AW: Neuer DKRZ-Supercomputer Blizzard berechnet Klimamodelle für Kopenhagener Weltklimakonferenz
Mitte der 70er waren sich übrigens weltweit die Klimaforscher einig, dass wir unwiderruflich auf eine neue Eiszeit zusteuern. Wers nicht glaubt, möge googeln.
Mein Google findet irgendwie keine Belege für diese Aussage.
Aber meine RL-Kontakte, die sich hauptberuflich mit sowas beschäftigen, behaupten, dass sie vollkommen falsch ist und nur ein kleiner (für Medien interessanter) Teil der Klimaforscher von einer Eiszeit sprach.
... ändert aber nichts dran das man noch vor 10 Jahren von einer ständigen Erwärmung der Erde ausgegangen ist, mit Blick auf Wirtschaftswachstum in China und Indien.
Ist aber nicht passiert.
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen

:
Ist eben doch passiert
(die Erwärmung. Von "ständig" im Sinne von "konstant" ist nie jemand ausgegangen. Ob ein Wirtschaftswachstum in China und Indien passiert ist, mögen andere beurteilen, ich glaube aber sowas gehört zu haben)
Es gibt genug Studien die sogar eine leichte Abkühlung weltweit seit 2001 ergeben haben.
Das hat selbst die NASA letztes jahr publiziert.
Man beachte, wer obige Daten veröffentlicht hat, denen zu Folge 2002, 2003, 2005, 2006, 2007 und 2009 im globalen Mittel (teilweise deutlich) wärmer waren, als 2001. (04 war gleich warm, 08 minimal kälter)
Aber ok, schauen wir uns mal mehr als die letzten Jahre an.
Vor 8000-6000 Jahren gab es eine Warme Periode, 1,0 - 1,5°C wärmer als heute.
Vor 5000-3500 Jahren gab es eine Warme Periode, ~ 1,0°C wärmer als heute.
Es wäre nett, wenn du die Daten verlinkst, die "wir" uns anschauen. Denn z.B.
diesen Daten zu Folge, waren die von dir genannten Zeiträume gerade einmal 0,25°C wärmer, als der Durchschnitt der letzten 12000 Jahre, den wir unsererseits bereits um rund 0,5°C hinter uns gelassen haben. Nix mit 1,5°C wärmer. 0,25°C kälter. Und das, obwohl es seinerzeit tatsächlich ungewöhnlich warm war.
Vom 15. bis in das 19.Jahrhundert gab es dann die so genannte "Kleine Eiszeit".
Und aus der kommen wir grade, immernoch.
So?
Wenn wir da "rauskommen", wieso sind die derzeitigen Temperaturen dann bereits ~doppelt so weit über dem vorherigen wert, wie sie wärend der kleinen Eiszeit darunter
waren?
Wenn ich so morgens aus meinem Bett "rauskommen" würde, würde ich mit dem Schädel in der Zimmerdecke stecken.
Na dann wünsch ich das sie ein Endlager wie "Asse II" gleich in deiner Nähe eröffenen und das der Dreck schön durchsuppt und bei euch das Grundwasser verseucht.
An das bischen Krebs und die Wasserköpfe der Babys gewöhnt man sich ja, oder?
Ich sag nicht, dass ich Atommüll lieberhabe (so ganz privat zähle ich mich zur Spezies "Mensche"...), ich sag nur, dass er für die Umwelt ein kleineres Problem darstellt, als ein schlagartiger globaler Klimawechsel. (der im Vergleich zu anderen Formen der Umweltschädigung aber auch eher unbedeutend ist)
Imho ist Kernenergie die bescheuertste Idee, die die Menschheit je hatte. (sogar bescheuerter, als Nuklearwaffen selbst. Die sind zwar schlimm, aber wenigstens entspricht ihre Wirkung dessen, was ihre kranken Erbauer wollen)
Warscheinlich denken die Amis genauso wie du über Uran.
Irgendein Grund muss es ja haben das die ihren Atommüll in Form von "DU Munition" im Kosovo, Irak und Afganistan los werden wollten.
YouTube - Todesstaub Uran - Interview mit Frieder Wagner
Abgereichtertes Uran ist einfach viel billiger, als Wolfram. Und bekanntermaßen haben die USA einen hohen Verbrauch an Munition...
(mitlerweile wird das Zeug aber auch schon zu Panzerung verarbeitet)
aber wenn deren Modelle vom Klimawandel und des CO2s als Haupt/Alleinverantwortlichem stimmen würden, dann wären nicht vor ein paar Wochen alle so überrascht gewesen, dass es ebend KEINE Erwärmung die letzten 9 Jahre gab (bereinigt um ein paar Effekte wie El Nino) laut Messungen.
Siehe oben - die Messungen, die ich finden konnte, belegen eine doch recht deutliche Erwärmung innerhalb der letzten 9-10 Jahre.
Innerhalb der letzten 5 Jahre haben wir eine Stagnation, aber weder sind die Modelle so fein auflösend (stichwort: Rechenleistung), dass sie so kurzfristige Aussagen machen können, noch lässt sich bei den üblichen Schwankungen zwischen einzelnen Jahren aus 5 Werten ein Mittelwert bilden, dessen Signifikanzgrenzen außerhalb der Prognosen liegen.
Mir fehlt da die Offenheit, die Spezis der UN tun so, als verständen sie mit absoluter Gewissheit wie das Klima/Wetter funktioniert, aber dem ist einfach nicht so, für viele Faktoren in deren Rechenmodellen haben die ganz einfach Variablen eingesetzt, so wie sie glauben dass es sich auswirkt.
Sicherlich haben sie das - so funktioniert Modellierung. Jeden einzelnen Mechanismus exakt zu quantifizieren würde Jahrhundert dauern (in dem Fall vielleicht Jahrtausende, da man keine Experimente machen kann). Da muss man schätzen.
Aber: Aus genau diesem Grund werden die Modelle anschließend an historischen Daten überprüft und nur wenn sie da sinnvolle Ergebnisse liefern, werden sie für Prognosen verwendet.
Und sie liefern sinnvolle. Und die Prognosen lagen bislang eher unter denn über der Realität...
Ich bin da der Meinung, wären wir ernsthaft in "Gefahr" würde da strikter gehandelt
So wie von 33 bis 39 gegen die Gefahr, die von Diktatoren ausgeht?
So wie in den 50ern und 60ern gegen die Freisetzung großer Mengen Radioaktivität zu Testzwecken?
So wie 86 gegen Sicherheitprobleme in Tschernobyl?
Von wem bitte schön erwartest du denn striktes Handeln und kennst du irgend ein Beispiel, wo diese Person das in der Vergangenheit zum Wohle der Welt gezeigt hat?
, die ziemlich lauen Reaktionen vieler Länder deuten nicht darauf hin, dass es ein akutes Problem für sie gibt, scheinbar sind die Zahlen der UN-Leute nicht so dramatisch dass sich Obama & Co. zu dramatischen Klimarettungsprogrammen genötogt sehen.
Natürlich ist es kein aktues Problem. Es ist ein Problem für in 10-20 (für einige Inselstaaten, die auch ganz und gar nicht lau reagieren, aber weiterhin den Rest der Welt nicht interessieren) oder 30-40-50 Jahren. Zeiträume, die weit länger sind, als die 4 Jahresspanne, die Politiker überblicken. Zeiträume, die länger sind, als die Lebenserwartung der amtierenden Regierungschefs.
Vielleicht Vergleichbar: Die Integration von Gastarbeitern in den 50ern, die Abkehr von Kernenergie in den 60ern, der Stop der Neuverschuldung in den 70ern, die Beendigung der Ölabhängigkeit in den 80ern, der Aufbau quantitativ und qualitativ ausreichender Bildungsmöglichkeiten in den 90ern.
(eigentlich nicht vergleichbar, denn ein Großteil der Wurzeln des Klimaproblems hätte man auch schon vor 30 Jahren anpacken können, aber zumindest auch "weit außerhalb politischer Zeiträume")
Ebenddrum. Ohne "... in Bezug zur Klimaerwärmung" gewinnt man in der Wissenschaft keinen Blumentopf mehr, daher erscheint auch so viel Zeugs was mit dem Thema in Verbindung steht, und das nenne ich dann sehr wohl panikmache wenn jeder Schwachsinn damit in Verbindung steht.
Moment: Nur, weils im Antrag stehen muss, steht es noch lange nicht in den Ergebnissen
Bzw.: Viele der Studien beschäftigen sich jetzt halt u.a. damit, was der Klimawandel für Auswirkungen auf XYZ hat. Und so ziemlich jedes XYZ wird irgendwie auch von einer großen globalen Veränderungen beinflusst werden, erst recht, wenn man die Werte hoch genug ansetzt. (z.B. CO2 Konzentrationen, wie sie für Mitte des Jahrtausends erwartet werden)
Sowas fließt aber nicht in Klimaberichte ein und wird auch von keinem zur Panikmache verwertet. Das ist einfach nur der steuernde Effekt, den eine klimafixierte DFG auf Grundlagenforschung hat.
Was mir auch fehlt ist mal eine vernünftige Darstellung der Faktenlage, denn über die Medien kommt es so rüber als sei ausschließlich das CO2 an allem schuld und wir seien der einzige Grund warum der Gehlat steigt.
Hast du dir den IPCC-Report durchgelesen, zumindest die Zusammenfassungen im ersten Viertel (wissenschaftliche Grundlagen)?
Das ist schon soweit kondensiert, dass weder für die Mechanismen noch für eine Beurteilung der Sicherheiten genug Platz ist, gerade mal so die Folgen passen rein. Wenn du es detailierter willst, musst du halt auf wissenschaftliche Textre zurückgreifen. Es hat seinen Grund, dass es über ein Jahrzehnt gebraucht hat, bis die wissenschaftlichen Eliten, die sich den ganzen Tag nur mit sowas beschäftigen, zu einem einigermaßen einstimmigen Ergebniss gekommen sind. Das Thema ist sehr komplex und jeder Versuch, es ist einen 30 minütigen Fernsehbeitrag zu packen, ist zum scheitern verurteilt bzw. unterschlägt halt extrem viel.
Und von "Wissenschaftlern" höre ich da primäre stille Abnickerei dieser Darstellung,
Die Wissenschaftler sind eine entscheidende Komponente beim IPCC und debatieren noch lange vor den Politikern über das, was drinnstehen soll. Entsprechend gibt es keinen ganz großen Aufschrei.
Einen kleinen über das, was die Politiker dann draus machen, sehr wohl. Aber Wissenschaftler sind es eben gewohnt, dass sich die Politik einen Dreck um ihre Erkenntnisse kümmert, sobald Geld im Spiel ist -> Resignation. Auf das, was die Medien draus machen, verschwendet erst recht keiner mehr seine wertvolle Zeit. (Es sei denn, es gehört zum Job. Die oben von mir erwähnte Zahl zu Veröffentlichungen und Medienberichten war nicht aus der Luft gegriffen. Es gab tatsächlich eine Studie, die mehrere 1000 wissenschaftliche Veröffentlichungen und Medienberichte ausgewertet hat, und dabei feststellen musste, dass zu einem Zeitpunkt, zu dem über 99% der wissenschaftlichen Arbeiten eine anthropogene Erwärmung belegte, 50% der in den Medien verbreiteten ""Informationen"" anzweifelten, das es überhaupt eine Erwärmung gibt)
hatte letztens erst was über den Einfluss der Sonne gelesen, das wenn die stärker brutzelt die Temperatur hier nicht nur steigt sondern durch die sich erwärmenden Meer Unmengen an CO2 freigestzt werden.
Wurde der Einfluss das auch in Relation gesetzt? Neu ist das nämlich keineswegs, dass die Sonnenaktivität Einfluss auf die Erde hat. Das Problem ist nur, dass
die derzeitige Aktivität wenig Zusammenhang mit den beobachteten Temperaturveränderungen zeigt. Entsprechend wird diese Komponente zwar in den Klimamodellen beachtet, aber ihr Einfluss ist eben einfach
klein.(aktueller:
Seite 39, pdf-Seite17)
Das ist aber leider vielen Fernsehmachern egal, die einfach nur einen reißerischen Aufhänger für eine schlechte Sendung suchen. (man beachte, die Jahreszahl im ersten Link: 2001. Ändert nichts daran, dass die wissenschaftlich längst verschrottete Idee, dass die Sonnenaktivität die derzeitige Entwicklung erklären könnte, immer noch gut für 30-60 Minuten Privatfernsehen ist. Die Folgen für die öffentliche Meinungsbildung kann man dann hier im Forum beobachten)
Es findet ja keine wissenschaftliche Diskussion mehr statt,
Aber wie die stattfindet. Nur findet sie, wie jede wissenschaftliche Diskussion, nicht in der Bild statt. Auch nicht in der Welt. Auch nicht in der Geo.
Nature&Science beschäftigen sich zugegebenermaßen nur mit "wie viel", nicht mit "überhaupt". Denn es gibt einfach nichts neues grundlegendes zu diskutieren.
man wird nur noch von Zeugs bombardiert das irgendwie die "klassische" Klimawandel-Theorie untermauert, und das nervt mich.
Tjo - man wird auch mit Zeugs bombadiert, dass die "klassische" Gravitationstheorie untermauert.
Daran sind natürlich nicht nur die Wissenschaftler schuld, das ist ein fieses Konstrukt aus Politik und Medien was die Panik schiebt, aber unschuldig an der Hyysterie rund ums Thema sind die auch nicht, sobald man mal mit Bedenken an der verbreiteten Meinung kommt, dass ausschließlich wir/CO2 schuld sind steht man sofort als eine Art Ketzer da. :/
Nö. Sobald man mit irgend einer
Meinung kommt, steht man allein da. Denn Meinungen gibts einfach ein bißchen zu viele auf der Welt, als das man Zeit drauf verschwenden würde, die man für wissenschaftliche Untersuchungen nutzen kann.
Sobald man mit irgendwelchen
Ergebnissen kommt, die etablierten Theorien wiedersprechen (und das gilt nicht nur für den Klimwandel, sondern für alle naturwissenschaftlichen Aussagen), steht man im Zentrum des Interesses.
Denn verdammt noch mal jeder Wissenschaftler hat ein sehr, sehr großes Interesse daran, zu beweisen, dass der Typ, der was anderes sagt, als er selbst, falsch liegt. Und genauso hat jeder Wissenschaftler Panik, dass ihm genaus das nicht gelingt und alles, was er die letzten Jahrzehnte gemacht hat, fehlerhaft war.
Umgekehrt träumt er davon, dass er selbst derjenige ist, der allen anderen zeigt, dass die falsch liegen und er besser ist, als alle anderen.
Im Übrigen sollte da nicht die Welle drum gemacht werden, das Klima hat sich schon so oft geändert auf der Welt, die letzte Eiszeit ist gar nicht mal so lange her, und selbst in unserer Geschichte (~10.000 Jahre) gab es schon Aktionen wie eine zugefrorene Londoner Themse im Sommer.
Aber nicht Jahrhunderte lang. Und im Vergleich zu den Zeitskalen, auf denen sich die anthropogene Erwärmung abspielt, ist die letzte Eiszeit sogar verdammt lang her, das ist ja gerade das Problem.
Und selbst die änderungen, die sich damals ereignet haben, dürften die Flexibilität der heutigen menschlichen Zivilisation deutlich überfordern.
Wenn sich das Klima ändert kann man sich anpassen, ein paar mehr Wüstengebiete rund um den Äquator gleichen sich aus mit Tundra in Russland/Kanada die zu bewirtschaftbarem Weideland wird,
Derzeit gleichen sie sich nicht aus, die potentiell landwirtschaftlichen Flächen nehmen weltweit ab.
Dinge wie Migration sind lösbar wenn auch eine ziemlich gewaltige Aufgabe.
Deutlich gewaltiger auf alle Fälle, als die Aufgabe, die CO2-Emissionen in den Griff zu bekommen. ...
In DE ist der Klimawandel nicht wirklich was dramatisches
- Rhein-Hochwasser
- Oder-Hochwasser
- Sturmfluten
Von so Kleinigkeiten wie Ausfällen des Verkehrsnetzes oder Störungen der Stromversorgung und Schäden an Bauwerken, wie wir sie heute schon immer mal wieder haben, ganz zu schweigen.
Sicherlich: Im Vergleich zum Absaufen von Banlgadesh ist das nichts.
Aber es richtet immer noch deutlich mehr Schaden an, als z.B. diese mickrige Wirtschaftskrise, die aber irgendwie total viele Menschen ziemlich unangenehm finden.
Trotzdem sind wir interessanterweise was grüne Technik betrifft auf vielen Gebieten Vorreiter,
Noch. Unter einer Regierung, bei der sich der Umweltminister für die Kürzung der Solarförderung stark macht und deren Mitglieder bereits vor der Wahl vermehrte Investitionen in sowas fortschrittliches wie Atomtechnik versprochen haben, ohne insgesamt mehr Geld zur Verfügung stellen zu können, dürfte sich das ändern.
was ich wiederum positiv finde: Neue Arbeitsplätze, ressourcenschonenderes Leben und unabhängige gesicherte Energieversorgung bedeutet das für uns.
Glaubst du ernsthaft, wenn Südostasien absäuft, leisten die sich deutsche Technologie?
Wovon wir profitieren könnten, wären kontrollierte Programme, um den Klimawandel mit High-Tech möglichst klein zu halten. (also genau das, was in Kopenhagen in diesem Moment
nicht durchgesetzt wird, u.a. dank einer Regierung, die sich mitlerweile sogar von den Franzosen was vormachen lässt)
Reaktionen auf die Schäden des Wandels werden zwangsläufig Low-Tech sein. Es leben schließlich nicht nur 50% aller Menschen in den Küstenregionen - dort befinden sich auch 50% der zugehörigen Arbeitsplätze. Und zwar vor allem diejenigen, die nicht zu Landwirtschaft und Bergbau gehören, sondern die in Industrie&Co die teure Infrastruktur vorraussetzen. Wenn diese über Jahrzehnte aufgebaute Infrastruktur absäuft, dann wird sie nicht von heute auf morgen ersetzt. Dann brechen diese Industrien ersatzlos zusammen und mir die Absatzmärkte für Exportabhängige Nationen wie Deutschland.