[Review] Xigmatek Midgard Midi-Tower

GoZoU

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
attachment.php
attachment.php

Ein herzliches Dankeschön geht an die Firma Caseking,
die mir mit der Bereitstellung des Testexemplares dieses Review ermöglichte.



Dieses Review spiegelt lediglich meine persönlichen Erfahrungen mit dem Testobjekt wider.
Es ist interaktiv gestaltet und alle Bilder lassen sich durch einen Klick vergrößern, was die Übersicht erheblich verbessert.
Inhaltsverzeichnis:

Einleitung
Verpackung
Lieferumfang und technische Daten
Äußere Erscheinung
Innere Erscheinung
Das Testsystem
Einbau der Hardware
Fazit
Links

Einleitung

Midgard ist die Heimat der Menschen und umgeben von Midgardsomr, einer dämonische Riesenschlange. Sie ist die Verkörperung des Weltmeeres, das die die Landmassen umschlingt und beißt sich selbst in den Schwanz. Die Midgardschlange ist eine Tochter der Riesin Angrboda und des Gottes Loki, sie und ihre Geschwister - der Todesgöttin Hel und der Fenriswolf - stellen die drei germanischen Weltfeinden dar. Wenn sich die Midgardschlange im Wasser wälzt, verursachen ihre Bewegungen gewaltige Sturmfluten.
Zur Endzeit Ragnarök wird sich die Midgardschlange im Meer wälzen und die Küsten durch die Wellen überflutet werden. Thor begegnet ihr dreimal und tritt zweimal an, sie zu töten.

So wird im Mythos von Thors Fischzug berichtet, wie er zusammen mit dem widerstrebenden Riesen Hymir auf das Meer hinaus rudert, um die Midgardschlange zu erlegen. Da er einen Köder benötigt, reißt Thor einem von Hymirs Stieren den Kopf vom Leib und bindet ihn an seine Angel. Schließlich beißt die Schlange zu. Thor versucht sie aus dem Wasser zu ziehen und will sie mit einem Hieb seines Hammers Mjölnir erschlagen. Bevor Thor seinen Plan in die Tat umsetzen kann, kappt Hymir, der es mit der Angst bekommen hat, die Leine und die Bestie entkommt. Wütend über Hymirs Tat erschlägt Thor den Riesen und kehrt alleine zum Ufer zurück.
Während seines Aufenthalts in Utgard trifft Thor die Midgardschlange ein zweites Mal, dieses Mal in Gestalt einer Katze. Dem Gott wird die Aufgabe gestellt, eben diese Katze zu stemmen. Ahnungslos, dass es sich um die verzauberte Schlange handelt, lässt Thor sich darauf ein, ist aber aufgrund des gewaltigen Gewichts zum Scheitern verurteilt.
Das dritte und letzte Mal trifft Thor die Midgardschlange zur Zeit der Ragnarök. Er erschlägt sie mit seinem magischen Hammer Mjölnir, stirbt aber nach nur neun Schritten an ihrem Gift.

Soweit der kleine Exkurs in die Mythologie. Doch ist Midgard nicht nur die Heimat der Menschen, sondern auch der Hardware - zumindest, wenn es nach dem Hersteller Xigmatek geht. Das Midgard soll dem Hersteller den Eintritt in den Gehäusemarkt sichern und durch viele Features und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Insgesamt bietet Xigmatek das Midgard in vier Ausführungen, die sich in der Art des Lieferumfangs unterschieden, an.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Verpackung

Das Xigmatek Midgard kommt in einer stabilen Box aus Pappe daher, die relativ schlicht gestaltet ist. Auf den Seiten und dem Deckel finden sich Informationen zum Gehäuse und seinen Feautures. Zusätzlich werden Vorder- und Rückseite von einer Abbildung der Welt Midgard geziert, in der Mitte der Welt ist ein Schloss zu sehen, auf der ein Drache thront - was wohl die Mysterie um das Thema verbildlichen soll.


Nach dem Öffnen des Deckels kann man einen ersten Blick auf das in Schaumpolystyrol (Styropor) und eine Schutzfolie verpackte Midgard werfen. Alles passt genau und hat genügend Abstand zu den Seitenwänden. So dass Stöße oder kleinere Beschädigungen der Verpackung nicht direkt auf das Gehäuse übertragen werden.




Lieferumfang und technische Daten

Die technischen Daten des Gehäuses im kompakten Überblick:
[Table=head]Technische Daten|
Hersteller|Xigmatek
Bezeichnung|Midgard
Produktnummer|[FONT=arial,helvetica,sans-serif]CPC-T55DB-U01[/FONT]
Typ|Midi-Tower
Maße|210 x 478 x 510 Millimeter (BxHxT)
Material| Stahl
Gewicht|9,28 Kilogramm
Farbe außen|Schwarz
Farbe innen|Schwarz
Formfaktor| ATX, Micro-ATX
Laufwerk-Slots|5 x 5,25 Zoll; 5 x 3,5 Zoll
Lüfterplätze|1x 120 mm (Front, White LED); 1x 120 mm (Rückseite, White LED)
Anzahl der Erweiterungsslots|7
I/O Panel|2x USB 2.0; 1x eSATA;1x je Audio IN / OUT
[/Table]
Vollständige Produktbeschreibung bei Caseking.de:
Der Hersteller Xigmatek – bekannt für seine extrem leistungsfähigen CPU- und GPU-Kühler - setzt die Linie seines CPU-Kühler Topmodells Thor´s Hammer fort und präsentiert mit dem Midgard Gehäuse einen direkten Verwandten des Ausnahmeathleten mit ebensolchen Genen und daher paralleler Namensgebung. Auch hierbei entspringt die Bezeichnung der germanischen Mythologie, wo Midgard die Welt der Menschen bezeichnet.

Die Verbindung wird damit auch im Namen deutlich – der Wetter- und Gewittergott Thor kämpft mit seiner sagenumwobenen Waffe (Thor´s Hammer) gegen feuerspuckende Titanen (genannt Prozessoren) und beschützt damit die Menschenwelt Midgard – was für eine Symbolik.

Midgard ist dabei das Debütwerk des Herstellers im Bereich Gehäusebau. Wer hier Anfängerfehler vermutet, wird jedoch eines Besseren belehrt. Denn der Midgard Midi-Tower zeigt sich extrem ausgereift und überzeugt mit vielen bekannten und neuen Features. Das Gehäuse ist damit nicht nur rundum gelungen, sondern setzt in einigen Bereichen sogar neue Standards.

Besonders beeindrucken die extremen Belüftungsmöglichkeiten, da insgesamt sieben große Lüfter verbaut werden können. Von diesen sind bereits zwei 120mm Lüfter im Lieferumfang enthalten, die zudem durch das typische Xigmatek-Design einen unverwechselbaren Blickfang setzen. Hierbei wird ein schwarz-transparenter Rahmen mit orange-transparenten Rotorblättern durch vier weiße LEDs in Szene gesetzt. Der Airflow-King besitzt zudem eine Lüftersteuerung für bis zu drei Lüfter - ein Merkmal, das in der Regel nur deutlich teurere Modelle besitzen. Die Steuerung erfolgt mit einem Drehregler, der auf einer PCI-Blende sitzt und daher frei positioniert werden kann.

Das Äußere des Midgard präsentiert sich schlicht und funktionell. Die schwarze Lackierung wird entsprechend durch zahlreiche Gitter durchbrochen und die Frontseite sowie der Deckel bestehen fast vollständig aus Meshgitter - eine Folge des Konzepts für maximale Belüftungsmöglichkeit. Dabei werden auch ungewöhnliche Positionen berücksichtigt, wie die beiden Gitter auf der rechten Gehäuseseite zeigen.

Die Front ist komplett abnehmbar und wirkt sehr aufgeräumt. Im oberen Teil wurden fünf 5,25 Zoll Laufwerksblenden aus Mesh untergebracht, von denen eine auch für 3,5 Zoll genutzt werden kann. Mittig wurde das I/O-Panel verbaut, das sogar einen eSATA-Anschluss bietet. Im unteren Bereich findet das Design der oberen Meshblenden seine Fortführung und dient als Schutz des vorderen 120mm Lüfters. Dessen Beleuchtung ist damit gut zu sehen und sorgt mit den orange gefärbten Rotorblättern für einen interessanten Farbtupfer im schwarzen Gehäuse.

Zwei erhöhte Leisten grenzen den Mittelteil von den Rändern ab. Diese Konstruktion setzt sich auch auf der Oberseite des Gehäuses fort. Im vorderen Bereich des Deckels, der wiederum von großen Meshflächen gekennzeichnet ist, sitzen die gut zugänglichen Bedienelemente.

Im linken Seitenteil wurden zwei sehr große Öffnungen eingelassen, die jeweils mit 120 oder 140mm Lüftern bestückt werden können. Der Blick ins Innere des Midgard verstärkt den Eindruck, dass hier jedes Detail durchdacht wurde und ein Leistungsumfang geboten wird, der in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht. Auffällig ist die vollständig schwarze Lackierung. Diese verbessert die Optik deutlich, da durch die zahlreichen Öffnungen und Meshgitter keine blanken Metallflächen sichtbar sind.

Im typischen schwarz-orangefarbigem Xigmatek-Design wurden die Befestigungen umgesetzt und bilden damit einen weiteren Blickfang. Dieser wird ebenso vom Lüfterdesign aufgegriffen, da sich an der Rückseite ein weiterer 120mm Rotor als Gegenspieler zum Frontmodell befindet.

Neben der Optik liegt der wirkliche Konstruktionsschwerpunkt des Midgard vorrangig bei den praktischen Funktionen. So sind die 5,25 Zoll Aufnahmen mit Schnellverschlüssen versehen, was eine schnelle Installation ermöglicht. Ebenso zügig können die fünf 3,5 Zoll Laufwerke sowie die PCI-Steckkarten befestigt werden. Der 3,5 Zoll HDD-/SSD-Schacht wurde zur Seite gedreht und bietet somit einen leichten Zugang. Zudem werden die Laufwerke auf einzeln herausnehmbaren Trägern befestigt, die zugleich vibrationsentkoppelt wurden und somit nur minimale Schwingungen an das Gehäuse weitergeben – ein Segen für Silent-Fans.

Doch auch hier schlägt der Airflow-Hammer zu und so werden die HDDs und SSDs direkt hinter dem Frontlüfter positioniert, wodurch sie stetig mit kühlender Luft versorgt werden. Zusätzlich befindet sich hinter den Platten und damit an der rechten Gehäuseseite eine Belüftungsöffnung - sicher ist sicher.

Der Blick zur Innenseite des Deckels sowie zum Boden zeigt einmal mehr - hier wurde jeder sinnvolle Platz genutzt, um einen Einbauslot für Lüfter zu integrieren. Gleich zwei 120 oder 140mm Modelle können hier zusätzlich eingebaut werden. Der Vergleich mit einem Windkanal liegt daher nahe, so dass keinerlei Einschränkungen bei der Kühlung selbst heißblütigster Hardware bestehen - ein Fest für Overclocker.

Selbst das Netzteil verfügt über einen eigenen Frischluftzugang von der Unterseite und trägt somit nicht zur Erwärmung des Innenraums bei. Dabei können auch sehr lange Netzteile in den Midgard eingebaut werden. Zudem wurde ein vibrationsdämpfendes Material an der Innenseite der Netzteilbefestigung verbaut, so dass dessen Schwingungen nicht an das Gehäuse weitergegeben werden.

Sogar ein Staubschutz für das Netzteil wurde integriert, der an der Unterseite bequem von hinten aus seiner Halterung gezogen und damit gereinigt werden kann. Apropos Staubschutz: Die gesamte Front einschließlich jede einzelne 5,25 Zoll Blende besitzt einen solchen, so dass eine Reinigung des Innenraums nur selten notwendig wird.

Damit wurden jedoch noch immer nicht alle Belüftungsmodi beleuchtet - selbst die praktische Aussparung am Mainboardtray, die eine Backplate-Installation des CPU-Kühlers auch im eingebauten Zustand des Mainboards erlaubt - besitzt einen eigene Frischluftzugang. Damit wird auch die Rückseite des Prozessors gekühlt - ein zusätzliches Plus für ein paar Grad weniger - im Overclocking Wettbewerb eventuell der entscheidende Vorteil.

Eine weitere Besonderheit sind drei längliche Clips am Mainboardtray, die eine einfache Befestigung der verlegten Kabel ermöglichen. Dies sorgt für Ordnung und damit einen besseren Airflow. Zugleich ist diese Lösung einfacher zu verlegen, als über Öffnungen im Mainboardtray. Doch auch diese sind bei Bedarf im unteren Bereich vorhanden.

Auch ein Airflow-King muss keine störende Geräuschquelle sein. Deshalb wurden neben den diversen Antivibrationselementen auch dämpfende Standfüße verbaut, die eine Übertragung von Schwingungen vom Boden an das Gehäuse (dröhnender Subwoofer) und zurück vom Gehäuse zum Fußboden (schwingendes Parkett) unterbinden. Zugleich sorgen sie für Abstand zum Boden, so dass der optional unten verbaute Lüfter sowie das Netzteil ungehinderten Frischluftzugang haben.

Eine weitere Möglichkeit, Ruhe und Leistung zu verbinden sind Wasserkühlungen. Zur Anbindung externer Wakü-Komponenten (Radiatoren, Ausgleichbehälter etc.) stehen gleich vier Öffnungen an der Rückseite zur Verfügung und damit doppelt so viel, wie die meisten Gehäuse bieten. Die Öffnungen sind vorgestanzt und können bei Bedarf einfach herausgebrochen werden.

Kurzum: Dieses Gehäuse bietet schon im Auslieferungszustand eine hervorragende Belüftung, eine gute Dämpfung für Silent-Ansprüche, einen praktischen Staubschutz sowie gute Installationshilfen. Bei Bedarf kann der Midgard zudem zum Kühlmonster aufgerüstet werden und so selbst zu High-End Big-Towern in Konkurrenz treten.

Der Lieferumfang:

Im Lieferumfang findet sich alles, was zur Montage benötigt wird. Eine Kurzanleitung, die relativ knapp ausfällt, aber dem unerfahrenen Anwender die Arbeit etwas erleichtert. Wer schon ein oder zweimal Hardware in ein Gehäuse geschraubt hat, sollte jedoch keine großen Schwierigkeiten haben, die Teile ihren Positionen zu zu ordnen. Wer sich unsicher ist, kann schon jetzt einen Blick in die Anleitung werfen, diese ist am Ende des Reviews als PDF-Dokument angehängt. Eine im Lieferumfang enthaltene Lüftersteuerung ermöglicht die Regulierung beider mitgelieferten und vormontierten 120-Millimeter-Ventilatoren.

[table=head]Bezeichnung|Anzahl
Xigmatek 120-mm-Lüfter|x2
Schraubensatz|x1
Kurzanleitung|x1
Kabelhalter|x3
Gummischutz für Schlauchdurchführung|x2
Drehzahlregulierung|x1
Speaker|x1[/table]



Eine sowohl nette als auch nützliche Zugabe - eine Steuerung zur Regulierung der beiden vormontierten 120-Millimeter-Lüfter.






Äußere Erscheinung
Kommen wir nun zum äußeren Erscheinungsbild des Midgard:

Das Midgard Gehäuse aus Stahl zeigt sich optisch sehr ansprechend. Die orangenen Befestigungen der Erweiterungskarten sowie das Durchscheinen der Lüfter durch das Mesh-Gitter bilden einen sehr schönen Kontrast zum sonst in schwarz gehaltenen Rest des Gehäuses. Des Weiteren verzichtet der Hersteller auf unnötige Ecken oder Ausbuchtungen und setzt auf klare Formen. Das Midgard bringt insgesamt 9,3 Kilogramm auf die Waage und ist 210 x 478 x 510 Millimeter (Breite x Höhe x Tiefe) groß. Neben einem Einsatz aus Mesh-Gitter sind sind die Power- und Reset Schalter sowie Betriebs-LEDs im Deckel integriert und somit gut zu erreichen, falls das Midgard nicht auf dem Schreibtisch steht. Die abnehmbare Front aus Kunststoff beherbergt das I/O-Panel, das neben zwei USB-2.0- und Audio-Ports auch einen eSATA-Anschluss bietet. Ganz in der Front ist das Xigmatek-Logo eingestanzt.

Xigmatek hat den Seitenteilen jeweils zwei Perforierungen spendiert, wodurch das Anbringen von weiteren Lüftern möglich ist. Auch sonst sonst hat der Hersteller sehr auf Details geachtet, so wurde es nicht versäumt die Seitenteile mit farblich passenden, schwarzen Thumb-Screws und Schlauchdurchführungen für den eventuellen Einsatz einer Wasserkühlung zu versehen. Nach dem Herrausbrechen der insgesamt 4 Durchführungen können die Ränder mit dem im Lieferumfang enthaltenen Gummischutz versehen werden.


Innere Erscheinung

Genug der Äußerlichkeiten, jetzt wird dem Midgard unter die Haube geschaut. Denn jedermann weiß: Aussehen ist nicht alles, auf die inneren Werte kommt es an und gerade in diesem Punkt will Xigmatek mit vielen kleinen Features punkten. So hat der Hersteller den Mainboard-Schlitten des Midgard, der übrigens nicht herausnehmbar ist, mit zahlreichen Durchführungen ausgestattet, die bei der Verlegung der Kabel helfen sollen. Eine zusätzliche Aussparung in Höhe des CPU-Sockels soll eine Montage von Kühlern mit Backplate erlauben, ohne das Mainboard entfernen zu müssen. Auch bei der Anbringung des Netzteils hat Xigmatek mitgedacht, so kann dieses wahlweise nach unten oder oben zeigend montiert werden. Ein Filter vor der Ansaugöffnung im Boden schützt das Gerät vor Staub. Zudem sorgt eine Schaumstoffschicht für eine kratzerfreie Montage und absorbiert auftretende Schwingungen. Neben den Netzteil lässt sich ein weiterer Lüfter durch Einrasten in die vorgesehene Halterung anbringen. Ein Hingucker ist auf jeden Fall die mattschwarze Lackierung in Verbindung mit dem kräftigen Orange der Halterungen. Abgerundet wird der Anblick durch zwei beleuchteten orange-schwarze 120-Millimeter-Lüfter.


Das Platzangebot im Inneren ist trotz der relativ kompakten Abmessungen recht großzügig. So ist hinter dem Mainbord-Tray genug Platz um sämtliche Kabel samt ATX-Stecker zu verstecken bzw. zu verlegen. Weitere Kabeldurchführungen im Bereich der 3,5- und 5,25-Zoll-Schächte erleichtern einem die Arbeit zusätzlich. Insgesamt fasst das Midgard übrigens fünf 5,25-Zoll- und ebenso viele 3,5-Zoll-Laufwerke.


Die Stecker des Frontpanels sind alle gut lesbar und verständlich beschriftet. Der eSATA-Anschluss lässt sich dank des bereits installierten Kabels zudem auf Anhieb nutzen. Die Verarbeitung im Inneren ist genauso tadellos wie die des Äußeren. Es stehen keine Ecken ab und auch der Lack ist nach mehrmaligem Öffnen der Seitentür noch in sehr gutem Zustand.


Unter dem Mesh-Einsatz im Deckel finden zwei weitere 120-Millimeter-Propeller Platz. Dank des Meshgitters sind diese von außen fast nicht sichtbar, was deutlich zur homogenen Optik des Midgard beiträgt.



Das Testsystem
Die relevanten Komponenten des Testsystems im Überblick:

[Table=head]Das Testsystem|
Motherboard|Asus Maximus Formula (Bios 1302)

Prozessor|Intel Core 2 Quad Q9550 (E1 Stepping)
CPU-Kühler|Xigmatek Thor's Hammer
Lüfter|Scythe S-Flex 1600
Grafikkarte|Asus EN8800GTS 512 MiByte
Arbeitsspeicher|Mushkin PC2-8500 (2x2 GiByte)
Festplatte|2 x Samsung Spinpoint F1 (640 GB; 750 GB)
Netzteil|Corsair HX520W
Steuerung & Überwachung|Aquaero 4.0 USB
[/Table]​


Einbau der Hardware

Das einbauen der Hardware gestaltet sich recht einfach. Wer sich nicht sicher ist, welche Schraube wohin gehört, kann im Handbuch nachschlagen. Als erstes habe ich mit dem Einbau der Festplatten begonnen. Diese werden mit Hilfe eines Schienensystem in Position gebracht. Um den Schlitten aus dem Schacht zu lösen, werden einfach die beiden Laschen an den Seiten etwas zusammen gedrückt, anschließend lässt er sich mit einem leichten Zug lösen.



Nun folgt die eigentliche Montage des Speichermediums. Dazu wird die HDD von oben in den Schlitten gelegt, vier kleine Gummipuffer dienen als Entkopplung. Danach wird die Festplatte von der Rückseite aus - auf der sich ebenfalls vier kleine Puffer aus Gummi befinden - mit der Konstruktion verschraubt.



Wenn alles ordnungsgemäß befestigt wurde, schiebt ihr den Schlitten samt HDD einfach zurück in den zugehörigen 3,5-Zoll-Schacht. Ein leises Klicken bestätigt das Einrasten des Rahmens.



Als nächstes nimmt das Mainboard seinen Platz ein. Bei genauerer Betrachtung des MB-Trays fällt auf, dass Xigmatek kleine Buchstaben (A;B) an den Gewinden für die Abstandshalter eingestanzt hat. Aus einer Legende geht hervor, dass diese mATX und ATX kennzeichnen. Das Rätselraten, welcher Abstandshalter wohin gehört, hat somit ein Ende. Zumindest theoretisch, denn dem Hersteller ist ein kleiner Fauxpas unterlaufen. So sind in der Legende die Kennzeichnungen A und B vertauscht.



Auch das Anbringen der Laufwerke geht ohne Probleme vonstatten. Nach dem Einschieben rastet ein Mechanismus ein und das Laufwerk sitzt. Mit dem weiteren Einbau der restlichen Komponenten möchte ich an dieser Stelle aber nicht weiter langweilen, da sich dieser wie gewohnt gestaltet.



Etwas enttäuscht wurde ich dann leider von der Tatsache, dass trotz Aussparung im Mainboard-Schlitten, die Montage eines Kühlers mit Backplate nicht möglich war - da die Öffnung mit 130 x 85 Millimeter (B x H) schlichtweg ein paar Millimeter zu klein geraten ist. Hier besteht offenbar noch etwas Verbesserungspotential. Im Bild seht ihr die Backplate eines Xigmatek Thor's Hammer.



Abschließend noch ein paar Bilder, die das Xigmatek Midgard in Betrieb zeigen.





Fazit



Xigmateks Erstlingswerk weiß zu überzeugen. Kleine Features erlauben eine einfache Montage der Hardware Dank zahlreicher Durchführungen ist das leidige Verlegen der Kabel kein Problem mehr. Ein weiterer Pluspunkt ist aus meiner Sicht der Kontrast aus schlichter schwarzer Optik und orangenen Elementen - sowohl innen als auch außen. Die mitgelieferten Lüfter sind mit ihren 1.000 RPM nicht übermäßig laut, fallen mir bei Dauerbetrieb aber doch negativ auf. Diesen Kritikpunkt wehrt Xigmatek mit der beigelegten Lüftersteuerung jedoch erfolgreich ab.

Abgesehen von der etwas zu kleinen Aussparung für die Backplate der CPU-Kühler gibt es also nicht wirklich etwas zu meckern. Wer sich für das Midgard entscheidet bekommt ein gut verarbeitetes Gehäuse, das zudem mit einem Preis von rund 60 Euro lockt.


 

Anhänge

  • caseking.468x60.blue.jpg
    caseking.468x60.blue.jpg
    11,5 KB · Aufrufe: 8.264
Zuletzt bearbeitet:
Sehr leckeres Review. :daumen:

Sag mal, eine Frage habe ich da, kann ich nicht genau sehen... :ugly:
Wo findet sich der Power und Reset Knopf, bzw. die Power und HDD LED?
Vorne kann ich nur die üblichen Anschlüssen erkennen.
 
Danke :)

Das findest du oben bei "Äußere Erscheinung" hier nochmal das Bild in groß ;)

full


MfG
GoZoU
 
Danke :)

Das findest du oben bei "Äußere Erscheinung" hier nochmal das Bild in groß ;)



MfG
GoZoU


Danke, dir GoZoU.
Ich habe mal bei Caseking geuckt, der Knopf ist im Deckel. :daumen:
Deine Bild war so fett, da konnte ich das nicht genau sehen. :D

Allerdings finde ich schade, dass die schon eingebauten Lüfter trotz nur 1000rpm schon negativ auffallen. :(
Kannst du das mal näher beschreiben?
Brummen die, oder doch lauter als gedacht?
 
Nein, da brummt nichts. Es ist ein Luftrauschen zu hören, meine 550-RPM- und Wakü-verwöhnten Ohren registrieren sowas nur sehr schnell. Wer ungeregelte Lüfter gewöhnt ist oder nicht so empfindlich darauf reagiert, den wird auch nichts stören :) Und zur Not liegt ja eine Steuerung bei ;)

MfG
GoZoU
 
Ne, leider nicht. Aber ich kann mal nen S-Flex daneben stellen und die Drehzahl anpassen, wenn dir das hilft.

MfG
GoZoU
 
Ne, leider nicht. Aber ich kann mal nen S-Flex daneben stellen und die Drehzahl anpassen, wenn dir das hilft.

MfG
GoZoU

Lautstärke ist ja echt sehr subjektiv, wenns um das Empfinden geht, wie du schon angesprochen hast.
Dich stören sie etwas, andere sehen sie als leise an.
Man sollte da schauen, ob man zumindest Vergleichswerte hinbekommen kann, als mit einem Lüfter, der bekannt ist.
Der S-Flex sagt mir was, hatte so einen auf dem Thermalright Ultra vom MIIF drauf, in 1200rpm.

Ich kenne Aldi PC Besitzer ( :fresse:), die ihrer Rattermaschine gar nicht mehr wahrnehmen, so sehr haben sie sich daran gewöhnt.
 
@ Kollege ^^

Einen schönen Test hast du da zusammen gebastelt. Alle Details und Problemstellen aufgedeckt und nebenbei noch echt grandiose Fotos geschossen. Ist ja wahrlich nicht leicht, ein Objekt dieser Größe qualitativ so abzulichten.

Respekt auf ganzer Linie :daumen:
 
Sehr schönes Review und feine Bilder haste da. :)
Aber eine Frage habe ich bezüglich der Aussparung hinterm CPU Sockel:
Du beschreibst, dass sie zu klein ist für die Backplate des Hammers. Ist es dort nicht möglich, dass man sie schräg hineinschiebt? Das wunder mich nun.
Grüße
 
Haste toll hin bekommen,Respekt!:daumen:

Das Case gefällt mir sogar.

GoZoUt dem Meister:hail::ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
optisch stört mich wiedereinmal die meshfront. ansonsten ist das nett, gut find ich die möglichkeit schwere kühler ohne mainboard ausbau zu wechseln, von haus aus ist das ja selten
 
@All: Danke fürs Lob :)

Sehr schönes Review und feine Bilder haste da. :)
Aber eine Frage habe ich bezüglich der Aussparung hinterm CPU Sockel:
Du beschreibst, dass sie zu klein ist für die Backplate des Hammers. Ist es dort nicht möglich, dass man sie schräg hineinschiebt? Das wunder mich nun.
Grüße

Nein, leider kannst du da auch nichts schief reinsetzen, da die Innengewinde irgendwie in die Löcher das Mainboards müssen. Mit größerem Abstand zwischen MB und Tray könnte das klappen, aber dann passen die Erweiterungskarten nicht mehr. Zusätzlich habe ich noch einen Prolimatech Megahalems und einen IFX-14 montiert, bei allen Kühlern war die Backplate zu groß. Ich hab das mal an Xigmatek weitergeleitet :).

@derprivatmann: Mit dem Case machst du sicher nichts falsch. P/L ist einfach top :daumen:

MfG
GoZoU
 
Zurück