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    Avatar von rabensang
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    [Review] Thermalright Shaman Grafikkartenkühler




    Ein großes Dankeschön für die Bereitstellung geht an:

    Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des übergroßen Spitfire Grafikkartenkühlers, stellt Thermalright sein neues Modell mit dem Namen "Shaman" vor. Jedoch nimmt der Neuling etwas weniger Platz in Anspruch und soll trotzdem über eine hervorragende Kühlleistung verfügen. Der Hersteller konstruiert dabei ein wirklich interessantes Produkt und verspricht, dass im Zusammenspiel mit dem beiliegenden TY-140 Lüfter entsprechend niedrige Temperaturen bei geringer Lautstärkeentwicklung zu erwarten sind. Ob sich die Versprechungen von Thermalright in der Praxis bewahrheiten, erfahrt ihr in diesem Test.

    Spezifikationen:

    • Kühler:
      • Maße: Länge 160mm x Breite 132mm x Höhe 38mm
      • Gewicht: 500g (ohne Lüfter)
      • Heatpipes: 8x 6-mm-Heatpipes
      • Bodenplatte: Kupfer, hochglanzvernickelt
      • Kompatibilität:
        • Geforce: 8800 Ultra/GTX, 9800 GTX(+), GTS 250, GTX 285, 280, 275, 260, GTX 460, 470 480, GTX 580
        • Radeon: HD 3850, 3870, 4850, 4870, 5850, 5870








    • Lüfter:
      • Maße: Länge 160mm x Breite 140mm x Höhe 26.5mm
      • Gewicht: 140g
      • Geschwindigkeit: 900~1300RPM (PWM)
      • Lautstärke: 19~21dBA (laut Hersteller)
      • Airflow: 56~73CFM
      • Anschluss: 4 Pin (PWM Connector)


    Features:
    In diesem Video zeigt Thermalright ein erstes "Engineering-Sample" und geht auf diverse Features des Shaman ein.


    Die Verpackung des Shaman wurde genau so dezent gestaltet, wie es zum Beispiel auch beim HR-02 und dem Silver Arrow der Fall ist. Daher finden sich außer dem Produktnamen und des entsprechenden Herstellerlogos keine weiteren Informationen. Im Inneren das gewohnte Bild: Alles wurde gut und sicher in Schaumstoffteilen verstaut. Der Lüfter und das Zubehör liegen dabei in dedizierten Bereichen.




    Zum Lieferumfang gehören folgende Teile:

    • bebilderte, deutsche und englische Montageanleitung
    • 24x RAM-Kühler (12x Normal, 6x Lange, 6x Low-Profile)
    • 4x Unterlegscheiben
    • 4x Gummi-Puffer
    • 4x Entkopplungsstreifen
    • 4x Gewindeschrauben
    • 4x Muttern
    • 2x Lüfter-Klammern (für 120- und 140-mm-Lüfter)
    • 2 Gramm "Chillfactor III" Wärmeleitpaste
    • Nickel-Backplate
    • Logo-Aufkleber

    Thermalright steckt in den "Shaman" getauften Kühler wieder einmal erhebliche Entwicklungsarbeit. Damit versucht der Hersteller so wenig Platz wie möglich in Anspruch zu nehmen, aber eine starke Kühlperformance zu erreichen. Anders als bei den bereits seit längerer Zeit erhältlichen Modellen (T-Rad, HR-03, Spitfire), setzt der Kühlerspezialist auf satte acht Heatpipes mit einem Durchmesser von sechs Millimetern. Diese verlaufen parallel in den 55 Alu-Lamellen. Aufgrund der Anzahl der Heatpipes vergrößert sich dementsprechend die Fläche der Bodenplatte. Somit wird auch der enorm große Heatspreader der Fermi-Grafikkarten bedeckt. Das steigert gerade bei solchen Pixelbeschleunigern die Kühl-Effizienz merklich. Neben der Bodengröße steigt auch automatisch die Fläche, die vom Lüfter genutzt werden kann. Daher setzt Thermalright auf den starken und leisen TY-140 "Fan" aus dem hauseigenen Sortiment.

    Qualitativ überzeugt der neue Spross aus dem Hause Thermalright ebenfalls. Die Enden der Heatpipes sind gleichmäßig und optisch ansprechend verarbeitet. Der gesamte Kühler macht einen sehr guten Eindruck. Alu-Lamellen, Bodenplatte und Heatpipes wurden miteinander verlötet. Letztere erhielten einen glänzenden Nickelüberzug. Der Boden selbst wurde auf Hochglanz poliert und ebenfalls vernickelt.





    Die Montage gestaltet sich recht einfach. Als Grundlage dient in diesem Test eine Geforce GTX470 von EVGA.

    Als erstes muss die ausgewählte Grafikkarte für die Montage des Shaman vorbereitet werden. Dazu muss der Original-Kühler von der Karte herrunter. Achtung: Durch demontieren des Stockkühlers erlischt bei manchen Herstellern die Garantie. Asus und EVGA sind in dieser Hinsicht jedoch recht kulant. Anschließend müssen RAM, GPU-Heatspreader und die Spanungswandler von den Paste- oder Pad-Rückständen befreit werden. Zur restlosen Reinigung sollte man die Flächen mit einem Radier-Gummi bearbeiten, damit die RAM-Kühler später richtig kleben.

    Nun können die mitgelieferten Kühlkörper auf dem Grafikspeicher und den Spannungswandlern angebracht werden. Dabei muss man jedoch darauf achten, dass die flachen Varianten dort kleben müssen, wo die Heatpipes aus der Bodenplatte des Kühlers herausführen. Je nach Kartenmodell und Hersteller variiert das Ganze.




    Anschließend wird der Kühler für die Montage auf der Karte vorbereitet. Dazu müssen die Gewindeschrauben in die Bodenplatte eingeschraubt werden. Aufgrund der Doppelbohrung sollte man vorsichtig zu Werke gehen. Werden die Gewindestäbchen verkantet oder gar gewaltsam eingedreht, kann es passieren, dass das Gewinde zerstört wird. Zwischendurch kann der Benutzer dann die Wärmeleitpaste wahlweise auf den Heatspreader der GPU, oder direkt auf dem Kühlerboden aufbringen.




    Jetzt kann der Shaman auf die Grafikkarte gesetzt werden. Mit Hilfe der Backplate, den Unterlegscheiben und den Muttern findet die finale Fixierung statt. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Ganze gleichmäßig und vorsichtig von statten geht, damit die Karte nicht extremen Belastungen ausgesetzt wird.






    Zu guter Letzt findet der TY-140 Lüfter Platz auf dem Shaman. Die beiliegenden Silikonstreifen sorgen für die nötige Entkopplung.





    Aufgrund seiner breiten Bauweise ragt der Shaman zirka vier Zentimeter über die Platine hinweg. Deshalb sollte man beim Kauf auf die Gehäusegröße achten. Außerdem nimmt eine Grafikkarte mit dem Kühler insgesamt vier Erweiterungsslots vom Mainboard ein.
    Um die Temperaturen bzw. deren Differenzen zu verdeutlichen, werden drei verschiedene Szenarien nachgestellt. Dabei handelt es sich um den normalen Desktop-, Spiele- und Extrem-Betrieb. Folgende Benchmarks werden dazu eingesetzt:
    Windows-Idle: ca. 30 Minuten Desktop-Betrieb, ohne Belastung
    Crysis Warhead: Hierzu läuft das Level "Avalanche" im 30-Minuten-Loop in 1920x1200 Pixeln und 8-fachem Anti-Aliasing.
    Furmark 3D: Dieser Extrem-Belastungs-Benchmark wird in 1920x1200 Pixeln und mit 8xAA ausgeführt. Die finalen Werte werden ca. 15 Minuten ermittelt.
    Außerdem werden dabei die Lautstärke aus genau 50 Zentimetern Entfernung und der Stromverbrauch gemessen.

    Temperaturen:


    Gegenüber dem Stock Kühler kann der Shaman - je nach Belastung - die Temperatur um bis zu 93 Prozent senken. Ein wirklich passables Ergebnis. Auch mit reduzierter Drehzahl macht der neue Thermalright-Sprössling eine hervorragende Figur. Aufgrund der sehr niedrigen Temperaturen erhöht sich der Overclocking-Spielraum um ein Vielfaches.

    Lautstärke:


    Dank des leisen und kraftvollen TY-140 Lüfters, arbeitet der Shaman nicht nur äußerst effizient, sonder auch sehr leise. Selbst bei vollen 1300 Umdrehungen ist der "Fan" kaum hörbar. Gedrosselt auf 900 Umdrehungen nimmt man so gut wie nichts mehr davon wahr.

    Stromverbrauch:


    Meist unbeachtet bleibt die Tatsache, dass sich der Stromverbrauch mit Hilfe einer besseren Kühlung leicht verringert. Im Fall des Shaman beträgt die Ersparnis knapp 2 Prozent im Windows-Idle und 6-7 Prozent unter Last. Damit macht sich der Kühler schon innerhalb einiger Betriebsstunden bezahlt. Anders herum gesehen, kann der Käufer in einem gewissen Maß übertakten, ohne mehr Strom zu benötigen.


    (Die Ergebnisse beziehen sich auf das komplette System. Die Energieersparnis bezieht sich jedoch nur auf die getestete GTX 470)

    Fazit:
    Angekommen am Ende des Tests, lässt sich sagen, dass Thermalright nicht zu viel versprochen hat. Der Shaman entpuppt sich als wahrer Kraftprotz und sorgt für hervorragende Temperaturen. Gleichermaßen niedrig sind auch die gemessenen Lautstärkewerte. Der beiliegende TY-140 Lüfter wird selbst bei voller Drehzahl nicht auffällig und kann dank PWM-Anschluss entsprechend geregelt werden. Außerdem deckt der Shaman ein weites Spektrum ab. Nicht nur Silent-Fetischisten kommen auf ihre Kosten, sondern auch Übertakter. Für letztere schafft der neue Thermalright-Sprössling genügend Spielraum, um auch in weitaus höhere Takt- und Spannungsbereiche überzugehen.



    Insgesamt ist zu sagen, dass der Shaman auf ganzer Linie überzeugt und dank der optional erhältlichen VRM-Kühler auch die High-End-Sparte mühelos im Zaum hält. Wem der Preis von knapp 60 Euro zu hoch erscheint, dem sei gesagt, dass sich der Kühler schon nach wenigen Betriebsstunden bezahlt macht. Die niedrigen Temperaturen senken den Stromverbrauch einer Grafikkarte leicht. Außerdem bekommt man zu diesem Preis enorme Leistung und sehr hochwertige Qualität.


    Deshalb verdient sich der Thermalright Shaman mühelos den Gold Award:











    Den Shaman kaufen...

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    Weitere Reviews zu Thermalright Produkten:


    Thermalright Venomous X
    Thermalright HR-02
    Thermalright Silver Arrow


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    Geändert von rabensang (08.12.2010 um 22:48 Uhr)



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  2. #2
    Avatar von rabensang
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    AW: [Review] Thermalright Shaman Grafikkartenkühler

    Hier gehts zum Disskusions-Thread:

    [Review] Thermalright Shaman Grafikkartenkühler




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