Statement zum Einfluss der Temperatur auf OC-Verhalten

Thornscape

Software-Overclocker(in)
Zu diesem Thema muss ich einfach mal ein paar Zeilen loswerden. Es geht mir um den Einfluss der CPU-Temperatur beim Übertakten.

So wie es scheint, ist heutzutage bei vielen die allgemeine Meinung folgende: "Wenn die CPU unter der Throttlegrenze bleibt (, also der Temperatur, bei der sie aufgrund der hohen Temperatur anfängt, sich selbst herunterzutakten), ist das ok und hat keinen Einfluss auf erreichbare OC-Werte."

Dies ist Humbug! Die Temperatur hat einen signifikanten Einfluss auf die erreichbaren Werte. Es muss sich nicht immer um Kälterekorde, wie bei der Kühlung mit Trockeneis handeln - auch im Alltagsbetrieb bei "normalen" Temperaturen kann eine natürliche Grenze auftauchen, die das maximale OC begrenzt.

Mein alter Pentium 3 zeigte mir diese Grenze sehr deutlich auf: Solange ich mit der Temperatur um die 40°C blieb, konnte ich meine Frequenzen (rockstable) fahren. Doch ab ca. 45°C wurde der Rechner langsam instabil, und Freezes waren angesagt.

Was ich damit sagen will: Wer übertaktet, sollte auch für ideale Temperaturen sorgen, jeweils angepasst, an das Ziel, was man erreichen will.
Einem Prozessor die Spannung hochzujagen und auf gute OC-Werte zu hoffen, weil man sich denkt, dass 80°C auch noch in Ordnung seien, wenn sich die CPU doch erst ab 100°C abschaltet, ist übertaktungstechnische Blasphemie und führt weder zu guten OC-Werten, noch zu einer langen Lebenserwartung der CPU.

In diesem Sinne, stay cool ;)
 
...ist es so, daß "die Leute" sich zu wenig Gedanken um die Temperaturen machen ? Oder könnte es auch sein, dass sie sich manchmal zu viel Gedanken um Temperaturen machen ? :)
Grund meines Statements ist der:
Ich hab 2-3 Monate lang versucht, alles tests für mein neues System zu lesen, das optimale rauszuholen etc..., gegen Ende (kurz vor Bestellung) war ich so gefesselt von den ganzen Überlegungen, dass ich auf alle Tests etc gepfiffen hab und einfach das verlässlichste Modell genommen habe, den NH-U12P, und dann war wieder gut ! Vielleicht ist es ja manchmal doch nicht viel anders wie: "hab ich jetzt noch 2 cm Platz bis zum Boden, oder sollte ich mein Auto noch tiefer legen ?"

^^:D
 
In meiner jahrelangen Mitgliedschaft in diversen Hardwareforen sind mir wesentlich mehr User untergekommen, die bei Werten von 50°C ihren neuen Prozessor schon im Nirvana sehen und verängstigt den boxed-Kühler gegen einen Kühlklotz tauschen wollen, der annähernd so viel kostet wie die CPU. ;)
Die "100 °C - who cares?"-Fraktion bildet sich meines Erachtens oft als Gegenreaktion. Entweder wollen sie einen bestimmten Takt erzwingen oder sehen in VCore das Allheilmittel. Vielleicht ist es auch eine angestrebte "Coolness", die durch die proklamierte "Hotness" der CPU erzeugt werden soll. :P

Im Prinzip hat man es bei der Sache immer mit einem Teufelskreis zu tun:
Je heißer die CPU, desto instabiler ist sie bei einer bestimmten Spannung. Je instabiler eine CPU, desto eher wird versucht, dem Phänomen mit erhöhter VCore entgegen zu wirken. Und so weiter...
Es ist beispielsweise möglich, Wolfdales mit 6 GHz und weniger als 1,4 Volt booten - allerdings unter LN2. Mit Lukü wären diese rechnerische TDP von 150W+ allerdings für einen Bootvorgang ebenfalls spielend zu bewältigen. In der Praxis ist man davon allerdings weit entfernt. Hier sieht man ebenfalls den Effekt einer guten Kühlung. (Coldbugs mal ganz außen vor)
Aus dem Grund sind auch Nutzer von Dice und Koküs den LN2-Benchern immer einen Schritt hinterher - und das obwohl die Temperaturen auch da mit zum Teil abartigen Spannungen stets im allgemein als unbedenklich deklarierten Spannunsbereich bleiben.
Ein mustergültiges Beispiel ist auch der neue Phenom II: Kälte heißt das Zauberwort, die Skalierung mit VCore fällt hier allgemein deutlich zurückhaltender aus als bei Intels 45nm-Pendanten.

Merke: Wir haben es hier mit Physik zu tun, die sich nicht leugnen lässt und im Einzelfall unterschiedlich bemerkbar macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch ich habe mich nach einstmals zum Teil sehr fragwürdigen Overclockingexzessen auf die für mich wichtige Quintessenz besonnen. Ich brauche keine 4 Ghz+ für den Alltagsbetrieb oder für diverse Games. Was Kühlmethoden betrifft bin ich eigentlich ein kleiner Feigling und als Fan von leisen, aber dennoch leistungsfähigen Lüftkühlungen mußte ich mich wohl oder übel von Ghz-Rekorden jenseits der 4 Ghz verabschieden und habe deshalb aus der Not eine Tugend gemacht und versuche seitdem das absolute Minimum an VCore für den stabilen Alltagsbetrieb mit Standardtakt auszuloten. Habe seitdem keine Loadtemperaturen mehr über 45° gesehen :)

Wer Lust hat, darf sich gern daran beteiligen ;)

http://extreme.pcgameshardware.de/overclocking-prozessoren/36904-extreme-undervolting.html
 
Das die Temperatur ein wichtiger Bestandteil des Übertaktens ist sollte klar sein. Ist beim Menschen doch nicht anders. Bei 15°C leiste ich mehr als bei 35°C.
Dank leistungsstarker Wakü habe ich weder mit meinem E8400 noch mit meiner GTX280 Probleme.
Ich bekomme meinen E8400 stabil zwar nicht über 3,8GHz aber daran ist das Board schuld. Während meine GTX280 Rekordtaktraten macht. Ich habe sie auf 810MHz Kerntakt bekommen bei 45°C unter Windows. Allerdings liefen nur die F.E.A.R 2 Demo und F@H stabil aber das bei 55°C und ich glaube es liegt an den niedriegen Temperaturen das sie so gut läuft.
Beim Übertakten sollte man nie die Temperatur aus den Augen verlieren, da sie doch einen großen Einfluss hat.
 
Wer Lust hat, darf sich gern daran beteiligen ;)

Das sehe ich eigentlich auch so, aber ich habe mich an meinen Übertaktungsstandard gewöhnt, weil zu meinen Alltagsprogrammen eben auch einige echte CPU-Fresser gehören. Undervolting ist leider nicht mehr drin.
Ich habe mich für die "vernünftige" Lösung entschieden, nicht bis zum Rand des Möglichen zu übertakten.
Alte Mechanikerregel: Alle Schrauben anknallen, testen, ob dann alles stabil läuft und wenn es das tut, dann die Schrauben etwas lockern. Ich könnte noch mindestens 100 MHz drauflegen, ohne zu tricksen. Aber hey, die Kiste hier muss stabil laufen, sonst macht das für mich keinen Sinn. Und was sind heutzutage schon 100 MHz mehr oder weniger, die sind kaum messbar und fühlbar schon gar nicht. Ich kaufe (wenn ich es mir aussuchen kann) neue Hardware immer im Sommer und an den heißesten Tagen werden die Grenzen ausgelotet.:D So ist man vor Überraschungen im nächsten Sommer geschützt. Und alle Energiesparoptionen sind aktiviert, wenn auch etwas getuned per RMClock. Die Thermalmonitor-Optionen sind natürlich auch aktiviert, schließlich soll die CPU ja throtteln, wenn ihr doch mal zu heiß wird. Obwohl ich keinen blassen Schimmer habe, wann meine CPU damit anfängt, d.h. bei welcher angezeigten Temperatur, denn die hat ja nicht unbedingt mit den realen Temps zu tun. Ich suche noch ein Programm, das mir anzeigt, wann die CPU throttelt, Throttlewatch funktioniert wohl nicht mit Core-Prozessoren.
Gethrottelt wird bei der Intel-Core-Reihe nur ein paar Grad (2°C? bin mir da im Moment nicht so ganz sicher) vor Tjunction, der Abschalttemperatur. Dafür macht es keinen Sinn, die TM-Funktionen zu deaktivieren, auch nicht bei Extrem-Overclocking. Beim P4 war der Abstand viel größer, da lohnte es sich noch.
Und was den Betrieb bei hohen Temperaturen angeht: Die lasse ich ganz bewusst zu, die Lüfter drehen grade so schnell, das sie beim Start auch anlaufen und nicht stehen bleiben. ;) Ich liebe es eben leise. Im Bedarfsfall wird natürlich (langsam) hochgeschaltet, klar, aber das dauert. Die Höchstgrenze liegt in der Praxis um die 70° C beim heißesten Kernpärchen. Da werden bestimmt manche aufjaulen, aber Nachteile hat das nicht, alles ist stabil, immer noch weit unter der Throttlegrenze und innerhalb der Intelspezifikation, wenn auch stark an der Grenze.
Aber ich habe auch Verständnis für die Extrem-Overclocker. Das ist einfach Spaß am Gerät, Sport und die Lust daran, Limits zu überwinden. Aber das würde ich nie an meinem Alltagsgerät machen.
 
Alte Mechanikerregel: Alle Schrauben anknallen, testen, ob dann alles stabil läuft und wenn es das tut, dann die Schrauben etwas lockern. Ich könnte noch mindestens 100 MHz drauflegen, ohne zu tricksen. Aber hey, die Kiste hier muss stabil laufen, sonst macht das für mich keinen Sinn. Und was sind heutzutage schon 100 MHz mehr oder weniger, die sind kaum messbar und fühlbar schon gar nicht.

Dito, mach ich genauso. Man ärgert sich eher über einen Absturz als über 0,03FPS weniger.

Die Bezeichnung "Teufelskreislauf" von Hyperhorn triffts imo sehr gut.
Man muss eben ein gutes Mittelmaß finden.
 
Dito, mach ich genauso. Man ärgert sich eher über einen Absturz als über 0,03FPS weniger.

Die Bezeichnung "Teufelskreislauf" von Hyperhorn triffts imo sehr gut.
Man muss eben ein gutes Mittelmaß finden.

Jo da haste recht, mein Proz läuft auf 3.6Ghz und ich weiß das ich ihn noch bis 3,8GHz stabil bekommen könnte unter Lükü nur bringen tuhts das wohl eher mal nicht.

Und ich bin sehr froh das mein System endlich mal zu 99,9% stabil läuft.

Und das mit der Hitze kann ich auch unterschreiben, jeder Stabilitäts-Test läuft ohne Probleme, bis auf Prime da mein Prozessor da eindeutig zu heiß wird. (ca. 75°C)

Von daher freue ich mich drauf wenn ich irgendwan endlichmal meine Wakü habe. ;)

MfG DanielX
 
@Thornscape finde ich aber auch ich betreibe meinen Quad 9550 im E0 Stepping auch nur mit 3,4Ghz das völlig ausreichen ist und mit einer Spannungsreduzierung werden meine Temps unter Prime Small Ftts Run nur 58-59°C heiss und das finde ich völlig in Ordnung vorallem wenn man nur Zockt oder im Intenet surft.
Natürlich jagt man seinen Prozi auch mal höher um ein paar Benchmarks durch zu jagen um Punkte zu machen aber für den Altag ist so was nicht nötig.
Ich bin mit meinen Einstellungen komplett zu frieden und da Bald noch der IFX-14 draufkommt habe ich noch mal ein paar weniger Temps.
Mir ist auch bekannt das man denn Prozi auch mit Standart Spannung auf 3,6Ghz bringen kann aber dafür brauche ich ein anderes Mobo und man muss wieder an denn Spannungen der anderen Komponenten ziehen was auch wieder schädlich ist.
Es muss einfach jeder selber wissen wie weit er seine Hardware Übertaktet und mit was für Spannungen sowie die Temps, da hat jeder eine andere Schmerzgrenze oder was meint ihr :D, Mfg Snapstar
 
Also ich kann bis FSB 425 mit weniger Spannung arbeiten sprich weniger als 1,25V daher stellen die Temperaturen für mich erstmal kein Problem dar. Habe aber vorher schon festgestellt, das mit meinem Artic Cooling Freezer Xtreme, den ich vorher verwendet habe nicht soviel Takt drin war wie jetzt mit meinem Zalman CNPS 9700 LED :D

Ich kann auch bis 4,1Ghz takten und das läuft sogar stabil und die Temps gehen auch nicht über 71°C ...

Ist auch sicher noch mehr drin, nur das Problem bei mir ist im Moment der RAM, da der nur max. FSB485 mit niedrigsten RAM-Teiler mit macht, sprich einen Takt von 975Mhz ...

Erstmal muss ich mir 1066er RAM besorgen und dann schaffe ich bestimmt auch FSB 500+ mit weniger als 1,4V :D
 
Mein E8500 macht die 4GHz auch mit 1,24 V. Natürlich könnte man immer weiter und witer takten, da aber viele Benchmarks schon erwiesen haben, dass Taktrate über 4GHz meist nichts mehr bringen lass ich ihn so. Für 4,3 GHz brauch dann ich 1,38 V und das ist für die paar Mhz zu viel. Im Sommer im Nichtisloliert Dachgeschoss 2. Stock hab ich max. so 50-52°C. Im Winter unter 46°C. :)
 
Also das du für 4,3Ghz soviel Spannung brauchst ist schon bisschen komisch :D Ich brauch mit meinem Quadcore ja grade mal 1,33V für 4,1Ghz, hast du schonmal die GTL's optimiert ...
 
So komisch finde ich das gar nicht.
Bei meinem E8400 ist es genau so. Bis 4.25 bekomme ich ihn relativ gut (1.272V)bei etwa 40 Grad im Idle. Alles was höher ist muss mit viel Vcore (über 1.3) "erzwungen" werden.
Auch das Optimieren der GTL´s hilft nicht weiter. Ich habe bei meiner jetzigen Einstellung die GTL´s optimiert um die Vcore ein klein wenig tiefer ansetzen zu können.

Beim Übertakten muss man das richtige Verhältnis zwischen nutzen, temperatur, spannung und natürlich risikobereitschaft finden. Manche sehen es lockerer mit hohen Vcore- spannungen, machne gehen kaum über 1.25.
 
Also ich brauch für meinen Quad auch nur 1,33 Volt bei 4,0 GHz. Die Temps sind denn auch bei 52 Grad (Last) in brauchbaren Dimensionen.
Wakü halt, das Beste was ich meinem PC je angetan habe.;)
 
^^Ich brauche für meinen Q9650@4GHz sogar nur 1,232V,
die Temps werden dabei mit Luftkühlung unter 60°C gehalten :D

Aber meine lieblings Einstellungen für den Alltag sind bei 3GHz@0,98V und
3,33GHz@1,06V damit liegen die Temps dann bei 45°C bzw. noch darunter ;)
 
ich versuch immer dass ich die CPU mit max. 60°C laufen lasse.Unter Volllast (Prime) erreiche ich jetzt im Hochsommer 62°C Core1 und Core2-4 max. 56°C.mit meinem Mugen waren die Temps 2°C niedriger.mal schauen was die Scythe Elixer bringt
 
ich versuch immer dass ich die CPU mit max. 60°C laufen lasse.Unter Volllast (Prime) erreiche ich jetzt im Hochsommer 62°C Core1 und Core2-4 max. 56°C.mit meinem Mugen waren die Temps 2°C niedriger.mal schauen was die Scythe Elixer bringt

Deine Temps sind auch so wie bei mir habe ja auch den Thermalrighte 120 Ultra Xtreme aber den Scyth Slip-Stream 1600 die haben einen echt guten durchsatz habe ein bisschen wenigere Temps als bei dir aber auch nur 2-3°C was hast du im Idle, bei mir sinds 39,38,38,39°C und bei dir und was hast du eigentlich an Spannung laut CPU-Z im Idle und unter Last das würde mich gerne Interresieren, Mfg Snapstar
 
also meine Temps im Idle: CPU:40°C Cores 39/35/36/35 °C. bei mir ist die Core 1 und CPU Temperatur immer 2-6°C höher als bei Core 2-3
CPU-Z Last: 1,200-1,208V Idle:1,218-1,22V
es bringt viel den Lüfter zu wecheln!wenn ich meine Turbine 2000 an den True Black montiere komm auf 67°C unter Last.Der S-Flex ist einfach einer der besten!
 
also meine Temps im Idle: CPU:40°C Cores 39/35/36/35 °C. bei mir ist die Core 1 und CPU Temperatur immer 2-6°C höher als bei Core 2-3
CPU-Z Last: 1,200-1,208V Idle:1,218-1,22V
es bringt viel den Lüfter zu wecheln!wenn ich meine Turbine 2000 an den True Black montiere komm auf 67°C unter Last.Der S-Flex ist einfach einer der besten!

Ist voll in Ordnung für die Spannung werde Heute oder Morgen den IFX-14 verbauen mit Beaksitekühler mal schauen was ich dann für Temps haben werde :D aber die gleiche Spannung habe ich auch unter Last 1,20V und Idle 1,232V mal schauen wenn ich mein neues Mobo habe was ich dann alles aus dem Prozi rausholen kann ;), Mfg Snapstar
 
Ich könnte meinen Q6600 auch locker mit nem 450er FSB betreiben (8*450 = 3,6 GHz), aber ich brauche dafür eine relativ hohe Spannung von 1,45 V und die Temps gehen dann hoch bis zu 75°C was mir zu viel ist, deshalb habe ich ihn @ 2,4 GHZ @ 0,944 V laufen
MFG
 
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