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  1. #1
    Avatar von Tim1974
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    DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Hallo,

    ich hoffe, daß die Bezeichnung "DirectCU-Kühler" treffend ist, ich meine damit die CPU-Kühler, bei denen die Kupferheatpipes direkt auf dem Heatspreader der CPU aufliegen, also ohne das da noch eine Kühlerbodenplatte drunter gesetzt ist.

    Eigentlich müßte man ja denken, daß dieses DirectCU-Prinzip besser ist, weil die Heatpipes engeren Kontakt zum Heatspreader der CPU haben, andererseits vermute ich mal, daß es anders rum ist, weiß aber nicht warum, kann das jemand genauer erklären und belegen?

    Die meisten EKL Alpenföhn-Kühler scheinen mir ja DirectCU zu sein und sie haben ja einen hervorragenden Ruf, kann man damit also davon ausgehen, daß das im Grunde kein Nachteil ist?
    Muß man bei den DirectCU-Kühlern die Wärmeleitpaste auf den CPU-Heatspreader anders auftragen oder verteilen, oder geht da auch die Erbe in die Mitte Methode?

    Gruß
    Tim
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  2. #2
    Avatar von Abductee
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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    DC ist primär billiger in der Herstellung.
    Auch wenn in der Theorie eine direkt aufliegende Heatpipe schneller arbeiten kann, funktioniert das Prinzip,schlechter wenn mehrere Heatpipes verwendet werden.
    Die Wärmeverteilung funktioniert verlötet mit einer Coldplate viel besser als das die Heatpipes nur nebeneinanderliegen.

    So was ist zum Beispiel eine Katastrope:
    -f7a72b6c-6e1e-42ec-aecc-51d21a36a0d3.jpeg

    Viel besser:
    -a5da6ee1-cd94-40c4-9a30-f2a02225eea3.jpeg

    EKL hat auch Kühler mit verlöteter Cold Plate, sind aber auch teurer.
    Der Olymp zum Beispiel.

    -c0a38237-5dd7-42e9-a380-40cc2d141705.jpeg

    Je nach Furchengröße zwischen den Heatpipes ist etwas mehr WLP sehr zu empfehlen.
    Zu viel WLP wird großteils eh zur Seite rausgedrückt.
    Da muss man schon extrem zähflüssige WLP haben das es zu dick wird.

    Bei kleinen Wärmequellen ist DC aber zu vernachlässigen.
    Bei High End hat das Zeug aber nix verloren.
    Die nächste Steigerung wär dann eine Vapor Chamber.
    Geändert von Abductee (11.03.2018 um 21:33 Uhr)
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  3. #3
    Avatar von Tim1974
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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Danke für die Erklärung Abductee.

    Ich fragte, weil ich eventuell bald ein Ryzen3-2200g oder 5-2400g kaufen will und da diese CPUs leider keinen verlöteten IHS haben, werd ich den boxed-Kühler wohl nicht verwenden, stattdessen denke ich über den EKL Alpenföhn Brocken Eco nach, der ist schön günstig und wird stabil verschaubt, zudem ist er auch nicht so groß und schwer, allerdings hat er dieses DirectCU nunmal leider.
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  4. #4

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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Zitat Zitat von Tim1974 Beitrag anzeigen
    stattdessen denke ich über den EKL Alpenföhn Brocken Eco nach, der ist schön günstig und wird stabil verschaubt
    Darfst aber nicht vergessen, dass du das AM4 Montagematerial erst mal bekommen musst - das ist beim Eco immer noch nicht dabei.
    Das kannst du entweder bei Alpenföhn bestellen - das dauert bei denen aber ein bisschen (1-2 Wochen können es schon werden) und du brauchst die Rechnung.
    Oder du kaufst das Kit, dann sind es halt mind. 3€ mehr die du rechnen musst.

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  5. #5

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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Also ich habe den 2200G derzeit mit dem Boxed-Kühler als Nebensystem laufen. Wie die Temps beim dauerhaften Gaming aussehen, weis ich jetzt nicht, da ich bisher nur einige synthetische Benchmarks laufen lassen hatte. Aber da ist die Temp mit dem Boxed nicht sonderlich warm geworden. Muss aber auch sagen, dass das System derzeit noch offen auf dem Tisch steht

  6. #6
    Avatar von Tim1974
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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Ich möchte auf jeden Fall eine CPU-Kühlung, welche allen Anforderungen locker gewachsen ist, also selbst bei einer Stunde Prime95 SmallFFTs will ich nicht die 70°C erreichen.
    Wenn beim Alpenföhn Brocken Eco wirklich immer noch kein Montagekit für AM4 dabei ist, fände ich das echt enttäuschend, vielleicht wird es dann doch wieder ein Noctua, mal sehen.
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  7. #7
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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Der Mugen 5 PCGH hat das AM4-Kit auch dabei.
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  8. #8
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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Das ist aber auch schon ein ganz schöner Klotz mit ca. 1 kg Gewicht.
    Auch wenn ich sicherlich eine AM4-Plattform kaufe, die nicht so empfindlich für schwere Kühler sein wird, wie Intels-LGA115x-Plattformen, möchte ich dennoch gerne einen Towerkühler, der mit Lüfter zusammen unter 700g wiegt und stabil verschraubt wird, zudem einen recht niedrigen Anpressdruck hat und Federschrauben bzw. Gewinden, die man nicht zu fest anziehen kann, sicher ist sicher, finde ich.
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  9. #9
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    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Wegen dem Gewicht musst du dir keine Sorgen machen, das ist Humbug.
    Der Mugen hat auch Federn.
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  10. #10

    AW: DirectCU-Kühler besser oder schlechter?

    Zitat Zitat von Tim1974 Beitrag anzeigen
    Danke für die Erklärung Abductee.

    Ich fragte, weil ich eventuell bald ein Ryzen3-2200g oder 5-2400g kaufen will und da diese CPUs leider keinen verlöteten IHS haben, werd ich den boxed-Kühler wohl nicht verwenden, stattdessen denke ich über den EKL Alpenföhn Brocken Eco nach, der ist schön günstig und wird stabil verschaubt, zudem ist er auch nicht so groß und schwer, allerdings hat er dieses DirectCU nunmal leider.
    Aus meinen Tests kann ich keinen Leistungsvor- oder -nachteil für Heatpipe Direct Touch (gängige Abkürzung HDT) herleiten. Natürlich gibt es mehr gute Kühler mit Bodenplatte und mehr schlechte ohne – aber es gibt eben auch mehr teure Kühler mit und billige Kühler ohne.
    In der Theorie hat HDT einen Wärmeübergang und 1-2 mm Material weniger. Der Übergangswiderstand zwischen Bodenplatte und Heatpipe ist bei sauberer Verlötung aber gering und das Material dient auch der Wärmeverteilung – insbesondere große HDT-Kühler auf CPUs mit kleinem Silizium-Chip sind deswegen theoretisch sogar im Nachteil. Praktisch spielt der Kühlerboden bei Heatspreader-Dicken von zum Beispiel 3 mm (Intel 1151) aber kaum eine Rolle für die Wärmeverteilung. Nimmt man alle Faktoren zusammen, sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Lamellen- und vor allem Lüfterdesigns weitaus größer als die am Kühlerboden. Der einzige sichere Nachteil durch HDT ist in die Inkompatibilität fast aller Kühler mit Flüssigmetall-Wärmeleitmitteln.

    Der Brocken Eco im Speziellen ist im aktuellen Heft sogar unsere Empfehlung unter den günstigen Kühlern – einen Titel den er die ersten zwei Jahre quasi abonniert hatte (Endnote PCGH 12/2014: 2,55). Härtester Preis-Leistungs-Konkurrent ist der Be Quiet Pure Rock, der mit Bodenplatte minimal schlechtere Temperaturen geliefert hat (Endnote PCGH 01/17: 2,62), in den letzten Monaten aber auch immer mal wieder zum minimal besseren Preis erhältlich war. Unter 700 g wird es sonst übrigens schwierig, aber EKLs Brocken 3 liegt mit 870 g nicht soweit darüber, halt sich an die Intel-Spezifikationen und gehört zu den besten Kühlern überhaupt am Markt.

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