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Hornissentreiber
Guest
Hallo Gemeinde,
ich möchte einmal meine ersten Erfahrungen mit einem UHD-Monitor schildern, vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Entscheidung dafür oder dagegen.
Seit gestern besitze ich einen Samsung U28D590D und bin mit ein paar Abstrichen begeistert. Zunächst einmal will ich die Aspekte schildern, die mit diesem speziellen Monitormodell nichts zu tun haben:
Die UHD-Anzeige ist ein Traum! Schriften sehen aus wie aus dem Laserdrucker, Spiele und Fotos werden dermaßen gestochen scharf dargestellt, dass man es gesehen haben muss. Nicht zuletzt ist ein Aliasing in Spielen nur noch minimal oder gar nicht mehr erkennbar. Damit ist für mich UHD ohne Übertreibung der größte Entwicklungsschritt in der PC-Technik seit Jahren.
Es gibt aber auch Schattenseiten mit UHD, die alle von den Softwareentwicklern verursacht werden, denn viele von denen haben UHD bis jetzt verschlafen. Man muss in Windows die Schriftgröße auf mindestens 150 %, besser auf 200 % vergrößern, sonst werden Schriften unleserlich winzig. Einige Programme machen diese Skalierung aber ganz oder teilweise nicht mit. Darunter sind z. B. Faststone Image Viewer oder (ich kann es nicht fassen) Photoshop CS6
. Bei den allermeisten Programmen werden die Entwickler das früher oder später in Ordnung bringen, aber nicht bei Photoshop CS6 (pfui, Adobe!
). Das führt dazu, dass ich immer wieder mal die Monitorauflösung auf 2560x1440 verringern muss, um die zickenden Programme überhaupt bedienen zu können. Damit klappt es dann, aber dafür habe ich mir natürlich keinen UHD-Monitor angeschafft.
Übrigens übernimmt auch Windows 7 selbst die Einstellungen nicht völlig korrekt, so werden manche Menüschriften unscharf dargestellt. Das ist nicht schlimm, aber schon peinlich für die Windows-Entwickler, finde ich.
Außerdem fand ich bei Mittelerde: Mordors Schatten und Borderlands 2 heraus, dass manche (vielleicht ja alle?) Spiele Probleme mit dem Mauszeiger machen, wenn man in Windows 7 die Textskalierung auf 200 % stellt. Mit 150 % verschwinden diese Probleme, mir ist die Textdarstellung dann aber noch zu klein.
Nun ein paar Eindrücke zu meinem Modell, zunächst die guten Seiten:
Schön ist zunächst einmal, dass alle erforderlichen Kabel, einschließlich einem Displayport-Kabel beiliegen. UHD-Monitore sollten unbedingt per DP angeschlossen werden, weil HDMI (ich glaube bis 1.2?) nur 30 Hz schafft. Ganz wichtig für Spiele mit einem UHD-Monitor ist neben der Reaktionszeit und der Eingabeverzögerung (beides sehr gut) eine gute Skalierung, denn bis jetzt sind ja noch alle Einzel-Grafikkarten mit UHD bei maximaler Qualität in hardwaremäßig anspruchsvollen Spielen überfordert. Ich hatte auf Prad gelesen (dort findet man einen sehr guten Test, der sich hundertprozentig mit meinen Eindrücken deckt), dass dieser Monitor sehr gut skaliert, war aber trotzdem erst einmal skeptisch. Doch was soll ich sagen: die Skalierung ist sowohl auf 2560x1440 als auch auf 1920x1080 in Spielen wirklich sehr gut. Ich kann in Bewegung praktisch keinen Qualitätsunterschied zur nativen Auflösung feststellen. Nur, wenn ich meine Spielfigur nicht bewege, sehe ich den Unterschied, der aber unbedeutend ist, vor allem, weil es subjektiv dann (mit 2560x1440) noch immer besser als mit Full-HD aussieht. Getestet habe ich das bis jetzt nur auf die Schnelle in Mittelerde: Mordors Schatten und Borderlands 2.
Es gibt aber auch negative Aspekte:
Der für mich schlimmste Nachteil meines Monitors ist der Monitorfuß. Der ist eine absolute Fehlkonstruktion, denn er ist viel zu weich bzw. elastisch, wodurch der Monitor viel zu leicht in Schwingungen gerät. Das ist so schlimm, dass ich für den Monitor ein kleines Regalbrett an die Wand schrauben und dort drauf stellen werde, damit er nicht mehr durch jede Bewegung auf dem Schreibtisch ins Schwingen gerät. Zudem fehlen dem Monitor VESA-Bohrungen, sodass eine Wandhalterung für Monitore nicht infrage kommt.
Ganz schlecht ist auch die Ergonomie, der Monitor ist nicht drehbar oder in der Höhe verstellbar. Er lässt sich nur ein paar Grad aus der Senkrechten nach hinten kippen. Man muss als durchschnittlich großer Erwachsener (ich bin 1,78 m groß) zwingend etwas mit ein paar Zentimetern Dicke unter den Fuß legen, damit der Monitor in der ergonomisch korrekten Höhe steht.
Edit: das Problem mit der auf den Displayport umgeleiteten Soundausgabe ist ohne mein Zutun verschwunden.
Weniger wichtig, aber erwähnenswert, finde ich die ungewohnte Bedienung des Bildschirmmenüs mittels eines Mini-Joysticks auf der Rückseite. Etwas umständlich aber erträglich.
Eine wolkige Ausleuchtung, wie auf Prad erwähnt, konnte ich bei komplett schwarz eingestelltem Bild auch feststellen, jedoch merke ich im normalen Betrieb davon nichts mehr.
Da es sich um ein TN-Panel handelt, ist der Blickwinkel natürlich eingeschränkt. Man muss den Kopf aber schon sehr weit zu den Seiten bewegen, um das zu bemerken. Für mich absolut kein Problem.
Unterm Strich werde ich aufgrund des hervorragenden Bildes und dem angesichts der Bildqualität fast absurd günstigen Preis (es gab den Monitor vor wenigen Tagen bei Redcoon und Amazon für 359 Euro) den Monitor behalten. Full-HD wäre schon nach zwei Tagen mit UHD nur noch schwer für mich erträglich, zumal es für alle Kinderkrankheiten eine Möglichkeit gibt, sie zu umgehen. Wem das zuviel gefrickel wäre, sollte noch etwas warten, bis die Softwarhersteller alle nachgezogen sind.
Munter bleiben!
ich möchte einmal meine ersten Erfahrungen mit einem UHD-Monitor schildern, vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Entscheidung dafür oder dagegen.
Seit gestern besitze ich einen Samsung U28D590D und bin mit ein paar Abstrichen begeistert. Zunächst einmal will ich die Aspekte schildern, die mit diesem speziellen Monitormodell nichts zu tun haben:
Die UHD-Anzeige ist ein Traum! Schriften sehen aus wie aus dem Laserdrucker, Spiele und Fotos werden dermaßen gestochen scharf dargestellt, dass man es gesehen haben muss. Nicht zuletzt ist ein Aliasing in Spielen nur noch minimal oder gar nicht mehr erkennbar. Damit ist für mich UHD ohne Übertreibung der größte Entwicklungsschritt in der PC-Technik seit Jahren.
Es gibt aber auch Schattenseiten mit UHD, die alle von den Softwareentwicklern verursacht werden, denn viele von denen haben UHD bis jetzt verschlafen. Man muss in Windows die Schriftgröße auf mindestens 150 %, besser auf 200 % vergrößern, sonst werden Schriften unleserlich winzig. Einige Programme machen diese Skalierung aber ganz oder teilweise nicht mit. Darunter sind z. B. Faststone Image Viewer oder (ich kann es nicht fassen) Photoshop CS6
. Bei den allermeisten Programmen werden die Entwickler das früher oder später in Ordnung bringen, aber nicht bei Photoshop CS6 (pfui, Adobe!
). Das führt dazu, dass ich immer wieder mal die Monitorauflösung auf 2560x1440 verringern muss, um die zickenden Programme überhaupt bedienen zu können. Damit klappt es dann, aber dafür habe ich mir natürlich keinen UHD-Monitor angeschafft.
Übrigens übernimmt auch Windows 7 selbst die Einstellungen nicht völlig korrekt, so werden manche Menüschriften unscharf dargestellt. Das ist nicht schlimm, aber schon peinlich für die Windows-Entwickler, finde ich.Außerdem fand ich bei Mittelerde: Mordors Schatten und Borderlands 2 heraus, dass manche (vielleicht ja alle?) Spiele Probleme mit dem Mauszeiger machen, wenn man in Windows 7 die Textskalierung auf 200 % stellt. Mit 150 % verschwinden diese Probleme, mir ist die Textdarstellung dann aber noch zu klein.
Nun ein paar Eindrücke zu meinem Modell, zunächst die guten Seiten:
Schön ist zunächst einmal, dass alle erforderlichen Kabel, einschließlich einem Displayport-Kabel beiliegen. UHD-Monitore sollten unbedingt per DP angeschlossen werden, weil HDMI (ich glaube bis 1.2?) nur 30 Hz schafft. Ganz wichtig für Spiele mit einem UHD-Monitor ist neben der Reaktionszeit und der Eingabeverzögerung (beides sehr gut) eine gute Skalierung, denn bis jetzt sind ja noch alle Einzel-Grafikkarten mit UHD bei maximaler Qualität in hardwaremäßig anspruchsvollen Spielen überfordert. Ich hatte auf Prad gelesen (dort findet man einen sehr guten Test, der sich hundertprozentig mit meinen Eindrücken deckt), dass dieser Monitor sehr gut skaliert, war aber trotzdem erst einmal skeptisch. Doch was soll ich sagen: die Skalierung ist sowohl auf 2560x1440 als auch auf 1920x1080 in Spielen wirklich sehr gut. Ich kann in Bewegung praktisch keinen Qualitätsunterschied zur nativen Auflösung feststellen. Nur, wenn ich meine Spielfigur nicht bewege, sehe ich den Unterschied, der aber unbedeutend ist, vor allem, weil es subjektiv dann (mit 2560x1440) noch immer besser als mit Full-HD aussieht. Getestet habe ich das bis jetzt nur auf die Schnelle in Mittelerde: Mordors Schatten und Borderlands 2.
Es gibt aber auch negative Aspekte:
Der für mich schlimmste Nachteil meines Monitors ist der Monitorfuß. Der ist eine absolute Fehlkonstruktion, denn er ist viel zu weich bzw. elastisch, wodurch der Monitor viel zu leicht in Schwingungen gerät. Das ist so schlimm, dass ich für den Monitor ein kleines Regalbrett an die Wand schrauben und dort drauf stellen werde, damit er nicht mehr durch jede Bewegung auf dem Schreibtisch ins Schwingen gerät. Zudem fehlen dem Monitor VESA-Bohrungen, sodass eine Wandhalterung für Monitore nicht infrage kommt.
Ganz schlecht ist auch die Ergonomie, der Monitor ist nicht drehbar oder in der Höhe verstellbar. Er lässt sich nur ein paar Grad aus der Senkrechten nach hinten kippen. Man muss als durchschnittlich großer Erwachsener (ich bin 1,78 m groß) zwingend etwas mit ein paar Zentimetern Dicke unter den Fuß legen, damit der Monitor in der ergonomisch korrekten Höhe steht.
Edit: das Problem mit der auf den Displayport umgeleiteten Soundausgabe ist ohne mein Zutun verschwunden.
Weniger wichtig, aber erwähnenswert, finde ich die ungewohnte Bedienung des Bildschirmmenüs mittels eines Mini-Joysticks auf der Rückseite. Etwas umständlich aber erträglich.
Eine wolkige Ausleuchtung, wie auf Prad erwähnt, konnte ich bei komplett schwarz eingestelltem Bild auch feststellen, jedoch merke ich im normalen Betrieb davon nichts mehr.
Da es sich um ein TN-Panel handelt, ist der Blickwinkel natürlich eingeschränkt. Man muss den Kopf aber schon sehr weit zu den Seiten bewegen, um das zu bemerken. Für mich absolut kein Problem.
Unterm Strich werde ich aufgrund des hervorragenden Bildes und dem angesichts der Bildqualität fast absurd günstigen Preis (es gab den Monitor vor wenigen Tagen bei Redcoon und Amazon für 359 Euro) den Monitor behalten. Full-HD wäre schon nach zwei Tagen mit UHD nur noch schwer für mich erträglich, zumal es für alle Kinderkrankheiten eine Möglichkeit gibt, sie zu umgehen. Wem das zuviel gefrickel wäre, sollte noch etwas warten, bis die Softwarhersteller alle nachgezogen sind.
Munter bleiben!
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Schade dass das bei der restliche Hardware noch dauern wird