KEF iQ7
Inhalt:
Einleitung
Äusserlichkeiten
Das Testsystem
Musik
DVD/TV
"Gute Boxen entlarven schlechte Quellen"
Fazit
Einleitung:
Sie Tonwiedergabe war schon immer ein Bereich für sich. Nichts ist so subjektiv und so umstritten wie das Feld der Lautsprecher. Lange hab ich mich mit dem typischen PC-System abgegeben, einem Teufel Concept E und mir eingeredet dass das doch was ganz tolles ist und auch mit Musik keine Probleme hat. Im laufe meines HTPC-Projekts sah ich mich dann aber ein ums andere mal mit dem Stereo-System meines Vaters konfrontiert und musste schließlich feststellen, da gibt es doch noch etwas mehr in den altbekannten Musikstücken. So reifte in mir der Entschluss doch mal „was richtiges“ an zu schaffen.
Was das ist?
Natürlich ein Duo Standboxen inkl. Verstärker. Nachdem ich bei einem tollen Gebrauchtangebot zu lange gezögert hatte und mir die Preise für die aktuellen Lautsprecherserien doch etwas übertreiben vor kamen entschied ich mich für den Mittelweg. Neue Lautsprecher aus einer „alten“ Serie. Stormbringer machte mich auf die vier Helden zum Schnäppchenpreis von 500€ pro Paar gibt(zum Vergleich: die fast identischen Nachfolger, die iQ70 kosten 500€ pro Stück). Ein schöner, massiver, Verstärker war dann über ebay schnell besorgt.
Äusserlichkeiten:
Und so stehen sie jetzt schon seit ein paar Wochen vor mir:
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Auffällig ist dabei die nach hinten geschlossene, ovale, Form. Das einzige Bassrefelxrohr zeigt auch nach vorne so dass einer recht Wand nahen Aufstellung nichts im Wege stand.
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Trotzdem lies es sich KEF nehmen Schaumstoffstöpsel gegen eine zu starke Bassausprägung mit zu liefern. Ausserdem gehören zum Lieferumfang einer jeden Box eine Anleitung welche das Aufstellen und die Verkabelung beschreibt sowie vier Spikes(hab ich verbaut...).
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An der Rückseite stehen gleich zwei Anschlusspaare zur Verfügung. Bi-Amping oder Bi-Wiring steht also nichts im weg. Ich persönlich habe aber darauf verzichtet.
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Im Dauerbetrieb habe ich mich dazu entschieden auf die imho sehr stimmige Optik zu Gunsten von „Putzfraufestigkeit“ zu verzichten.
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Das Testsystem:
Verstärker:
- Pioneer A-676 (Bilder)
- Pioneer DV-525(eigentlich ein DVD-Player den es zum Verstärker gab welcher aber auch prima CD-Sound liefert)
- Soka: Audiotrak Prodigy 7.1
- CD/MP3: foobar2k über WASAPI( eine Vista Schnittstelle; ähnlich dem Kernelstreaming)
- DVD/TV: Vista Media Center
Kabel:
- Line->Cinch Kabel: Teufel
- Cinch->Cinch Kabel: doppelt geschirmt, Hama
- LS->Kabel : 2mm Kupfer, Hama
Alles zusammen sieht dann so aus:
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Musik:
Hierfür wurde das System gekauft, also musste es vor allem hier bestehen.
Und eins ist sicher: Das tut es.
Meine ersten Versuche hab ich mit einer meiner absoluten Lieblingsbands gemacht: Queen. Genauer gesagt die Aufnahme des Konzerts in Montreal als DVB-T Aufnahme(die entsprechende Blu-ray steht fest auf meiner Einkaufsliste). Wenn ich das Erlebnis mit einem Namen beschreiben müsste, dann ist es Roger Taylor. Waren Freddys eher operesken Stimme und in Teilen auch Brians Gitarre von meinem Concept E noch recht ansehnlich wieder gegeben worden erlebte ich bei Rogers Instrumental und Gesangsparts einen Unterschied wie Tag und Nacht. Zu dem vormals einfach nur rhythmischen Schlagzeugspiel mit einer Base-Drum gesellte sich plötzlich eine Snare und im Duo mit Freddy konnte ich zu jeder Zeit seine kratzige „Rockerstimme“ aus machen.
Das Ergebnis war dann auch im Sound-Diskussionsthreadzu lesen:
Statt nur ein paar Stücke an zu testen lies ich gleich die ganze Aufnahme durch laufen.
Hier zeichnete sich auch schon das Klangbild ab welches mir andere Versuche nur noch bestätigt haben:
So eine Transparenz und eine solche Bühnendarstellung war mir vorher noch nicht unter gekommen. Da können die Elacs von meinem Vater salopp gesagt einpacken. Nur im Tieftonbereich müssen sich die Boxen Kritik gefallen lassen. Diese habe ich mitunter doch etwas vermisst.
Um selbigen zu testen habe ich AC/DCs Black Ice eingelegt. Und
Diese etwas nüchterne Abstimmung mag Geschmackssache sein, sagt mir persönlich aber aus dem Grund zu dass sie „genaueres“ hören ermöglicht. Wenn man in den Soundkartenbereich geht ist die Abstimmung wohl mit der einer Asus Xonar zu vergleichen.
DVD/TV:
Mittlerweile hab ich die bestellte DVD(Max PayneGenaues Probe hören folgt noch(warte gerade auf Post von CD-WOW).
Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass den Boxen hier dann doch der Bass zum Verhängnis wird.
) und auch ein paar andere Filme gesehen und versucht dabei auch ein bisschen auf die Lautsprecher zu achten.Zuerst ein mal das Positive:
Sprache geben die beiden wesentlich klarer wieder als der "möchtegern Center" vom Concept E. Auch genuscheltes Englisch, wie es bei Max Payne zum Teil zu hören war, konnte ich ohne Probleme verstehen.
Die sonstige Tonwiedergabe ist ebenso klar, hier geht wirklich garnichts verloren.
Leider enttäuschen die iQ7 aber an der für Heimkino fast schon wichtigsten Front:
Kommt es im Film zum "große Knall" fehlt einfach das entsprechende Bauchgefühl. Hier reichen die Lautsprecher nicht weit genug in die Tiefen hinein so dass ein eher dumpfer Klang entsteht.
Für das Heimkino ist ein Subwoofer zu diesen Boxen also Pflicht.
„Gute Boxen entlarven schlechte Quellen“:
Dieser Satz wird gerne in der ein oder anderen Formulierung bei Boxentests gebraucht.
Im Falle der iQ7 möchte ich hier widersprechen. Im ABX-Test konnte ich eine mp3 mit ~250kbit/s zwar entlarven, so eklatant wie es oft dargestellt wird war der Unterschied aber nicht.
Hier scheinen der schmale Bassbereich und die weichen Höhen etwas zu federn. Für mich heißt das, dass mein Musiksammlung fürs erste nicht neu eingespielt werden muss.
Fazit:
Würde ich die Boxen wieder kaufen? Ja, auf jeden Fall.
Kann ich die Boxen jedem Empfehlen? Nein. Wer Sound mehr spüren als hören will ist mit diesen Boxen ganz klar falsch beraten bzw. sollte sich einen Subwoofer daneben stellen. Alle anderen dürfen gerne zugreifen(so lange der Vorrat noch reicht).
P.S.:
Warum das hier ein „Kurztest“ ist? Nachdem Pokerclock seinen Test online gestellt hatte, habe ich ihm gedroht meinen Lautsprechern keinen Test zu gönnen da ich mich nicht mit seinem Test messen will. Seine Reaktion: Dann mach doch einen Kurztest.
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