AW: Mehr Bildung sorgt für häufigeres Computerspielen
Ich glaub das viel größere Problem an der Sache ist, dass "PC-Spielen" einfach nicht so etabliert ist wie z.B. "Buch lesen". Was hat jemand davon, wenn er ständig Krimis liest? Ist da irgendwas bildendes dran? Eben.
Nuja - bei Büchern lernt man zumindest (wenn auch nicht sehr effizienter Weise) die Sprache, in der sie geschrieben sind. (was, wie diverse Forenbesucher beweisen, nicht immer schlecht wäre

)
Jemand, der "Bücher lesen", als primäre Unterhaltung betreibt, liest aber nur in sehr extremen Fällen z.B. ausschließlich Krimis - und zwar aus dem ganz einfachen Grund, dass 2-3 Stück / Woche dann doch ziemlich ins Geld gehen und sich außerdem schnell wiederholen bzw. man muss auf Schund zurückgreifen, um noch was neues zu finden. ("Ich les mal einen Groschenroman" bringt einem i.d.R. keinen Intelektualitätsbonus

)
Statt dessen konsumieren Leseratten meist auch Magazine, lesen Tageszeitung, populärwissenschaftliche Bücher...
Und DAS bildet tatsächlich.
Ganz so einfach geht´s dann auch wieder nicht. Mit neun Jahren Englischunterricht am Gymnasium klappt´s besser.
Hey: "insert" und "coin" musste ich nicht erst aufwändig im Unterricht lernen
Man braucht nicht immer die neueste Hardware.
Und Spieleseitig kann man sich auch viel auf gewissen "kostenlosen" Wegen besorgen. (Ohne damit auszusagen das das nur weniger gebildete tun)
Man muss kein vermögen ausgeben wenn man es nicht will oder kann. Man muss nur überlegt kaufen. Dann braucht man auch nicht auf die gewissen "kostenlosen" Wegen zurückgreifen.
Für die allermeisten Spiele reicht auch noch ein 2-3Jahre alter Rechner.
"Reichen", "kann",... - darum gehts nicht. Es geht um "boh geil". Natürlich kann man Crysis auf nem Pentium 4 spielen (wesentlich besser, als viele denken

), aber wenn man "Spielen" wirklich als Hobby betreiben will, da will man i.d.R. auch ein ordentliches Spieleerlebeniss - und das kostet.
Entweder den Preis eines guten PCs, oder die hohen Preise von Konsolenspielen. Alles andere kann man "auch" machen - aber "auch" schlägt sich eben als "...doch eher nicht" in der Statistik nieder.