Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

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Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

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Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Finds gut denn die Musikindustrie verdient ja nur noch Milliarden
 
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wie lassen sich denn "technisch" illegale daten von legalen unterscheiden? wenn das möglich wäre gäbs das schon längst...
 
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Realitätsfremde Wunschvorstellung einer nicht mehr zeitgemäßen Industrie.
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Viel interessanter ist doch das man erst Urheberrechtsverletzung nennt und dann Kinderpornographie.
Sorry aber da haben die sich echt keine Pluspunkte mit verdient.
 
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Realitätsfremde Wunschvorstellung einer nicht mehr zeitgemäßen Industrie.

Stimmt, vor allem geht es ihnen nicht um das Internet als solches und um Recht/Unrecht sondern einfach nur um Profit. Illegale Downloads sollten jedoch schon, soweit möglich, eingedämmt werden.
 
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Viel interessanter ist doch das man erst Urheberrechtsverletzung nennt und dann Kinderpornographie.
Sorry aber da haben die sich echt keine Pluspunkte mit verdient.

genau mein gedanke...was beunruhigt ist, das ich es der musikindustrie tatsächlich zutraue das sie urheberrechtsverletzungen tatsächlich als das größere übel ansehen...oder zumindest auf die gleiche stufe stellen.

aber die musikindustrie war ja schon immer die die am lautesten schreit was das angeht. frag mich nur wie die sich das vorstellen, ich mein rapidshare und so sind ja auch schon verpflichtet illegale daten zu löschen, trotzdem gibts weiterhin alles mögliche.
 
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Die anderen Branchen sind alle geblendet.

Noch hat man nicht begriffen, dass sie absolut keine Macht mehr haben und vom Thema Internet und IT keine Vorstellung haben. Ebenso wie die Regierungen dieser Welt. Provider sind zwar überwacht, aber sie haben solch eine Macht über die Welt, dass die Politik zu spät kommt. Und das zu Recht!

Leute außerhalb der IT-Industrie stehen auf alle Fälle jenseits der Gewinnerseite. Denn IT wird wachsen und in einigen Jahrzehnten unser Leben vollkommen bestimmen. Das ist gut so.

Doch solche Vorstellungen wie die der Musikindustrie sind lächerlich und bedeuten nichts für Provider. Nur dumm, dass wir noch Gesetze und einen Staat voller Nichtwissender haben, der ohne weiteres sein Finger im Spiel haben kann.
 
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Viel interessanter ist doch das man erst Urheberrechtsverletzung nennt und dann Kinderpornographie.
Sorry aber da haben die sich echt keine Pluspunkte mit verdient.

Des Schreiberlings Gedanken beim Verfassen des offenen Briefes:

to deter unlawful activity such as copyright infringement ...
"Hmm jetzt nur Urherberrechtsverletzungen schreiben klingt blöd. Da muss irgendwas polarisierendes hin... ah ja !"
... and child pornography.
"ja, das ist gut. Das macht Eindruck."

hrhr, ich kann ja verstehen, dass die sich mehr Gedanken um ihre Verluste als über die Verbrechen anderer machen. Aber dann die wirklich schlimmen Verbrechen auf die Stufe ihrer Probleme zu stellen und als polarisierungsmittel zu verwenden... pfff :daumen2:
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Viel interessanter ist doch das man erst Urheberrechtsverletzung nennt und dann Kinderpornographie.
Sorry aber da haben die sich echt keine Pluspunkte mit verdient.

echt ich find dieses benehmen von der musikindustrie abartig! ...

is klar kinderpornorgrafie jukt die doch nicht, das wurde in den brief nur reingeschrieben um ihre Geldgier zu verschleiern!
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

echt ich find dieses benehmen von der musikindustrie abartig! ...

is klar kinderpornorgrafie jukt die doch nicht, das wurde in den brief nur reingeschrieben um ihre Geldgier zu verschleiern!
Du sagst es!
Hätte man die Simpsons im 21. Jahrhundert kreiert, dann wäre C. M. Burns der Chef eines Musikkonzerns und nicht der eines AKWs. ;)


Die Netzneutralität hat gefälligst weiter zu bestehen und wenn ich es mir recht überlege, so sollten auch unterschiedliche Daten nicht unterschiedlich schnell weitergeleitet, so wie es Google für Videos bspw. wollte. Außerdem kann man durch ein einfaches Zip-File schon nicht mehr entscheiden ob eine Datei illegalen Content besitzt oder nicht. Bei verschüsselten Protokollen wie SSL wirds dann sowieso unmöglich. Diese "Experten" haben ne große Klappe aber absolut keine Ahnung von der Materie.
Darum: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!
 
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Meiner Meinung nach hat die Musikindustrie in ihrer heutigen Form keine Existenzberechtigung mehr.

Sie ist einfach unnötig geworden.

Früher sah es so aus:
Musiker produzieren Musik -> Musikindustrie produziert "Medien" -> Kunde kauft Medien
mmmmmmmmmmmmGeld <-mmmmmmmmmmmmmmmmmm <- Geld

Heute sieht es so aus (oder könnte es zumindestens):
Musiker produzieren Musik und stellen sie ins Internet -> User laden die Musik herunter
mmmmmmmmmm<- Geld, Werbeeffekt (v.A. für Konzerte u.ä.)

Das neue Schema ist viel Kundennäher, effizienter und billiger (es versickert kein/viel weniger Geld irgendwo in irgendwelchen unnötig gewordenen Konzernen und deren Verwaltung)

Das Problem ist einfach: es lässt sich damit weniger Geld machen; das gilt einerseits für die Musiker (je nachdem wie gut oder schlecht sie sich auf das neue System einstellen können) aber vor allem in noch viel größerem Maß für die Musikindustrie, die mit all ihren Milliarden, ihrer Infrastruktur und ihren Tausenden Arbeitnehmern einfach unnötig geworden ist- dagegen wehr sie sich natürlich aber am Ende kann sie nur verlieren, wie so viele technisch überholte Technologien zuvor, wie etwa der Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet um nur ein Beispiel zu nennen, das mir spontan einfällt

Das diese sterbende Industrie mit ihrer mächtigen Lobby noch versucht fragwürdige Gesetzesänderungen zu erwirken, die nachhaltig die Freiheit des einzelnen einschränken könnten, nur um sich etwas länger am Leben zu halten halte ich für sehr gefährlich
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Ich kann diese ganze Rechte-##### nicht mehr hören. Wer noch ein bischen entsetzt auflachen möchte kann hier noch was lesen: gulli.com - news - view - USA: Radiopflicht in mobilen Geräten?.

Ansonsten verweise ich immer gerne auf Salon.com Technology | Courtney Love does the math. Ich kann Courtney Love zwar nicht leiden, der Brief ist Klasse und die Argumentation brilliant. Sie kennt das Business...

Auch mal zum nachdenken: Wenn ich ein Mittel entwickel, dass alle Krebsarten, unter denen Menschen leiden, heilt, und darauf ein Patent anmelde (ich würde es nicht tun, sage ich jetzt mal theoretisch, da ich will, das diese meine grandiose Erfindung allen Menschen zu gute kommt) habe ich 25 Jahre Zeit, damit Trilliadär zu werden. Danach ist die Erfindung so etwas wie Gemeineigentum. Der Gesetzgeber hat sich dabei etwas gedacht: Wer etwas erfindet, soll dafür eine Belohnung erhalten, nämlich damit Geld zu verdienen. Andere dürfen das dann nicht nachmachen. Nach einer gewissen Zeit ist es damit aber gut, die Erfindung steht dann allen zur Verfügung um es weiterzuentwickeln, davon zu profitieren, die Preise nicht künstlich zu lange hoch halten.

Wenn ich einen Superhit schreibe, der weltweit im Radio hoch und runter gedudelt wird, profitieren meine Nachkommen noch 70 Jahre nach meinem Tod davon.

Ich finde den Vergleich "Supermedikament" gegen "Superhit" eigentlich ganz gut. Kreativität in der Musik bedeutet auch, vorhandenes zu nehmen, zu variieren, zu verändern, zu etwas neuem machen. Todestag plus 70 Jahre, schaut mal nach, was die Witwe von Carl Orff damit macht, jeder Pharma-Konzern der Welt träumt davon. Die sind zwar auch nicht immer die Guten, aber Ihre Forschung hat oft (nicht immer) einen wirklichen nutzen.
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

@Superwip

Naja so ganz klappt es leider noch nicht. Das Problem ist, dass es ohne Musiclabel keine Werbung gibt. Und viele Künstler würden zu nix kommen, wenn man sie nicht professionell coachen und pushen würde.
Naja der Vorteil wäre, dass es nur noch echte Künstler gäbe und nicht dieses ganze 08/15-Einheitsgedudel - sprich Bands, die sich keine 5 Jahre halten. Und damit meine ich nichtmal diesen ganzen Castingshow-Kram.
Die Musikindustrie agiert hier also auch als Lehrer und Bank. Man könnte sicher auch versuchen ein Darlehen bei der Hausbank zu bekommen und Marketing zu betreiben aber Bänker können vielleicht "normale" Geschäftsmodelle bewerten aber nicht den Gesang und das Image, dass ein Musiker verkörpert.

Trotzdem wäre mir eine Welt ohne Musiklabel auch lieber. :D
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

echt ich find dieses benehmen von der musikindustrie abartig! ...

is klar kinderpornorgrafie jukt die doch nicht, das wurde in den brief nur reingeschrieben um ihre Geldgier zu verschleiern!

yep, sehe ich genauso. absolut scheinheilig.
diese ganzen manager und buisnessmen denken echt sie sind die schlauesten haben irgendeine poppelige buisnesschool besucht und meinen die welt ausnehmen zu können.
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Immer wieder interessant wie bei solchen News die Leute gleich hoch gehen.
Mal ganz ehrlich: Wird das irgendeinen Effekt haben?
Hatte jemals irgendeine Reaktion auf Raubkopiene, Schliessung von Seiten, Androhung von Haft- und Geldstrafen (ich erinnere mich an diese schrecklichen Clips in den Kinos mit den Knastszenen :what:) etwas gebracht?
Vermutlich nicht.
Ich als Musiker und Musikliebhaber verstehe die Musik,-Film- und Gamebranche schon, denn man kann schönreden wie man will, es ist und bleibt Diebstahl.
Aber wie bereits erwähnt ist das Netz eine beinahe rechtsfreie Zone und es wird nur in Ausnahmefällen von den Behörden eingegriffen. (Wenn wir mal das leide Thema der Kinderpornografie zur Seite lassen. Klingt allmälich wie Waldsterben und Klimaveränderung in meinen Ohren)
Was tun?
Nicht die Falschen bestrafen, sondern die Richtigen belohnen.
Wieso muss ich bei jedem Film oder Game beinahe ein Jahr warten bis ich mir eine legale Kopie leisten kann? (Vieleicht weil ich studiere und nichts verdiene, ok^^)
Aber ich finde Ansätze wie einmal (oder wenige Male) abspielbare Videos nicht schlecht. Welchen Film schaut man sich schon mehr als 3 mal im Leben an? Und für einen gelungen Filmabend kann man ja schon mal ein paar Euros weniger in Chips und Cola invesieren ;-)

Eine gute und beruhigende Nachtruhe wünsche ich euch allen!
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

@Superwip

Naja so ganz klappt es leider noch nicht. Das Problem ist, dass es ohne Musiclabel keine Werbung gibt. Und viele Künstler würden zu nix kommen, wenn man sie nicht professionell coachen und pushen würde.
Naja der Vorteil wäre, dass es nur noch echte Künstler gäbe und nicht dieses ganze 08/15-Einheitsgedudel - sprich Bands, die sich keine 5 Jahre halten. Und damit meine ich nichtmal diesen ganzen Castingshow-Kram.
Die Musikindustrie agiert hier also auch als Lehrer und Bank. Man könnte sicher auch versuchen ein Darlehen bei der Hausbank zu bekommen und Marketing zu betreiben aber Bänker können vielleicht "normale" Geschäftsmodelle bewerten aber nicht den Gesang und das Image, dass ein Musiker verkörpert.

Trotzdem wäre mir eine Welt ohne Musiklabel auch lieber. :D

Dein Argumentation IST FALSCH!

Die Musikindustrie agiert heute nur noch als Gatekeeper - wer bei ihr nicht unterschreibt hat keine Chance, überregional bekannt zu werden, wer bei ihr unterschreibt wird ausgepreßt. Werbe- und Marketingausgaben werden direkt den Künstlern in Rechnung gestellt. Siehe meinen Link oben, "Courtney Love does the math", sie erklärt sehr schön, wie das Spiel geht.

Ein richtiger Künstler muß nicht gecoacht werden, das läuft dann nur auf ein Standardprodukt hinaus. Pushen? Schau Dir mal den aktuellen Markt an: Da taucht "was" auf, das nach Meinung der MI Potential hat. Es kann sogar singen, ist extrovetiert, exzentrisch. Toll für das Marketing, das wird ein Selbstläufer. Das Ding wird dann ohne Ende gepusht. Man könnte auch verheizt sagen. Das aktuelle "was" heißt übrigens Lady Gaga.

Auf der anderen Seite sind die großen vier, mehr sind es nicht mehr, Universal, Sony, EMI und Warner, diese machen knapp 72% des Weltmarktes aus, seit Jahren dabei, ihr Künstler Portfolio immer weiter, na sagen wir zu optimieren. Künstler, die seit Jahrzehnten dabei sind, werden gekickt, nicht weil sie Verluste einfahren sondern weil sie nicht genug Gewinn abwerfen. Die Gewinne der MI sind so hoch wie niemals zuvor, laß Dir nichts anderes erzählen. Und es sind die Gewinne der MI, an die Künstler fließt nur ein vernachlässigbar kleiner Anteil. Ich denke, das Topmanagement von einer der Big-Four-Firmen verursacht pro Jahr mehr Spesen als Geld an die Künstler ausbezahlt wird.

In den USA sind alle Künstler in Gewerkschaften organisiert, diese nehmen dort auch Aufgaben war wie hier die Künstlersozialkassen. Daher kann man die Zahlt der Künstler in den USA sehr gut ermitteln. Teilt man nun die Einnahmen der MI durch die Anzahl der Künstler, sollte jeder Künstler im Jahr mehr als 1 Mio. Dollar bekommen. Sogar wenn hiervon noch Marketing- und Produktionskosten sowie ein Management-Fee abgezogen werden, sollte für jeden genug übrig bleiben. In Wahrheit werden max. 0,1 Promille der Künstler reich, 5% können sehr gut von ihrer Musik leben, dann gibt es noch einen Mittelstand, schwer festzulegen, wo der anfängt und aufhört, und dann die Leutchen, die alles geben und nebenbei noch 3 Jobs haben, um über die Runden zu kommen. Das sind mindestens 80% der Künstler.

Und der Beschiß der Künstler geht noch weiter: Stell Dir vor, Du spielst in einer Band. Ihr seid gut und kommt an. Irgendwann habt Ihr Euch eine gewissen regionale Bekanntheit erspielt und habt ein gutes Reportiore an eigenen Stücken. Ihr legt Eure Kohle zusammen, kriegt noch was von Omi und Opi und produziert in einem richtigen Studio eine CD (Nachts, ist billiger, tagsüber könnt Ihr Euch das Studio nicht leisten). Eigenverlag halt, bringt auf den Konzerten noch ein paar Euros mehr ein. Ihr schickt die CD auch an verschiedene Radiosender. Denen gefällt auch was macht. Die wollen Euch aber nicht spielen: Wenn Musik im Radio gespielt wird, fallen jedesmal wieder Tantiemen für die Künstler an. Die Radios haben aber keine Bock, mit hunderten Künstlern einzeln abzurechnen. Kann ich auch verstehen, von deren Warte aus. Die rechnen nur einmal ab und zwar mit der Gema. Gut denkt Ihr Euch, wäre doch cool, mal im Radio gespielt zu werden, vielleicht sogar überregional oder bei den großen, NDR, WDR, HR, BR etc.pp., also meldet Ihr Euch bei der Gema an. Was meinst Du was die folgen wären? Hier wird es richtig spaßig:

- Wenn Ihr ein Konzert gebt, zahlt IHR an die Gema. Tja, die Gema nimmt jetzt Eure Rechte war, jedes mal, wenn Stücke von gespielt werden, muß an die Gema bezahlt werden - auch wenn Ihr die Stücke spielt. Ist kein Scherz, so funktioniert das System.
- Gut, ihr werdet ab und zu, zumindest ein paar Wochen lang, im Radio gespielt.

Unterm Strich:
- Ihr drück pro Konzert ein paar Hunnis an die Gema ab - für alle Zeiten, Ihr habt Eure Seele verkauft, stand im kleingedruckten
- Erträge von Eurer "Radiopräsenz"? Ein paar Cent im Monat. Du darfst nicht vergessen, Kultur geht vor. Wenn Klassik im Radio gespielt wird, ist das mehr Wert. Die letzte Zahl, die ich kenne, war Faktor 9, ist aber schon ein paar Jahre her, ich habe mir das Elend nicht weiter angetan. D.h. für jedes mal Spielen im Radio oder TV kriegt Klassik 9x mehr Kohle als Pop. Ist halt Kultur und nicht so'ne Negermusik mit nur Bumbumbum. Zahlen tun die Radiosender allerdings dasselbe, d.h. Du subventionierst auch noch die Berliner Philamoniker. Das sollte es Dir wert sein...
- Es gibt ettliche Künstler, die seit Jahren die Gema verklagen, nur um einmal, ein winziges einmaliges Mal, ein ABRECHNUNG zu erhalten, aus der Hervorgeht, warum sie wieviel Kohle erhalten. Irgendwie sieht das neben dem ############ System auch nach direktem ########### aus...

Die MI und alles, was dazugehört, braucht heute niemand mehr. Guck doch mal, wo Madonna unter Vertrag steht und die gehört zu den Topleuten. Mit den klassischen Plattenlabeln hat die nix mehr zu tun.
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Dein Argumentation IST FALSCH!

Die Musikindustrie agiert heute nur noch als Gatekeeper - wer bei ihr nicht unterschreibt hat keine Chance, überregional bekannt zu werden, wer bei ihr unterschreibt wird ausgepreßt. Werbe- und Marketingausgaben werden direkt den Künstlern in Rechnung gestellt. Siehe meinen Link oben, "Courtney Love does the math", sie erklärt sehr schön, wie das Spiel geht.

Ein richtiger Künstler muß nicht gecoacht werden, das läuft dann nur auf ein Standardprodukt hinaus. Pushen? Schau Dir mal den aktuellen Markt an: Da taucht "was" auf, das nach Meinung der MI Potential hat. Es kann sogar singen, ist extrovetiert, exzentrisch. Toll für das Marketing, das wird ein Selbstläufer. Das Ding wird dann ohne Ende gepusht. Man könnte auch verheizt sagen. Das aktuelle "was" heißt übrigens Lady Gaga.

Auf der anderen Seite sind die großen vier, mehr sind es nicht mehr, Universal, Sony, EMI und Warner, diese machen knapp 72% des Weltmarktes aus, seit Jahren dabei, ihr Künstler Portfolio immer weiter, na sagen wir zu optimieren. Künstler, die seit Jahrzehnten dabei sind, werden gekickt, nicht weil sie Verluste einfahren sondern weil sie nicht genug Gewinn abwerfen. Die Gewinne der MI sind so hoch wie niemals zuvor, laß Dir nichts anderes erzählen. Und es sind die Gewinne der MI, an die Künstler fließt nur ein vernachlässigbar kleiner Anteil. Ich denke, das Topmanagement von einer der Big-Four-Firmen verursacht pro Jahr mehr Spesen als Geld an die Künstler ausbezahlt wird.

In den USA sind alle Künstler in Gewerkschaften organisiert, diese nehmen dort auch Aufgaben war wie hier die Künstlersozialkassen. Daher kann man die Zahlt der Künstler in den USA sehr gut ermitteln. Teilt man nun die Einnahmen der MI durch die Anzahl der Künstler, sollte jeder Künstler im Jahr mehr als 1 Mio. Dollar bekommen. Sogar wenn hiervon noch Marketing- und Produktionskosten sowie ein Management-Fee abgezogen werden, sollte für jeden genug übrig bleiben. In Wahrheit werden max. 0,1 Promille der Künstler reich, 5% können sehr gut von ihrer Musik leben, dann gibt es noch einen Mittelstand, schwer festzulegen, wo der anfängt und aufhört, und dann die Leutchen, die alles geben und nebenbei noch 3 Jobs haben, um über die Runden zu kommen. Das sind mindestens 80% der Künstler.

Und der Beschiß der Künstler geht noch weiter: Stell Dir vor, Du spielst in einer Band. Ihr seid gut und kommt an. Irgendwann habt Ihr Euch eine gewissen regionale Bekanntheit erspielt und habt ein gutes Reportiore an eigenen Stücken. Ihr legt Eure Kohle zusammen, kriegt noch was von Omi und Opi und produziert in einem richtigen Studio eine CD (Nachts, ist billiger, tagsüber könnt Ihr Euch das Studio nicht leisten). Eigenverlag halt, bringt auf den Konzerten noch ein paar Euros mehr ein. Ihr schickt die CD auch an verschiedene Radiosender. Denen gefällt auch was macht. Die wollen Euch aber nicht spielen: Wenn Musik im Radio gespielt wird, fallen jedesmal wieder Tantiemen für die Künstler an. Die Radios haben aber keine Bock, mit hunderten Künstlern einzeln abzurechnen. Kann ich auch verstehen, von deren Warte aus. Die rechnen nur einmal ab und zwar mit der Gema. Gut denkt Ihr Euch, wäre doch cool, mal im Radio gespielt zu werden, vielleicht sogar überregional oder bei den großen, NDR, WDR, HR, BR etc.pp., also meldet Ihr Euch bei der Gema an. Was meinst Du was die folgen wären? Hier wird es richtig spaßig:

- Wenn Ihr ein Konzert gebt, zahlt IHR an die Gema. Tja, die Gema nimmt jetzt Eure Rechte war, jedes mal, wenn Stücke von gespielt werden, muß an die Gema bezahlt werden - auch wenn Ihr die Stücke spielt. Ist kein Scherz, so funktioniert das System.
- Gut, ihr werdet ab und zu, zumindest ein paar Wochen lang, im Radio gespielt.

Unterm Strich:
- Ihr drück pro Konzert ein paar Hunnis an die Gema ab - für alle Zeiten, Ihr habt Eure Seele verkauft, stand im kleingedruckten
- Erträge von Eurer "Radiopräsenz"? Ein paar Cent im Monat. Du darfst nicht vergessen, Kultur geht vor. Wenn Klassik im Radio gespielt wird, ist das mehr Wert. Die letzte Zahl, die ich kenne, war Faktor 9, ist aber schon ein paar Jahre her, ich habe mir das Elend nicht weiter angetan. D.h. für jedes mal Spielen im Radio oder TV kriegt Klassik 9x mehr Kohle als Pop. Ist halt Kultur und nicht so'ne Negermusik mit nur Bumbumbum. Zahlen tun die Radiosender allerdings dasselbe, d.h. Du subventionierst auch noch die Berliner Philamoniker. Das sollte es Dir wert sein...
- Es gibt ettliche Künstler, die seit Jahren die Gema verklagen, nur um einmal, ein winziges einmaliges Mal, ein ABRECHNUNG zu erhalten, aus der Hervorgeht, warum sie wieviel Kohle erhalten. Irgendwie sieht das neben dem ############ System auch nach direktem ########### aus...

Die MI und alles, was dazugehört, braucht heute niemand mehr. Guck doch mal, wo Madonna unter Vertrag steht und die gehört zu den Topleuten. Mit den klassischen Plattenlabeln hat die nix mehr zu tun.
Wo ist meine Argumentation falsch? Zum Teil sagst du genau das gleiche wie ich?

Ich redete davon, dass, falls die MI mitmal weg sein würde, wesentlich es wesentlich weniger MusikerInnen geben würde. Ganz einfach, weil das, was die MI heute so als Künstler unters Volk bringt, meist nur Pappkameraden sind:
Können selbst keine Songs schreiben, beherrschen keine Instrumente, können nicht frei tanzen und vielfach wird natürlich auch die Stimme aufgepeppt. Sie müssen nur eine gewisse Austrahlung haben und ein Mindestmaß an gesanglichen Fähigkeiten und Taktgefühl haben.
Die Songs kommen dann von prof. Songwritern, Musik wird eingespielt, Tänze werden einstudiert bis sie sitzen und die Stimme halt nachbearbeitet. Viola und fertig ist der neue Teenie-Star.

Es gibt natürlich abseits davon auch Bands und Musiker, die auch unabhängig etwas leisten können. Das sind dann natürlich die ganzen unabhängigen, die wirklich spielen können - wie das dann als Newcomer abläuft hast du ja gut beschrieben und klingt auch plausibel.
Und natürlich auch noch die, die schon seit Jahrzehnten erfolgreichen sind und Stadien füllen - aber diesen Einheitsbrei, der nach einigen Wochen, spätestens Monaten, wiederverschwindet, der hätte ohne MI keine Chance auf Ruhm. Reich werden sie mit MI allerdings auch nicht - damit hast du Recht.
 
AW: Netzneutralität: Die amerikanische Musikindustrie fordert Provider auf, illegale Daten zu sperren

Ich redete davon, dass, falls die MI mitmal weg sein würde, wesentlich es wesentlich weniger MusikerInnen geben würde. Ganz einfach, weil das, was die MI heute so als Künstler unters Volk bringt, meist nur Pappkameraden sind:
Können selbst keine Songs schreiben, beherrschen keine Instrumente, können nicht frei tanzen und vielfach wird natürlich auch die Stimme aufgepeppt. Sie müssen nur eine gewisse Austrahlung haben und ein Mindestmaß an gesanglichen Fähigkeiten und Taktgefühl haben.

Das glaube ich nicht.

Unter all den milliarden Menschen da draußen muss es ja (genug) Leute mit Potential geben... dann fangen diese eben nicht an indem sie irgendwo gecastet werden sondern indem sie etwa ein paar Videos auf Youtube hochladen; durch das Internet ist es definitiv (viel) leichter geworden alleine was aufzubauen

Ich denke, die Gesamtzahl der Musiker, einschließlich "Stars" würde sich kaum verringern, der Wegfall irgendwelcher Casting Eintagsfliegen würde durch Leute ausgeglichen, die sich über das I-net selbst hocharbeiten und die sonst vielleicht nie etwas geworden wären (Justin Bieber o.Ä. :ugly:)
 
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Wo ist meine Argumentation falsch? Zum Teil sagst du genau das gleiche wie ich?

Du bist mit der Aussage eingestiegen, dass es ohne MI keine Werbung mehr gäbe. Das ist erstmal falsch. Konzertwerbung z.B. kommt vom Konzertveranstalter oder Booker, hat die MI nix mit zu tun. Die Werbung für CDs z.B. wird zwar von der MI gemacht aber direkt dem Künstler in Rechnung gestellt, d.h. mit seiner Vergütung - sein Anteil der Verkäufe - verrechnet. Ich glaube der Anteil des Künstlers pro CD liegt bei 17 Cent. Bei Topstars geht es schon mal bis zu einem Euro hoch, das kriegt aber kaum einer (Michael (RIP), Madonna, Stones, das sind (oder waren) auch die, die sich 1 Mio. Dollar pro Konzert garantieren lassen, in der Riege gibt es kein Risiko mehr - für den Künstler. Darum liebt die MI auch die Topstars nicht mehr. Die kann man nicht so auspressen mit Leute, die man selbst aufgebaut hat).

Als Lehrer und Bank agiert die MI auch nicht. Eine Bank geht Risiken. Die MI schiebt diese Risiken an die Künstler weiter. Tja, und Lehrer; ich bin der Meinung, das man einem Künstler, der den Namen verdient, nichts mehr beibringen muß. Der hat in der Regel seine Prägung schon lange vorher erhalten und geht seinen Weg.

Was bleibt übrig? Genau, die MI reguliert den Marktzugang.

Generell zum Umgang der MI mit Künstlern: Als damals BMG mit Sony fusionierte war ich in Gütersloh und fast jeden Tag in der Bertelsmann HV (lecker Essen für vernünftiges Geld). Ein kleines bischen hat man mitbekommen, wie sich die BMG für den Merger aufgehübscht hat... Irgendetwas menschliches gibt es in der MI nicht. Und für Künstler tun die nichts, höchstens mit Künstlern. Das ist aber in der Regel nicht das, was die Künstler gut finden.

Also: Niemand braucht heutzutage mehr die MI. Weder die Künstler (Es gibt geile unabhängige kleine Labels mit Direktvertrieb über's Internet. Die Jungs machen das nicht, um reich zu werden, sondern weil Ihnen Musik etwas bedeutet.), noch das Publikum (ich habe einen 19jährigen Sohn, der hat vielleicht 10 CDs. Saugen tut er auch nicht, Musik hat er genug. Die Kiddies hören fast nur noch online. Und da ist es egal, wo es her kommt).
 
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