1. #1
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    Rotes Gesicht (User review) G.Skill Trident Z Royal DDR4-4000C17D-16GTRS Overclocking Test

    Hallo und herzlich willkommen zu meinem kurzen Testbericht des 2x8GB G.Skill Trident Z Royal DDR4-4000 C17-17-17-37 1,35v Speicherkits.

    Produktlink

    1. Optik und Spezifikationen

    Die G.Skill F4-4000C17D-16GTRS werden in einer neu entworfenen Verpackung geliefert. Es handelt sich um eine schwarze Aufklappbox mit gleichfarbiger Banderole mit „G.Skill Trident Z Royal“ Schriftzug mit Farbwechseleffekten. Zusätzlich ist auf der Vorderseite das Firmenlogo, die Rückseite zeigt die Firmeninformationen sowie das klassische Label mit Spezifikationen, Modellnummer und Serien-Nummern welches wir von G.Skill kennen. Das Öffnen der Box enthüllt zuerst lediglich einen Sticker sowie ein Reinigungstuch für die Heatspreader, dann sehen wir allerdings darunter die Module in einer sicheren schwarzen Schaumstoff-Einlage.
    Die Sticks selbst verwenden die klassischen Trident Z Kühlkörper – allerdings komplett neu gestaltet. Statt des üblichen gebürsteten Aluminiums sehen wir eine polierte verspiegelte silberne Oberfläche, die Aufsätze für die Lichteffekte sind aus transparentem Kunstoff mit kristallartigem Aufbau. Im Gegensatz zu den normalen RGB-Modellen verwendet die Royal-Serie auch 8 LEDs gegenüber 5, durch die Lichtbrechungseffekte entsteht eine völlig neuartige und selbst für RGB-Skeptiker wie mich sehr attraktive Form der Beleuchtung. Diese ist durch die hauseigene Royal-Software von G.Skill steuerbar und individuell anpassbar.
    Die Platine ist schwarz, ein kurzer Blick auf den Taiphoon-Brenner zeigt uns dass die verwendeten Chips von Samsung hergestellt werden, die sogenannten B-Die-ICs, wobei acht Chips auf einer Seite der Platine verwendet werden, eine Standardkonfiguration, die heutzutage auf praktisch allen 8 GB-Sticks mit höherem Bin besteht. Bei der visuellen Inspektion erkennet man dann, dass eine sogenannte Short-Trace-Platine, auch als A2-Layout bezeichnet, verwendet wird. Dies bedeutet, dass der Abstand in der Mitte zwischen Chip 4 und 5 größer ist als bei älteren klassischen Layouts A1. Dies ist heutzutage immer häufiger der Fall und soll den Spannungsbedarf für Hochfrequenz optimieren



    Datenblatt:

    Series Trident Z Royal

    Memory Type DDR4

    Capacity 16GB (8GBx2)

    Multi-Channel Kit Dual Channel Kit

    Tested Speed 4000MHz

    Tested Latency 17-17-17-37

    Tested Voltage 1.35v

    Registered/Unbuffered Unbuffered

    Error Checking Non-ECC

    SPD Speed 2133MHz

    SPD Voltage 1.20v

    Fan lncluded No

    Height 44 mm / 1.73 inch

    Warranty Limited Lifetime

    Features Intel XMP 2.0 (Extreme Memory Profile) Ready

    Additional Notes Rated XMP frequency & stability depends on MB & CPU capability.



    2. Tests und Übertakten

    Methoden- und Testsysteme

    Das Kit wurde unter anderem mit Geekbench3, Intel XTU Benchmark und Superpi 32m unter Windows getestet. Abgesehen davon mussten alle Einstellungen, die für den täglichen Gebrauch in Ordnung sind, DOS Memtest bestehen, welches Fehler unabhängig von der CPU oder anderen Hardware- oder Softwareeinflüssen zeigt und seit langem die erste Wahl ist, um den Speicher selbst zu überprüfen. Wir verwendeten 64-Bit-Betriebssysteme, ohne Maxmem (unbegrenzte Verwendung des Speichers).

    Hardware

    Asus Maximus Apex XI Z390
    Intel Core i5-8600K/ Core i7-8086K mit AIO-Kühlung
    2x8GB G.Skill Trident Z Royal DDR4-4000C17-17-17-37 1,35v (F4-4000C17D-16GTRS)
    Seasonic Focus 1050W

    Für die Low-Timing-Pro-Benchmark-Tests haben wir Windows 7x64 und 10x64 mit Maxmem auf 4000 MB verwendet. Dies ist erforderlich, da bei höheren Spannungen und niedrigen Timings B-die basierte Rams Stabilitätsprobleme bei voller Speicherausnutzung bekommen.


    Ergebnisse für 1,35-1,50v (24/7 Übertaktung)

    Nach einem Test auf das zertifizierte XMP von DDR4-4000 C17 starteten wir mit ersten ernsthaften Tests. Dabei zeigte sich ein durchaus beeindruckendes Bild, 4133C17 bis 4200 mit gleichen Timings waren problemlos stabil bei 1,35v.
    Anzumerken ist hierbei das wir die Sub-Timings im BIOS aus Gründen der Nachvollziehbarkeit größtenteils auf Auto ließen, es ist allerdings ohne Spannungserhöhung möglich diese zu verschärfen.

    Wir arbeiteten uns dann weiter hoch, von DDR4-4266 über 4300, 4400 und 4500 landeten wir schliesslich bei DDR4-4600 Cl17-17-17-38 2T und 1,5v. Mit gleicher Spannung erreichten wir auch noch DDR4-4700 C18-18-18-42 2T stabil, dann war für unseren IMC für täglichen Einsatz das Ende erreicht und wir erhielten Memtest-Fehler unter DOS unabhängig von Spannung und Timings.



    Ergebnisse für 1,5v+ im wettbewerbsmäßigen Benchmark-Einsatz

    Wie Anfangs erwähnt verwendet das von uns getestete Kit ein PCB im A2-Layout. Vor- und Nachteile sind oft erörtert worden, kurz gesagt ist es damit schwieriger stabile Frequenzen von DDR4-4000C12 und darüber zu erreichen aber auf der anderen Seite sind Frequenzen von DDR4-4800C14 beispielsweise machbar. Bei unseren Ergebnissen ist einzubeziehen, dass wir wegen des Layouts und unseres nicht zu starken Speichercontrollers alle Tests mit Command rate 2T und leicht entschärften Sub-Timings gegenüber A1 Layout durchführen mussten.
    Diesen Problemen zum Trotz erreichten wir deutlich bessere Ergebnisse als erwartet, so liefen Geekbench3, XTU und Super PI 32m mit ddr4-4000 12-11-11-28, DDR4-4133 12-11-11-28 2t und wir waren auch in der Lage Cinebench 11.5 and 15 auf DDR4-4266 C12 laufen zu lassen, Geekbench 3 lief da allerdings nicht mehr, was wir vor allem auf eine Plattformschwäche zurückführen da Gegentests mit anderen, pretested A2 Kits das gleiche Resultat zeigten.


    Wir führten dann noch kurz einige Tests auf das akteull so gehypte DDR4-4800 C14-14-14-28 Setting durch und waren problemlos in der Lage Geekbench3, XTU und Super Pi 32m laufen zu lassen. Angesichts der enormen Spannungen die der Speichercontroller dafür benötigte verzichteten wir auf weitere Versuche, allerdings skalierte der Speicher in allen Tests noch deutlich höher mit Spannung.



    3. Schlussfolgerung und letzte Gedanken

    Unser, und in diesem Fall explizit mein Fazit, ist relativ einfach. Obwohl mir klar ist, dass die G.Skill Trident Z Royal extrem polarisieren kann ich sie im Bereich Leistung und Verarbeitung vorbehaltlos empfehlen. PCB und Heatspreader sind sauber und hochwertig verarbeitet, der kristallin geformte Kunststoffaufsatz für die Lichtbrechungseffekte ist meiner Ansicht nach die einzige praktikable Lösung um diese zu erreichen, und die verwendeten ICs von Samsung sind gut selektiert und extrem leistungsfähig.
    Ob man Freund oder Feind der RGB-Technik und des Designs der Royals im speziellen ist liegt im subjektivem Geschmack, aber DDR4600C17 und 4700C18 mit 1,50v sind durchaus eine Ansage und dass wir auf dem Weg auch problemlos Werte wie DDR4-4400 C16-16-16-36 antesten konnten ebenso. Was deutlich zu sagen ist, nicht jeder Speichercontroller und erst Recht nicht jedes Mainboard werden in der Lage sein, auch nur annähernd an diese Werte heranzukommen, aber das Potential dieser Speicher ist deutlich und extrem hoch. Dazu kommt das DDR4-4000C17-17-17 bereits eine Spezifikation ist welche im Moment ausschliesslich G:Skill anbietet. Das alles hat seinen Preis, aktuell am 12.02.2019, ist dieses Kit beim billigsten Anbieter des Preisvergleichs Geizhals.at mit ca 325 Euro gelistet, was ca. 15 Euro über der klassischen C17 und 50 Euro über der C18-RGB-Variante des gleichen Herstellers liegt. Ob man als Enthusiast bereit ist diesen Preis zu zahlen ist eine persönliche Entscheidung, persönlich bin ich der Meinung er ist es wert.
    Wer sich selber ein Bild der Optik und der Royals im Einsatz machen möchte, unter anderem bei Youtube (Kreativecke) sowie bei G.Skill Deutschland auf Facebook sind Videos zu finden die einen kleinen Eindruck dazu vermitteln.

    Pro:
    -sehr gute Verarbeitung
    -großes Übertaktungspotential
    -einzigartige Optik in der Kombination Heatspreader/Lichteffekte
    -Gute Garantiebedingungen

    Kontra:
    -Qualität und Einzigartigkeit haben ihren Preis

    Vielen Dank an G.Skill für das Test-Sample, G.Skill Deutschland und vielen Dank an alle für das Lesen des Tests sowie eventuelles Feedback
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