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    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO

    Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO

    - Einleitung
    - Testsystem
    - Spezifikationen
    - Lieferumfang
    - Design und Verarbeitungsqualität
    - Montage
    - Lautstärke und Temperatur
    - Fazit
    - Nachwort

    Einleitung
    Zwei Monate nach dem kürzlich getesteten MasterAir MA610P bring Cooler Master, pünktlich zur CES, einen weiteren Kühler auf den Markt: Den MasterAir G100M, der ebenso wie der MA610P mit einer besondere Optik aufwartet.

    Der Neuling setzt dabei aber nicht wieder auf den Grundaufbau eines Tower-Kühlers, sondern er kommt als Top-Blower daher. Dabei wird nicht, wie heute fast immer, auf einen viereckigen Radiator gesetzt. Stattdessen kommt die, heute vor allem von Zalman bekannte, Variante zum Einsatz, bei der die Lamellen kreisförmig um die Bodenplatte angeordnet sind. Zur Wärmeverteilung dient aufgrund des Aufbaus keine Heatpipe – diese könnte man allenfalls mit einer insgesamt sehr großen Biegung einbauen, was die Leistungsfähigkeit derselben schmälern würde. Stattdessen wird die Kupferbodenplatte bis zur Oberseite des Kühlers weiter geführt.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-oben.jpg
    Wie der MA610P hat auch der G100M verziert: Er hat eine integrierte LED-Beleuchtung und wird an der Oberseite von einer Kunststoffabdeckung bedeckt.
    Der MasterAir G100M ist für alle aktuellen Prozessoren von AMD und Intel geeignet, ausgenommen jenen auf Sockel TR4, ausgelegt, die eine TDP von 130W und geringer haben. Zum Marktstart soll er 39,99 Euro kosten.

    Testsystem
    Für die Tests kommt das übliche System zum Einsatz:
    Ein i7 5820K auf Standardtakt, als Mainboard dient ein MSI X99S SLI Plus, als Grafikkarte eine Sapphire R9 380 Nitro.
    Verbaut wird das ganze in einem Anidees AI-6B, vorne und hinten befinden sich jeweils die größtmöglichen Be Quiet! Silent Wings 2 Lüfter, im Boden ist ein Scythe Slip Stream untergebracht.

    Spezifikationen
    - Abmessungen (BxHxT): 145 x 145 x 74,5 mm
    - Gewicht: 320 g
    - Lüfter: 1x92 mm (Fest integriert)
    - Lamellen: 48
    - Heatpipes: 0, Baseplate durchzieht Kühlkörper
    - Kompatibilität: 775, 115X, AM2-AM4, FM1-FM2+, 1366, 2011(-3), 2066
    - MSRP: 39,99 Euro
    - TDP: 130 Watt
    - Umdrehungen: 600-2400, 30 dB(A)

    Lieferumfang
    Das Produkt kommt in einem farbig bedrucktem Karton daher. Im Inneren befindet sich der Kühler mit fast installierten Lüfter. Darüber hinaus liegen noch Montagesets für alle entsprechenden Sockel von AMD und Intel, eine Anleitung, Wärmeleitpaste in einer Tube und ein kleiner RGB-Controller bei.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-lieferumfang.jpg[Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-verpackung.jpg
    Design und Verarbeitungsqualität
    Der G100M sieht eindeutig nicht nach einem klassischen Kühler aus. Insbesondere dann nicht, wenn man die Beleuchtung aktiviert hat. Dann erinnert das Produkt eher an so manche Ufo-Sichtung - auf jeden Fall ist die Optik aber nicht Standard.

    Wie bereits erwähnt besteht der Kühler im Kern aus einer Kupfersäule, die die Baseplate verlängert und dadurch die Heatpipes ersetzt. Die einzelnen Lamellen werden an dieser Säule befestigt und dienen damit zur Wärmeabgabe. Belüftet wird das Ganze von oben: Direkt über der Säule befindet sich der Motor der Lüfters, der von oben her Luft in Richtung des Prozessors bewegt.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-unten.jpg
    Die Lamellen sind 0,3mm dick haben außen einen Abstand von 3,4 mm. Nahe an der Kupfersäule ist der Abstand entsprechend niedriger: Nur 1,2mm stehen die Lamellen hier auseinander.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-abdeckung_unten.jpg[Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-lamellen_ansatz.jpg
    Die Basis des Kühlers bietet mit dem Durchmesser von 45 Millimteren genügend Grundfläche Kontaktfläche für die Wärmeübertragung; so dass selbst Intels Großsockel 2011(-3) noch gut (zentral) abgedeckt werden. Nur AMDs Threadripper wäre noch größer, für diesen ist aber ohnehin kein Montagekit erhältlich.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-unten.jpg[Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-bodenplatte_aufkleber.jpg[Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-bodenplatte2.jpg
    Der verbaute Lüfter ist rahmenlos und dementsprechend nicht im Einzelhandel erhältlich. Das Material des Rotors ist aber identisch zu dem der aktuellen Masterfan-Pro-Serie, und auch der Motor ist, wie bei diesen Modellen, vierpolig. Der Lüfter ist fest mit dem Rahmen (der Plastikabdeckung) verbunden.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-lueftermakro2.jpg[Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-lueftermakro6.jpg
    Er verfügt über zwei Anschlüsse: Einen 4-Pin-Anschluss und einen LED-Anschluss. Alle Kabel sind in schwarz gehalten und weitestgehend – in gleicher Farbe - gesleevet. Der LED-Anschluss ist ein einfacher 4-Pin-Pfostenstecker. Der LED-Controller wiederum wird einfach mit einem Molex-Anschluss verbunden.

    An der Verarbeitungsqualität lässt sich nichts bemängeln: Die Baseplate und die Lamellen sind sauber verarbeitet und fest angebracht; Fertigungsfehler oder Überreste gibt es nirgends. Die Spaltmaße gleichmäßig.

    Montage
    Die Montage des MasterAir G100M ist bei allen Sockeln annähernd identisch.

    Zunächst werden am Kühler die jeweiligen Montagebrücken festgeschraubt, anschließend muss der Sockel vorbereitet werden. Dafür wird die Universal-Backplate, passend zum Sockel, mit Gewinden bestückt und diese durch die Sockelbohrungen geführt. Für die Sockel 2011(-3) und 2066 müssen einfach Abstandshalter eingeschraubt werden.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-borhloch.jpg
    Anschließend wird der Kühler aufgesetzt und mit vier Muttern fixiert. Dafür legt Cooler Master ein entsprechendes Werkzeug bei. Um mit diesem die Muttern zu erreichen muss der Sockelbereich jedoch möglichst frei sein, also müssen sämtlich RAM-Riegel ausgebaut werden. Ausladende Chipsatzkühler können dabei zum Problem werden, wenn sie eine der vier Ecken des Sockels einschließen. In diesem Fall ist die Installation nur schwer möglich – sind die Ecken jedoch gut zugänglich, geht sie recht leicht von der Hand.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-rot.jpg
    Am Ende müssen nur noch der Lüfter und die Beleuchtung angeschlossen werden und die Installation ist abgeschlossen. Ist der Kühler ein mal installiert sitzt er fest und sicher am Sockel.
    Die Einbauhöhe des MasterAir G100M ist deutlich niedriger als die des MA610P: Mit knappen 75 Millimetern dürfte der Kühler in nahezu alle relevanten Gehäuse passen.

    Wenn der Sockel gut zugänglich ist, ist der Montageprozess einfach umzusetzen. Stehen jedoch Bauteile im Weg ist die Montage kompliziert, da die Muttern nur schwer zu erreichen sind. Wer also ein Mainboard hat, das an zwei angrenzenden Seiten dicht beieinander liegender Kühler hat, könnte bei der Montage auf Probleme stoßen. Hier wäre eine Verschraubung von der Rückseite des Mainboards her komfortabler. Für die Intels Großsockel wäre das wiederum keine Option – hier gibt es keine bessere Lösung für das Anbringen eines Top-Blowers.

    Lautstärke und Temperatur
    Während der Tests beträgt die Zimmertemperatur 20°C. Das jeweilige Szenario bleibt immer 20 Minuten am Laufen, anschließend wird der von Coretemp ausgelesene Temperaturwert als Ergebnis notiert.
    Um die maximale Temperaturbelastung zu erzeugen wird der Prozessor mit Prime95 (Small FFTs) belastet.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-temperaturen.png
    Hinweis: Auf dem Raijintek EreBoss kommt ein Be Quiet Silent Wings 2 mit 120mm Rahmenbreite zum Einsatz. Die Zahlenangaben ("50/50") geben die Duty-Cycles der PWM-Signale an.

    Wie der Test zeigt ist die angegebene TDP von 130 Watt durchaus treffend gewählt. Der i7 5820K ist mit 140 Watt angegeben, schöpft diese aber nicht ganz aus – denn die Modelle 5930K und 5960X brauchen noch etwas mehr. Der Kühler schafft es im Test den Prozessor noch recht gut unter Kontrolle zu haben: 87°C bei schlechter Gehäusebelüftung sind keine Glanzleistung, aber für den Normalbetrieb noch gerade so in Ordnung. Bei guter Belüftung liegt der Prozessor mit 83°C unkritisch.

    Angesichts des Preises ist die Leistung, wie schon die des MA610P, natürlich keine Glanzleistung – der Grund ist derselbe: Die Kühler sind auf das Design ausgelegt, und das kostet sowohl Geld als auch Kühlleistung. Für einen Topblower ist das Ergebnis trotzdem noch in Ordnung. Der Betrieb von beispielsweise allen Ryzen-Prozessoren dürfte problemlos möglich sein, nur für die größeren Sockel muss man sich langsam nach Alternativen umsehen.

    Bei der Lautstärke schlägt sich der Kühler anständig: Die Lüfter sind bei 12V leicht aufdringlich, aber noch nicht laut. Begründet ist das, wie bei der zuletzt getesteten MasterLiquid 240, vor allem auch durch den hohen Luftdurchsatz. Im Idle sind die Lüfter laufruhig, leider wies das vordere Modell im Test ein leichtes Lagergeräusch auf – das aber aus dem geschlossenen Gehäuse bereits nicht mehr zu hören ist.s

    Beleuchtung
    Beleuchtet werden an dem Kühler der Rand des Lüfters sowie der Rand der Abdeckung. Der G100M setzt auf den gleichen RGB-Controller wie der MA610P, dementsprechend ähnlich ist die Beleuchtung. Über den Controller kann man neben einem statischen Leuchten noch fünf Effekte anwählen: Ein Atmen, ein Atmen mit Farbwechsel, ein blitzartiger sowie ein fließender Farbübergang und eine blinkende Farbe.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-gelb.jpg[Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-gruen.jpg
    Umgeschaltet werden die Effekte, Einstellungen und Farben über den Controller selbst: An diesem sind dafür drei Tasten angebracht. Die Versorgung der Lüfter erfolgt direkt über den Controller, die Beleuchtung ist dementsprechend von der Lüfterspannung bzw. dem PWM-Signal getrennt. Dadurch leuchtet das Licht immer gleich hell; selbst wenn die Lüfter aus sind. Das sorgt, ebenso wie die erneut gute Farbwiedergabe, für eine sehr stimmige Optik – die beiden leuchtenden Kreise über dem Prozessor dürften wohl insbesondere in Kombination mit passenden Gehäuselüftern beeindruckend aussehen.
    Wie schon beim MA610P ist die Ansteuerung komplett geräuschfrei.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-lila.jpg

    Fazit
    An dieser Stelle könnte man das bereits zum MA610P getroffene Fazit für den MasterAir G100M eigentlich identisch einsetzen.

    Erneut liegt der Fokus des Kühlers nicht auf einer maximalen Kühlleistung, sondern auf der Optik: Mit dem Kühler können zwar alle Prozessoren von AMDs und Intels Kleinsockeln betrieben werden, auf Übertaktungsexperimente sollte man sich aber nicht einlassen.
    Stattdessen ist der Kühler ein Designobjekt, das dieses mal einen noch ungewöhnlicheren Weg geht als der MA610P: Der runde Radiator ist eine Seltenheit, die durch die beiden beleuchteten Zierstreifen gut zur Geltung kommt. Der Kühler sieht dadurch wirklich so gut aus wie auf den Produktbildern, eher sogar besser.

    Die Lautstärke ist dabei anständig: Der verbaute Lüfter ist bei 12V gut hörbar aber noch nicht laut. Beim realistischen Betrieb im Lastbereich ist er leise, auch wenn er im niedrigen Spannungsbereich leider ein leichtes Lagergeräusch aufweist.

    An der Verarbeitung des Kühlers lässt sich nichts bemängeln: Die Lamellenabstände und Ausschnitte sind sauber, ebenso wie die Verarbeitung der Kupfersäule im Zentrum des Kühlers. Der im Vergleich zum MA610P nun vorhandene Kabelsleeve ist ein nettes extra, das zur Ausrichtung des G100M passt.
    [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-oben.jpg
    Da es der Kühler bauartbedingt nicht zulässt, kommt nicht die Standardlösung von Cooler Master zum Einsatz. Stattdessen wird der Kühler auf Gewinde aufgesetzt und dann mit vier Muttern fixiert. Ob dieser Montageweg einfach umzusetzen ist hängt in erster Linie vom Mainboard ab: Wird eine der vier Seiten des Sockels von hohen Bauteilen bedenkt ist es mitunter sehr schwierig die Mutter mit dem Schlüssel zu erreichen. Ist der Weg jedoch frei, dann ist die Montage kein Problem. Dennoch wäre eine Lösung, bei der der Kühler von hinten her festgeschraubt wird, eine Überlegung wert gewesen.

    Wie schon zu Beginn verdeutlicht ist es das Ziel des Kühlers durch seine Optik zu überzeugen. Diese Aufgabe erfüllt er im Test zweifelsfrei. Dadurch eignet er sich perfekt als Vorzeigekühler im eigenen System; egal ob auf einer Messe, auf einem Benchtable oder im heimischen Rechner mit Sichtfenster.
    Wer sich jedoch eine besonders starke Kühlleistung wünscht, der ist hier falsch: Für den Preis von 39,99€ gibt es bereits Tower-Kühler und Topblower in voller Größe, die alleine schon aufgrund der deutlich größeren Masse eine bessere Kühlleistung bieten.

    Positiv:
    - Optik (Sehr gut umgesetzte LED Beleuchtung, Hecklüfter)
    - Prinzipiell einfache und sehr stabile Montage

    Neutral:
    - Kühlleistung
    - Lautstärke

    Negativ:
    - Montage bei dicht bebauten Mainboards kompliziert
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO-temperaturen.png  

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  2. #2
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    AW: [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO

    Kennt man bei dem Lüfter den verbauten Lagertyp?
    Ich hab nur was mit MTTF von 280,000h gefunden.
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  3. #3
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    AW: [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO

    Dazu hab auch ich keine Angabe, tut mir leid :/

  4. #4
    Avatar von Caduzzz
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    AW: [Lesertest] Cooler Master MasterAir G100M - Der mit dem UFO

    Für so einen kleinen "Optik-HTPC" ist das doch ganz nett.
    Auf jeden fall ein interessanter Kühler, nicht für jeden, aber es gibt bestimmt Kunden dafür.
    Auch juter Test, vor allem mit Video ..und angenehmerer musikalischer Untermalung als auf YouTube gewohnt


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