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  1. #21

    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von Pu244 Beitrag anzeigen
    Wir reden hier von CPUs, GPUs uns eventuell noch RAM, bei PCs und nicht von kritischer Infrastruktur.

    Tatsache ist, dass das ganze seit einziger Zeit kaum bis garkeine Rolle spielt. Probleme mit Elektromigration haben noch nicht einmal Extremübertakter und das wären die Ersten, bei denen das auffallen würde.
    Wie ich es hasse, wenn jemand mit "Tatsache ist..." oder "Fakt ist..." ankommt, obwohl er eigentlich genau weiß, dass er sich auf einem Gebiet bewegt, von dem ihm scheinbar jegliche Ahnung fehlt. Ich habe dir gerade eben dargelegt, warum auch und insbesondere Übertakter damit Probleme haben. Du musst die Informationen schon lesen.
    Diese bemerken die EM ganz einfach und auch teilweise recht früh daran, dass ihre übertakteten CPU/GPU plötzlich die Arbeit verweigert und (wenn überhaupt) nur mit bisher unproblematischer Übertaktung weiterlaufen, wenn die Spannung zusätzlich erhöht wird. Nicht selten hilft aber auch das nicht mehr und der Takt muss reduziert werden.
    In Foren liest man dann gerne von "ausgenudelten CPUs/GPUs".
    Gerade der oben verlinkte Haswell-E 5960X ist da hervorzuheben, der (so man nicht aufpasste) von Usern geradezu hingerichtet wurde, weil (Zitat) "Users should avoid running Prime95 small FFTs on 5960X CPUs when overclocked. Over 4.4GHz, the Prime software pulls 400W of power through the CPU. It is possible this can cause internal degradation of processor components."
    Das Problem ist Grundlegend bei jeglicher Halbleiterherstellung (betrifft auch nicht nur die Chips, sondern auch Platinen und deren Leiterbahnen an sich). Es ist toll, dass du die EM einfach mal eben für obsolet erklärst. Vielleicht rufst du dann auch mal bei Siemens, Nvidia, AMD, Intel, Qualcomm und wie sie alle heißen durch und sagst ihnen, dass das Thema von dir gelöst wurde, sie die Forschung einstellen können.
    CPUs und GPUs sind außerdem genau genommen höchst kritische Infrastruktur. Es gibt nämlich auch noch eine Welt außerhalb des heimischen Desktoprechners (Rechenzentren, Serverfarmen, Supercomputer, etc. pp.).
    Zitat Zitat von Pu244 Beitrag anzeigen
    Du kannst mir glauben, ich weiß was das ist und wie es sich auswirkt.
    Mit dem Glauben habe ich es nicht so. Ich bevorzuge generell Wissen.
    Zitat Zitat von Pu244 Beitrag anzeigen
    Natürlich müssen sie irgendwie darauf hinweisen, wenn sie nicht für die CPUs blechen wollen, die durch das Übertakten draufgehen. Tatsache ist allerdings, dass es seit dem Core2Duo (und auch davor bei den letzten P4 Versionen) keinen Massenexitus durch Elektromigration gegeben hat. Solange den Extremübertaktern nicht haufenweise die CPUs abrauchen, kann man das Problem als Normalverbraucher fast schon ignorieren.
    Nein, das ist kein simpler Garantievermeidungstrick. Die Garantie kann man schon einfach durch den Ausschluss von Übertaktung des Produkts verweigern (was übrigens fast alle Hersteller tun).
    Als Normalverbraucher kannst du das natürlich ignorieren. Nur ist hier eben nicht die Rede von "Normalverbrauchern", sondern von 24/7/365 Volllastnutzern zwecks Mining und Übertaktern.
    Es gibt Wege, der EM zumindest entgegenzuwirken, sie etwas zu verlangsamen. Aber eliminieren geht (zumindest nach aktueller Forschung) nicht.
    Die Nutzung von Hardware unter Dauerlast oder außerhalb der Spezifikation wird immer und ausnahmslos in einer reduzierten Lebensspanne und mit der Zeit auch eingeschränkten Übertaktbarkeit einhergehen.

    Das Schrotten von Karten durch das Mining führt übrigens dann auch zu solchen Gegenreaktionen:
    Mining-Nachfrage - Garantieverlust und 10.000 Dollar Preis als Losung? - GameStar
    Inno 3D warnt angeblich vor Mining-Einsatz bei GTX1060 6GB Ichill x3 V2
    Geändert von Taskmaster (07.10.2017 um 22:47 Uhr)
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  2. #22
    Avatar von DKK007
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    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von Taskmaster Beitrag anzeigen
    CPUs und GPUs sind außerdem genau genommen höchst kritische Infrastruktur. Es gibt nämlich auch noch eine Welt außerhalb des heimischen Desktoprechners (Rechenzentren, Serverfarmen, Supercomputer, etc. pp.).
    Wobei meistens einfach die Platine o.ä. abraucht. Allein deshalb sollten kritische Systeme redundant sein und regelmäßig gewartet werden.

    Das mit den Preisen hängt einfach damit zusammen, das die Hersteller die Nachfrage nicht decken können und sich die Gamer beschweren, die eben nicht bereit sind 500€ für ne RX580 zu zahlen.
    PC: CPU: i7-4770K @3.5GHz, MB: ASUS Z87-Pro, RAM: 20GiB, NT: bq Straight Power E9 CM 580W, GPU: Sapphire R9-380X Nitro 4 GiB [ASIC 75,7%], Win7 Ultimate (64bit) + OpenSuse 13.1 (64bit)
    2. PC: CPU: i5-2500K @Stock, MB: ASRock Z77-Pro4, RAM: 12GiB, NT: bq Straight Power E10 400W, GPU: Gigabyte GTX1050ti G1 Gaming 4 GiB, Gehäuse: R5 PCGH, Win7 Pro (64bit)
    Laptop: ASUS Pro P55VA, CPU: i5-3210M @ 2x2,5GHz, RAM: 8GiB, HD4000, Win10-TP + Linux Mint 17 Cinnamon (jeweils 64bit) auf MX100 256GB

  3. #23

    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Hatte ich angesprochen und sieht man auch schön auf der Folie 16. Redundanz ist selbstredend. Jedoch ist diese ein nicht unerheblicher Kostentreiber (ein Supercomputer ist schon teuer genug), der dann schon übersichtlich gestaltet werden will (beispielsweise diversitäre oder N+1-Redundanz).
    Auch beseitigt das das Problem an sich nicht. Eine Minimierung der EM wäre (wie gesagt) nicht nur dort wichtig, sondern ganz generell.

    Der Feind auf dem Chip
    Elektromigration stellt ein zunehmendes Problem in der Mikroelektronik
    dar, da durch fortschreitende Strukturverkleinerung mit immer kleineren
    Leiterquerschnitten die Stromdichte in elektronischen Schaltungen
    stetig zunimmt. Moderne Analogschaltungen berücksichtigen diesen
    Effekt oft bereits, während digitale Schaltungen mit ihren geringen
    und alternierenden Strömen bisher davon weitgehend verschont
    blieben. Es ist jedoch abzusehen, dass sich zukünftig Elektromigration
    auch in digitalen Schaltungen nicht mehr ignorieren lässt, was
    weitreichende Konsequenzen haben wird.
    Mir ging es bei der Verlinkung nicht um die Preise, sondern um den Inno3D-Aufkleber. Auch unsere Händler sind ja nicht gerade angetan davon, wenn mal wieder ein Servicefall mit 10 Grafikkarten im Paket aus Russland eintrifft. Man ist doch mittlerweile leicht gereizt und hat keinen Bock mehr.
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  4. #24
    Avatar von PCGH_Carsten
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    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von acc Beitrag anzeigen
    Nvidia zu Pascal: "Maximale Spannung verkurzt Lebensdauer auf ein Jahr"

    natürlich wird beim mining nicht die maximale spannung gefahren, wenn es nicht sein muss. aber der effekt ist so ziemlich derselbe, wenn die gpu ständig mit hohen strömen gefüttert wird.
    Da es beim Mining um Profit und nicht um kurzfristige Rekordjagd geht, werden die meisten Miner die Karten deutlich undervolted fahren. Nvidia-Chips laufen i.d.R. noch bei 1600-1700 MHz und 0,8 Volt, AMD-Chips ebenfalls deutlich unter einem Volt. Beim Ethereum-Mining wird zudem der Chiptakt zurückgefahren, sodass auch hier eine geringere Belastung entsteht. Alles in allem glaube ich nicht, dass dergestaltes Mining die GPU besonders stark belastet.
    @@@ Kibibyte, Mebibyte und Gibibyte sind böhmische Dörfer? Nein seit 1998 internationaler Standard! @@@ Kein Heft beim Händler? Einfach hier eine Händlersuche starten! @@@ Bitte keine Supportanfragen per PM dafür gibt es das PCGH-Forum @@@ Piep

  5. #25

    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Ich dachte einige Hersteller beschweren sich über die gestiegene Anzahl an RMAs durch Mining?
    Also dürfte es zumindest in einem gewissen Ausmaß der Lebensdauer nicht zuträglich sein.

  6. #26
    Avatar von Julian1303
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    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von PCGH_Carsten Beitrag anzeigen
    Da es beim Mining um Profit und nicht um kurzfristige Rekordjagd geht, werden die meisten Miner die Karten deutlich undervolted fahren. Nvidia-Chips laufen i.d.R. noch bei 1600-1700 MHz und 0,8 Volt, AMD-Chips ebenfalls deutlich unter einem Volt. Beim Ethereum-Mining wird zudem der Chiptakt zurückgefahren, sodass auch hier eine geringere Belastung entsteht. Alles in allem glaube ich nicht, dass dergestaltes Mining die GPU besonders stark belastet.
    Einerseits stimme ich zu, und anderseits nicht. Begründung liegt darin, das sich die meisten Miner nicht die Mühe machen alle Hundert oder Tausend karten oder gar mehr in einer Minerfarm anzupassen. Denke mal die werden sie alle einbauen, und auf Standard fahren. Einzig wenn sich der Gewinn extrem steigern lassen würde durch die Anpassungen dann vielleicht noch. Nur ob sich wirklich Viele die Mühe machen, wage ich zu bezweifeln.
    Insgeheim hoffe ich ja mal auf einen schönen fetten Crash für alle krypto Währungen, damit dieser Mist langsam mal aufhört.

    PS: Und Vettel wieder mal draussen wegen technischen Defekt, Oh man.

  7. #27

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    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von Julian1303 Beitrag anzeigen
    Einerseits stimme ich zu, und anderseits nicht. Begründung liegt darin, das sich die meisten Miner nicht die Mühe machen alle Hundert oder Tausend karten oder gar mehr in einer Minerfarm anzupassen. Denke mal die werden sie alle einbauen, und auf Standard fahren. Einzig wenn sich der Gewinn extrem steigern lassen würde durch die Anpassungen dann vielleicht noch. Nur ob sich wirklich Viele die Mühe machen, wage ich zu bezweifeln.
    Insgeheim hoffe ich ja mal auf einen schönen fetten Crash für alle krypto Währungen, damit dieser Mist langsam mal aufhört.

    PS: Und Vettel wieder mal draussen wegen technischen Defekt, Oh man.
    Wenn man den Stromvebrauch um ~30W senken kann dann sind das s ~3€ pro Monat/Karte. Und dass schafft man ohne viel tun zu müssen.
    Wenn man dann 100 Karten aht dan rechnet sich das sehr sehr schnell.

  8. #28
    Avatar von Maverick3k
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    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von Ripcord Beitrag anzeigen
    Die Miner sind auch nicht blöd. Eine Karte mit null Wiederverkaufswert kaufen um ein ein paar € zu sparen wird niemand mit etwas Verstand machen. Somit entlasten diese verkrüppelten Karten gar nicht den Markt, sondern sind nur eine zusätzliche Einnahmequelle für nvidia.
    Ich denke, dass solche Karten sowieso nur für die großen Miner interessant sind, die ein paar hundert Karten haben. Für die kleineren Minder macht es natürlich eher sinn eine normale Karte zu kaufen. Ich würde heute keine gebrauchte Karte mehr kaufen wollen... das die 24/7 gearbeit hat, wäre mir zu riskant...
    CPU: i7 6700K Kühler: Corsair Hyro H80i GT Board: Gigabyte Z170X Gaming 3 RAM: 32GB (2x16) HyperX Savage 2400MHZ PSU: be quiet! Straight Power E10 (600w) GPU (akt.): ASUS GTX 1070 Dual OC GPU (alt): MSI 480 GX 8GB OS: Win 8.1 Pro (64bit) HDD: 4x, SSD: 1x, Gehäuse: Fractal Define R5

  9. #29

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    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Ich kaufe im Moment 290(x) für super günstige Preise gebraucht. Davon sind sicherlich die meisten fürs Mining genutzt worden, manche geben es jedenfalls offen zu. Die sind jetzt mit hohen Stromkosten für die meisten unrentabel. Das Problem hab ich nicht und so kann ich 28-30Mh/s zum Schnapper hinzufügen.
    Ich habe von Minern, noch nicht eine minderwertige Karte bekommen, aber schon etliche richtig versiffte Nikotinekel von privat( alle natürlich immer mit TOP Zustand angegeben). (Unter)Taktbarkeit war durch die Bank zufällig. Habe eine Matrix 290x von Privat ( Mutti mit Sohn) die will 1,07V für 1000MHz und habe eine PCS+ vom Miner, die Minimum seit letztes Jahr 24/7 lief, welche 0,87V will für 1000Mhz.

    Da die neusten Karten kleinere Fertigungsverfahren haben, kann es da natürlich anders sein. Bei den 290(x) ist es jedenfalls egal wie lange die gelaufen sind.
    Rampage 2 Extreme // Xeon x5650 @4,4 Ghz
    24GB Corsair DDR3 1600 // Dark Power Pro 10 650W
    980 Ti @1560/4000 // Asus Xonar DX
    SanDisk Ultra II 960GB// Samsung 840 256GB// Spinpoint F3 1TB
    Magnat Quantum 603+ Teufel M 6200 SW// Beyerdynamic DT 770 PRO(80 Ω)

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  10. #30

    AW: Nvidia P106-090: Resteverwertung für Krypto-Miner ohne Geforce-Logo

    Zitat Zitat von Casurin Beitrag anzeigen
    Wenn man den Stromvebrauch um ~30W senken kann dann sind das s ~3€ pro Monat/Karte. Und dass schafft man ohne viel tun zu müssen.
    Wenn man dann 100 Karten aht dan rechnet sich das sehr sehr schnell.
    Dem würde ich zustimmen, wenn Miningfarmen denn in Deutschland stehen würden. Tun sie aber nicht. In Russland zahlt man beispielsweise ~1,2 Cent pro Kilowattstunde (Deutschland >30 Cent).
    Wir reden hier ja nicht vom privaten Miner, der das nebenan "for fun" mit minimalem Gewinn (wenn überhaupt noch) betreibt.
    Die ausgenudelten Karten aus den Ecken dieser Welt werden außerdem natürlich nicht im Billigland (Ort der Farm) auf den Gebrauchtmarkt geworfen, sondern landen über Strohmänner dort, wo sie den höchsten Wiederverkaufswert erzielen (also zum Beispiel bei uns).
    Denn das macht dann tatsächlich einen signifikanten Unterschied aus.
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