1. #1

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    Kühler TDP vs Prozessor TDP

    Die für die aktuellen Prozessoren angegebenen TDP Werte haben ja bekanntermaßen wenig mit der Praxis zu tun und geben im besten Fall die Verlustleistung im Basistakt an.
    Was die von vielen Kühlerherstellern angegeben TDP Werte bedeuten, kann ich nur raten.

    Wenn ich jetzt versuche, einen passenden Luftkühler für z.B. einen moderat übertakteten 9900k (95W TDP) oder 3900x (105W) zu finden, könnte ich natürlich einfach einen der größten Kühler mit ~220W TDP bestellen und hoffen, dass es noch für eine ausreichende Kühung bei moderater Lautstärke reicht (wird es wohl).
    Angesichts der in der Praxis durchaus auf über 200W ansteigenden Verlustleitung der Prozessoren würde ich aber gerne einen groben Anhaltspunkt haben, wie das Ergebnis aussieht oder ob ein 120W TDP Kühler trotzdem ausreichend wäre, weil die CPUs eben mit ihrer "offiziellen" TDP darunter liegen?

    Gibt es eigentlich Normen für die TDP Berechnung der Kühler?

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  2. #2
    Avatar von interessierterUser
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    AW: Kühler TDP vs Prozessor TDP

    Herzlich willkommen im Forum,

    beide Angaben sind willkürliche Zahlen. Du kommst nicht drum herum, Tests zu lesen und selber zu vergleichen.
    Ebenso darfs Du die Gehäusebelüftung nicht vernachlässigen, denn je nach Abwärme der Grafikkarte kann es mit
    den Spielstunden im PC merklich wärmer werden.

  3. #3
    Avatar von IICARUS
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    AW: Kühler TDP vs Prozessor TDP

    Den 9900K wirst du nur auf Stock mit 95 Watt betreiben können, das bedeutet... er müsste auch mit 95 Watt dicht machen. Mit 95 Watt laufen im Grunde alle normalen Anwendungen und Spiele. Dabei taktet der Prozessor zwischen 4,7 GHz und 5 GHz. Jedoch gibt es Szenarien wie z.B. Video bearbeiten oder Benchmark wo der Prozessor die 95 Watt überschreiten würde. In so einem Fall würde wenn die 95 Watt fest gesetzt sind runter takten auf etwa 4000-4100 MHz. Natürlich auch mit Stresstests die sogar bis zu 250 Watt ziehen können.

    Mit OC kommt es ganz darauf an wie viel Spannung vergeben wird und wie hoch die Auslastung ist. So kann ich z.B. für mein Prozessor 1,225v für 5 GHz auf alle Kerne unter Last anliegen haben und in BF5 bleibe ich trotzdem noch bis 95 Watt. Gehe ich aber auf 1,300v oder mehr dann komme ich schon zwischen 100-120 Watt. Mit meinen 1,225v komme ich auch mit Video Bearbeitung auf etwa 130-140 Watt.

    Aus diesem Grund würde ich ein Kühler immer größer dimensionieren damit mit hoher Leistung auch noch genug reservieren vorhanden sind und ggf. die Lüfter auch langsamer laufen können.

    Zu AMD kann ich nicht viel mit beitragen, da ich nur von meinem 9900K berichten kann.
    Im Allgemeinem ist es so das je nach Leistungsaufnahme und der Spannung was vergeben wird das TDP laut Herstellerangaben immer überschritten wird.
    Die 65 Watt bzw. 105 Watt werden daher auch bei AMD überschritten. Der 3900X kommt auch bis zu 150 Watt, zumindest was ich dazu schon gelesen habe.

    Siehe dazu:
    Zitat Zitat von Incredible Alk Beitrag anzeigen
    Die Kühlung macht obenrum nicht mehr so viel aus. Egal ob du jetzt mit ner AiO oder mit nem wirklich fetten Luftkühler ankommst - ein 3900X der bemerkt "hey ist bin noch kühler als 95°C!" wird 150W rausdrücken und alles was an Takt geht ausfahren wenn entsprechende Last da ist. Da kommste mit ner starken AiO oder nem fetten NH-D15 vielleicht bei 75-80°C raus, bei nicht ganz so extremen Kühlern (wie etwa meinem Brocken 3) sinds halt 5-8 Grad mehr.

    Ob die CPU aber unter Vollast jetzt 70, 80 oder 90°C hat macht im Boost so gut wie nichts aus, sprich wir reden hier vcon vielleicht 200 MHz, das kannste vergessen. OPb ich unter Dauervollast jetzt 4025 oder doch 4075 MHz habe ist in der Praxis so wichtig wie der chinesische Sack Reis.

    Die tatsächlichen Taktraten bei mir bei realer großer Last (siehe oben) bewegen sich übrigens zwischen 3825 und 4575 MHz - wobei 95+% der Zeit die CPU sich zwischen 3950 und 4200 MHz bewegt. Die Ausreißer nach oben und unten kommen von einem akuten Schwall AVX-Instruktionen (dann gehts kurz unter 4 GHz) oder ein paar Threads haben mal nichts zu tun (dann boosten die verbleibenden entsprechend höher).

    Übrigens habe ich an der Stelle, wie Roman in seinen Videos schon gezeigt hat, ebenfalls die 4600 MHz niemals gesehen. 4575 peak war das hächste was der HWMonitor als Maxwert mitgeloggt hatte. Die 4500 MHz sieht man aber bei leichter Last (surfen, YouTube, mal ne MP3 konvertieren und sowas) regelmäßig.
    Thema: Verfügbarkeit Ryzen 3000
    Geändert von IICARUS (21.07.2019 um 11:43 Uhr)
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  4. #4
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    AW: Kühler TDP vs Prozessor TDP

    Es kommt drauf an was du machst, oc oder no oc.
    für letzteres kannste dich an den tdp werten Orientieren aber bedenke das es nicht automatisch in kühlen temps und niedrigen lüfterdrehzahlen resultiert. Besser einen kühler nehmen der eine größere tdp wegkühlen kann als 1:1 zur cpu.
    übrigens kannst du eine cpu auch noch optimieren mit undervolting, spart Strom und endet in kühleren temps und niedriger Lüfterdrehzahl.
    Ryzen 3600#C6H#Predator RGB 4000MHz CL19 16GB#​RX 480 Strix#M.2 960 Evo#Seasonic Prime Gold 750W#AG272FCX#Lian Li O11 Air#Logitech G810/G Pro#Win10 Pro

  5. #5

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    AW: Kühler TDP vs Prozessor TDP

    Danke euch für die schnellen und hilfreichen Antworten. Am Ende kauft man natürlich lieber zu viel Kühlleistung als gerade so ausreichend und lässt sich dann eben überraschen wie hoch die Lüfter drehen müssen, um eine akzeptable Temperatur zu halten.

    Mir als Ingenieur und Marketing-Hasser widerstrebt dieses vage rausposaunen von möglichst hohen (Kühler) oder möglichst niedrigen (CPU) Angaben allerdings, das liesse sich sicherlich exakter angeben.

    Was soll's, kommt halt so ein Brocken drauf und dann mal sehen.

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  6. #6
    Avatar von interessierterUser
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    AW: Kühler TDP vs Prozessor TDP

    Zitat Zitat von _wNz_ Beitrag anzeigen
    Mir als Ingenieur und Marketing-Hasser widerstrebt dieses vage rausposaunen von möglichst hohen (Kühler) oder möglichst niedrigen (CPU) Angaben allerdings, das liesse sich sicherlich exakter angeben. .
    Naja, man muss die Randbedingungen kennen. Es ist wie mit dem Normverbrauch der Fahrzeugen. Auch das ist zum Vergleich ok, hat aber wenig mit "realen" Zuständen zu tun, was auch immer "real" sein soll. Die Nordschleife ist es ebenso wenig "real". In der Regel wirst du merklich unter der angegeben TDP der Prozessoren bleiben, denn in Spielen limitiert eigentlich immer die Grafikkarte, Es sind vor allem Anwendungen mit Nutzung der AVX Kerne und Benchmarkprogramme, die absurde Leistungen ziehen. Die Kühler widerum leben von hoher Temperaturdifferenz. Wenn eine verlötete CPU 90°C warm ist, dann zerren die Kühler auch was weg. Unser Ziel ist es aber, eine kühle CPU zu haben, weil Rechnenfehler minimiert werden und die Haltbarkeit leicht steigt.

    Als Daumenwert kann man sagen: Der Kühler sollte einen doppelt so hohen Nominalwert haben, wie die CPU. Aber eigentlich sind die Werte zu willkürlich in Bezug auf unsere individuellen "realen" Einsatzzwecke.

    Zitat Zitat von _wNz_ Beitrag anzeigen
    Was soll's, kommt halt so ein Brocken drauf und dann mal sehen.
    So groß müssen gute Kühler gar nicht sien, auch mit 120mm gibt es sehr gute Kühlleistung, ein Fuma z.B. ist sehr gut und auch ein Mugen 5 reicht für alles ohne großes Übertakten.
    CPU-Kühler mit Hersteller: Scythe
    ...

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