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  1. #21
    Avatar von craxity
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    AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

    Ich muss jetzt hier Stellung nehmen und ein paar Argumente für die verschiedenen Sockel anführen.
    Es ist sicherliche keine Bauernfängerei seitens Intel. Ihr müsst bedenken, dass der allergrößte Teil der verkauften CPUs in Komplettrechner verbaut wird, die niemals aufgerüstet werden. Man könnte da die CPUs auch verlöten, aber der Sockel macht die Konfiguration für die Systemhersteller einfach. Der Markt für Aufrüster und selbst zusammengestellte Rechner macht nur einen sehr kleinen Bruchteil aus. Geht man von diesen Grundverständnis des PC-Marktes aus, ist es doch klar, dass es verschiedene Sockel geben muss. Wenn ich einen Komplettrechner für 400€ zusammenbauen will, muss das Mainboard möglichst günstig sein. Es muss möglichst wenige Layer haben. Wenn ich aber einen Server oder eine Workstation bauen will, ist der Preis nicht so wichtig, weil mit diesen Systemen auch viel Geld verdient wird. Da kommt aus auf die Leistung an.

    Wenn hier der Sockel775 so gefeiert wird, kann ich das eigentlich garnicht verstehen. Zwar ist der Sockel unverändert geblieben, aber es gab unzählige Veränderungen an der gesammten Plattform. Soweit ich mich erinnere fing es doch mit DDR2-667 und FSB 533 an und ging dann über FSB 800, FSB 1066, FSB 1333 bis zu FSB 1600. Es gab 6 Genarationen von Chipsätzen. Es gibt kein ursprünglich eingeführtes Board, das auch nur halbwegs aktuelle Prozessoren aufnimmt. Es liegt ja auch auf der Hand: Wenn sich die Fertigungstechnik weiterentwickelt, brauchen CPUs weniger Strom. Die Mainboards können einen weiten Spannungsberreich aber nicht effektiv liefern. Es müssen andere Spannungswandler her. Dass es bei AMD scheinbar anders aussieht, ist nur ein Trugschluss. Neue CPU laufen auch nur auf relativ neuen Boards. Es läuft ja nicht jeder AM3-Prozessor auf jedem AM2-Board. Und wenn doch, dann gibt es Limitierungen bei der Anbindung oder den restlichen Komponenten. Ich würde zB keinen Phenom II 965 auf eine Noard mit der SB600 draufsetzen auch wenn er darauf läuft...

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  2. #22
    Avatar von ruyven_macaran
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    AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

    Zitat Zitat von Timelezz Beitrag anzeigen
    Ich wäre für einen Sockel ähnlich wie des S755 ; mit Conroe angefangen und mit Penryn aufgehört und die Zeitspanne beträgt sicher 3 oder mehr Jahre.
    Der So775 wurde nicht vor 3 Jahren mit Conroe, sondern vor über 5 Jahren unter Prescott eingeführt. (damit war er sogar länger im Einsatz, als der Sockel A und hat Chancen, sogar noch den Sockel 7 zu schlagen)
    Solche Zeitskalen sind mit IMC und sogar integriertem PCI-E aber kaum noch zu erwarten. Dafür braucht man die Flexibilität eines FSB.

    Zitat Zitat von craxity Beitrag anzeigen
    Wenn hier der Sockel775 so gefeiert wird, kann ich das eigentlich garnicht verstehen. Zwar ist der Sockel unverändert geblieben, aber es gab unzählige Veränderungen an der gesammten Plattform. Soweit ich mich erinnere fing es doch mit DDR2-667 und FSB 533 an und ging dann über FSB 800, FSB 1066, FSB 1333 bis zu FSB 1600. Es gab 6 Genarationen von Chipsätzen. Es gibt kein ursprünglich eingeführtes Board, das auch nur halbwegs aktuelle Prozessoren aufnimmt. Es liegt ja auch auf der Hand: Wenn sich die Fertigungstechnik weiterentwickelt, brauchen CPUs weniger Strom. Die Mainboards können einen weiten Spannungsberreich aber nicht effektiv liefern. Es müssen andere Spannungswandler her.
    FSB800 gab es bereits für den So478 und wurde von Anfang an für So775 genutzt (und das bis heute für die kleineren Pentiums und Celerons). FSB533 waren nur einige Modelle, die schon für ihre Zeit rückständig waren (von Nvidia wurden sie z.B. als so unbedeutend eingestuft, dass man den NF4ie als FSB800-only einführte... schlechte Entscheidung bezüglich der Publicity ). FSB1600 am anderen Ende gabs genau einmal. Damit bleiben FSB800, 1066 und 1333 - wobei 1066 bereits kurz nach Beginn für den Pentium 4EE 3,43 eingeführt wurde.
    An Speicher wurde anfangs auch DDR1 unterstützt und auch oft genutzt. (DDR2 533 war teurer und nicht schneller als DDR400)
    Bei der Stromversorgung gab es genau eine Änderung, mit der Einführung des Conroe wurde die Ansteuerung verändert und verfeinert (aber anfangs nicht im Bereich geändert. Prä-Conroe Boards konnten eigentlich die Spannungen liefern, die der Conroe brauchte.)
    Allerdings ist die neue Regelung abwärtskompatibel, so das einige der aktuellen Boards alle jemals für den So775 erschienen Prozessoren unterstützen. (Intel selbst hat den Support eingestellt und vallidiert die Chipsätze nicht mehr selbst. Aber da die Technik die gleiche ist, ist der Aufwand für die Mainboardhersteller praktikabel)

    Ein größeres Problem ist da schon die Chipsatzgestaltung:
    Angefangen hats mit i915/i925.
    Kurze Zeit später steigerte Intel eben den Takt des EE-Topmodells auf FSB1066, wofür der i925XE nötig wurde.
    Dann wurden die Pentium Ds eingeführt, für der Dual-Core kompatible i945 benötigt wurde. Merkwürdig dabei: Einige Hersteller haben auch So775 Boards mit dem alten i865 Chipsatz (aus So478 Zeiten) rausgebracht (wegen AGP-Unterstützung). Diese Unterstützten afaik heute alle den Pentium D, was mit 99,99%iger Sicherheit bedeutet, dass der i915/i925 künstlich beschnitten wurde, so dass Aufrüster zum Neukauf eines i945 Boards gezwungen wurde.
    Wer das dann hatte, konnte mit der Einführung der Pentium (D) 9x5-Extreme Edition nochmal auf den i955 aufrüsten, da nun Dual-Core und FSB1066 kombiniert wurden. (fairerweise muss man aber sagen: Intel hat bereits für den 840EE den i955 "zwingend" vorgesehen und die meisten Boardhersteller haben FSB1066 auf dem i945 ermöglicht)
    Dann kam als nächstes der i975/X975, für alle die zusätzlich noch Crossfire wollten. Diejenigen, die gleich das Intel-Board nahmen, waren damit dann auch eine Weile versorgt. Die meisten anderen mussten nach der Conroe-Einführung wieder ein neues Board kaufen (wahlweise mit 965 oder X975), weil eben die Spezifikationen der Spannungsversorgung geändert wurden.
    Mit der Erhöhrung auf FSB 1333 wurde dieses Päärchen dann offiziell durch P35/X38 abgelöst und mit der FSB1600 folgten P45/X48 (wobei der P45 immerhin die Crossfire-Möglichkeiten des X975 erhielt und damit einen echten Mehrwert gegenüber dem P35 bietet).

    Fazit: Den Sockel hat Intel kein einziges Mal angetastet, der 100% (abwärts)kompatibel
    Die Spannungsversorgung hat man einmal in 5 Jahren angetastet, was im Vergleich zu Slot1, So370, So423, So478, So754 und So940 für Desktop okay ist, ich aber bis heute nicht verstehe.
    Dank einer "geschickten" Chipsatzpolitik konnte ein So775-Nuter, der immer das beste wollte, musste aber im Worst Case bis zu 8 mal ein neues Mainboard kaufen. Wer sich anfangs zufällig richtig (ganz billig) und beim zweiten mal ordentlich was investiert hat (FSB1333 taugliches 965/975 Board), konnte aber die gesamte Bandbreite an non-Extreme-Versionen auch mit zwei Mainboards abdecken.

    (ich persönlich hätte es beinahe geschafft, den kompletten ****** So775 zu überspringen, aber ein dreiviertel Jahr vor So1156 / ~300€ vor So1366 musste mein ****** P4C800 den Geist aufgeben )
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    [Langzeittagebuch]Vom Flugzeug zum 0db-Wakü-PC; 31.8.11: Stufe 4.0 Fanless

  3. #23
    Avatar von Genghis99
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    AW: Warum Sockel 1156 UND 1366? Zurück zu einem Sockel für alle CPUs?

    Vllt. wäre es gar nicht so doof, den Speicherkontroller wieder aus der CPU herauszunehmen. Es gibt schnelle P2P Verbindungen (z.B. SATA, USB3.0) die einfach in die CPU zu integrieren wären, und mit geringem Aufwand an Leiterbahnen ein Viel-Kanaliges Interface ermöglichen (Also 8,16 oder 32 Kanäle zwischen Northbridge und CPU)
    Technologisch würde das Sinn machen, wenn immer mehr Kerne auf die - Northbridge zugreifen. Der Heutige 2 oder 3 Kanalige RAM Controller in den CPU könnte trotz Bandbreite mangels Parallelität zum Flaschenhals werden. Bei den Grafikkarten war das ja auch einer der Gründe zum Wechsel vom Parallelen AGP Bus zum PCIe Interface mit 8 bzw. 16 P2P Verbindungen.

    Auch der Aufwand an Leiterbahnen ist bei solchen Verbindungen viel geringer als bei einem 64 oder 128 Bittigen Speicherkontroller. Das lässt die Mainboards nicht zu Aufwendig werden (Layerzahl). Aus diesem Grunde glaube ich auch nicht, das 256 oder gar 512 bittige Speicherkontroller in der CPU die Lösung sind. Es wäre ein langer Signalweg und sehr viele störanfällige Hochfrequenz Leiterbahnen müssten solchen Speicher versorgen. Dazu käme nochmals eine störanfällige Verbindung im CPU Sockel. Lieber dann nur den Weg zur Northbridge so versorgen.

    Damit könnte man die Mainboards wieder "langlebiger" gestalten, wäre ein FSB Ersatz ohne Flaschenhals. Man darf eben nicht auf einem Fleck stehenbleiben. Der in die CPU integrierte Speicherkontroller hat ja nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel - wurde für die Athlon 64 mit einem oder 2 Kernen konzipiert. Das Intel diese Lösung erst mit der Corei Serie Eingeführt hat und gleich einen Dritten Kanal hinzugefügt hat - zeigt, das auch sie einen zukünftigen Flaschenhals dort vermuten.
    Geändert von Genghis99 (01.12.2009 um 07:59 Uhr)

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