1. #1
    Avatar von GoldenMic
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    Diverse Fragen

    Hallo Intel Mitarbeiter,

    hier ein paar Fragen die mich interessieren:
    1. Warum released man bei Ivy Bridge und Hawell die i3, Pentiums und Celerons so spät?
    2. Könnt ihr die TDP eines Prozessors ind verschiedene Bereiche aufteilen? Also Wieviel TDP der CPU, wieviel der IGP, wieviel den integrieren Spannungswandlern zur Verfügung usw.?
    3. Warum lässt man den Käufer nicht die Option auch eine non-K CPU per Referenz OC zu übertakten, obwohl man Straps nun auch beim Sockel 1150 eingeführt hat
    4. Warum gibt es keine Iris Pro Graphics 5200 für LGA Sockel?
    5. Ist ein Haswell i3 mit offenem Multiplikator vorstellbar?
    6. Bei Haswell erhöht Intel erstmals seit dem Core 2 die Anzahl der vorgelagerten Dispatch-Ports.
    6.1 In welchen Situationen verspricht man sich hiervon Performancevorteile bzw. welche Vorteile bringt dies für den Alltag?
    6.2 Welchen Vorteil bringt dies auch für SMT im Gegensatz zu meinem i7-870 oder einem anderen Quadcore i7 der letzten Generationen.


    Das wären erstmal meine Fragen. Sollte ich etwas unklar formuliert haben bitte darauf hinweisen.

    Danke für den Themenabend.

    Gruß,
    GoldenMic
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  2. #2

    AW: Diverse Fragen

    Hallo GoldenMic,

    1. Warum released man bei Ivy Bridge und Haswell die i3, Pentiums und Celerons so spät?
    Traditionell stellen wir zunächst die höherwertigen Prozessoren vor. Am Anfang einer neuen Prozessorgeneration läuft die Fertigung hoch und wir können den Bedarf an hochwertigen Prozessoren eher bedienen.
    Wenn die Fertigung dann voll hochgefahren ist, können wir auch die günstigeren Modelle auf die neue Generation umstellen.

    2. Könnt ihr die TDP eines Prozessors in verschiedene Bereiche aufteilen? Also Wieviel TDP der CPU, wieviel der IGP, wieviel den integrieren Spannungswandlern zur Verfügung usw.?
    Das würde wenig Sinn machen. Die TDP ist ja der Richtwert für die Kühlung des Prozessors. Und da es nur einen Kühler auf dem Prozessor gibt, geben wir nur eine TDP an.
    Die elektrische Leistungsaufnahme ist in den Datenblättern teils detaillierter angegeben.

    3. Warum lässt man den Käufer nicht die Option auch eine non-K CPU per Referenz OC zu übertakten, obwohl man Straps nun auch beim Sockel 1150 eingeführt hat
    Wir wollen die ganzen Übertaktungsoptionen in den K-CPUs bündeln.

    4. Warum gibt es keine Iris Pro Graphics 5200 für LGA Sockel?
    Die meisten Desktop-PCs ab einem gewissen Preispunkt haben sowieso eine diskrete Grafikkarte integriert und für AIOs, gibt es die BGA-CPUs.
    Wir sahen wenig Sinn darin, Desktop CPUs mit Iris Pro auszustatten, wenn die dann in der Regel durch die Grafikkarte ausgeschaltet wird.

    5. Ist ein Haswell i3 mit offenem Multiplikator vorstellbar?
    Vorstellbar ja, aber wohl eher unwahrscheinlich, dass der auf den Markt kommt. Obwohl, ich meine wir hatten sogal mal mit K-Versionen von Pentium Prozessoren in China experimentiert.
    Das ist aber Jahre her und wurde dann nicht weltweit übernommen.

    6. Bei Haswell erhöht Intel erstmals seit dem Core 2 die Anzahl der vorgelagerten Dispatch-Ports.
    6.1 In welchen Situationen verspricht man sich hiervon Performancevorteile bzw. welche Vorteile bringt dies für den Alltag?
    Die CPU-Architekten versuchen eine möglichst ausgewogene Architektur zu bauen. Eine Änderungen an einer Stelle erfordert oft eine Änderung an anderer Stelle um Sinn zu bringen.
    Am Ende kommt es auf das Gesamtpaket an. Welche Software konkret von diesen Änderungen profitiert kann ich aus dem Stand leider nicht sagen.

    6.2 Welchen Vorteil bringt dies auch für SMT im Gegensatz zu meinem i7-870 oder einem anderen Quadcore i7 der letzten Generationen.
    Das hängt konkret von der verwendeten Software ab. Es gibt kaum einen Benchmark, der nicht auf Haswell schneller läuft als auf gleichgetakteten älteren Prozessoren.

    Ich hoffe die Antworten helfen weiter.

    Viele Grüße,

    Christian

  3. #3
    Avatar von Skysnake
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    AW: Diverse Fragen

    Zitat Zitat von Christian Anderka Beitrag anzeigen
    6.2 Welchen Vorteil bringt dies auch für SMT im Gegensatz zu meinem i7-870 oder einem anderen Quadcore i7 der letzten Generationen.
    Das hängt konkret von der verwendeten Software ab. Es gibt kaum einen Benchmark, der nicht auf Haswell schneller läuft als auf gleichgetakteten älteren Prozessoren.
    Ja, der Knackpunkt ist halt wohl die etwas schlechtere Latenz des Ringbus durch die Entkopplung der Taktdomains.

  4. #4
    Avatar von biohaufen
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    AW: Diverse Fragen

    Das würde wenig Sinn machen. Die TDP ist ja der Richtwert für die Kühlung des Prozessors. Und da es nur einen Kühler auf dem Prozessor gibt, geben wir nur eine TDP an.
    Die elektrische Leistungsaufnahme ist in den Datenblättern teils detaillierter angegeben.
    Na gut, aber wenn man die IGP nicht benutzt wird sie ja deaktiviert. Für die jenigen könnte man doch eine "CPU only" TDP angeben oder ?

  5. #5
    Avatar von Skysnake
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    AW: Diverse Fragen

    Vor allem könnte man die iGPU ja für Computing nutzbar machen OpenCL kann Sie ja inzwischen, und mit dem eDRAM hätte man auch noch ein sehr sehr nettes Feature.

    Man würde sich dann aber wohl zu viel Konkurrenz im eigenen Haus zu den dicken Xeons machen

  6. #6
    Avatar von GoldenMic
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    AW: Diverse Fragen

    Hallo Christian,
    danke für die Antworten.


    Zitat Zitat von Christian Anderka Beitrag anzeigen
    Hallo GoldenMic,

    1. Warum released man bei Ivy Bridge und Haswell die i3, Pentiums und Celerons so spät?
    Traditionell stellen wir zunächst die höherwertigen Prozessoren vor. Am Anfang einer neuen Prozessorgeneration läuft die Fertigung hoch und wir können den Bedarf an hochwertigen Prozessoren eher bedienen.
    Wenn die Fertigung dann voll hochgefahren ist, können wir auch die günstigeren Modelle auf die neue Generation umstellen.
    Das ist nachvollziehbar, aber dennoch schade.
    Könnt ihr eigentlich sagen ob i3/Pentium/Celeron auf einen eigenen Die setzen?

    2. Könnt ihr die TDP eines Prozessors in verschiedene Bereiche aufteilen? Also Wieviel TDP der CPU, wieviel der IGP, wieviel den integrieren Spannungswandlern zur Verfügung usw.?
    Das würde wenig Sinn machen. Die TDP ist ja der Richtwert für die Kühlung des Prozessors. Und da es nur einen Kühler auf dem Prozessor gibt, geben wir nur eine TDP an.
    Die elektrische Leistungsaufnahme ist in den Datenblättern teils detaillierter angegeben.
    Das stimmt natürlich. Mir ging es eher darum ob man sich bei der Entwicklung an gewisse TDP Budgets zu halten hat. Gibt man dem Prozessor beispielsweise mehr Spannung geht das ganze ja nicht mehr wirklich auf.
    Mir ging es eigentlich auch eher darum, ob ihr sagen könnt welches TDP Budget die IGP für sich zur Verfügung hat und es hat mich eben interessiert ob man auch für die integrierten Spannungswandler ein gewisses Budget angesetzt hat. Schließlich hat ein i7 Haswell ja auch 7 Watt TDP mehr als ein i7 Ivy Bridge und mich würde interessierten inwiefern welcher Part des Produkts daran beteiligt ist.

    3. Warum lässt man den Käufer nicht die Option auch eine non-K CPU per Referenz OC zu übertakten, obwohl man Straps nun auch beim Sockel 1150 eingeführt hat
    Wir wollen die ganzen Übertaktungsoptionen in den K-CPUs bündeln.
    Finde ich für den Kunden nicht wirklich nachvollziehbar. Besonders, wenn man sich die Preise ansieht. Man könnte ja auch einen i5-4430 statt eines i5-4670k auf ~4,3 Ghz takten per Straps. Man hätte dann nur ~40€ gespart, weil man nicht zu der CPU mit offenen Multi greifen müsste und hätte dem i5-k ein wenig seiner Daseinsberechtigung entzogen.
    Allerdings würde es sicher nach wie vor Kunden geben die einen Prozessor mit offenen Multi bevorzugen.
    4. Warum gibt es keine Iris Pro Graphics 5200 für LGA Sockel?
    Die meisten Desktop-PCs ab einem gewissen Preispunkt haben sowieso eine diskrete Grafikkarte integriert und für AIOs, gibt es die BGA-CPUs.
    Wir sahen wenig Sinn darin, Desktop CPUs mit Iris Pro auszustatten, wenn die dann in der Regel durch die Grafikkarte ausgeschaltet wird.
    Wenn die IGP brach liegt braucht euch das ja nicht zwinden zu interessieren. Ihr habt sie ja dennoch verkauft.
    Allerdings würden sich da einige Optionen eröffnen, siehe Skysnake.
    Mich hat auch interessiert ob es hier eventuell technische Hürden gibt, auch bezüglich des On-Die-Rams.


    5. Ist ein Haswell i3 mit offenem Multiplikator vorstellbar?
    Vorstellbar ja, aber wohl eher unwahrscheinlich, dass der auf den Markt kommt. Obwohl, ich meine wir hatten sogal mal mit K-Versionen von Pentium Prozessoren in China experimentiert.
    Das ist aber Jahre her und wurde dann nicht weltweit übernommen.
    Mir ging es weniger über den offenen Multiplikator an sich, sondern mehr darum, eine Option zu haben einen i3 zu übertakten. Denn per Straps möchte Intel dies ja auch nicht.
    Schade.

    6. Bei Haswell erhöht Intel erstmals seit dem Core 2 die Anzahl der vorgelagerten Dispatch-Ports.
    6.1 In welchen Situationen verspricht man sich hiervon Performancevorteile bzw. welche Vorteile bringt dies für den Alltag?
    Die CPU-Architekten versuchen eine möglichst ausgewogene Architektur zu bauen. Eine Änderungen an einer Stelle erfordert oft eine Änderung an anderer Stelle um Sinn zu bringen.
    Am Ende kommt es auf das Gesamtpaket an. Welche Software konkret von diesen Änderungen profitiert kann ich aus dem Stand leider nicht sagen.
    Hälst du es für warscheinlich, dass die Performance in Zukunft zunimmt, da sich zukünftige Software auch daran orientieren wird/kann? Intel hat ja eine gute Stellung was Softwareoptimierung angeht, jedenfalls wenn man nach Marktanteil geht.
    Andersrum: Welche Nachteile sind für ältere CPUs bei auf Haswell optimierter Software zu erwarten? Einfach nur Leistungseinbußen?



    6.2 Welchen Vorteil bringt dies auch für SMT im Gegensatz zu meinem i7-870 oder einem anderen Quadcore i7 der letzten Generationen.
    Das hängt konkret von der verwendeten Software ab. Es gibt kaum einen Benchmark, der nicht auf Haswell schneller läuft als auf gleichgetakteten älteren Prozessoren.
    Es ging mit speziell um SMT und die zusätzlichen Ports, nicht um die generelle Performance.
    Beispiel:
    Angenommen man hat die gleiche Architektur, bis auf die Anzahl der Ports. Eine CPU hat 6 Ports pro Kern(wie alle Con Core 2 bis Ivy), eine 8 (wie Haswell).
    Welchen Vorteil kann SMT aus 8 Ports ziehen?

    Ich hoffe die Antworten helfen weiter.

    Viele Grüße,

    Christian
    Danke Danke.

    Ich hoffe ich konnte erneut alle Klarheiten beseitigen mit meinen weiteren Fragen.

    Gruß,
    Mic
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