lüftern her einen leicht dumpferen und damit angenehmeren Klang zu haben. Wie es scheint übertragen sich auch auf das Gehäuse an sich etwas weniger Schwingungen als beim Chieftec. Alles in allem aber keine fundamentalen Unterschiede.

    9. Fazit
    So, das war wahrlich ein langer Test, aber ich hoffe für jeden war etwas dabei und ALLE Fragen die ihr hattet wurden beantwortet, genau wie die Fragen an die ihr noch gar nicht gedacht hattet

    Einen allgemeinen Hinweis will ich aber direkt hier an dieser Stelle anbringen, da mich die Temperaturen der HDD einfach sehr überrascht hatten. Hiermit hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Ich kann daher nur empfehlen den Lüfter von hinten in die Front zu versetzen und für hinten einen neuen 120mm Lüfter zu erwerben. Ich denke es wird sich in jedem Fall lohnen.

    Negativ:

    • Im Detail mangelhafte Gebrauchsanleitung bzgl Verriegelungmechanismus, Festplattenmonate und 5,25" Einschub
    • Sich zu schwergängig lösendes "Stealth Cover". Insbesonere die Stege an der Frontseite sind eher hinderlich als nützlich
    • Front lässt sich nur EXTREM schwer lösen. In anbetracht der zwingenden Demontage um den Filter in der Front zu reinigen ist dies einfach inakzeptabel. Wenn man so viel Kraft braucht, das man das Gefühl hat etwas kaputt zu machen, dann ist dies nicht OK.
    • Verschraubter Staubfilter in der Front. Dies ist sehr umständlich, selbst wenn sich die Front leicht lösen liese. Insgesamt 8 Schrauben für 2 Filter sind eindeutig zu umständlich und nicht Nutzerfreundlich.
    • Staubfilter im Boden lässt sich nur umständlich durch Anheben des Gehäuses zur Reinigung entfernen
    • Keine Staubfilter für die Luftöffnungen im Deckel
    • Für Vollbestückung mit Festplatten eindeutig zu wenig Platz für die Kabel. Das Gehäuse sollte hier einfach 0,5 bis 1,0 cm breiter sein, oder auf eine Backblade setzen mit Anschlüssen, die dann auch Hot-Swapping ermöglichen würden.
    • "Heise" bzw. deutlich wärmere Festplatten im unteren Festplattenkäfig ohne zweiten Lüfter in der Front. Hier sollte Bitfenix eventuell überlegen einen zweiten Lüfter standardmäßig zu verbauen. Ansonsten kann ich nur empfehlen den Lüfter entsprechend zu montieren, also bei Nutzung des oberen Käfigs oben und bei Nutzung des unteren eben unten.

    Neutral:

    • Meiner Meinung nach etwas dünnes Material im Bereich der Radi-Halterung
    • PCI-Slot-Erweiterungskarte darf nicht über den siebten Slot hinaus stehen
    • Oberflächen etwas empfindlich gegenüber Fingerabdrücken


    Positiv:

    • modernes Lüftungskonzept
    • Montagemöglichkeit für einen 280mm Radiator im Deckel
    • Sehr gut und schnell funktionierende, sowie absolut benutzerfreundliche, werkzeuglose 3,25" Laufwerksmontage in den Festplattenkäfigen.
    • sehr gut funktionierende werkzeuglose 5,25" Arretierung, wenn man Sie denn mal verstanden hat
    • Funktionales und optisch ansprechendes Stealth Cover
    • Stealth Cover, welches restlos entfernt werden kann wenn es einem nicht gefällt, also inkl Halterungen
    • oberer Festplattenkäfig werkzeuglos entfernbar
    • unterer Festplattenkäfig verschraubt
    • Seitenteil lässt sich auch mit sehr hohen CPU-Kühlern schließen
    • gut plazierte und dimensionierte Kabeldurchführungen
    • 2 Schlauchdurchführungen am Heck
    • Staubfilter in der Front plus einem zusätzlichen
    • Staubfilter für das Netzteil und Bodenlüfter
    • USB 3.0 Anschlüsse mit internem Header
    • Mehr als ausreichend lange Kabel für den I/O-Bereich
    • insgesamt sehr gute Lackierung aller Teile
    • schwarz Schrauben und Mainboard-Abstandshalter
    • 5,25" Einschub für 3,25"&2,5" Laufwerke/Einschübe, welcher auch mit normaler Blende versehen werden kann
    • PCI-Slots mit Rändel-Schrauben
    • Für Standardlüfter gute/unauffällige Lüfter
    • Standardlüfter mit ausreichend langen Kabeln


    Insgesamt bin ich zwar recht zufrieden mit dem Ronin, es gibt aber wie immer doch den einen oder anderen Punkt zu bemängeln. Wie man die oben genannten Punkte gewichten will muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich muss aber jedem, der wie ich wirklich 6 Festplatten verbauen will sagen, dass die Montage wirklich kein Zuckerschlecken wird! Man muss sich ernsthaft überlegen, ob nicht eventuell doch ein etwas größeres Gehäuse die bessere Wahl wäre. Hierbei muss man allerdings auch sagen, das jede 2,5" Platte die Problematik etwas entschärft.

    Eine derartige Vollbestückung werden aber wohl nur die wenigsten durchführen, weshalb ich ansonsten auch trotz einiger Unzulänglichkeiten eigentlich keinen Grund sehe, dem Bitfenix Roning keine Kaufempfehlung aus zu sprechen. Man bekommt für rund 80,-€ ein solides modernes Gehäuse, welches auch dem Einbau einer Wasserkühlung nicht im Wege steht. Das einzige, was ich wirklich jedem Käufer empfehlen kann ist, direkt mit dem Gehäuse einen weiteren 120mm Lüfter mit zu erwerben, um beide Lüfterplätze in der Front bestücken zu können.

    Ich hoffe euch hat der Test gefallen und bin auf eure Kommentare gespannt.

    10. Nachtest
    So, rund zwei Monate sind vergangen seit dem eigentlichen Test des Bitfenix Ronin, welches durchaus zu überzeugen wusste. Ein Punkt, der mir aber sehr am Herzen lag, waren die Temperaturen der Festplatten im Ronin, die mich doch sehr erstaunten. Bitfenix war so freundlich, mir eine Reihe von Lüftern zur Verfügung zu stellen, mit denen ich einen ausführlichen Test bzgl Lüfterbestückung für euch erstellen konnte. Ich hoffe der Nachtest ist für euch genau so aufschlussreich wie für mich.

    Das Ronin wird ja standardmäßig mit jeweils einem 120mm Bitfenix Spectre Lüfter ausgeliefert. Wie ihr oben an den Diagrammen sehen könnt, hatten zeigte sich bei den Festplatten im unteren Festplattenkäfig, vor dem sich kein Lüfter befindet erhöhte Temperaturen. Die nachfolgenden Diagramme werden unter verschiedenen Lastsituationen und Lüfterkonfigurationen zeigen, wie sich jeweils die Temperaturen entwickeln.

    10.1 Konfigurationen

    In meinem Nachtest gibt es ingesamt vier unterschiedliche Konfigurationen.


    1. default: Gehäusebelüftung wie im Auslieferungszustand, also hinten und im oberen vorderen Lüfterplatz jeweils ein 120mm Spectre Lüfter
    2. hinten: der im Auslieferungszustand sich hinten befindliche 120mm Spectre Lüfter wanderte nach vorne an den noch freien Lüfterplatz. Zudem wurde hinten ein 120mm Spectre Pro LED Lüfter installiert
    3. oben: im Deckel wurden zusätzlich zwei 140mm Spectre Pro LED Lüfter installiert (hintere an 12V vordere per Molexadapter mit 7V)
    4. unten: im Boden wurde ein zusätzlicher 120mm Spectre Pro LED Lüfter installiert, womit nun auch alle Lüfterplätze belegt sind


    • idle: Windows Desktop ohne weitere laufende Programme außer den Programmen aus dem Autostart wie Virenscanner, Steam usw.
    • Prime: Prime95 im InPlace large FFT mit 8 Threads bei 3,5 GHz CPU Takt
    • Heaven: Unigine Heaven in Version 4.0 mit auf 100% fixiertem GPU-Lüfter zur besseren Vergleichbarkeit der Messwerte



    10.2 Lüfter
    Nun noch ein paar Worte zu den Lüftern



    • 120mm Spectre
      Der Lüfter ist für mich praktisch nicht hörbar im idle Betrieb, so lange man nicht gerade das Ohr vor den Lüfter hält. Es gibt weder Schleifgeräusche noch sontiges. Das ist also sehr leise, man spürt aber auch keinen all zu starken Luftzug.
      Airflow (CFM): 43,5 +-10%
      Noise (dB-A): <20
      Air Pressure (mmH20): 0,62


    • 120mm Spectre Pro LED
      Der Lüfter hat, wie in meinem Fall, 4 blaue LEDs, die helles, aber auf keinen Fall grelles Licht erzeugen. Der Lüfter ist im Gegensatz zum Spectre im idle Betrieb. Der Ton ist dabei recht tief und leise, was ich als angenehm und nicht störend bezeichnen würde. Der Luftzug im eingebauten Zustand hinten ist deutlich! stärker als beim normalen Spectre.
      Airflow (CFM): 56,22 +-10%
      Noise (dB-A): 18,9
      Air Pressure (mmH20): 1,24
    • 140mm Spectre Pro LED
      Zur Beleuchtung gibt es keinen Unterschied zur kleineren Version. Ebenso gibt es auch hier kein Lagerschleifen oder sonstiges. Das allgemeine Lüfterrauschen ist dagegen deutlich! ausgeprägter. Silent ist definitiv etwas völlig anderes. Die beiden 140mm Lüfter im Deckel erzeugen zusammen ein deutliches sonores Rauschen, welches zumindest für mich bereits störende Züge im idle Betrieb annimmt, wenn Sie mit 12V mit voller Drehzahl laufen. Eine Reduzierung der Betriebsspannung wäre hier sicherlich angebracht. Leider liegen entsprechende Adapter dem Lüfter nicht bei und auch Es liegen Adapter bei, und es handelt sich sogar um 7V Adapter, dies war mir leider entgangen, da ich eine falsche Pinbelegung für Molex im Kopf hatte. Danke an dieser Stelle für den Hinweis! Was allerdings bestehen bleibt ist der Umstand, das man die Molexstecker nicht in Reihe ineinander stecken kann, macht die Sache nicht gerade einfacher. Für 2 Lüfter benötigt man somit 2 Molex-Stecker. Hier gibt es sicherlich elegantere Lösungen, die es ermöglichen zwei Molex-Lüfteradapter an einem Molex-Stecker zu betreiben.
      Hier noch ein Bild eines entsprechenden Molex, der eine Mehrfachbelegung eines Molexsteckers ermöglichen würde.

      Der Luftzug über den Lüftern am Deckel ist auch überraschend schwach, lässt sich aber vermutlich damit erklären, dass die Lüfter eben die Luft aktiv nach oben, also vertikal, befördern müssen, und nicht nur horizontal.
      Airflow (CFM): 86,73 +-10%
      Noise (dB-A): 22,8
      Air Pressure (mmH20): 1,38


    10.3 Messungen

    Kommen wir nun zu den Messwerten. Es wurde bei allen Messungen jeweils ca 30 Minuten gewartet, um sicher zu gehen, dass die Endtemperatur erreicht wurde. Zudem wurde die Raumtemperatur am Anfang und am Ende der Messung protokolliert, um die Temperaturen entsprechend normieren zu können. Es handelt sich also bei allen angegebenen Temperaturen nur um die Deltawerte zwischen Messwerte und Raumtemperatur. Bei allen Messwerten sollte, obwohl bei den Idle&Prime95 Messungen über 30 und bei Heaven über 300 Sekunden/Messwerte gemittelt wurde, von einer Unsicherheit von +/- 1 °C ausgegangen werden.

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    Wie man sieht, bringt der 120mm Spectre Pro hinten inkl des nach vorne gewanderten 120mm Spectre wie bereits im ursprünglichen Test vermutet eine deutliche Verbesserung der HDD-Temperaturen, aber alle anderen Temperaturen bis auf die des Motherboard Sensors konnten gesenkt werden.
    Die 140mm Lüfter im Deckel brachten zwar bei den HDD keine nennenswerten weiteren Temperatursenkungen mehr, insbesondere aber die Nortbridge, CPU und Motherboard konnten aber deutlich von diesen profitieren. Dies liegt daran, dass sich ein vertikaler Luftzug ausbildet und somit die entsprechenden Kühlkörper deutlich effizienter macht. Gerade die Mainboardkühlung ist auf einen horizontalen Luftzug durch die Ausrichtung der Kühlfinnen ausgelegt. Da die Temperaturen im Idle aber eh bereits recht tief sind, und auch die Festplatten, welche hier am interessantesten sind, praktisch kaum profitieren, ist die zusätzliche Lautstärke durch die voll drehenden 140mm Lüfter nicht gerechtfertigt in dieser Situation.
    Der 120mm Lüfter im Boden brachte keine weitere Verbesserung, eher sogar eine Verschlechterung der Temperaturen-

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    Auch hier sieht man wieder einen deutlichen Nutzen durch den zusätzlichen 120mm Lüfter hinten.
    Der Temperaturanstieg bei HDD5 mit dem 140mm Lüfter ist wohl auf einen Festplattenzugriff durch Steam oder Dergleichen zurück zu führen und sollte daher ignoriert werden.
    Auch bei reiner CPU-Last zeigt sich der untere 120mm Lüfter eher als hinderlich.

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    Die niedrigeren GPU Temperaturen allein durch den einen 120mm Spectre Pro sind absolut überraschend und verblüffend! Hier zeigt sich eindeutig, dass die Standardlüfterkonfiguration für eine High-End-GPU mit Axiallüfterdesign, welches einen Großteil der warmen Abluft im Gehäuse verteilt völlig unzureichend ist.
    Die 140mm Lüfter bringen erneut wieder gewisse Temperaturvorteile, aber auch hier muss wieder gesagt werden, dass die zusätzliche Lautstärke im Idle es eigentlich nicht rechtfertigt die Lüfter mit 12V zu betreiben, wobei man deutlich sagen muss, dass unter GPU-Last die Lüfter im Deckel nicht mehr wirklich heraus zu hören sind, und somit das Gesamtsystem sogar etwas leise werden kann, da die GPU-Lüfter etwas langsamer drehen könnten. Der Idle-Zustand ist aber meiner Meinung nach so aber leider nicht vertretbar. Hier bedarf es also einer Absenkung der Lüftergeschwindigkeit.
    Bei GPU-Last dreht sich das Bild bzgl. des 120m Lüfters im Boden. Die Temperaturen sinken nochmals leicht. Hier spielt die Lautstärke auch keine Rolle, da der Lüfter auch im Idle praktisch nicht ins Gewicht fällt, da der Lüfter im Heck dominiert.

    10.4 Fazit

    Wer potente Hardware in einem Bitfenix Ronin betreiben will, sollte definitiv noch einen weiteren 120mm Lüfter kaufen, und den standardmäßig hinten verbauten 120mm Spectre nach vorne verlegen. Die hierdurch erreichbaren niedrigeren Temperaturen sind gewaltig, und das bei praktisch vernachlässigbarer Erhöhung der Lautstärke.

    Die paar Euro für einen zusätzlichen Lüfter sollte aufgrund dieses Tests meiner Meinung nach JEDER! aber wirklich JEDER! aufbringen. Die Vorteile sind wirklich immens und in dieser Höhe auch absolut nicht zu erwarten gewesen. Es ist daher für mich auch etwas unverständlich, warum Bitfenix hier an einem Lüfter für die Front spart, zumal sogar eh bereits der Staubfilter für diesen Lüfterplatz sogar beigelegt wird.

    Ich möchte an dieser Stelle Bitfenix nochmals für die Bereitstellung der Lüfter danken und bin auch der Meinung, dass es sich definitiv gelohnt hat, die Lüftersituation nochmals genauer zu Beleuchten. Ich hoffe euch hat dieser Nachtest gefallen und nützliche Informationen beschert.

    Ein weiterer Dank geht auch an FinalWire, die es mir dank einer AIDA64 Extreme Edition Lizenz, erst ermöglichen, euch diese detailierten Tests zu erstellen.

    Ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen.

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  2. #2

  3. #3
    Avatar von skyscraper
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Du hast 40.000 (in Wörtern: Vierzigtausend (!)) Zeichen geschrieben?! Alta Verwalta, da kann ich nicht mithalten. Respekt

  4. #4
    Avatar von Skysnake
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Danke, aber Quantität ist nicht gleich Qualität

    Die Verlinkung auf die Vollansichtbilder muss ich z.B. noch einfügen, genau wie das Menü, aber dafür habe ich vor dem 12. einfach keine Zeit mehr. Das wird dann die Woche danach noch stück für stück nachgetragen.

  5. #5
    Avatar von skyscraper
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Ich befürchte aber, dass einige Leute zu faul sind, so viel zu Lesen. Das musst Du handeln

  6. #6
    Avatar von Skysnake
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Naja, das ist mir egal, ob die Leute alles lesen oder nicht.

    Jeden interessiert ja etwas anders. Soll jeder das lesen, was ihn interessiert.

    Deswegen gibts ja auch am Ende ein Fazit, das wird wohl jeder lesen

  7. #7
    Avatar von GoldenMic
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Soll ich den Test jetzt durchlesen oder sagst du mir Bescheid wenn die geplanten Änderungen drin sind?
    Bisschen viel für 2 mal lesen
    ​

    Hobbyfotograf: www.instagram.com/micgphotography

  8. #8
    Avatar von beren2707
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Der Test ist mir bislang komplett durchgerutscht, mea culpa.
    Als lesefreudiger Mensch bin ich von deinem Test wirklich sehr angetan und finde ihn absolut klasse. Du hast umwerfend ausführlich sämtliche Details betrachtet sowie die Stärken und Schwächen des Gehäuses deutlich gemacht.
    i7-4770K @ LM + Noctua NH-D15 | RX Vega 56 Pulse UV+OC | GA-Z87X-D3H | Mushkin Blackline 32GB 2400 MHz CL11 | 256GB SSD + 1TB SSD intern; 8TB HDD + 4TB HDD extern | Elac AM 150 & Philips Fidelio X2 @ S.M.S.L M3 | bq! E10 500W | Gelid DarkForce | BenQ XL2735 | G403 Wireless + Wooting Two | Win 10 Pro x64 | Konsolen: PS1 fat + PS2 slim + PS3 slim+ PS4 Pro; SNES + WiiU | Handheld: DS Lite + 3DS XL


  9. #9
    Avatar von Westcoast
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    danke für die mühe, aber ich finde den test bischen zu ausführlich. zumal es um ein gehäuse geht und nicht um eine aktuelle grafikkarte. lach
    Intel I7 6700K ;EVGA GTX 1070 SLI FTW ; GIGABYTE Z170X Ultra ; 16GB Teamgroup Dark Series 3000MHZ; Samsung 830 256GB ; Intel Postville 160gb G2 ; Windows 10 64bit
    ASUS
    PG279Q ; XFI Titanium Fatal1ty ; Seasonic X650 KM3 ; Corsair Vengeance K70 MX Red ; Razer Deathadder Chroma; Thermaltake Armor+ ; Alpenföhn K2

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  10. #10
    Avatar von Skysnake
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    AW: [Lesertest] Bitfenix Ronin

    Zitat Zitat von GoldenMic Beitrag anzeigen
    Soll ich den Test jetzt durchlesen oder sagst du mir Bescheid wenn die geplanten Änderungen drin sind?
    Bisschen viel für 2 mal lesen
    Du kannst ruhig lesen, es gibt nur "Komfortänderungen".

    Also verlinktes Inhaltsverzeichnis und verlinkte Bilder zur Vollbildversion. Das wars eigentlich. Das dauert halt nur ewig...

    @Westcoast:
    Ein Gehäuse kauft man aber oft auch nur alle 5+ Jahre, viele sogar nur alle 10-15 Jahre Da verdient es das Gehäuse dann auch einen ausführlichen Test zu bekommen. Sonst ärgert man sich über Jahre hinweg...

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