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Canton AS 125 SC
Inhalt
Einleitung
Technische Daten
- Testsystem
Verpackung, Zubehör und Ankunft
Verarbeitung
Die Inbetriebnahme
- Schalter und Drehregler
Die Aufstellung
- Hörraum
- stehende Wellen
- Einpegeln
Klang
- Musik
- Heimkino
Fazit
Andere Tests von mir
http://extreme.pcgameshardware.de/s...-test-hifi-lautsprecher-canton-gle-490-a.html
http://extreme.pcgameshardware.de/sound-hifi/69367-kurztest-avr-kenwood-krf-v5090d-s.html
Links zum Hersteller
AS 125 SC - CANTON pure Music (de)
AS 105.2 SC - Subwoofer - CANTON pure Music (de)
Einleitung
Ich als armer Mensch bin natürlich - wie viele andere auch vor und nach mir - auf der Suche nach einem ganz besonderen Schnäppchen. Als ich den AVR meines Onkels geschenkt bekam, war schon im Hinterkopf der Gedanke des Kaufs eines Subwoofers entstanden. Passend zu meinen Canton GLE 490 sollte es ein Sub von Canton werden. Canton bietet im Preisbereich von 200 - 500 € die AS-Serie an, die mittlerweile neu aufgelegt wurde. Erkennbar an der ".2" in der Bezeichnung (AS 65.2, AS85.2, AS105.2) des Subs. Das Design natürlich abgestimmt mit der GLE Serie.
Ich war überrascht, als ich von einem Vorgängermodell erfuhr, der nicht mehr in Form einer ".2" Version weiter geführt wurde. Der Canton AS 125 SC. Das Design nahezu gleich, dafür aber größer, stärker, mächtiger, als das jetzt "größte" Modell, der AS 105.2. Auch auf der Website lässt sich nur mit diesem Link > AS 125 SC - CANTON pure Music (de) auf die Seite des AS125 kommen (Danke an den Kundenservice von Canton an dieser Stelle!).
Zu den Gründen lässt sich nur spekulieren. Vermutlich "passte" der AS125 auf Grund seiner Größe nicht mehr in das Konzept der GLE Serie, die vor allem "wohnraumkompatibel" sein soll. Der Preis machte ihn aber jetzt sehr attraktiv für Enthusiasten wie mich.
Ca. 400€ müssen nun auf die Ladentheke gelegt werden. Die ehemalige UVP dieses Kolosses lag bei 920€! Ein Blindkauf für mich. Ich hörte ihn vor dem Kauf nicht einmal und Testberichte gab es nur zum kleineren Modell, dem AS105.
Mein Dank geht an dieser Stelle auch an den Händler "hirsch-ille", der bei Amazon als Market-Place Händler auftritt. 389 € inkl. Versand. Donnerstag Abend bestellt, Samstag morgen da. Sehr gut!
Dieses Mal wird es keinen "echten" Test geben. Mir fehlen dazu leider die objektiven Vergleichsmöglichkeiten, die vor allem wegen der bei mir besonderen Raumbeschaffenheit nicht mehr gegeben sind. Ich lege den Schwerpunkt daher auf die kleinen Besonderheiten, die man beim Einpegeln und Herausfinden der optimalen Hörposition entdecken kann. Dieser Erfahrungsbericht könnte somit für diejenigen interessant sein, die mit der Anschaffung eines Subwoofers spekulieren. Aber natürlich werde ich auch mein kleines Statement zum Klang des AS125 SC abgeben.
Technische Daten
Prinzip |Bass-Reflex, Front Fire
Nennleistung |200W
Musikleistung |350W
Übertragungsbereich |20...200hz
Übergangsfrequenz |45..200hz (stufenlos regelbar)
Pegeleinstellung |+9db bis -54db
Tieftonchassis |12,5 Zoll, 310mm
Abmessungen (BxHxT) |36 x 59,5 x 46,5 cm
Gewicht |26,7kg
Garantie |2 Jahre
Anschlüsse (Eingang) |1x Cinch Mono, 1x Cinch Stereo, 1x High Level Input Schraubklemme
Anschlüsse (Ausgang) | 2x Cinch Stereo, 1x Cinch Mono, 1x High Level Output Schraubklemme
Phasenanpassung |Stufenlos 0°-180°
Besonderheiten |Raumanpassung per Kippschalter (Normal, Narrow, Wide)
Besonderheiten |Einschaltautomatik
Testsystem
Lautsprecher
- Canton GLE 490
- Denon AVR 3806
- Harman-Kardon HD970
- Samsung DVD-HD860
- Cinch Mono mit Oehlbach NF7 Subwooferkabel, 2 Meter
Verpackung, Zubehör und Ankunft
Groß und schwer war das Paket bei seiner Ankunft. Aber noch klein genug, dass DHL es transportieren konnte. Eine spezielle Spedition war nicht notwendig. Dennoch sind die Ausmaße so ungünstig, dass man sich Hilfe dazu holen sollte, vor allem wenn man Treppen zu laufen hat. Der Karton selbst ist so stabil, dass ich selbst mit meinem scharfen Cuttermesser Probleme bekam ihn in seine Einzelteile zu zerlegen.
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Der Sub selbst ist gut gesichert mit Styropor sowie Abdecktüchern und hatte keinerlei Schrammen. Gelernt hat die Canton Verpackungsabteilung scheinbar auch. Das Abdecktuch war zwischen Gitter und Membrane eingeklemmt. So konnten keine Styroporbrösel hinter das Gitter gelangen. Das sah bei der Verpackung der GLE490 noch anders aus, wo ich die Brösel einzeln von den Membranen entfernen durfte. Man darf also behaupten, dass die Verpackung hervorragend ist.
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Das Zubehör ist überschaubar. Ein Handbuch mit Garantiekarte (Zwei Jahre), Stromstecker und vier Gummifüße für empfindliche Böden. Sonstige Kabel muss man sich selbst besorgen. Der Stromstecker ist angewinkelt, allerdings mit 2,5 Metern knapp bemessen. Das Handbuch erklärt alle notwendigen Anschlussarten und Begriffe sehr ausführlich und in mehreren Sprachen. Sogar Aufstellungstipps - wenn auch knapp - sind vorhanden.
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Verarbeitung
Auch dieses Mal habe ich mich für die Variante ich Schwarz entschieden. In Kombination mit dem durch das Gitter gut sichtbaren silbernen Chassis ein echter Hingucker. Die Fertigungsqualität ist wie bei der GLE Serie solide und ohne Makel. Eine Holzmaserung wie bei den GLE490 ist allerdings nicht zu erkennen (Furnier).
Die Abdeckung ist im Gegensatz zu den Standboxen der GLE Serie nur an bestimmten Punkten zu befestigen. Das Gitter hat dabei unten etwas Spiel. Das wirkt sich aber soweit nicht negativ aus. Ein Blick auf die Rückseite offenbart eine Armada an Anschlüssen, Drehreglern und Kippschaltern. Die Drehregler sind gummiert und sind relativ schwer zu drehen. Die Kippschalter sind eine Sache für sich. Wer einmal an denen herum gespielt hat, will keine Knöpfe oder sonstigen modernen Kram mehr haben. Die Cinch Anschlüsse sind vergoldet.
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Im Gegensatz zu einigen anderen Subwoofer befinden sich hinten keine Lamellen für die Abfuhr der Wärme vom Verstärker. Das Bedienfeld selbst bleibt absolut kühl. Auch das geht kaum besser.
Die Füße sind dicker, als bei der GLE Serie und halten die meisten Vibrationen vom Boden fern. Alternativ lassen sich Spikes befestigen, jedoch sind diese nicht im Lieferumfang enthalten.
Rustikal das Bass-Reflex-Loch. Deutlich sichtbar halten sechs Schrauben das ganze am Gehäuse fest.
Ein pikantes Detail, das die Farbkombinationen betrifft. Die Subwoofer der AS-Serie sind nur in Schwarz oder Silber verfügbar. Besitzer von GLE mit anderen Farben, wie Mocca oder Ahorn müssen in dieser Hinsicht Kompromisse eingehen. Auch die neuen Subwoofer (.2) sind nur in diesen beiden Farben erhältlich. Schade darum.
Die Inbetriebnahme...
..gestaltet sich unproblematisch. Stromstecker anschließen, Cinch Kabel anschließen, Netzschalter umlegen, läuft. Eine Betriebs-LED leuchtet auf der Rückseite wahlweise in drei Farben (rot > Stand-by, gelb > Signal suchend, Grün aktiv). Ein besonderes Schmankerl ist die Einschaltautomatik. Wer nicht jedes Mal auf der Rückseite den Netzschalter umlegen will, kann sich auch auf die Einschaltautomatik verlassen. Das Strommessgerät zeigt tatsächlich 0W an. Laut Anleitung wird der Subwoofer spätestens nach 10 Minuten ohne Signal ausgeschaltet. Das funktioniert gut, sogar etwas zu gut. Ist der Pegel nämlich relativ niedrig (mir bei einem Fußballspiel passiert) schaltet er sich dennoch in Stand-by. Bei Bedarf lässt sich per Kippschalter die Einschaltautomatik abschalten und der Subwoofer bleibt solange an, bis man den Netzschalter umlegt. Im Betrieb zieht der AS125 17W aus der Leitung. Auch sehr genügsam.
Eine Fernbedienung oder ähnlich Bequemes gibt es leider nicht um den AS125 auszuschalten, weswegen man fast gezwungen ist die Einschaltautomatik zu nutzen. Außer natürlich man scheut die Mühe nicht jedes Mal hinten den Netzschalter umzulegen.
Die Einspielzeit gibt Canton mit 10-20 Stunden an. Tatsächlich ist der Sub sehr schnell auf der Höhe und benötigt weitaus weniger Zeit als die GLE 490. Beim Einspielen sollte man darauf achten einen moderaten Pegel zu wählen und verschiedene Musikgenre abspielen zu lassen.
Ich empfehle (steht so leider nicht in der Anleitung) die Crossover Frequenz auf Maximum zu stellen und die Phaseneinstellung hin und wieder zu verstellen. Hört sich vermutlich nicht gut an, soll es aber auch nicht. Es geht schließlich um das Einspielen der Hubmechanik und Verstärkertechnik.
Schalter und Drehregler
Spätestens an der Armada von Schaltern, Reglern und Anschlüssen sieht man, dass der AS125 ursprünglich für ein höheres Preissegment angedacht war. Normalerweise bekommt man das erst bei Subwoofer, wenn weit über 600 € über die Ladentheke gehen.
Per Cinch lässt sich einmal Mono (LFE-Ausgang des Receivers) ODER Cinch Stereo z.B. über einen Pre-out anschließen. Beides gleichzeitig geht nicht. Schade deswegen, da Cinch sehr weit verbreitet ist und sich leichter verbinden lässt, als umständlich über die High-Level Ein- und Ausgänge. Diese wiederum sind als Schraubklemmen, die sogar Bananenstecker aufnehmen, hervorragend verarbeitet. Ein zweites Paar analoger Cinch-Eingänge hätte dem Sub sicherlich gute Dienste bereitet z.B. für einen parallelen Anschluss eines AVR für Heimkino und eines Hifi-Verstärkers für Musik.
Mit Hilfe des Cinch Ausgangs ("FLAT") lässt sich ein zweiter Subwoofer parallel betreiben. Eine super Methode um Raummoden und Wellenmaxima und -minima anzugleichen, vorausgesetzt man hat das Geld dazu. Enthusiasten kaufen sich gleich vier Subwoofer und reduzieren die Moden auf ein Minimum. Mit dem AS125 kein Problem.
Der Cinch Ausgang (FILTERED 80hz) ist für Aktivlautsprecher oder eine separate Endstufe mit Satellitenlautsprecher gedacht. Hierbei werden alle Frequenzen unter 80hz automatisch gefiltert. Findet eher selten Anwendung in der Praxis.
Die High Level Schraubklemmen werden wohl nur die gebrauchen können, die Vor- oder Endstufen ohne Möglichkeit eines Anschlusses für den Subwoofer in Betrieb haben. Das Signal für die Fronspeaker wird durch den AS125 durchgeschliffen. Die tiefen Frequenzen dabei vom Subwoofer wider gegeben. Eine Filterung findet aber nicht statt. Tiefe Frequenzen werden also auch zu den Front-Speakern weiter geleitet.
Die Drehregler für Phase, Trennfrequenz und Volume sind stufenlos einstellbar und vermitteln Anfassqualität. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine umgedrehte Beschriftung. Wenn man sich von oben über den Subwoofer beugt wäre das besser zu lesen. Das ist aber Kritik auf hohen Niveau.
Der Kippschalter für die Raumkompensation erlaubt den Frequenzgang hinsichtlich der unteren Grenzfrequenz zu beeinflussen. Wie das in einem Frequenzdiagramm aussieht seht ihr hier:
WIDE >>>>>gestrichelt
NARROW >> gepunktet
NORMAL >> durchgezogen
Dazu dann später mehr im Kapitel "Aufstellung".
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