Foxconn erneut in den Schlagzeilen: 300 Mitarbeiter drohen mit Selbstmord

Aber naja laut PR-Abteilung und Werbung gehts dort eh allen gut und sie verdienen im Durchschnitt viel mehr als andere Fabrikarbeiter :schief:

Und das Schlimme ist: Nur das "viel" ist aus der PR Abteilung. Das "mehr" hat Apple für die eigenen Produkte wohl tatsächlich erzwungen (natürlich nicht für deren Abnahmepreis, aber das ist dann ja Foxconns Problem :ugly: ).
 
Seitdem Apple keine Lust mehr darauf hatte, dass die Presse "iPod" und "Suizid" verknüpft hat ;)
Ich weiß nicht genau, wie sich das entwickelt hat bzw. wie viel bei den Arbeitern ankommt (die Presse interessiert sich ja nicht mehr dafür und ich kann kein chinesisch ;) ), aber damals wurden jedenfalls Lohnsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich durchgesetzt. Aber wie gesagt: Iirc nicht für den gesamten Konzern, sondern für die Werke, in denen Apple fertigen lässt.
 
Wenn ich mich recht erinnere sind die Löhne bei Foxconn damals zwischen 20-70% nach oben gegangen, ging aber in Etappen.
China ist aber aus vielerlei Hinsicht ideal für westliche Konzerne, es hat viele hochmotivierte und intelligente Arbeiter, eine vergleichsweise gute Infrastruktur, immernoch relativ niedrige Löhne, niedrige Umweltauflagen, nicht vorhandene Arbeitnehmerrechte und politische stabilität (wenn auch mit Gewalt erzwunen).
Es gibt zwar in China das Problem mit der Kopiererei, der viel zu billigen Landeswährung und den täglichen Massenaufständen (von denen es aber kaum welche jemals in unsere Medien schaffen), aber insgesamt rechnet es sich alles immer noch viel zu gut für die Unternehmen.

Da bleibt den Arbeitnehmern halt nur das Mittel des Selbstmord, da alles andere im Westen keine Beachtung findet.
 
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