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  1. #1

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    Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Laut dem Telekom-Deutschland-Chef Niek-Jan van Damme wäre ein Ausbau des Internetangebots per Fiber To The Home (FTTH) für alle viel zu teuer und schon aus logistischen Gründen nicht wirklich möglich. Wichtig sei den Kunden doch nur, dass sie eine schnelle Verbindung haben, aber nicht die Technik dahinter.

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  2. #2

    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    "Wichtig sei den Kunden doch nur, dass sie eine schnelle Verbindung haben, aber nicht die Technik dahinter."

    Ja klar, aber sie wollen auch eine langfristige Technik..... Aber spätestens in paar Jahren wird Deutschland sich vom Internet verabschieden, weil man es nicht gebacken bekommt ordentlich auszubauen, ach was erzähle ich hier eigentlich das Internet ist doch Neuland für uns.

  3. #3

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    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Nun nächstes Jahr wirds definitv einen Anschluss mehr geben, denn unser gesamtes bayrisches 15 Häuser Dorf wird FTTH der Telekom bekommen und ich werd ASAP 200/100 buchen, sofern es bis dahin nicht noch mehr gibt

    Gesponsort von der bayrischen Staatsregierung und dessen Breitbandförderprogramm.
    Von alleine würde hier niemand ausbauen, weil unwirtschaftlich. Daher werden die Telekom und Freunde auch das ganze solange bremsen bis der Staat einen großen Brocken der Finanzierung übernimmt.

  4. #4

    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Bei einem Letztjährigen Gewinn von über 20Mrd € (EBIT) könnte man ja schon erwarten das die Telekom wenigstens etwas davon Investiert, und nicht alles in die Taschen der Manager schiebt.
    Davon mal abgesehen, schaffen es andere Firmen doch auch. Zuletzt bei uns im Ort von Bn:t, komisch. Weil die Telekom ein paar mehr Euro's zur Verfügung hat.
    Wie machen denn das die anderen? Langfristiges Denken!?

  5. #5

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    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Was dem Kunden wichtig ist, ist auch dass diese schnelle Verbindung ihre maximale Geschwindigkeit konstant hält und nicht die meiste Zeit auf unter der Hälfte rumeiert.
    Abgesehen davon sind für die doch recht zahlreichen Spieler niedrige Latenzen ebenso wichtig, was durch Funk erfahrungsgemäß nicht gegeben ist, sondern im Ganzen nur durch FTTH umsetzbar ist.

  6. #6

    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Zitat Zitat von slasher Beitrag anzeigen
    Bei einem Letztjährigen Gewinn von über 20Mrd € (EBIT) könnte man ja schon erwarten das die Telekom wenigstens etwas davon Investiert, und nicht alles in die Taschen der Manager schiebt.
    Davon mal abgesehen, schaffen es andere Firmen doch auch. Zuletzt bei uns im Ort von Bn:t, komisch. Weil die Telekom ein paar mehr Euro's zur Verfügung hat.
    Wie machen denn das die anderen? Langfristiges Denken!?
    Ist freie Marktwirtschaft nicht toll in solchen Gebieten (Infrastruktur, Medizin, Kommunikation, etc.)?

  7. #7

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    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Vergessen wird hier wohl einiges. Telekom hat nunmal auf das Falsche Pferd gesetzt und will nun jetzt natürlich trötzdem ihren Misst verkaufen Vectoring usw. . Dass ein komplettes Glasfasernetzt viel weniger störanfällig wäre wird schön ausgelassen.

    Die Telekom war dumm genug sich jahrelang auf ihren Lohrbeeren auszuruhen. Warum verlieren sie den jedes Jahr Kunden und warum gewinnt Vodafone dazu ? Wenn sie nicht so verblendet gewesen wären hätte sie Kabeldeutschland gekauft.
    Geändert von Speedbone (09.08.2017 um 14:04 Uhr)

  8. #8

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    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Tja. Die Telekom hat wohl Recht, das Ausbauen für Vectoring ist deutlich billiger und auch schneller gemacht. Da müssen ja nur die Kästen neu verkabelt und bestückt werden, während die uralten Telefonleitungen weiterhin benutzt werden. Ich habe davon profitiert, wir bekommen momentan 80 MBit/s statt der vorherigen 6 MBit/s.

    Aber dann schließt doch wenigstens neue Häuser direkt mit FTTH an, oder legt wenigstens ein Leerrohr dafür!
    Zitat Zitat von sterreich Beitrag anzeigen
    Ist freie Marktwirtschaft nicht toll in solchen Gebieten (Infrastruktur, Medizin, Kommunikation, etc.)?
    Das hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun, in einer Marktwirtschaft gibt es nämlich eine beliebig große Zahl an Anbietern.

  9. #9

    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Mir hat ein Mitarbeiter von M-Net folgendermaßen die Verfügbarkeit der verschiedenen Geschwindigkeiten erklärt:
    - Glasfaser liegt bis zum Verteilerkasten an der Straße, von dort aus geht's per Kupfer in Haus und Wohnung ==> 50 MBit (natürlich abhängig von der Dämpfung des Kupferkabels)
    - Glasfaser liegt bis in den Keller des Mehrfamilienhauses, von dort aus gib't Kupferverteilung in die einzelnen Wohnungen ==> 100-200 MBit
    - Glasfaser wird liegt tatsächlich bis in die Wohnung ==> 400 MBit

    Wenn man davon ausgeht, dass der Glasfaserausbau aus ökonomischen Gründen vorwiegend in den Ballungszentren voran kommt (wo man ohnehin aufgrund kurzer Kupferwege schon brauchbarere Geschwindigkeiten als auf dem Land hat) und man mitberücksichtigt, dass dort vorwiegend Mehrfamilienhäuser stehen, kann man ausgehend von den 80 000 gebuchten Anschlüssen auch schnell eine Zahl an Haushalten erahnen, die tatsächlich einen Glasfaseranschluss in der Wohnung haben. Ohne jetzt genauer darüber zu meditieren, schätze ich diese auf ~1000... (japs, ich rede von deutschlandweiten Zahlen...)



    Und um mal über die Kosten des Glasfaserausbaus zu reden:
    Ich verwende dafür mal zwei unterschiedliche Grundlagen:
    - "kostet das meist 50 bis 100 Euro pro laufendem Meter" []heise online - IT-News, Nachrichten und Hintergrunde Sind runtergerechnet bei 3 km Glasfaserweg 300 000 €.
    - Unser 500-Personen-Dort hätte ~3000€ pro Kopf für Leitunglegen an die Telekom zahlen müssen (ich gehe mal von einer Glasfaserleitung bis zu einem zentralen Verteiler im Dorf aus). [frei im Kopf behaltene Angabe] Macht 1,5 Mio € für ein Dort, das 2 km von der nächsten Stadt entfernt ist.

    Rechnet man die beiden Grundlagen um, kommt man auf 300 000 € / 500 Personen * 80 000 Personen = 48 000 000 000 €
    oder auf 1 500 000 € / 500 Personen * 80 000 000 Personen = 240 000 000 000 €

    Dann sind wohlgemerkt die Dorfzentren beschaltet, in die Wohnungen, in die Häuser, an die Straßen vor die Häuser liegt dann noch nichts!
    Ich denke mal, wenn die Leitungen bis an die Straße liegen, ist es Sache der Hauseigentümer, sich ums Graben auf dem eigenen Grundstück zu kümmern (und eventuell Sache des Staates, Strafgebühren für Vermieter zu verhängen, die diesen Ausbau nicht durchführen, wenn das nicht schon der "freie" Wohnungsmarkt erledigt). Aber bis vor das eigene Grundstück muss es eben liegen.
    Ich habe jetzt keine Zahlen für die Länge des deutschen Straßennetzes zur Verfügung, aber ich denke, dass beinahe jede Straße aufgebuddelt werden muss, um Leerrohre mit Glasfasern bis an die Grundstücksgrenzen zu legen. Auch da könnte ich mir vorstellen, dass wir nicht von Milliarden, sondern Billionen wenn nicht sogar Billiarden € reden. Und das stellt eine Investition dar, die unser Land in den nächsten 10 Jahren nicht stämmen (können) wird - vermutlich nie.

    Äußerungen von Merkel à la "bis 2018 schaffen wir die Einhaltung der EU-Anforderungen an den Breitbandausbau (ich glaube im Sinne von mindestens 20 (oder 50?) MBit für jeden)" [auch frei ausm Kopf zitiert, habe jetzt keinen Bock das genau nachzusuchen auf den Newsseiten, die ich so jeden Tag durchstöbere] halte ich daher eher für den Witz des Jahrhunderts. Aber die Dame hat selbst mal Physik studiert, sie muss abends bestimmt selbst darüber lachen (oder doch eher weinen?).

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  10. #10
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    AW: Deutsche Telekom: Glasfaser für alle zu teuer, zu aufwändig

    Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

    Natürlich ist langfristig FTTH das Beste.
    Dennoch hat Telekom recht wenn sie sagen, dass es nicht ausreichend Kapazitäten gibt, um innerhalb weniger Jahre Flächendeckend FTTH auszubauen.

    Ich versuche mir gerade nur vorzustellen was für ein logistischer Aufwand das alleine in unserem 25.000-Seelen-Dorf wäre und wie viele Jahre das dauern würde.
    Quasi JEDE Straße und JEDEN Vorgarten aufreißen. in JEDEM Haus neue Anschlussdosen legen JEDEN KVZ mit der neuen Technik ausstatten...
    Deutschlandweit kann ich mir das nicht einmal vorstellen.

    Insofern ist eine Übergangstechnik unumgänglich. Mich stört lediglich, dass die Zusammenarbeit zwischen Telekom und anderen Tiefbauern sehr mangelhaft ist.
    Hätte man in den letzten 10 Jahren bei jeder Tiefbaumaßname schon einmal Glasfaser mit verlegt und Anschlussstellen zu den Wohneinheiten gelegt wäre ein ordentlicher Teil bereits erledigt.
    Manchmal hat man das getan, aber eben nur manchmal...

    Ganz unrecht hat Telekom auch nicht mit "Dem Kunden ist die Technik dahinter egal".
    Wenn die Leitung stabil ist: absolut korrekt.
    Problem am VDSL (und jetzigen Hybrid-Lösungen) ist aber, dass sie mögliche Konkurrenz geschickt aushebeln und somit das Quasi-Monopol der Telekom stärken.
    Klar ist das in deren Interesse. Aber nicht im Interesse des Kunden.
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