Baustelle Rechner - Ein Q6600 Rechner erwacht zum Leben

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BIOS-Overclocker(in)

Nachdem sich ein paar PCGHX-User dazu gerungen haben, ein wirklich sehr interessantes und vor allem lehrreiches Tagebuch ihrer Rechner-Baustelle samt Bilder nieder zu schreiben, ziehe ich mit einem Guide für den Bau eine Rechners nach. Hierbei geht es nicht darum, wie hoch das Übertaktungspotenzial oder die Temperatur ist. Es soll euch lediglich vor kleineren Fehlern bewahren, wie sie mir unterlaufen sind und euch euren eigenen Rechnerbau reibungsloser ablaufen lassen. Ein stinknormaler Rechner eben ;)

Es kommt viel Lesestoff auf euch zu. Würde mich dennoch über Kritik, Anregung oder gar Lob sehr freuen =)

Zugegebenermaßen ist die Aufbaureihenfolge, welche ich gewählt habe, nicht die effektivste, in diesem Fall hat sie mich aber um einiges schlauer werden lassen. Freude, Schweiß, Unsicherheit, zittrige Hände waren allgegenwärtig.​

Das Konzept:

Zunächst machte ich mir Gedanken, wie relativ günstig zukunftsweisende Hardware optisch ansprechend in ein System untergebracht wird. Der Einsatz von Kabelbindern sollte zum Muss werden, nachdem ich hier und da einige schockierende Fotos von Systemen sah, wo das Wort Luftzirkulation zum Fremdwort wurde. Das Ergebnis präsentiert sich dann abfallen hier drunter.​

Die Hardware:

Im ersten Zug der Bestellorgie sollte vorerst günstige Teile zusammen geschraubt werden, da das Budget für diesen Monat knapp bemessen war.​

Als Gehäuselüfter kommt der Silent Eagle von Sharkoon zum Einsatz. Der Hersteller verspricht, dass aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit dem Golfball nachempfunden - ein höherer Luftdurchsatz bei gleich bleibender Geschwindigkeit möglich ist. Dies sollte unserem Ohr zugute kommen. Anbei liegen vier praktische Rubber Pins, welche die Montage mit Schrauben völlig entfallen lassen. Netter Nebeneffekt ist die Vibrationsentkopplung vom Lüfter zum Gehäuse.
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Das Kraftwerk sollte ein namhaftes Netzteil der Marke Bequiet! alle Komponenten mit Spannung versorgen. Die Entscheidung viel schnell auf die 400W-DualRail-Variante, da weder SLI- noch Crossfire-Verbund geplant sind. Faszinierend, wie hoch glänzend sich das Gehäuse des Netzteils präsentiert. Da beim Netzteil extra Leitungen für Lüfter vorgesehen sind, habe ich diese auch genutzt. Das ich mich für kein modulares System entschied, bereue ich jetzt ein bisschen, da am Ende der Komposition des Rechners doch noch gut Fleisch übrig bleibt. Mehr dazu unten.​
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Bei dem Gehäuse griff ich ohne zu zögern zur Rebel 9 Value-Edition von Sharkoon. Für den kleinen Geldbeutel bekommt man hier eine vernünftige Verarbeitung und einen gut dimensionierten Innenraum. Die Durchlüftung des Gehäuses ist gut gelungen: Serienmäßig sind bei der Value-Edition ein 120 Millimeter Lüfter (leuchtet im Betrieb blau) in der Gehäusefront und ein flüsterleiser 250 Millimeter Lüfter im linken Seitenteilverbaut. Die Seitenteile lassen sich, nach dem Abschrauben der beiden Gehäuseschrauben pro Seite, sehr einfach entnehmen und ebenso wieder drauf schieben. Kleines Manko an diesem Gehäuse ist die leicht zu kurz geratene Lüfterleitung des 250 Millimeter Lüfters im linken Seitenteil. Da ist Vorsicht geboten, wenn man den Rechner im laufenden Betrieb öffnen möchte, weil sich die Leitung schnell vom Mainboard lösen kann.​
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2 Monate vergingen...

Wenn man sich als ersten Gedanken die CPU greift, ist das völlig normal. Schließlich ist die Wahl der CPU nicht mal so eben gemacht und, bei der Vielfalt im Angebot, Übersicht im Preisjungel zu behalten ist das A und O. Schnell bin ich auf eine Anzeige in der PCGH aufmerksam geworden und besuchte daraufhin die Internetseite des Anbieters. Ganz angenehme Preise dachte ich mir. Nun pendelte ich noch zwischen dem Intel Core 2 Duo E6750 oder dem Core 2 Quad 6600. Nach längerer Wartezeit schlug ich beim Quad 6600 zu. Für einen Gelegenheitsspieler wie mich eine vernünftige Wahl. Videobearbeitung oder gar Konvertierung verschiedenster Medienformate sollten für den Q6600 kein Problem darstellen. Das Mehr an Euros hat sich zwar unabdingbar bei der Endsumme bemerkbar gemacht, vielleicht werde ich mir in ferner Zukunft dafür mal selbst auf die Schulter klopfen ;)

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Ein Prozessor wirft sich natürlich nicht selbst Eiswürfel ein, damit er einen kühlen Kopf behält. Damit dies aber von meiner Seite geklärt ist, nimmt der V1 CPU-Kühler von Thermaltake auf ihm Platz. Er mag gewöhnungsbedürftig Aussehen, soll aber eine effektive Kühlleistung und durchdachte Heatpipe-Führung vorzeigen können. Die Verpackung des Lüfters macht mit knapp 650 Gramm einen stattlichen Eindruck und lässt das Herz schon bei der Vorstellung des Auspackens aufblühen.​
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Arbeitsspeicher ist nicht gleich Arbeitsspeicher dachte ich mir und wollte diesbezüglich etwas wagen. Im Angebot war ein 2 Gigabyte-Paket von OCZ mit den Timings 3-4-4-15. Davon krallte ich mir direkt übertriebener maßen zwei Stück. Das Reaper-Set weist ein ausgeklügeltes Kühlsystem auf, das sich auch optisch zeigen kann. Für kleine Gehäuse dennoch wegen der Aufbautiefe Tabu. Fürs Übertakten ist, dank der Kühlung, auf jeden Fall noch Spielraum.​
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Die Daten sollen mit der weit verbreiteten HD501LJ vom Samsung verewigt werden.​
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Bei der Hauptplatine griff ich zögernd zum P35-DS4 von Gigabyte. Ich spielte mit dem Gedanken, doch lieber das P35-DS3 zu nehmen, die Heatpipe-Kühlung des DS4 sprach mich jedoch mehr an. Die Verpackung glänzte und funkelte mir förmlich entgegen und erwies sich ebenfalls nicht als Leichtgewicht.​
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So sieht ordentliches Zubehör aus: S-Ata Kabel, soweit das Auge reicht, ein fettes Handbuch (leider in Englisch), mehrere Panels zum Nachrüsten und es ist fast schon tot geredet - ein P-Ata Kabel. Hatte ich schon die Treiber-CD erwähnt?​
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:) nice die komponenten sind schonmal top!
ich warte gespannt auf den anfang :)

und die bilder sind super! nie die bilder vergessen xD
 
Baustelle Rechner - Teil 2

Vernünftig im Anti-Statischen Beutel verpackt.
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Ausgepackt prallt das Board mit der prächtigen Heatpipe und der, objektiv betrachtet, guten Anordnung der Bauteile. Der Aufkleber links oben zieht beim Entfernen kleinere Fäden, lässt sich dennoch restlos entfernen.
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Irgendwo muss der Name ja hin gestampft werden. Hier auch gut die schwarzen Würfel-Kondensatoren, welche robuster sein sollen. Das erweist sich letztendlich sowieso nach einigen Monaten oder gar Jahren Dauerbetrieb.
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Seitenansicht der fein aneinander gereihten Kühlrippen der Heatpipe. Kupfer ahoi! ;)
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Hier die Seitenansicht des Verlaufs der Heatpipe. Frage mich, welche Maschine die Kupferröhrchen biegen darf.
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Nun geht's ans Eingemachte: Bevor einem in den Sinn kommt, das Mainboard zu montieren, sollten die Schraublöcher am Board ausfindig gemacht und, wie auf dem Bild zu erkennen, die Abstandshalter genau da drunter montiert werden. Die vorgegebenen Erhöhungen seitens des Towers reichen meist nicht aus, das Board komplett zu stabilisieren. Fälschlicherweise habe auch selbst ich beim ersten Anlauf vergessen die Abstandshalter zu montieren. Das Ergebnis war ein DS4 ala Wackelpeter mit Knacksgefahr. Dafür lege ich euch diesen Tipp ans Herz. Auf handwarmes Anziehen verlasse ich mich nicht. Sicherheitshalber vorsichtig mit der Kombizange anziehen. Denkt dran: Nach fest kommt nicht fester, sondern ab ;)
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Diese oder ähnliche Blende (je nach Anschlusstyp) liegt in der Regel bei jedem Mainboard bei. Die alte Blende vorher abgeschraubt, neue mit Schmackes fest gedrückt, fertig. Dann klappt's auch mit dem Nachbarn. Die schwarzen Öpsel da drüber sind diese Rubber Pins für den Gehäuselüfter.
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Wenn ihr euer Mainboard mögt, immer brav eine Papier-Unterlegscheibe (liegt häufig neuen Gehäusen bei) über das Gewinde der Schraube stülpen. Dann schreit niemand und es gibt auch keinen Leckstrom.
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Nicht wundern. Meinem Schraubendreher habe ich nur eine neue Schutzhülle spendiert, damit er nirgends gefährlich aneckt, wenn etwas angeschraubt wird. Hier nochmal als Bild, wo man die Schraube am besten versenkt ;)
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So, das Board wäre dann schon mal fest geschraubt. Das kritischste war, die Anschlüsse am Board hinten durch diese neu eingesetzte Blende zu schieben. Sofort ist eine Spannung auf dem Mainboard, sodass es sofort wieder nach hinten geschoben wird, wenn man nicht fest hält. Dies tritt auf, weil an der Blende hinten kleine aber starke Federn sitzen, um die Blende noch im Rahmen zu halten. In diesem Fall sind Magnetschraubendreher eine feine Erfindung. Schraube auf dem Schraubendreher drauf, mit der linken Hand das Board nach links zur Blende drücken und festhalten und mittig des Boards eine Schraube versenken und festziehen.
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Super :daumen::daumen::daumen:

Der nächste Thread....Bin schon richtig gespannt....

Auf jeden fall möchte ich Dir zur Wahl des Speichers und des Boards gratulieren:daumen::daumen:

Hättest Du jetzt noch den E6750 genommen, wärst Du jetzt mein allerbester Freund :kuss: :D:D

( Richtig geraten...habe dieselben Komponenten :D )
 
Baustelle Rechner - Teil 3

Vorsorglich sollte man schon alle kleineren und größeren Anschlüsse dort hineinstecken, wo sie hin gehören. Später kommt man nur noch mit Spitzzange und Co. dran. Auf dem Bild zu erkennen, stecke ich gerade den Gehäuselüfter hinten ans Mainboard.
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Schwupps. Nur ein Draht? Ja, richtig. Die eigentliche Spannung für den Lüfter gibts vom Netzteil. Der eine Draht zum Mainboard dient zur Übertragung des Tachosignals für SpeedFan etc.
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ATX Main Connector jetzt schon angeschlossen? Ihr werdet euch bestimmt auch an den Kopf fassen. Ich will nicht nachzählen, wie oft ich diesen widerspenstigen Stecker nochmal lösen durfte. Ein Qual, zumal dieser Stecker ja wirklich mit richtig Wumms fest sitzt. Hier werdet ihr den Einsatz der Abstandshalter begrüßen ;)
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Die Kabelführung der CPU-Spannung zum Mainboard. Sieht ungewollt aus, ist aber unheimlich effektiv.
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Was ist das? Das Rebel 9 von Sharkoon ist im Inneren leider einheitlich gebaut, sodass der Einsatz von 3,5 Zoll-Festplattenrahmen unausweichlich ist. Damit findet eine Festplatte erstmal richtigen Halt im Laufwerkskäfig.
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So sieht das dann in Vollendung aus. Von außen werden die vier Schrauben auf beiden Seiten angezogen.
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Nun hat die Festplatte ihren Halt, wartet nur noch auf die Verkabelung
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Bevor wir uns der Verkabelung widmen, kommt das Herz des Rechners zum Zug: die CPU. Bei dem P35-DS4 und wahrscheinlich auch anderen Boards ist eine graue Schutzabdeckung auf dem Sockel befestigt. Diese löst ihr, indem der daneben liegende Hebel nach oben gezogen wird. Anschließend behutsam die Abdeckung mit dem Metallrahmen heben.
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Der Sockel ist nun frei gelegt. Fehlt nur noch die CPU...
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Ahh, schau mal einer an. Sieht von vorne, wie fast jede CPU, eher unspektakulär aus.
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Baustelle Rechner - Teil 4

Von hinten erkennt man mit viel Fantasie einen Parkplatz für Pkw und Lkw umgeben von kleinen Sandhügeln =)
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Der Prozessor kann nur in eine Richtung auf den Sockel gelegt werden. Danach vorsichtig den Metallrahmen auf die CPU legen, den Hebel wieder nach unten drücken und in den kleinen Haken festsetzen. Das wäre die Hochzeit gewesen, wenn wir beim Autobau wären.
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Jetzt etwas Wärmeleitpaste auftragen und mit Liebe...
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...verteilen. Naja, nach Liebe sieht's zwar nicht aus, es erfüllt aber seinen Zweck.
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Wir erinnern uns, dass der Prozessor nicht die Fähigkeit besitzt, sich mit Eiswürfeln zu beschütten schade eigentlich. Der CPU-Lüfter muss ran. Ausgepackt zeichnet sich folgendes Bild:
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Nochmal die interessante Seitenansicht des V1 Lüfters.
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Da der Lüfter für den 775- sowie AM2-Sockel vorgesehen ist, montieren wir den passenden Halterahmen.
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Oben und unten nun der Halterahmen mit den praktischen Push Pins. Nicht vergessen, die Folie vom Kupferblock zu entfernen! Ab zum Mainboard...
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Push Pins in Aktion, yeah! Manch einem rollen sich die Fußnägel nach oben, wenn er dies sieht. Push Pins haben zumindest beim Großteil der PCGHX-User keinen guten Ruf. Stichwort: Einmalgebrauch. Bin gespannt, wie die Welt aussieht, sobald mal die Wärmeleitpaste ausgetauscht werden muss. Auf jeden Fall darauf achten, dass ihr die Push Pins über Kreuz andrückt, damit es zur gleichmäßigen Spannung kommt. Teilweise rasten die Biester fast lautlos ein.
(Hoffentlich erkennt man endlich schön meine rauen Arbeiterhände;))
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Der V1 von Thermaltake hat eine Lüftersteuerung (Poti, schwarzer Regler). Diesen habe ich gekonnt zwischen die Kühlrippen über dem Gehäuselüfter mit Kabelbindern angebracht. Das soll reichen. Voll aufgedreht ist der Lüfter nahezu unhörbar. Daher werde ich davon wohl wenig Gebrauch machen. Im Fall des Falles...
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Baustelle Rechner - Teil 5

Nicht genutzte Frontanschlusskabel gut verstauen. Hierbei handelt es sich um das Kabel für's Front-Audiopanel. Da ich aber eine Xfi Xtreme nutze fällt das wohl ins Wasser, nicht? Wer ein How-To für den Anschluss hat, nur zu ;)
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Nun kommen die vier Riegel des OCZ Speichers dazu. Diese sehen nackig noch so aus:
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Die Klammern links und rechts des Ram-Slots öffnen und vorsichtig den Riegel mit gleichmäßiger Kraftausübung hinein drücken, bis er einrastet. Hoffentlich ist die Heatpipe der Riegel für solche Aktionen ausgelegt.
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Zwischenstand: CPU, Festplatte, CPU-Lüfter, Netzteil und Ram sitzt. Sieht noch alles sehr chaotisch aus.
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Bahh, wie ich diese kleinen Stecker liebe. Ohne sie kann man leider auch nicht. Bei schlechter Beschriftung seitens des Towers hilft selbst die tollste Beschriftung auf dem Mainboard nicht. Ich habe meine 50/50-Chance genutzt und ins Wasser geschossen. Durfte alle (!) Stecker um 180 Grad drehen.
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Das schlichte DVD-Laufwerk. Mittlerweile sollte jeder, der noch ein CD-Rom hat, auf DVD umsteigen. Der Spaß kostet nicht die Welt. Es handelt sich hierbei übrigens um einen S-Ata Kollegen.
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Nebenbei noch die anderen zwei Festplatten mit Rahmen versehen und eingesetzt. Diese Festplatten sind im alten Rechner verbaut gewesen.
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S-Ata Verkabelung sowie die Stromversorgung ist vorhanden. Auch herrscht mehr Chaos als Ordnung. Optisches Feintuning ist angesagt. Leider lassen sich die übrigen Kabel des Netzteils nicht vernünftig unterbringen. Hier wäre das modulare System angebracht.
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Fein säuberlich die flachen S-Ata Kabel zusammen binden. Nebenbei noch checken, ob der Ram nicht stört.
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Puh, alle vier Riegel sitzen und halten sich vom Kabelsalat fern. Besser ist das.
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Baustelle Rechner - Teil 6

Ein kurzer Ausflug in die Landschaft der Kühlung.
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Ich stehe wie gefroren vor dem Gehäuse. Leere. Stille. Irgendwie...irgendwas...das fehlt doch. Hmpf, die Grafikkarte. Wie konnte ich das bloß vergessen. Dieser Aussetzer sollte mir zum Verhängnis werden...

Die Grafikkarte soll für einige Monate als Übergangslösung dienen, bis das Konto wieder lächelt. Eckdaten: Powercolor ATI Radeon X1950 Pro, 256 Mib Ram, 600 MHz Chip-, 700 MHz Speichertakt.
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Ausgepackt macht sich der mächtige Kühler von Arctic Cooling über der Karte breit.
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Die Karte mit Ruhe und Geduld eingesetzt...
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..durfte ich vorher nochmal alle fein säuberlich zusammengebundenen S-Ata Kabel vom Board abziehen. Aber irgendetwas stinkt hier doch gewaltig. Warum...
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...lässt sich die Karte nicht richtig in den Slot drücken? Die Antwort überlasse ich Kommentarlos dem Bild.
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Autsch, das tut richtig weh. Bauchschmerzen machten sich bei mir breit. Übernatürliche Schweißausbrüche. Denken, nachdenken, denken...
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Dann kommt noch erschwerende die PciE Einspeisung dazu. Klasse, jetzt passt nichts mehr...
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Alle Kabel der Festplatte abgezogen. Die Grafikkarte blieb auch nicht verschont und wurde sofort ausgezogen. Jetzt passte die X1950 Pro so eben. Den S-Ata Stecker der Festplatte mit Mühe wieder angeschlossen. Millimeterarbeit...
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Die Unglücksreihe scheint nicht abzunehmen. Ich nahm ein Schluck aus meinem Glas. Flüssigkeit fehlte mir, das merkte ich am trockenen Hals. Ich sah mir den Mist noch etwas an...
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Baustelle Rechner - der verflixte 7. und letzte Teil

...und widmete mich anschließend der Soundkarte. Sie wollte auch dringend eingebaut werden. Wenigstens etwas, was sich nicht so im Gehäuse breit machte.
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Das Problem mit dem Platzmangel ließ nicht lange auf sich warten. Ohne mit der Wimper zu zucken, griff ich zum Seitenschneider und... (nichts für schwache Gemüter!)
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Der TÜV würde den wahrscheinlich jetzt nicht mehr abnehmen, das Problem wäre damit aber aus der Welt zum Glück. Welch ein Aufwand wäre das gewesen, hätte ich alle Festplatten umsetzen müssen...
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Nachtrag: So sieht wahrhaftige Maßarbeit aus. Eng, enger, passt so eben.
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Tadaa! Das Endergebnis: Aufwand in Stunden ca. 17.
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Rechner gestartet, BIOS kurz optimiert (kein OC), Windows Xp von Cd gebootet. Selbstverständlich muss der Bluescreen of Death sich auch mal melden. Folgendes: Ich bootete von Cd, kam bis zum Setup. Sobald ich aber XP auf einer der drei Platten installieren wollte:
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Diese Festplatte enthält jedoch keine mit Windows XP kompatible Partition.. Ich habe Partitionen jeder erdenklichen Kombination erstellt. Jedes Mal, egal was ich gemacht habe. Letztendlich war die Lösung des Problems, zwei Festplatten abzuklemmen und nur die, auf der XP wirklich installiert werden soll, laufen zu lassen. Anscheinend mag die Installation nicht mehr als eine Platte.

Fazit:

Ein einprägsamer Bau mit viel Ecken und Kanten. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie schwer der Kloß noch gewesen wäre, wenn eine Wasserkühlung dazugekommen wäre. Ich hoffe, euch hat dieser Guide Spaß gemacht.

Da ich nicht alles durchgelesen habe, können größere Schreibfehler vorkommen. Bitte kurz darauf hinweisen und ich korrigiere es ;) Wie schon gesagt: Fragen, Kritik, Anregungen? Ich bin ganz Ohr.

Gruß,
Wannseesprinter
 
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xD allein schon:
"Von hinten erkennt man mit viel Fantasie einen Parkplatz für Pkw und Lkw umgeben von kleinen Sandhügeln =)"

so und jetzt klar ma auf, was in dem glas war :DDD
man du hast ja echt zeit :)
die graka sieht richtig lächerlich aus ^^ hoffentlich erholt sich dein konto wirklich bald ;)
 
Hihi, was liebe ich da mein Avance B031. 53cm Tiefe, da sagen sich Grafikkarte und Festplaate nicht so schnell gute Nacht. Das Problem haben aber viele der aktuellen gehäuse, sind einfach nicht tief genug. Hatte im Mai nach Ersatz für das Avance gesucht, weil mich die Fronttüre und die fehlenden Luftfilter nervten, nach 2 wochen aber entnervt aufgegeben, weil von der Tiefe her nur Bigtower für >150 EUR Paroli bieten konnten, und die sprengten mein Budget. :wall:
Also wurde der Avance dann mit Damenstrumpfhose ausgekleidet. :ugly:

Aber zurück zu deinem Rechner. Mehr als Pressen und Abzwicken bleibt da kaum übrig, du hättest höchsten noch eine der Platten unter die Karte montieren können, oder gleich extern betreiben.
Übrigens Respekt, die Pushpins bei schon montierter Platte blind einzusetzen.
Ich hab den Boxed-Kühler im Mai bei ausgebautem Mainboard montiert, nicht mal auf dem MB-Schlitten war es drauf iirc. Habs auf dem Schaumstoff gelassen mit Tischdrunter. Aber montiert und fixiert geht das eventuell sogar einfacher. Bei mir wars jedenfalls ein Gefummel bis alle Pins meinem Kontrollwahn genügten und ich 1000%ig sicher war, dass der Kühler sitzt (fällt sowas unter Zwangsneurose?).

Das mit den Papierunterlegscheiben ist ne interessante Idee, muss ich mir merken, falls ich mal ein Board verschrauben muss. Bisher hatte ich da immer so metallene Minipins, auf die das board gesteckt wird. Da brauchts das nicht, weil der Pin keinen kopf hat und nur die isolierte Innenseite des Schraubenlochs am Board berührt.

Edit: Was auch geil ist: 2Slot-Grafikkarten wie ne 8800GTS, wenn man hinten so ein tolles, schraubenloses Fixiersystem für Steckkarten hat. Diese Fixiersysteme haben meistens Verstrebungen zwischen den Slots, weil die hand von einer slotblende ausgehen. Grakahersteller haben aber nicht 2 diskrete Blenden, sondern ja in der Regel so eine zusammengewachsene, mutierte Super-2-Slot-Blende hintendran. Was hab ich mich gefreut als die Karte nicht reinging und ich das Ding wegrupfen durfte. Und dann erstmal alle Steckkarten verschrauben. Netterweise hat Avance dem schraubenlosen Gehäuse wirklich für überall Schrauben beigelegt, genau für solche Fälle.
 
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"Von hinten erkennt man mit viel Fantasie einen Parkplatz für Pkw und Lkw umgeben von kleinen Sandhügeln =)"

so und jetzt klar ma auf, was in dem glas war :DDD
man du hast ja echt zeit :)
die graka sieht richtig lächerlich aus ^^ hoffentlich erholt sich dein konto wirklich bald ;)

Ähm, momentan schwimmt noch Multi-Saft mit Mineralwasser vermischt im Glas herum.

Zeit? Ich habe meiner Frau zu verstehen gegeben, dass ich zwei Tage "arbeiten" werde. Sie hat ja auch ihre Hobbys. Irgendwie hatte sie es auch verstanden und assistierte ab und zu. Nebenbei arbeite ich Mo.-Sa. teilweise bis 18 Uhr ;) Da komme ich selten dazu, das Wort Zeit auszusprechen.

Ja, ich habe zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen: Meine Freundin bekommt dann einfach meine jetzige X1950 Pro - nebenbei angemerkt hat sie einen P4 2,4 GHz und eine Radeon X300 - und ich hole mir eine frisch aus'm Ei gepellt. Bin mir noch unschlüssig, welche genau.
 
Hihi, was liebe ich da mein Avance B031. 53cm Tiefe, da sagen sich Grafikkarte und Festplaate nicht so schnell gute Nacht. Das Problem haben aber viele der aktuellen gehäuse, sind einfach nicht tief genug. Hatte im Mai nach Ersatz für das Avance gesucht, weil mich die Fronttüre und die fehlenden Luftfilter nervten, nach 2 wochen aber entnervt aufgegeben, weil von der Tiefe her nur Bigtower für >150 EUR Paroli bieten konnten, und die sprengten mein Budget. :wall:
Also wurde der Avance dann mit Damenstrumpfhose ausgekleidet. :ugly:

Aber zurück zu deinem Rechner. Mehr als Pressen und Abzwicken bleibt da kaum übrig, du hättest höchsten noch eine der Platten unter die Karte montieren können, oder gleich extern betreiben.
Übrigens Respekt, die Pushpins bei schon montierter Platte blind einzusetzen.
Ich hab den Boxed-Kühler im Mai bei ausgebautem Mainboard montiert, nicht mal auf dem MB-Schlitten war es drauf iirc. Habs auf dem Schaumstoff gelassen mit Tischdrunter. Aber montiert und fixiert geht das eventuell sogar einfacher. Bei mir wars jedenfalls ein Gefummel bis alle Pins meinem Kontrollwahn genügten und ich 1000%ig sicher war, dass der Kühler sitzt (fällt sowas unter Zwangsneurose?).

Das mit den Papierunterlegscheiben ist ne interessante Idee, muss ich mir merken, falls ich mal ein Board verschrauben muss. Bisher hatte ich da immer so metallene Minipins, auf die das board gesteckt wird. Da brauchts das nicht, weil der Pin keinen kopf hat und nur die isolierte Innenseite des Schraubenlochs am Board berührt.

Edit: Was auch geil ist: 2Slot-Grafikkarten wie ne 8800GTS, wenn man hinten so ein tolles, schraubenloses Fixiersystem für Steckkarten hat. Diese Fixiersysteme haben meistens Verstrebungen zwischen den Slots, weil die hand von einer slotblende ausgehen. Grakahersteller haben aber nicht 2 diskrete Blenden, sondern ja in der Regel so eine zusammengewachsene, mutierte Super-2-Slot-Blende hintendran. Was hab ich mich gefreut als die Karte nicht reinging und ich das Ding wegrupfen durfte. Und dann erstmal alle Steckkarten verschrauben. Netterweise hat Avance dem schraubenlosen Gehäuse wirklich für überall Schrauben beigelegt, genau für solche Fälle.

Zwangsneurose...Du redest mir aus der Leber. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, nicht? Ich habe ganz meinen Ohren vertraut. Es hat zwei mal laut und zwei mal ziemlich leise -klick- gemacht.

Ich weiß, weshalb ich vorerst auf Sachen wie SLI oder Crossfire verzichte. :D

klingt geil ^^ neue graka zum teil von freundin finanziert :D DAS ist leben!

Hmm, hatte ich zwar nicht angedeutet, aber jetzt, wo du's ansprichst... Nee, ich schenke ihr die X1950 und hole mir aus meinem Beutel komplett ne andere. Mal gucken, was in etwa 2-3 Monaten am Start ist.
 
Zwangsneurose...Du redest mir aus der Leber. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, nicht? Ich habe ganz meinen Ohren vertraut. Es hat zwei mal laut und zwei mal ziemlich leise -klick- gemacht.
Das Schlimmste ist, wenn mir beim Bauen einfällt, wieviel mich das alles gekostet hat. Da bricht bei mir gleich der Schweiß aus. Beim C2D hatte ich einen Kumpel da, der schon etwas länger einen Intel hatte und mir ein wenig half, damit es schneller geht.
Hier sieht man ganz gut meinen Kabelsalat (Luftwege sind aber relativ frei) und den schönen Abstand zwischen Platten und Graka. Das nenne ich Platz. :D
Hier kann man die scraubenlosen Abstandshalter unter dem Mainboard sehen. die dreckigen Lüfter bitte ignorieren, die hatte ich damals beim Putzen vor dem Fotoshooting vergessen. sind mittlerweiel aber gesaugt. :ugly:

Ansonsten Danke für den schönen Bericht und viel Spaß mit dem Rechner! :)
 
Richtig geil gemacht!! Ich glaub damit kann wirklich (fast) jeder n PC zusammen bauen. Wieso verschiebst du nicht die Festplatte nach oben oder unten??? N bischen aufwand aber dafür ausreichend platz für alle Komponenten. Also ich würd den PC so nicht anmachen, bin ein bischen Perfektionist^^
 
Das Schlimmste ist, wenn mir beim Bauen einfällt, wieviel mich das alles gekostet hat. Da bricht bei mir gleich der Schweiß aus. Beim C2D hatte ich einen Kumpel da, der schon etwas länger einen Intel hatte und mir ein wenig half, damit es schneller geht.
Hier sieht man ganz gut meinen Kabelsalat (Luftwege sind aber relativ frei) und den schönen Abstand zwischen Platten und Graka. Das nenne ich Platz. :D
Hier kann man die scraubenlosen Abstandshalter unter dem Mainboard sehen. die dreckigen Lüfter bitte ignorieren, die hatte ich damals beim Putzen vor dem Fotoshooting vergessen. sind mittlerweiel aber gesaugt. :ugly:

Ansonsten Danke für den schönen Bericht und viel Spaß mit dem Rechner! :)

Jo, die vorhin beschriebenen Bauchschmerzen kamen auch nicht von ungefähr ;) "All den Schweiß und die Kohle, die man in die Kiste gesteckt hat, war für die Katz?". So denke ich dann und male mir das allerschlimmste aus. Dabei ist das gerade das schlimmste, sich noch wuscheliger zu machen. Man ist noch fehlerbehafteter und schrottet die Kiste noch mehr :D Ein Teufelskreis.

Hey, die hautfarbenen Flachkabel gefallen mir irgendwie.

Richtig geil gemacht!! Ich glaub damit kann wirklich (fast) jeder n PC zusammen bauen. Wieso verschiebst du nicht die Festplatte nach oben oder unten??? N bischen aufwand aber dafür ausreichend platz für alle Komponenten. Also ich würd den PC so nicht anmachen, bin ein bischen Perfektionist^^

Jaa, das mit der Festplatte habe ich mir auch überlegt. Leider sitzt der Frontlüfter zentral im Gehäuse drin und hat auch dort seinen festen Platz. Er pustet den Festplatten frische Luft um die Ohren. Da der Lüfter nur diesen Platz halten kann, würde es das Innere etwas asymmetrisch aussehen lassen. Das wäre dann zwar englisch, aber ich bin eher für "knapp gebogen, press dran". :D
 
yo sehr nice gemacht :daumen:

Kleine Bemerkung zu dem Mainboard "Kupfer" Kühler ;)

Ich habe vor ca einem halben Jahr die Heatpipie Kühlung bei einem Freund von mir durch eine Wasserkühlung ersetzt. ( ASUS M2N-SLi Deluxe )
Hab dann mal die Heatpipekühlung genauer untersucht und musste feststellen, dass die Lamellen sowie der Kühlungsblock lediglich aus Aluminium bestand und nur Kupferfarben lackiert sind. Das gleiche auch bei meinem alten M2N32 WS Pro.
Da kann ein erster Eindruck täuschen
 
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