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    [Lesertest] Neffos C5 Max - TP-Link bläst zum Angriff

    Neffos C5 Max - TP-Link bläst zum Angriff

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    - Das Smartphone
    - Spezifikationen
    - Lieferumfang
    - Verarbeitungsqualität
    - Software
    - Bildschirm-, Foto- und Video- und Tonqualität
    - Leistung
    - Akkulaufzeit
    - Fazit
    - Nachwort

    -neffos_logo2.jpg
    Vielen Dank an TP-Link für die Bereitstellung des Smartphones und den freundlichen Kontakt.

    Im Fließtext sind nicht alle Bilder des Smartphones untergebracht, die Komplettsammlung (52 Bilder) ist hier zu finden: Klick
    Die Bilder wurden ursprünglich mit höherer Auflösung aufgenommen und dann runterskaliert, wer die Bilder in einer höheren Auflösung benötigt kann mir gerne eine PM schreiben.


    Das Smartphone
    Der chinesische Hersteller TP-Link, der sich in erster Linie auf Netzwerkprodukte spezialisiert hat, pflegt seit Anfang des Jahres die neu ins Leben gerufene Marke Neffos. Unter dieser werden aktuell ausschließlich Smartphones vertrieben. Der Anfang wird mit der C5 getauften Reihe gemacht. Diese besteht aus drei Modellen, die sich im Preisbereich von 90 bis 165€ ansiedeln.
    -tabelle.png

    Für spätere Vergleiche kommt ein LG L90 zum Einsatz, das vor zwei Jahren für in etwa denselben Preis wie das C5 Max jetzt erhältlich war.



    Spezifikationen
    Das C5 Max kommt, wie bereits oben in der Tabelle beschrieben, mit einem 5.5“ großem FullHD Display und Gorilla-Glas daher. Im Inneren arbeitet ein Mediatek MT6753 mit acht A53-Kernen und einer Mali-T720 MP3. Als Arbeitsspeicher stehen 2GB zur Verfügung. Festspeicher hat das Gerät 16GB von dem 9,6Gb im Lieferzustand frei sind. Der Speicher kann zusätzlich per microSD-Karte um 32GB erweitert werden.

    Ergänzt wird das Ganze durch eine 13.0MP Kamera in der Front und eine 5.0MP Kamera über dem Bildschirm. Zur Stromversorgung steht ein fest eingebauter und 3045mAh starker Akku in dem 147g schweren Smartphone zur Verfügung. LTE und Dual-Sim sind auch mit an Bord, ebenso wie ein Kompass und Sensoren für Beschleunigung, Annäherung und Licht. Daraus resultierend unterstützt das Smartphone auch die automatische Einstellung der Bildschirmhelligkeit.
    Zuletzt findet sich noch eine StatusLED neben dem Frontlautsprecher, mit dieser werden Informationen wie beispielsweise Nachrichteneingänge angezeigt.


    Lieferumfang
    Das Smartphone wird in einer zweiteiligen Pappbox in der Logofarbe lila geliefert. Hebt man den Deckel ab ist, bereits das Smartphone zu sehen. Darunter befinden sich Garantie- und Sicherheitshinweise, die Konformitätserklärung sowie eine kurze Anleitung. Diese ist in mehrere Sprachen übersetzt, darunter auch Deutsch.
    Am Boden des Kartons finden sich schließlich das USB-Ladegerät (2 Ampere), das microUSB-Kabel und die Kopfhörer mit Lautstärkewippe und Stopptaste. Das gesamte Zubehör ist in weiß gehalten.
    -verpackung_offen.jpg-kopfhoerer_muscheln.jpg-verpackung.jpg


    Verarbeitungsqualität
    Das 8mm dicke Gehäuse besteht fast vollständig aus dunkelgrauem Kunststoff. Einzig ein Streifen aus Glänzendem läuft an der Front entlang. Die Spaltmaße sind alle sehr gleichmäßig und Fertigungsüberreste sind auch nicht zu finden.
    -seite_muenze.jpg
    Die Gesamte Front wird durch eine Platte aus Gorilla-Glas geschützt, nur an der Stelle des Lautsprechers ist kein Glas. Auf einen dedizierten Homebuton verzichtet der Hersteller, dieser wird in der unteren Hälfte des Bildschirms angezeigt.
    -front_desktop.jpg-frontkamera.jpg
    Die beiden Tasten an der rechten Seite des Geräts dienen zur Lautstärkeeinstellung und zum Ein- bzw. Ausschalten, letztere befindet sich unten. Sie bestehen aus silbernem Plastik das Kreisförmig geriffelt ist um einen besseren Halt zu bieten.

    Bei der Rückseite verzichtet der Hersteller auf eine zusätzliche Riffelung des Kunststoffs. Trotzdem liegt das Handy angenehm und rutschfest in der Hand.
    Die Hülle lässt sich leicht abnehmen. Dafür muss muss man sie mit dem Fingernagel einfach leicht anheben -eine entsprechende Einlassung befindet sich unten rechts – bis sich der dahinter befindende Clip löst. Ist dies geschehen, kann man einfach Schritt für Schritt die weiteren Clips aushebeln.
    -rueckseite.jpg-rueckseite_offen.jpg
    Im Inneren sieht man die drei Steckplätze: Zwei mal MicroSIM und ein mal MicroSD. Statt des Akkus selbst ist im unteren Bereich eine Metallummantelung zu sehen.

    Wie mittlerweile häufiger zu beobachten steht die Kameralinse etwas aus der Rückseite heraus, in diesem Fall im Bereich <1mm. Glücklicherweise wackelt das Handy dadurch nicht, wenn es auf dem Tisch liegt.

    Der integrierte Kompass funktioniert auch ohne aktives GPS gut. Er lässt sich durch beispielsweise starkes wackeln nicht von Norden abbringen.

    Löblicherweise tut das mitgelieferte Netzteil seinen Dienst fehler- und vor allem geräuschfrei: Ein Spulenfiepen ist nicht zu vernehmen.


    Software
    Aktuell wird das Neffos C5 Max mit Android 5.1 ausgeliefert, ein Update auf Android 6 ist bislang nicht erhältlich.
    Bei der vorinstallierten Software hält sich TP-Link glücklicherweise stark zurück. In erster Linie handelt es sich um die üblichen Programme von Google: Play, Video, Maps, Chrome etc.
    Darüber hinaus gibt es noch eine Notizfunktion, ein kleines Bildbearbeitungsprogramm und eine Systemverwaltung. Mit dieser lassen sich beispielsweise Apps und Autostarts verwalten und unnötige Daten löschen. Interessant ist auch die Fast-Download-Funktion im Einstellungsmenü. Mit dieser kann man große Downloads (20MB+) über Wlan und Netz gleichzeitig herunterladen um Zeit zu sparen. Das mag zwar nur für die wenigen Glücklichen ohne Downloadlimit rentieren, eine nette Funktion ist es aber allemal.
    -screenshot_2016-08-27-23-20-35.png-screenshot_2016-08-28-19-51-13.jpg-screenshot_2016-08-28-19-55-48.png

    Mit der Fotobearbeitung lassen sich, im Rahmen des für ein Smartphone möglichen, durchaus hübsche Ergebnisse erzielen. Das Programm bietet insgesamt 34 Effekte, eine Menge kleine Symbole zum Hineinkopieren und Korrekturfunktionen wie z.B. eine Reduzierung roter Augen. Etwas mehr Spielraum bietet die HSV-Anpassung über Regler (keine Kurven).

    Für Screenshots bietet der Hersteller über die normale Android-Funktion hinaus noch einige Möglichkeiten: Man erstellt das Bild über das Ausklappmenü und kann dort mehrere Aufzeichnungswege wählen. Wahlweise kann man den aufzuzeichnenden Bereich mit dem Finger bemalen, eine Linie herumziehen, einen viereckigen Teilbereich festlegen oder natürlich auch gar nicht festlegen.
    Eine Möglichkeit Apps (nur) in einem eigenen Menü zu speichern fehlt leider, installierte Apps müssen auf den Home-Bildschirmen Platz finden.


    Bildschirm-, Foto-, Video- und Tonqualität
    Das 5.5“ große FullHD-IPS-Display ist hell genug, selbst für sonnige Tage. Wie es für ein IPS-Panel üblich ist hat man hohe Farbtreue und Blickwinkelstabilität, wobei bei letzterem natürlich der Fresnel-Effekt bei den angegebenen 178° wirkt und somit die Spiegelungen stärker werden.

    Auch Lichthöfe sind auf dem Bildschirm keine zu sehen, hier befindet sich der Hersteller auf dem aktuellen Stand der Technik. Die Touchfunktion funktioniert ebenfalls gut und verschluckt keine Eingaben.

    Die 13-Megapixel-Kamera (4160x3120) wird durch einen Blitz aus zwei Weißlicht-LEDs unterstützt. Wie es bei derart kleinen Sensorchips meistens der Fall ist, rauschen Bilder bei unzureichender Ausleuchtung schnell. Im Freien hingegen ist die Qualität in Ordnung, beim Heranzoomen sieht man aber deutlich, dass keine Digialkamera verwendet wurde. Einer der wichtigsten Einsatzgebiete - das Abfotografieren von Dokumenten - ist für den Sensor auf jeden Fall kein Problem. Leider unterstützt die Standardapp keine detailliertere Einstellung von Isowerten, Timer und dergleichen, lediglich die Größe des Bildes und der Filter können verändert werden.
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    (Es wurden leicht verkleinerte Versionen der Bilder hochgeladen)

    Die Aufnahmefunktion des Smartphones kann Videos in FullHD und mit 30 FPS aufzeichnen, für die Encodierung sorgt eine dedizierte Einheit im SoC – so wird Energie gespart.
    Neffos C5 Max - Videoqualitat - YouTube

    Die eingebauten Lautsprecher tun, für den Preis des Geräts, eine anständige Arbeit. Hier lässt sich nichts aussetzen. Die mitgelieferten Kopfhörer bieten hingegen die übliche , nur mäßige Qualität. Während die Höhen und Mitten noch ganz in Ordnung sind, hört sich die Basswiedergabe unschön an. (kurze Verzerrungen) Es ist also anzuraten sich neue Kopfhörer zu kaufen. Bestenfalls Modelle die einen Gummiaufsatz haben und dementsprechend bequemer und besser sitzen. Der über den Klinkenanschluss ausgegebene Ton ist rauschfrei und er reicht auch problemfrei für Kopfhörer aus dem Einzelhandel. Natürlich wird keine meisterhafte Qualität erreicht, das wird angesichts des Preises aber auch bei weitem nicht erwartet.
    Die Tonaufnahmen des Mikrofons sind prinzipiell gut, haben aber wie die fast alle Geräte der Preisklasse ein leises Grundrauschen. In der Aufnahme werden die ersten paar Sekunden von 'Caminandes 3 - LIamigos' aufgenommen: Klick


    Leistung
    Der verbaute Achtkerner Mediatek 6753 wurde 2014 vorgestellt und setzt durchgehend auf A53-Kerne mit 1,3 Ghz. Diese werden kombiniert mit einer Mali-T720, die, wie auch die Kerne, von ARM kommt. Gefertigt wird das Ganze in 28nm. Der integrierte De- und Encoder ist für Videos bis FullHD bei 30 FPS geeignet.

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    Wie zu erwarten war schlagen die Acht A53-Kerne die im LG L90 verbauten vier A7-Kernen in allen Disziplinen deutlich: Nicht nur doppelt so viele Kerne sind vorhanden, sondern diese sind jeweils auch noch schneller (IPC) und höher getaktet – einzig der Fertigungsprozess ist mit 28nm gleich. Mit aktuellen High End SoCs wie dem Mediatek Helio X25 kann sich der verbaute Chip natürlich nicht messen, dennoch ist der Leistungssprung, der in den zwei Jahren zwischen 2014 und 2016 erreicht wurde, durchaus beeindruckend.

    Ähnliches gilt für die GPU: Die Mali T720 schlägt die im L90 verbauten Adreno 305 in den verwendeten Rechenbenchmarks deutlich:
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    Doch nicht nur die Rechenleistung, auch die Schreib- und Lesegeschwindigkeit des internen Speichers ist beim C5 Max deutlich höher:
    -androbench.png

    Die bisher behandelten synthetischen Benchmarks bieten natürlich schöne Vergleichswerte, sie sind aber gerade bei einem Smartphone nicht wirklich wichtig. Viel wichtiger ist die reelle Geschwindigkeit in den üblichen Aufgaben: Messenger, Internet, Multimedia.
    Hier verrichtet das Neffos C5 Max gute Arbeit. Schnelle Wechsel zwischen mehreren Apps sind kein Problem, Internetseiten bauen sich schnell auf und Installationen dauern auch nicht allzu lang.

    Die genauen Benchmarkwerte sind hier aufgelistet: Klick


    Akkulaufzeit
    Für die Stromversorgung des Smartphones sorgt ein 3045mAh starker, fest verbauter, Akku.
    Da in der aktuellen Einsteiger- und Mittelklasse effizientere 14/16-nm SoCs noch nicht angekommen sind, sollte sich das C5 Max nur schwer vom L90 abzusetzen. Genau hier soll der große Akku abfedern.
    -akkulaufzeit.png
    Bei der Wiedergabe eines Videos mit einer Auflösung von 624x352 Pixel muss sich das C5 Max dem L90 geschlagen geben, nur knapp 4,5 Stunden hält das Smartphone bei voller Helligkeit durch. Sofern man das Smartphone nicht außergewöhnlich oft verwendet, sollte der Akku dennoch problemfrei für einen ganzen Tag reichen: Bei der Wiedergabe von 1080p-Youtube-Videos über Wlan hält das Gerät immerhin 220 Minuten aus, bei der MP3-Musikwiedergabe machte der Akku erst nach knapp zwei vollen Tagen schlapp.
    Im Geekbech 3 Battery Test schlägt sich das Smartphone sehr gut: Es hält fast doppelt so lange durch wie das LG L90.

    An dem mitgelieferten Netzteil dauert eine vollständige Ladung des Geräts (0 -> 100%) knapp zwei Stunden.


    Fazit
    Gut gemacht, TP-Link.
    Für den ansprechenden Preis von knapp 180€ bietet das C5 Max ein durchaus attraktives Angebot. Vor allem gefällt die Performance und der Verzicht auf Unmengen an Herstellerapps: Somit bleibt mehr Speicher frei. Auch bei Bildschirm und Gehäuse schlägt sich das 5,5"-Smartphone gut, Dual-Sim und der microSD-Slot bis 32Gb runden das Paket ab.
    Natürlich ist auch dieses Gerät nicht perfekt: Das bereits etwas angestaubte Android 5.1, der fest verbaute Akku und die nicht wirklich gute Kamera trüben das Bild etwas - bei ersterem bleibt zu hoffen, dass der Hersteller ein Update nachliefert.

    Wer sich an den genannten Kritikpunkten nicht übermäßig stört, der trifft mit dem Neffos C5 Max auf jeden Fall eine gute Wahl. Auch Leute die bereits ein Smartphone der gleichen Preisklasse ihre Eigen nennen, das aber mittlerweile etwas älter ist, können über einen Kauf nachdenken.

    Positiv:
    - Gute Mehrkernperformace
    - Solide Alltagsperformance
    - Verarbeitung & Display
    - Sehr wenig vorinstallierte Apps
    - Dual SIM & erweiterbarer Speicher

    Negativ:
    - (noch) kein Android 6/7
    - Akku nicht wechselbar
    - Kameraqualität nur mäßig


    Nachwort
    Wie immer sind Fragen und Kritik zu Testmethodik und Gerät gerne gesehen.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken -banner3.jpg   -akkulaufzeit.png   -androbench.png   -benchmarkwerte.png   -geekbench3.png   -neffos_logo2.jpg   -opencl-x.png   -tabelle.png  
    Geändert von Oromis16 (29.09.2016 um 15:42 Uhr)

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