1. #1

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    Vorwort

    Ich heiße alle Leser Herzlich Willkommen! Bevor der Test zum Deep Silence 4 beginnt, möchte ich mich bei Nanoxia bedanken, die mir freundlicherweise sehr schnell das Gehäuse zur Verfügung gestellt haben. Das Unternehmen hat direkt im Jahre 2012 bei der Veröffentlichung ihres ersten Gehäuses auf dem Markt Fuß gefasst. Nach dem ersten Erfolg wurde das Portfolio im Herbst 2013 unter anderem durch das Deep Silence 4 erweitert. Durch das bereits gelungene Deep Silence 1 sind die Erwartungen hoch. Ob diese erfüllt werden, klärt der folgende Test.

    Das eigentliche Review...

    ...und dessen Einleitung

    Nanoxia bewirbt das zu testende Gehäuse damit, dass es in Deutschland entwickelt wurde. Was kann man von Ingenieuren in Deutschland in Kombination mit dem Preis von etwa 65€ (Verfassungszeitpunkt; aktueller Preis bei Geizhals) erwarten?

    Die Verpackung

    Spätestens beim Blick auf die Verpackung erhält man erste Spezifikationen sowie Besonderheiten des Gehäuses. Die beiden großen Seiten zeichnen sich durch große und gut verständliche Visualisierungen aus. Die zwei kleinen Flächen geben ebenso Informationen und besitzen jeweils ein Loch. Sie haben die Breite einer Hand und dienen als Hilfe für einen leichten Transport von der Haustür bis hin in den Bastelkeller.

    Versprochen wird unter anderem ein geringer Geräuschpegel und dennoch niedrige Temperaturen der Komponenten im Betrieb. Die angepriesene Lüftersteuerung, die zwei Lüfter und die Kompatibilität zu Wasserkühlungssystemen sind gute Grundsteine für zuvor genanntes. Weitere Eigenschaften werden im weiteren Verlaufe des Tests behandelt.


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    Der Lieferumfang

    Folgend ist der Lieferumfang in einer Tabelle aufgeführt.





    Wie bereits die Tabelle darstellte, handelt es sich bei dem 8-Pin-Verlängerungskabel und den zwei Gummiverschlüssen für die Schlauchdurchführungen um Besonderheiten, die recht selten im Lieferumfang eines Gehäuses zu finden sind. Ersteres besonderes Zubehör verlängert das 8-Pin-Kabel, welches den Prozessor mit Strom versorgt. Da das Netzteil in diesem Gehäuse unten montiert wird, kann das Kabel des Netzteils alleine zu kurz sein, wenn man das Managementsystem des Gehäuses nutzen möchte und das Kabel hinter dem Mainboardtray verlegt. Die Verlängerung ist in diesem Falle die Lösung. Die zwei Gummiverschlüsse für die Schlauchdurchführungen können mit denen, die derzeit verbaut sind und das Durchführen von Schläuchen erlauben, ausgetauscht werden. Der Nutzen ist vermutlich ästhetischer Natur, da ein akustischer Vorteil eher unrealistisch ist.




    Erster Eindruck nach dem ersten Anfassen

    Beim Auspacken und bei den ersten Berührungen entstehen erste Assoziationen. Darunter fällt zum Beispiel: "schlicht" oder auch "hochwertig".

    Licht in's Dunkle - das Gehäuse genauer beleuchtet


    Die Front

    Nanoxia ist sich seinem Konzept für die Front treu geblieben. Somit ist auch bei dem Deep Silence mit der Nummer vier eine Tür vorhanden, die eine Lüftersteuerung mit zwei Kanälen, einen Resetknopf, zwei 5,25"-Laufwerksschächte und einen Schriftzug mit dem Herstellernamen versteckt. Die Tür selber nimmt weniger als die Hälfte der vorderen Fläche in Anspruch und besteht wie auch der Teil unter der Tür, aus Kunststoff. Auf der Rückseite der Tür befindet sich eine sehr (!) dünne Lage Dämmmaterial und vier eingelassene Magnete, die dafür sorgen, dass sich die Tür nicht ungewollt öffnet.

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    Die Oberseite

    Vorne in der Mitte befindet sich der Einschaltknopf, der von einem grünen Lichtstreifen umrandet wird. Rechts davon sind zwei USB-3.0- und ein USB-2.0-Anschluss. Links ist Platz für zwei 3,5mm-Klinkenstecker. Einmal Ausgang und einmal Eingang. Hinten sieht man die von innen vormontierte Dämmung für den 120mm-Lüfterplatz.

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0082.jpg

    Das Heck

    Hier gibt es wenige Unterschiede zu anderen Gehäusen. Eine Aussparung für das I/O-Shield, einen 120mm-Lüfter, zwei Schläuche für eine Wasserkühlung, die auch außerhalb des Gehäuses verlaufen kann, und das Netzteil sind vorhanden. Zudem kann man durch die vier Slots für Erweiterungskarten bereits auf den maximal kompatiblen Mainboard-Formfaktor schließen. Die Seitenteile lassen sich mit jeweils zwei Daumenschrauben befestigen.

    Störend ist die geringe Stärke des Materials, was besonders hier auffällig ist. Für eine leichte Verbiegung benötigt man nicht viel Kraft.

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0084.jpg

    Die Unterseite

    Auf der Unterseite sind vier gummierte Standfüße und ein nach hinten herausziehbarer Staubfilter für das Netzteil. Somit lässt sich Staub im Netzteil weitestgehend verhindern. Der Staubfilter sollte nur in regelmäßigen Zeitabständen gereinigt werden, damit der Lüfter des Netzteils noch genügend Frischluft bekommen kann.

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0209.jpg

    Die Seitenteile

    Bei den beiden Seitenteilen fällt die geringe Stärke so gut wie nicht auf. Dies liegt an der Dämmung, welche an den Seitenteilen verklebt wurde. Dadurch wiegen diese auch ein wenig mehr als normale beziehungsweise nicht gedämmte Seitenteile.

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0076.jpg

    Der Innenraum...

    ...und der Einbau...

    ...vom Mainboard


    Bevor das maximal µATX große Mainboard eingebaut werden kann, müssen die benötigten Abstandshalter und das I/O-Shield fixiert werden. Nun kann das Mainboard mit Schrauben befestigt werden.


    Tipp: Es geht einfacher von der Hand, wenn das Gehäuse auf die Seite gelegt wird. Dabei ist es empfehlenswert zum Beispiel ein Tuch auszubreiten, damit auf der aufliegenden Seite keine Kratzer entstehen.

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0735.jpg

    ...von Erweiterungskarten


    Durch den µATX-Standard sind die Möglichkeiten für den Einsatz von Erweiterungskarten begrenzter gegenüber Gehäusen, die ATX- oder sogar E-ATX-Mainboards aufnehmen können. Je nach Layout des Mainboards und Beschaffenheit der Erweiterungskarten (worunter zum Beispiel die Breite der Grafikkarte zählt), kann dennoch alles untergebracht werden, was benötigt wird.


    Insgesamt stehen vier Slots für Erweiterungskarten zur Verfügung.


    Das reicht in den meisten Fällen dafür aus, um neben einer Grafikkarte, auch noch eine Sound- oder WLAN-Karte einbauen zu können. Bei schmalen Erweiterungskarten ist auch mehr möglich.


    ...der Laufwerke


    5,25"


    In das Nanoxia Deep Silence 4 können zwei Laufwerke der Größe 5,25" eingebaut werden. Durch Schnellverschlüsse lassen sich diese schnell einbauen. Zudem können die Schnellverschlüsse demontiert werden. Wenn man also das Verschrauben favorisiert, wird sich Nanoxia bei Eurem Vorhaben nicht im Weg stehen, sondern bietet Euch diese Entscheidungsfreiheit. Die Laufwerke erreicht man durch das Öffnen der Fronttür, welche die Geräusche dämmt.


    3,5" und 2,5"


    In dem Gehäuse sind zwei Laufwerkskäfige für 3,5" beziehungsweise 2,5"-Laufwerke enthalten. Sie können auf Wunsch entfernt werden. Dadurch kann der Luftstrom optimiert werden. In den oberen Käfig passen drei Laufwerke. In den Unteren zwei.

    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0085.jpg
    ...erweiterter Kühllösungen

    Der verbaute i5 4690K, der mit einem Boxed-Kühler versehen ist, wurde während dem Exportieren von 80 bearbeiteten RAW-Fotos nicht über 70°C warm.

    Wenn der Boxed-Kühler nicht den optimalen Erwartungen entsprechen sollte, können natürlich auch andere Kühllösungen verwendet werden. Doch wenn die Temperatur durch zum Beispiel angewandtes Übertakten zu hoch ist, sollte zuerst einmal oben Platz für einen Lüfter gemacht werden. Somit kann mehr warme Luft zur gleichen Zeit an die Umgebung abgegeben werden.

    Dazu muss einfach die Dämmung entfernt und durch einen Lüfter ersetzt werden.


    [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0079.jpg [Review] Nanoxia Deep Silence 4-dsc_0081.jpg

    Kühler für den Prozessor dürfen bis zu 160mm hoch sein. Auch der Grafikkartenkühler kann durch einen Stärkeren ersetzt werden, solange dieser die Länge von 395mm nicht überschreitet. Dafür müssen jedoch die HDD-Käfige ausgebaut sein. Sonst liegt die maximale Länge bei 265mm.

    Eine Wasserkühlung kann natürlich auch verbaut werden. Um eine große Radiatorfläche erreichen zu können, empfiehlt sich zum Beispiel ein Externer. Dann könnte man die Durchgänge für Schläuche auch ausreizen.

    Fazit

    Das Nanoxia Deep Silence 4 ist ein sehr solides Gehäuse für µATX (und kleiner)-Mainboards. Es kann mit einem durchdachten Aufbau punkten. Das Verhältnis aus Kühlleistung und Geräuschimmission passt sehr gut.

    Das Gehäuse kann man jedem Suchenden an's Herz legen, der Wert auf Kompaktheit, die Geräuschkulisse sowie Kühlleistung legt!

    Geändert von Keinem (16.08.2015 um 05:26 Uhr)

    •   Alt

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  2. #2

  3. #3
    Avatar von Keinem
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    AW: [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    Zitat Zitat von Ion Beitrag anzeigen
    Habs dir mal ins richtige Unterforum verschoben
    Danke .

  4. #4
    Avatar von FrozenPie
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    AW: [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    Du hast es auf die Main geschafft
    Nanoxia Deep Silence 4: Test im PCGHX-Forum
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  5. #5
    Avatar von Keinem
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    AW: [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    Zitat Zitat von FrozenPie Beitrag anzeigen
    Du hast es auf die Main geschafft
    Nanoxia Deep Silence 4: Test im PCGHX-Forum
    Wow .

    Danke PCGH und danke dir für den Hinweis .

  6. #6

    AW: [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    Da die Frage früher oder später kommen wird, stelle ich sie jetzt mal, natürlich auch im eigenen Interesse.

    Konntest du schon Erfahrungen mit Gehäusen von Fractal Design sammeln und wenn ja, wie würdest du das Nanoxia im Vergleich bewerten?

  7. #7
    Avatar von Keinem
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    AW: [Review] Nanoxia Deep Silence 4

    Zitat Zitat von kadney Beitrag anzeigen
    Da die Frage früher oder später kommen wird, stelle ich sie jetzt mal, natürlich auch im eigenen Interesse.

    Konntest du schon Erfahrungen mit Gehäusen von Fractal Design sammeln und wenn ja, wie würdest du das Nanoxia im Vergleich bewerten?
    Sehr gerne werde ich versuchen, deine Frage bestmöglich zu beantworten .

    Leider konnte ich lediglich das Fractal Design Arc Midi R2 genauer begutachten. Auf das Node 605 oder Define R4 möchte ich mich nicht beziehen, weil ich diese nur kurz in Aktion sehen konnte.

    Das R2 ist natürlich das Gegenstück zum Nanoxia Deep Silence 4, wenn man sich einmal die jeweiligen Konzepte vor Augen führt. Auf der einen Seite die dämmende Front. Auf der Gegenüberliegenden der klassische Aufbau. Das Ganze ist jedoch auch Geschmackssache. Damit meine ich die Präferenzen bezüglich des Designs sowie der Lautstärke.

    Ich würde somit gerne auf die Verarbeitungsqualität eingehen. Dort steht das eine dem anderem nämlich so gut wie in nichts nach. Stellen, die zu Lasten der Finger gehen und Schnitte verursachen, sucht man vergeblich. Die Konstruktionen wackeln und klappern nicht, trotz einer sich schnell drehenden HDD.

    Bis auf die recht magere Materialstärke am Heck des Deep Silence 4 kann ich nichts beanstanden. Ich kann leider nicht sagen, ob dies auch bei anderen Modellen wie zum Beispiel dem Deep Silence 1 der Fall ist. Das gilt es noch herauszufinden .

    Einen Fehlkauf wir man mit Produkten aus beiden Lagern nicht begehen .

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