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  1. #1
    Avatar von Rain_in_may84
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    Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Hallo liebe Community,
    was ich Gestern schon angedroht habe, werde ich jetzt Wahr machen.
    Zitat Zitat von Rain_in_may84 Beitrag anzeigen
    Schneller Speicher [....]
    Ich werde zu dem Thema Morgen einen Beitrag verfassen (weil ich kein Bock habe immer auf Tomshardware nach den Link zu gucken ) um auch hier im Forum ein paar Leute von den Trip "schneller Speicher" bringt viel Leistung" abzubringen.
    Dieser Test ist nur auf Intel bezogen, bei AMD kann das ganze schon wieder anders aussehen.
    Viel Spaß beim Lesen.


    Einteilung:
    -Vorwort/Intension
    -Testkonfiguration
    -Settings
    -Benchmarks
    -Gesamtfazit
    -Anmerkungen


    Vorwort/Intension:

    Ich habe hier im Forum schon so viele Leute gesehen, die meinten, dass es unbedingt toller 1066er Speicher sein muss, obwohl der Prozessor schon unter 400MHz FSB dicht macht, wodurch ja eigentlich DDR2-800 RAM ausreicht. Ob sich so Etwas lohnt will ich hier heraus finden.
    Als Testplattform diente mir mein PC:


    Testkonfiguration:

    Mainboard: Gigabyte G33M-DS2R
    CPU: Intel Celeron S 430 @2250MHz/2700MHz/3384MHz
    RAM: G.Skill F2-8000CL5D-4GBPQ (meinen Test vom G.Skill Kit gibt es hier: klicken)
    Grafikkarte: EVGA Geforce 7900GS KO GPU@553MHz/RAM@885MHz
    HDD: 250 GB Hitachi P-ATA
    Netzteil: Enermax Infiniti 650
    Betriebssystem: Windows XP Pro
    Treiber: ForceWare 163.71


    Ein paar Worte zu den Tests/Vorüberlegungen:

    Ich entschied mich bei den Benchmarks für SuperPi, Half Life 2: Lost Coast, DOOM3, Bioshock und 3DMark06.
    Der SuperPi dient als Test ohne Grafik, HL2 und DOOM3 mussten als ältere Spiele herhalten und der Benchmark 3DMark06 sowie Bioshock nahm ich als sehr grafiklastige "Spiele".
    Ich wollte den Unterschied zwischen DDR-667 CL5, DDR-833 CL5, DDR-833 CL4 und DDR-1000 CL5 bei festen CPU Takt ermitteln.
    Zudem wollte ich noch den Vergleich zwischen höheren CPU Takt und "gleichen" DDR Takt haben, bei unterschiedlichen Latenzen (CL4 und CL5). Das ist mir jedoch nicht ganz geglückt. Das Warum werde ich in den Anmerkungen erläutern.
    Ich nahm außerdem noch den maximalen CPU-Takt bei DDR-1000 dazu um festzustellen, wie sich das auf die Leistung auswirkt.

    Kurz noch etwas zu den Benchmarks, bei den älteren Spielen HL2 und DOOM3 habe ich mit jeweils 2 Settings gebencht. Einmal in der niedristen Detailstufe, ohne AA/AF und in niedriger Auflösung, um die Rechenleistung nicht so sehr von der Grafikkarte abhänig zu machen.
    Das andere Mal war mit maximaler Monitor Auflösung (1024x768 ) sowie 4xAA (und bei HL2 8xAF) und maximale Details um den Unterschied in der "realen Spielpraxis" zu ermitteln.
    Beim Benchen habe ich die Grafikqualität im Treibermenü auf Qualität gestellt und AA/AF deaktiviert. Alle Qualitättseinstellungen habe ich in den jeweiligen Spielen vorgenommen. Der Grafikkarte habe ich immer auf ihren Frequenzen gelassen.


    Settings:

    CPUTakt - RAM Takt - Latenzen
    2,25GHz -- DDR2-667 -- 5-5-5-13
    2,25GHz -- DDR2-833 -- 5-5-5-15
    2,25GHz -- DDR2-833 -- 4-4-4-12
    2,25GHz -- DDR-1000 -- 5-5-5-13

    2,70GHz -- DDR2-800 -- 5-5-5-13
    2,70GHz -- DDR2-800 -- 4-4-4-12

    3,38GHz -- DDR-1000 -- 5-5-5-13


    Benchmarks:


    SuperPi 2M:



    Fazit: Timingverringerung bringt relativ wenig, die Erhöhung des RAM Takts bringt da viel mehr. Wie zu erwarten war, schafft die Frequenzanhebung der CPU am meisten Leistungsteigerung.
    Hier lohnt sich schneller Speicher, wenn man auf Rekordjagd gehen will.


    DOOM3 niedrige Details



    Fazit: Hier bringt die Erhöhung der RAM Frequenz, sowie die Latenzen Einstellungen 8% mehr Leistung. Für DOOM lohnt sich auch hier der schnelle Speicher.


    DOOM3 maximale Details



    Fazit: Auch hier lohnt sich der schnelle RAM, mit knapp 8% Leistungsteigerung.


    Half Life 2: Lost Coast minimale Details



    Fazit: Hier lohnen sich Latenz Einstellungen und hochtaktender RAM. knapp 12% mehr sind drin

    Half Life 2: lost Coast maximale Details



    Fazit: hier sieht es nicht mehr ganz so gut aus, wie bei der Minimumeinstellung. Aber Timing und RAM Takt bringen auch hier recht beachtliche Werte.


    Bioshock: maximale Details



    Fazit: hier ist das Benchen etwas komplizierter, weil man es manuell machen muss, da ein integrierter Benchmark fehlt. Da dieses Spiel die Grafikkarte sehr fordert bringt eine Latenzenverringerung und die Taktsteigerung von RAM (~1%) und CPU(~4%) sehr wenig. Hier lohnt sich der teure RAM nicht, man sollte das Geld lieber in eine bessere Grafikkarte investieren, als in überteuerten Speicher.

    3DMark06: Standardeinstellung



    Fazit: ein ähnliches Bild wie bei Bioshock, wenn es um Grafikintensive Sachen geht, lohnt sich schneller Speicher nicht (0,7% Mehrleistung), dafür bringt hier der CPU Takt einiges (immerhin über 13% Steigerung).


    Gesamtfazit:

    Wie man den verschiedenen Benchmarks entnehmen kann, ist schneller Speicher nur bei alten Spielen sinnvoll, wenn man anstatt DDR2-667CL5 DDR2-1000CL5 nimmt aber es muss auch gesagt werden, dass der 1000er 50% höher Taktet wie der langsamere Speicher. Wenn man von DDR2-833 ausgeht ist der Vorsprung nicht mehr ganz so groß, besonders mit CL4 Timings.
    Allerdings muss man sagen, dass DOOM3, Half Life 2 und Co keine wirkliche Herausforderung für relativ moderne PCs darstellen (man beachte meine Komponenten, die auch schon etwas älter sind und trotzdem hohe Frameraten liefern) und von daher ist es eigentlich nicht nötig sich teuren Speicher für solche Spiele zu holen. Es ist ja schließlich egal, ob ich mit 100 FPS oder 110 FPS spiele.
    Bei neuen Sachen, die sehr grafikaufwendig sind ist der Leistungsgewinn lächerlich gering.
    Man sollte also, wenn man nicht zu viel Geld hat, lieber normalen Speicher (DDR-667/800) kaufen und das Geld besser in eine schnellere Grafikkarte stecken.
    Das Gleiche gilt für Übertakter, wenn man ungefähr weiß, wo das (FSB) Limit bei seiner CPU liegt sollte man den Speicherkauf daran anpassen und das Geld dort nicht zum Fenster raus schmeißen.
    Außer wenn man auf Benchmarkrekordjagd gehen und/oder die CPU übertakten will, lohnt sich schneller Speicher nicht.




    Anmerkung:
    Mein Board hatte Probleme den Speicherteiler 3,33, bei über DDR2-950 stabil zu betreiben. Ich wollte eigentlich noch bei 2,7GHz CPU Takt DDR-1000 auf Benchmarktjagd gehen und die Ergebnisse, vorallendingen mit den 2,7GHz DDR2-800 (CL4/5) vergleichen.
    Die Benchmarks mit DDR 800 habe ich leider schon gemacht, bevor ich das mitbekommen habe, so das ich die Ergebnisse einmal hatte. Sonst hätte ich mit 2,7 GHz nicht nochmal getestet. Aber naja die Benches waren einmal, also habe ich sie auch mit eingebaut. Immerhin hat man da einen Vegleich DDR2-800CL4 und DDR2-800CL5.
    Naja, mein toller TFT hat mir eine höhere Auflösung als 1024x768 verweigert (15" TFT ), ich hätte gerne auch höhere Auflösungen getestet aber naja da kann man nichts machen.
    Warum ich mit dem Vergleich etwas unzufrieden bin ist auf das Benchen mit DDR-833 zurückzuführen, denn eigentlich wollte ich DDR-800 haben. Mein Board stellte mir aber keine passenden Speicherteiler zur Verfügung, so blieb mir nichts anderes übrig als mich mit 833er zufrieden zu geben.


    MFG
    Geändert von Rain_in_may84 (21.02.2008 um 20:40 Uhr)

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  2. #2
    Avatar von exa
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    schöner test

  3. #3
    Avatar von fisch@namenssuche
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    klasse gemacht
    war sicher ne sauarbeit.....
    ich finds eh schön dass mal jemand meiner ansicht is
    alles über ddr2 800 is zum spielen ziemlich unnötig
    [aufpreis vom 667 auf 800 is ja meistens verschwindend gering]
    while (!sleep) sheep += 1;

  4. #4
    Avatar von StellaNor
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Klasse Test, hat mir außerordentlich gut gefallen

    Für den extremen Übertakter bin ich allerdings der Meinung, dass der
    bessere Speicher immer noch der gute alte PC2-5300 ist. Nur wenige
    8500er Kits sind in der Lage Latenzen unterhalb von CAS 5 stabil bei
    über 550MHz zu halten, während so manch ein PC2-533 Kit da erst
    richtig munter wird. Das nur zur Erläuterung. In deinem Test gehts ja
    letztlich auch nicht darum.

  5. #5
    Avatar von Stefan Payne
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Netter Test, aber:

    a) tu mal die Legende in jedes Diagramm machen
    b) hau die Übertakteten Ergebnisse raus und steck sie in sperate Tabellen, mach aber auf jeden Fall deutlich, das das was ganz anderes ist.
    c) schnellere PC2-5300 Benches (4-4-4-12 oder so) wären auch ganz nett.

    Ansonsten Respekt, ganz schön viel Arbeit.
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  6. #6
    Avatar von Rain_in_may84
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Danke fürs Feedback.
    Ich habe jetzt die Legende in jedes Diagram eingefügt. Sieht wirklich übersichtlicher aus Danke.
    Die übertakteten Werte sollte ich wirklich etwas hervorheben oder ähnliches, aber ich will sie unbedingt drin lassen, weil ich wirklich zeigen möchte, dass sich OC RAM am meisten lohnt, wenn man die CPU mit übertaktet.
    Mit den 5300 habe ich auch scho an CL3 gedacht mal sehen ob ich mir nochmal die Mühe mache

    Ich werde nachher noch den Text ausbessern, (ich hatte Gestern echt keine Lust mehr noch nach Rechtschreibfehlern usw. zu suchen) und erweitern (besonders Gesamtfazit und Anmerkung).
    Naja zum Zeitaufwand will ich nicht viel sagen, außer das seit Gestern 13.00 bis zum Einstellen kurz vor 23.00 der PC nicht wirklich genutzt werden konnte für andere Sachen

    MFG

  7. #7
    Avatar von Hyperhorn
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Mit der seitlich eingefügten Legende wirkt es in der Tat übersichtlicher als gestern, wirklich toll gemacht!
    CL3 würde mich auch interessieren.

  8. #8
    Avatar von Stefan Payne
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    @Regen im Mai

    Machs doch andersrum und heb die 3 nicht übertakteten Werte hervor, das würd IMO mehr Sinn machen

    Kannst nicht irgendwie den Abstand der Säulen verändern oder einen dicken Strich einführen??
    [Bilderthread] Stefans Netzteil Innereien Thread
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  9. #9
    Avatar von Rain_in_may84
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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Zitat Zitat von Stefan Payne Beitrag anzeigen
    @Regen im Mai

    Machs doch andersrum und heb die 3 nicht übertakteten Werte hervor, das würd IMO mehr Sinn machen
    Gute Idee mal probieren.

    Zitat Zitat von Stefan Payne Beitrag anzeigen
    Kannst nicht irgendwie den Abstand der Säulen verändern oder einen dicken Strich einführen??
    Ich bin grade nicht da wo mein PC ist. Mal sehen ob ich das mit MS Paint hinbekomme. Was anderes haben meine Eltern nicht auf ihren PC
    und meinen werde ich erst nächsten Freitag wieder sehen.


    Ach so ich hab jetzt noch ein bissl am Text gefeilt. Ein bißchen was hinzugefügt und ein paar Schreibfehler berichtigt.

    MFG

    Edit: ich hab grade ausprobiert das mit Paint zu machen, aber es geht nicht, durch das dumme jpeg Format sind zu viele abweichende Farben, die kann dieser Fülleimer von MS Paint nicht vernünftig füllen, da bleiben dann immerwieder Lücken. Mist
    Geändert von Rain_in_may84 (22.02.2008 um 19:53 Uhr)

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  10. #10

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    AW: Test: lohnt sich schneller Speicher?

    Teste denn mal PNG, aber das dürfte dir bei dem Farbverlauf im Hintergrund auch wenig nützen

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