Zitat Zitat von hauptmann25 Beitrag anzeigen
mir fällt allgemein auf, dass in Gruppen, wo der Frauenanteil klein oder nicht existent ist, ein viel rauerer Ton herrscht.
Meine Erfahrungen mit Damen-Teams beliebiger Sportarten sehen da ganz anders aus. Bei Turnieren haben sich Frauen zwar tatsächlich häufig (sprich: nicht immer) besser im Griff, weil sie tatsächlich Außenwirkung und Konsequenzen besser einschätzen (vulgo: oftmals vernünftiger sind), aber beim Training ... Frag' nicht nach Sonnenschein. Da ist dann nicht nur im Spielfeld der Beelzebub los, sondern oft auch noch davor und lange danach.

Hingegen tritt in gemischten Gruppen nicht selten ein erstaunlicher Effekt auf: Harte Jungs werden plötzlich zu Gentlemen und böse Mädchen zu Ladies. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn Vertreter des jeweils anderen Geschlechts als Störung empfunden werden, aber das ist nichts gegen die Zustände, die online herrschen. Durch die Anonymität und die Möglichkeit, sich jederzeit spurlos zurückziehen und ggf. unter neuer Identität komplett neu auftreten zu können, ist oft jede Sozialisation - so eine solche denn stattgefunden hat - vergessen.

Und diese Gestalten versuchen, die empfundenen Widersacher/Konkurrenten mit allem anzugreifen, was man verbal transportieren kann, also *auch* geschlechtsbezogenen Beleidigungen und Herabwürdigungen. Als Mittel, nicht als Zweck. Das soll aber keine Relativierung sein oder einen Handlungsbedarf in Abrede stellen. Klar kann man solche Zeitgenossen für sich selbst ausblenden, aber sie labern ja oftmals weiter und es bleibt garantiert auch bei Dritten etwas hängen, selbst wenn der/die Adressat/in auf Durchzug schaltet. Dem gesamten Klima tut das nicht gut, so viel ist klar.