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  1. #51

    AW: So testet PC Games Hardware Soundequipment

    In letzter Zeit kommen ja verstärkt Boxentests. Nur mal so aus Neugier...

    Wie messt ihr eigentlich die Soundsysteme ein? Ich hab grade eben beim Kollegen sein 5.1 System eingemessen und das hat fast 8 Stunden gedauert bist ich die Aufstellung, Trennfrequenzen, Pegel, Abstände und EQ richtig hatte. Nehmt ihr euch überhaubt die Zeit das ordendlich zu machen, bzw. existiert überhaubt ein db Messgerät und Maßband? Oder wird das Ding einfach hingestellt und wenn es schlecht klingt gibts einfach ne schlechte Wertung?

    Grade bei 5.1 Systemen dauert das schon ne ganze Weile, wenn man keinen Zugriff auf teures Einmess-Equipment hat.
    i7-3930K@4,2 | MSI X79A-GD45 (8D) | Corsair Vengeance LP 32 GB | Dark Rock 3^2 | 2x Asus GTX 1080 Ti Turbo | Deep Silence 1 | bq DPP11 1200W | 1xSSD | 4xHDD | BD-RW | Xonar Essence STX | Asus PB287Q
    Casemodding-Wettbewerb - [The Industrial Mod] | [24/7 Tagebuch] Der wohl kleinste Server 2.0

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  2. #52
    Avatar von ALxx
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    AW: So testet PC Games Hardware Soundequipment

    Zitat Zitat von nfsgame Beitrag anzeigen
    Nicht mehr aktuell.
    Spoiler:
    On isser. Der Rest kommt noch
    Wo finde ich denn wie PCGH aktuell testet ?
    Überall steht "nicht mehr aktuell".
    I5 4670K 4,7@1,255, Gigabyte Z87X UD4H, 8GB GSkill 1866 mhz, Sapphire Radeon 7950, Samsung SSD 830/840 EVO, Enermax Pro 525 Watt, Shimian Achieva 27 lite

  3. #53

    AW: So testet PC Games Hardware Soundequipment

    Ein paar Updates wären da allgemein nicht verkehrt... sieht sehr eingeschlafen aus. Sehr schade, denn die Sparte wird zunehmend wichtiger!

  4. #54
    Ein Update wäre wirklich interessant.
    Signatur ist weg... wer sie findet, darf sie behalten!!!

  5. #55
    Avatar von Jobsti84
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    AW: So testet PC Games Hardware Soundequipment

    Als Lautsprecherentwickler mal ein paar Anregungen von mir.

    Soundsysteme werden vor dem Beginn der Testphase generell für 120min auf moderatem Pegel eingespielt. Besonders der Hochtöner profitiert von einer solchen Behandlung. Oft hält er sich „Out-of-the-Box“ zu sehr aus dem klanglichen Geschehen zurück.
    Ist idR. recht unnötig, gerade Hochtöner profitieren kein Stück vom sogenannten "Einwobbeln".
    WENN etwas profitiert, dann sind es extrem progressiv eingespannte Schwerpappen, welche man idR. aber erst im PA-Bereich findet (z.B. 18S 18NLW9601).
    Dennoch schadet ein leichtes Einspielen keineswegs, hier kann man üblicherweise einfach 20 Minuten Rosa Rauschen drüber geben.
    Bei Subwoofern empfiehlt sich allerdings ein Sine mit 0,8*fs für grob 10-20 Minuten.
    Normal muss man aber nur für Messungen Einwobbeln und hier idR. auch nur für Subs oder Tieftöner.

    Nicht vergessen: Einspielen bei (zu) hohen Pegeln und danach direkt Anhören, ist (im Regelfall) recht praxisfern, da sich unsere Lautsprecher (und Weichenteile) erhitzen und
    die Kiste somit direkt komplett anders klingt als im kalten Zustand.

    Im Voodoo-Bereich werden ab und an mal Öl- oder Papierkondensatoren verwendet.
    Diese können sich tatsächlich einspielen, wenn auch nur minimal.
    Hierzu kann aber gerne mal ein oder zwei Artikel von mir gelesen werden:
    Kondensatoren für passive Frequenzweichen | Jobst-Audio - Tontechnik
    Kondensatorvergleich 2015 | Jobst-Audio - Tontechnik



    Danach werden die Testprobanden zuerst in einem 2m-Stereodreieck aufgestellt. Mehr würde wenig Sinn ergeben, da viele Systeme auf das Hören im Nahfeld ausgelegt sind und sich bei einer breiteren Stereobasis so unfaire Bedingungen ergeben würden.
    Kann so durchaus Sinn machen, um eine Box rein klanglich aber erst mal zu bewerten oder auch zu vergleichen, sollte man weitestgehend erst mal Reflexionen und Raumwinkel vermeiden,
    sprich die Kiste auf ein Stativ, circa auf Ohrhöhe und mindestens 3m, eher 5m von der nächsten Wand weg. (SO geht man Raumwinkeln aus dem Weg und kann halbwegs gescheit zwischen Direktschall und Predelay unterscheiden)

    Schreibtisch und Wandnähe ist zwar für viele praxisgerecht, vermittelt aber doch einen extrem subjektiven Eindruck.
    Gerade kleine Kisten profitieren im Tieftonbereich schon extrem vom Schreibtisch, erst recht dann von der Wand dahinter, somit sind qir quasi schon 1 Pi und erhalten 12dB mehr im Bass,
    somit kann die Lineare Abhören hier VIEL zu bassig klingen, die kleine Stereo-Logitech-Box dann sogar sehr dröhnig unangenehm.
    Wichtig ist immer, ob eine Box für Schreibtisch, eher Wandaufstellung ausgelegt wurde oder nicht. Im teureren Segment kann man per Schalter oder eher DSP-Setting
    auch wählen, ob Wandaufstellung oder nicht.

    Ebenso ist wichtig wie breit die Box in der Vertikalen abstrahlt, macht die Kiste recht breit (übliche HiFi Kalotten im HF) und wir haben sehr viele Reflexionen am Schreibtisch,
    was zu Interferenzen am Hörplatz führt.
    Hier eigenen sich im günstigen Segment dann doch Breitbänder recht gut, welche gerade obenrum stark einschnüren und am kleinen Schreibtisch mit festen Hörplatz durchaus Vorteile bieten können.

    Wichtig ist auch der Abstand zur Rückwand.
    Um so kleiner die Box, um so kleiner der Bafflestep, um so weiter hoch reicht die Anhebung durch Wand/Tisch im Frequenzbereich.
    Um so kleiner die Box um so äher müssen wir an die Wand um Auslöschunge zu vermeiden, idR. haben wir aber so gut wir keine Probleme, solange man unter 1m (172Hz) bleibt


    Tipp: Gerade günstige Einsteiger-2-Wege-Boxen werden recht hoch akustisch getrennt, was zum kleinen Sweetspot führt, vor allem vertikal.
    Somit gilt vor allem bei solchen Kisten, dass man sie genau auf den Hörbereich ausrichtet, sprich vertikal als auch horizontal anwinkelt, am besten sogar auf Ohrhöhe aufstellt.

    Onkyo TX-SR702 eingespielt, der das Signal Digital->Analog-Gewandelt an seinen Pre-Outs an die Testprobanden weitergibt. So wird ein quellenbedingter Qualitätsverlust reduziert.
    Wieso erst einen AVR dazwischen-klemmen? Direkt ran an die Soundkarte und gut is?! (Bei CD-Player das Gleiche Spiel)
    Wenn die Kiste wirklich linear spielt, dann den Modus einfach auf Pure Direct stellen, so werden alle DSPs usw. deaktiviert. (Passive Lautsprecher)
    Dennoch bin ich mir bei den ganzen HiFi-Geschichten nicht 100% sicher, ob die Wirklich nix mit reinbauen (Wie künstiche K2 Erhöhung zum Aufwärmen).

    Mein Tipp:
    Einfach eine günstige PA-Endstufe verwenden, am besten Class AB. Für wenig Geld sind hier die Thomann T-Amp S-Serie echt spitze, welche ich teils auch verwende und komplett durchgemessen habe.
    Einzig der Rauschabstand und Dämpfung sind nicht überragend, aber für HiFi- & Studiokisten mehr als locker ausreichend!
    Für Aktiv-Boxen nur eine halbwegs gescheite Soundkarte benutzen.


    Achso, reingehen kann man in die Kisten auch einfach analog, die typischen RTL onboard-Soundkarten können das schon einwandfrei.
    Einzig der Rauschabstand ist nicht so prickelnd, was aber völlig zu vernachlässigen ist.
    D/A und A/D Wandler geben sich heutzutage sowieso fast garnix mehr (gleich gibt's Aufschreie von einigen).


    So wurde die komplette Leistungswertung überarbeitet und besteht nun aus einer Tabelle, in der die Vor- und Nachteile des jeweiligen Sets bei verschiedenen Musikgenres aufgelistet werden
    Übliches Probehören vermittelt einen extrem subjektiven Eindruck und ist ebenfalls extrem von Aufstellung und Räumlichkeiten abhängig.
    Um objektiv zu bewerten, egal ob Gerätschaften oder Lautsprecher, müssen definitiv Messungen herangezogen werden. Und hier reicht es bei weitem nicht einfach nur
    den Frequenzverlauf auf Achse zu messen!

    Hat man genügend aussagekräftige Messungen gesammelt UND kann diese auch interpretieren, kann man sich schon grob ein Bild davon machen
    wie eine Box klingen und spielen wird, dessen Einsatzgebiet abschätzen usw.
    Hier gehört aber ein dicker Haufen Erfahrung mit dazu, hat man diesen, kann man Lesern allerdings ein gutes Bild vermitteln, sofern man seine Texte schön vereinfacht.


    Für alle Interessierten hier noch 2 Artikel von mir:
    Erklärung - Pegel-, Dezibel- und Leistungsangaben
    Einstieg - Messmikrofone & Messtechnik



    Zum Schluss noch ein paar Messungen:

    Audiphile 192 (eine der besten analogen SKs die ich kenne) versus X-Fi:
    Impulsantwort
    Rauschabstand

    Vergleich VOn Audiophile, XFI und Onboard Sound. Reiner Frequenzverlauf. (Skalierung beachten!)
    Frequenzverläufe
    Geändert von Jobsti84 (18.07.2015 um 06:02 Uhr)
    Objektiver AMD-Liebhaber | Alles was Audio betrifft, gerne an mich




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