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    [Lesertest] Scythe Fuma: Im Vergleich mit Scythe Kabuto 2, Arctic Freezer 7 Pro Rev.2 und Intel-Kühler

    Hallo Community,

    dies ist mein erster Lesertest, ich hoffe er gefällt Euch. Ich bedanke mich beim PCGH-Team, dass ich an dem Lesertest teilnehmen durfte, und bei Scythe für die kostenlose Zusendung des Scythe Fuma für diesen Test. Ich wünsche viel Spaß beim lesen.

    Der Scythe Fuma kommt in einer schlichten schwarzen Verpackung daher, mir gefällt das gut, ich finde das gibt dem ganzen einen edlen Look. Allerdings sind auf der Verpackung entsprechend auch nur minimal Abbildungen vom Produkt zu sehen, das ist womöglich nicht jedermanns Geschmack. Der Lieferumfang ist großzügig, es sind neben den Befestigungsteilen für AMD- und Intel-Sockel sogar ein kleiner Schraubenschlüssel zum Anziehen der Schrauben und Wärmeleitpaste enthalten, das nenne ich vorbildlich. Daneben fällt natürlich beim Fuma auch die Besonderheit eines 2. CPU-Kühler-Lüfters und der X-förmigen Anordnung der Kühllammellen der beiden Kühltürme, die zur Wärmeabfuhr jeweils über 6 Heatpipes mit der Bodenplatte des Kühlers verbunden sind, auf. Der Kühler selbst ist hochwertig verarbeitet und sämtliche Kupferteile wurden vernickelt, durchaus schick (siehe Fotos). Man sollte allerdings sorgfältig mit dem Kühlkörper umgehen, erstens sind die Lamellen sehr fein und können leicht verbiegen, und zweitens sind diese durchaus scharfkantig, das fand ich nicht so schön. Andererseits erhält man für den Preis einen großen Kühler mit 2 Lüftern, da kann man über so etwas kaum meckern.

    -verpackung-fuma.jpg
    Verpackung des Scythe Fuma

    -lieferumfang-fuma.jpg
    Lieferumfang des Fuma, man erkennt auf dem Bild auch schön die X-förmige Anordnung der Kühllammellen

    -untenansicht-mit-blitz.jpg
    Detailansicht des Kühlers von unten - mit Blitz (leider spiegeln die Oberflächen des Scythe Fuma sehr - an sich sehr hübsch, nur beim Fotografieren mit Blitz ein Problem)

    -untenansicht-ohne-blitz.jpg
    Detailansicht des Kühlers von unten - ohne Blitz (statt Reflexion ist hierbei leider das Verwackeln und leichte Kriseln unschön)

    Die Montage gestaltet sich für Intel-Sockel etwas aufwendiger, da zuerst eine Backplate von hinten an das Mainboard geschraubt werden muss, bei AMD-Sockel ist man darauf angewiesen das der Boardhersteller bereits eine solche befestigt hat bzw. eine Nachrüstmöglichkeit anbietet. Nun ja, wenn man ein Gehäuse hat, bei dem man auch bei eingebautem Motherboard noch von hinten herankommt (habe ich zum Glück) oder sich ein System ganz neu aufbaut ist das alles kein Problem. Hätte ich mein Board extra ausbauen müssen, dann wäre das schon wirklich ärgerlich gewesen. Ist musste lediglich den Ram und die obere Grafikkarte ausbauen um Platz zum Arbeiten zu haben. Dies hätte ich aber bei meinem Vorgänger-Kühler - dem Scythe Kabuto 2 - auch gemusst, da bei diesem der Kühlkörper so über die Befestigungs-Push-Pins herausragt, dass man nur von der Seite herankommt. Und da finde ich das Befestigungskonzept des Fuma, der mit zwei Schrauben in Halteschienen, die mit der Backplate verschraubt werden, gehalten wird, schon besser. Immerhin ist der Fuma noch etwas größer und schwerer als der Kabuto 2; da ist es doch gut zu wissen, dass er sicher befestigt ist und nicht nur mit 4 Plastikstiften im Board steckt, auch wenn mir da noch nie etwas passiert ist - ich trage meinen PC aber auch selten durch die Gegend.

    Am kritischsten sehe ich beim Fuma seine großen Abmessungen in niedriger Höhe vom Board. Obwohl ich niedrige Ram-Riegel besitze, musste ich den vorderen Lüfter des Fuma leicht höhenversetzt installieren, weil sonst mein Ram nicht mehr gepasst hätte (siehe Fotos). Bei Ram mit höheren Ram-Kühlern sehr problematisch. Dann muss man den Fuma entweder ungünstig zum Luftstrom ausrichten oder die beiden Lüfter saugend montieren. Ich habe nicht getestet, wie gut der Fuma damit kühlt, aber meine Einschätzung wäre, dass dies die Kühlleistung durchaus einschränkt. Vielleicht hat dies ein anderen Lesertester getestet, bei mir hat der reguläre Einbau ja funktioniert und nach den ganzen anderen Tests, die ich vorher schon gemacht hatte, hatte ich ehrlich gesagt keine Lust mehr noch mal Alles mit umgebauten Lüftern durchzutesten. So jetzt will ich mal zum eigentlichen Leistungstest kommen.

    -sicht-von-oben-noch-ohne-grafikkarte.jpg
    Obenansicht vom Fuma im System noch ohne obere Grafikkarte, man erkennt gut wie weit der vordere Lüfter über die Ram-Bänke ragt

    -detailansicht-rambaenke.jpg
    Detailansicht: Der Fuma über den Ram-Bänken

    -komplettsystem-mit-fuma.jpg
    Der Fuma im Komplettsystem (für Alle die sich vielleicht wundern ein kleiner Tipp: Die Pappe an der oberen Grafikkarte ist nicht da weil sie so schön aussieht , sondern dient dazu, die Abluft der Graka nach oben abzulenken statt meinen Festplattenkäfig zu heizen)

    Zunächst einmal eine Erklärung zu meiner Vorgehensweise. Getestet habe ich den Fuma mit folgendem System:
    - Intel Core i5-4670k @4x3,6GHz und @4x4,0GHz, Standardspannung (bis 1,2V), diese wurde aber unter Maximallast bei Prime95 automatisch auf 1,3V angehoben
    - Wärmeleitpaste Arctic MX-2
    - ASUS z87-Plus
    - 2x 8GB DDR3 G.Skill Ares @1200MHz @1,65V
    - 2x AMD Radeon HD 7870 (von XFX und Sapphire in Crossfire)
    - Fractal Design Define R5 (mit: 1x Noctua 140mm hinten, 1x Noctua 120mm vorne unten, 1x Fractal Design 140mm vorne oben, 1x Fractal Design 140mm seitlich, 1x Noctua 120mm am Boden)
    - Seasonic Platinum 660 (im semi-passiv-Betrieb)
    - Crucial MX100 256GB, WD Red 3TB
    - LG Blu-ray Brenner
    - Tevion Strommessgerät (an der Steckdose vom PC)

    Verglichen habe ich den Scythe Fuma (Doppel-Tower mit 6 Heatpipes und zwei 120mm Lüftern) mit drei weiteren Kühlern:
    - Dem Scythe Kabuto 2 (Top-Flow mit 6 Heatpipes und 120mm Lüfter),
    - einem Arctic Freezer 7 Rev. 2 (Tower mit 3 Heatpipes und 92mm Lüfter) und
    - dem von Intel mitgelieferten Kühler (Top-Flow ohne Heatpipes und 80mm Lüfter).

    -vergleich-verpackungen.jpg
    Ein Bild der Verpackungen der Vergleichskandidaten

    -vergleichsbild-kuehler.jpg]
    Ein Bild der Vergleichskandidaten: Hinten links der Scythe Fuma, rechts daneben der Scythe Kabuto 2, davor der Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 und links daneben der von Intel zur CPU mitgelieferte Kühler

    -vergleichsbild-kuehler-2.jpg
    Hier noch ein Bild der Vergleichskandidaten aus einem anderen Blickwinkel

    Gemessen habe ich jeweils (soweit möglich) in 16 Szenarien: Idle, Last CPU-z Stresstest, Last Prime95 und Dragon Age Inquisition, jeweils einmal mit CPU-Lüfter auf voller Drehzahl und einmal von der ASUS AI Suite geregelt und das ganze einmal mit der CPU auf Standardtakt und einmal auf 4x4GHz übertaktet (OC). Dies ergibt theoretisch ganze 64 Messungen(!). Gemessen habe ich mit der ASUS AI Suite und Speedfan bzw. im Spiel Dragon Age Inquisition mit dem MSI Afterburner. Dabei ergab sich folgendes Phänomen: Die Temperaturwerte der einzelnen CPU-Kerne bei Speedfan und Afterburner stimmen überein. Der CPU-Temperatur-Wert in Speedfan war für mich nicht nachvollziehbar, während der vom Afterburner dem jeweils gerade wärmsten CPU-Kerns entsprach. Die ASUS AI Suite wiederum liefert nur im Leerlauf den gleichen Wert für die CPU-Temperatur wie der Afterburner, unter Last liegt sie 12 Grad tiefer. Um dieses Wirrwarr in praktikabler Weise aufzulösen und gleichzeitig die Werte zu Drehzahlen und Stromverbrauch aus der AI Suite ablesen zu können habe ich deren Werte verwendet, allerdings für alle Last-Szenarien 12 Grad addiert. Im Spieltest musste ich ohnehin den Wert vom Afterburner verwenden, weil ich mir nur diesen während des Spiels einblenden lassen konnte. Damit sollten meine Messwerte dem Wert des jeweils wärmsten CPU-Kerns entsprechen. Für jeden Test habe ich gewartet, bis sich die Werte auf einen Höchstwert unter Last oder einen Tiefswert im Leerlauf eingependelt hatten. Die Zimmertemperatur lag während der Tests zwischen 21,1 und 21,5 Grad, diese geringe Schwankung der Umgebungstemperaturen dürfte die Messergebnisse also nicht relevant verändert haben.

    So, dass war jetzt schon einiges zur Vorgehensweise, leider ist das aber noch nicht alles. Ich möchte auch noch kurz erläutern, wie das Gehäuse während der Tests belüftet wurde:
    - Der Seitenlüfter war bei allen Tests außer dem Spieltest aus.
    - Der Bodenlüfter und obere Frontlüfter waren immer auf 5V heruntergeregelt.
    - Der untere Frontlüfter war konstant auf 800 U/Min. geregelt, nur im Spieltest durfte er auch etwas schneller aufdrehen.
    - Der (als einziger heraus blasende) Hecklüfter war konstant auf 700 U/Min. geregelt, nur im Spieltest durfte auch er je nach CPU-Temperatur schneller laufen.

    Dies war für mich ein Kompromiss zwischen genügend Frischluft gegen einen Wärmestau im Gehäuse einerseits und andererseits einer zu starken Verfälschung der Messungen durch einen zu starken Luftstrom im System unabhängig von der Leistungsfähigkeit der jeweiligen CPU-Kühler-Lüfter. Auch bezüglich der Lautstärke der jeweiligen CPU-Kühler-Lüfter schien mir dies ein angemessenes Vorgehen zu sein, um deren Lautstärke fair und ohne Verfälschung durch schwankende Drehzahlen von Gehäuselüftern beurteilen zu können. Dieses Vorgehen ist allerdings auch an seine Grenzen gestoßen: bei 87 Grad CPU-Temperatur (75 Grad in der AI Suite) dreht die AI Suite automatisch alle über sie geregelten Lüfter voll auf; ich habe dies in meinen Messungen, wenn der Fall eintrat, dann markiert.

    Als Spieltest habe ich Dragon Age Inquisition ausgewählt, da dieses mit ca. 340 Watt am meisten Strom aus der Steckdose zieht, was gleichzeitig ja auch bedeutet, dass es wohl am meisten Abwärme im System erzeugt, wobei Titel wie Crysis 3, The Witcher 3 oder Tomb Raider mit in der Regel ca. 330 Watt dem auch nicht viel nachstehen. Getestet habe ich mit meinen beiden Radeon HD 7870 übertaktet auf 1150 MHz und Speichertakt erhöht auf 1274 MHz, in 2560x1600-Auflösung (virtuelle Auflösung, mein Bildschirm kann leider nur 1920x1200) und mit immer dem gleichen Spielstand, bei dem ich auf der Skyhold im Hauptgebäude meinen Charakter vor vielen NPCS und einigen Fackeln und Feuern (mit entsprechend vielen Rauchpartikel- und Lichteffekten, siehe Screenshot) warten ließ, bis die obere Grafikkarte bei ca. 74 Grad war und habe dann den höchsten CPU-Temperaturwert vom Afterburner genommen, dann auf die AI Suite (siehe Screenshot) gewechselt um Werte zu Lüfterdrehzahl und Stromverbrauch zu erhalten.

    -screenshot-da-inquisition.jpg
    Screenshot: Die Testszene in Dragon Age Inquisition

    -da-inquisition-mit-einblendung-afterburner.png
    Screenshot: DA Inquisition mit eingeblendeten Werten des MSI Afterburners (leider nur im Fenster-Modus, da der klassische Screenshot im Spiel irgendwie nicht funktioniert)

    -asus-ai-suite-3.png
    Screenshot: ASUS AI Suite 3 (mit Lüftereinstellungen für Spiele)

    So, jetzt mal zu den Ergebnissen. Wie man an den beiden Temperaturdiagrammen (ohne und mit OC) erkennen kann, ist der Fuma eindeutig der stärkste Kühler im Vergleich. Er zieht im Prime95- Lasttest selbst dem Scythe Kabuto 2, der immerhin in der gleichen Preiskategorie (ca. 40 Euro) spielt, deutlich davon: 8 Grad Temperaturunterschied bei OC und voller Drehzahl ist schon stark; die geringere CPU-Temperatur bewirkt auch eine geringe CPU-Leistungsaufnahme: 140 statt 145 Watt, für hohes OC eine Voraussetzung. Im Alltag, wo Spitzenwerte wie bei Prime95 nie ansatzweise erreicht werden (daher habe ich den CPU-z Stresstest als zweiten Lasttest gemacht - Prime zeigt zwar gut, was ein Kühler wirklich kann, die Belastungen im Alltag entsprechen aber eher den im CPU-z Stresstest erreichten Ergebnissen ), ist dieser Vorteil weniger relevant und kommt nur bei sehr stromhungrigen CPUs oder extremen OC zum tragen. Gerade beim Spieltest sieht man, dass man zumindest bei einer an und für sich doch sehr genügsamen CPU wie dem i5 selbst übertaktet zwischen dem Fuma und dem Kabuto 2 gerade einmal einen Temperaturunterschied von 1 Grad hat (59 bzw. 60 Grad), wenn die Lüfter sinnvoll heruntergeregelt werden. Ach ja, noch ein kleiner Hinweis zu den Temperaturen: Einige der in den Tests erreichten Temperaturwerte sind für einen Normalbetrieb viel zu hoch und man sollte seine CPU sicher nicht über längere Zeit mit Temperaturen über 70 Grad quälen! Und noch etwas, für die entsprechend Interessierten habe ich noch ein Diagramm mit der Stromaufnahme meines kompletten PCs während der Tests mit dem Scythe Fuma angefügt - gemessen mit einem (leider nicht so sehr genauen) Tevion Strommessgerät an der Steckdose.

    -temperaturen.png
    Diagramm: CPU-Temperaturen

    -temperaturen-oc.png
    Diagramm: CPU-Temperaturen bei OC

    -stromverbrauch-cpu.png
    Diagramm: Leistungsaufnahme der CPU

    -stromverbrauch-cpu-oc.png
    Diagramm: Leistungsaufnahme der CPU bei OC

    -stromverbrauch-gesamt-pc.png
    Diagramm: Leistungsaufnahme des Gesamt-PC

    Klar geschlagen werden der Arctic Freezer und Intel-Kühler. Ja, der Arctic Freezer kostet zwar auch nur knapp die Hälfte wie die beiden Scythes, aber der Leistungsunterschied ist schon enorm. Der Freezer ist zwar klar die deutlich bessere Wahl als der mit der CPU mitgelieferte Kühler von Intel (im Ernst, wer tut sich so etwas an?), der bei einer Stromaufnahme der CPU von 60 Watt schon kämpfen muss. Bei einer CPU mit einer TDP von 84 Watt ist das doch verwunderlich, dass der mitgelieferte Kühler so schwach dimensioniert ist, insbesondere weil bei mir die CPU schon bei 80 Watt Stromaufnahme mit dem Intel-Kühler ins Hitzelimit lief und stark heruntertakten musste. Für OC-Absichten mit dieser CPU ist aber auch der Arctic Freezer nicht zu empfehlen - außerhalb vom Prime95 Stresstest bleiben die Werte zwar alle noch im grünen Bereich (65 Grad im Spieltest bzw. 68 Grad bei OC), aber gerade in Hinblick auf wärmere Außentemperaturen im Sommer ist da kaum Spielraum vorhanden. Schaut man auf die Drehzahlen (siehe Diagramme) und die sich daraus ergebenden Lautstärken, so sind der Intel und Arctic Cooling dabei genauso abgeschlagen wie bei den Temperaturen. Aber zwischen den beiden Scythe wird es durchaus spannender: Der Fuma kühlt zwar einiges besser, ist bei voller Drehzahl aber auch deutlich lauter als der Kabuto 2, was bei zwei Lüftern, die auf fast 1500 U/Min. aufdrehen, im Vergleich zu einem, der nur auf knapp 1400 U/Min. kommt, jetzt auch nicht so sehr verwundert. Da der Fuma aber durch die höhere Kühlleistung auch erst später hochdrehen muss, macht es bei mir bezüglich der Lautstärke in der Praxis (also mit Lüfterregelung) keinen Unterschied. Und auch die deutlich höhere Leerlaufdrehzahl (2x 470 U/Min. beim Fuma statt 1x 240 U/Min. beim Kabuto 2), die übrigens auch der manchmal eigenwilligen Lüftersteuerung der AI Suite geschuldet sein könnte, ist aus meinem System mit laufenden Gehäuselüftern nicht herauszuhören. Bei echten Silent-Systemen könnte das vielleicht ein Problem sein, aber wie gesagt, vielleicht liegt es auch nur an der Lüftersteuerung.

    -drehzahlen.png
    Diagramm: Drehzahlen der CPU-Lüfter

    -drehzahlen-oc.png
    Diagramm: Drehzahlen der CPU-Lüfter bei OC

    -drehzahlen-und-lautstaerke.png
    Diagramm Drehzahlen und Lautstärken der CPU-Lüfter (nur subjektiv, ab welcher Drehzahl ich den Lüfter über die Geräusche der Gehäuselüfter heraushören konnte bzw. ab welcher Drehzahl ich das Geräusch des CPU-Kühler-Lüfters als störend laut empfand)

    Komme ich zum Fazit: Wenn jemand genügend Platz im System hat - der Fuma ist für einen Tower-Kühler mit 120mm-Lüfter zwar recht niedrig, dafür aber sehr breit - und insbesondere keine hohen Ram-Riegel verbauen will, für den kann ich den Scythe Fuma sehr empfehlen, weil er für den Preis wirklich eine tolle Kühlleistung liefert und im Normalbetrieb nicht zu hören ist. Womöglich hat auch jemand mal den Fuma mit saugenden CPU-Lüftern getestet, dann relativiert sich der Nachteil bezüglich der Ram-Problematik vielleicht auch wieder. Wer weniger Platz hat, oder hohe Ram-Riegel verbauen will, der sollte wohl eher zu Alternativen greifen. Und falls derjenige es mit dem Übertakten nicht zu arg treibt, dann kann ich ihm den Scythe Kabuto 2 – der allerdings inzwischen von einem Nachfolger abgelöst wurde – durchaus empfehlen. Nachteil desselbigen bleibt aber immer, dass ein Top-Flow-Kühler für den Gehäuse-Luftstrom ungünstiger ist als ein passend ausgerichteter Tower-Kühler. Der Fuma hat bei voller Drehzahl sogar leicht die Temperatur meiner oberen Grafikkarte abgesenkt. Bei dem Krach, den er dabei macht, zwar kein echter Selling-Point, aber es zeigt zumindest dass er den Luftstrom im Gehäuse durchaus positiv beeinflusst .
    Geändert von Bebo24 (25.11.2016 um 18:11 Uhr) Grund: Einleitung ergänzt

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  2. #2
    Avatar von Jarafi
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    AW: [Lesertest] Scythe Fuma: Im Vergleich mit Scythe Kabuto 2, Arctic Freezer 7 Pro Rev.2 und Intel-Kühler

    Netter Test, sind die Lamellen mal nicht Scharfkantig? da hatte Scythe immer Probleme mit.

    Grüße

  3. #3
    Avatar von Narbennarr
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    AW: [Lesertest] Scythe Fuma: Im Vergleich mit Scythe Kabuto 2, Arctic Freezer 7 Pro Rev.2 und Intel-Kühler

    allerdings sorgfältig mit dem Kühlkörper umgehen, erstens sind die Lamellen sehr fein und können leicht verbiegen, und zweitens sind diese durchaus scharfkantig, das fand ich nicht so schön.
    Die Welt ist wirklich komisch, aber der Witz ist die Menschheit. -H.P. Lovecraft-

  4. #4

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    Nachtrag: Genauere Untersuchung der Ram-Problematik und deren mögliche Lösung für den Scythe Fuma

    Da mir die Frage der evtl. auftretenden Inkompatibilität des Scythe Fuma mit Ram mit hohen Kühlkörpern nicht befriedigt beantwortet wurde - wie man auf den Fotos erkennen kann, reicht der Kühlkörper des vorderen Kühlturms des Fuma direkt an die 1. Ram-Bank heran und der Anbau eines Lüfters vor diesen überdeckt die 1. bis zur 3. Ram-Bank (von CPU aus gezählt) und da leider kein anderer Lesertester einmal den Scythe Fuma in einer Lüfterkonfiguration getestet hat, bei der dessen Lüfter die Luft durch die beiden Kühltürme ziehen anstatt zu schieben, habe ich dies nun nachgeholt. Klar, die Lüfter des Fuma sind höhenverstellbar montierbar, aber erstens bringt ein Lüfter, der weit über den Kühler nach oben hinausragt, vermutlich nicht mehr allzu viel und zweitens ist irgendwann der Platz in der Breite des Gehäuses auch zu Ende.

    -fuma-2-luefter-schiebend-vorderer-luefter-ragt-bis-ueber-die-3.-ram-bank-hinaus.jpg
    Scythe Fuma mit 2 Lüftern Luft-schiebend - wie zuvor in meinem Test-Artikel getestet (aber mit umgebauten Ram zur Veranschaulichung)

    -fuma-mit-vorderem-luefter-ueber-speicherbaenken-1-3.jpg
    Dabei überdeckt der Frontlüfter des Fuma die 1. bis zur 3. Ram-Bank (von CPU aus gezählt)

    -fuma-ohne-vorderen-luefter-ragt-links-bis-die-1.-ram-bank-heran.jpg
    Auch der vordere Kühlturm des Fuma reicht ohne Lüfter an der linken Ecke unmittelbar an die erste Ram-Bank heran, der Ram ist offensichtlich noch montierbar

    Daher wollte ich wissen, inwieweit der Fuma bei einer Montage der Lüfter in Luft-ziehender Position, anstatt dass sie wie in meinem Test die Luft durch die beiden Kühltürme schieben, in seinen Kühleigenschaften beeinflusst wird. Entgegen meiner Vermutung kühlte der Fuma in dieser Konfiguration der Lüfter erstaunlich gut und lag ziemlich gleich auf mit den vorher (Luft-schiebend) ermittelten Werten. Aber dabei fiel mir auf, dass der Fuma in dieser Lüfteranordnung akustisch doch sehr unangenehm ist, da die durch die Kühllamellen Luft-ansaugenden Lüfter wie eine Art Lochsirene zu wirken scheinen. Dadurch waren die Lüfter des Fuma bereits bei ca. 650 U./Min. aus meinem System (120mm Frontlüfter mit 800 U./Min., 140mm Hecklüfter mit 700 U./Min.) herauszuhören und es stellte sich bei ca. 800 U./Min. bereits ein unangenehmes Pfeiffgeräusch der CPU-Lüfter ein.

    -fuma-zwei-luefter-ziehend.jpg
    Scythe Fuma mit zwei Lüftern durch die beiden Kühltürme Luft-ziehend

    -fuma-ein-luefter-mittig-schiebend.jpg
    Fuma mit nur einem Lüfter mittig "schiebend" montiert, so dass er die Luft durch den hinteren Kühlturm schiebt und über einen kleinen Spalt durch den vorderen Kühlturm zieht

    Daher habe ich noch einen Test durchgeführt, bei dem der Fuma nur durch einen Lüfter, der mittig zwischen den beiden Kühltürmen befestigt ist und die Luft durch den hinteren Kühlturm schiebt und gleichzeitig mit einem kleinen Spalt dazwischen auch durch den vorderen Kühlturm zieht. Ich wollte einfach wissen, wie sich der Fuma dann in der Kühlleistung und Akustik schlägt. Bemerkenswert dabei ist, dass bei dieser Anordnung mit nur einem Lüfter dieser angeblich bis über 1600 U./Min. aufdreht. Warum derselbe Lüfter, der mit seinem Zwilling installiert nur auf knapp 1500 U./Min. kam, jetzt auf einmal so viel schneller dreht bleibt wohl ein Geheimnis der Lüftersteuerung von ASUS. Die Ergebnisse dieser Tests habe ich in zwei Diagrammen zusammengefasst, die sowohl die Temperaturen der CPU und die Drehzahlen der Lüfter in den jeweiligen Testszenarien (genaueres dazu findet ihr in meinem Test-Artikel) wiedergeben. Im dritten Diagramm habe ich meinen akustischen Eindruck der unterschiedlichen Lüfterkonfigurationen zusammengefasst. Leider hat Excel die Ergebnisse in den Tabellen in jeweils unterschiedlichen Reihenfolgen sortiert, ich habe leider keine Ahnung, wie man das diesem abgewöhnt.

    -temp.-luefterkonfig..png
    Diagramm: Temperaturvergleich des Scythe Fuma mit verschiedenen Lüfterkonfigurationen

    -drehzahlen-luefterkonfig..png
    Diagramm: Drehzahlen der Lüfter des Scythe Fuma mit verschiedenen Lüfterkonfigurationen

    -lautstaerke-luefterkonfig..png
    Diagramm: Lautstärkevergleich des Scythe Fuma mit verschiedenen Lüfterkonfigurationen (nur subjektiv)

    Klar zu erkennen kühlen zwei Lüfter besser als nur einer, wobei dieser Unterschied erst bei sehr hoher Leistung der CPU ernsthaft zum tragen kommt – man sollte berücksichtigen, dass die CPU laut der ASUS AI Suite im Prime95 Test ohne OC bereits 110 Watt und mit OC ca. 140 Watt verbrät. Akustisch ist die ein-Lüfter-schiebend-Lösung eindeutig die Beste, so dass ich noch nicht einmal weiß, ob ich den 2. Lüfter am Fuma überhaupt wieder verbauen werde! Denn ich persönlich lege großen Wert auf ein möglichst leises System und die Temperaturwerte haben mit nur einem Lüfter für meine CPU auch mit OC aller Kerne auf 4 GHz außer bei den Tests mit Prime95 (large FFT) ja durchaus gepasst . Selbst im Spieletest mit DA Inquisition war der eine CPU-Lüfter mittig kein nennenswerter Nachteil bezüglich der Temperaturen gegenüber zwei CPU-Lüftern am Fuma.

    Der einzige Vorteil, den ich außer der guten Ram-Kompatibilität der 2-Lüfter-ziehend-Konfiguration und der leicht besseren Temperaturen gegenüber nur einem verbauten Lüfter sehe, ist dass man dabei evtl. auf einen Hecklüfter am Gehäuse verzichten kann, da diese Konfiguration meinen Hecklüfter schon bei ca. 900 U./Min. der beiden CPU-Lüfter von ca. 700 auf 750 U./Min. beschleunigt hat, und bei voller CPU-Lüfter-Drehzahl sogar auf etwa 830 U./Min. – der Luftstrom zum Hecklüfter des Gehäuses scheint gewaltig! Aber wie gesagt, akustisch empfand ich diesen Aufbau eher als Zumutung, von daher würde ich davon doch eher abraten. Inwiefern man die Problematik des Ram-Überdeckens des Fuma damit als gelöst ansieht, liegt wohl im Auge des Anwenders: Bei einer sehr stromhungrigen CPU (>110 Watt) bzw. einem sehr hohen OC würde ich definitiv zu zwei Lüftern raten, dabei erscheint mir aber die Anordnung mit Luft-ziehenden Lüftern als akustisch zu ungünstig, als dass ich das als gangbare Lösung ansehe. Also wer diese Anforderungen hat, wert auf einen ruhigen PC legt und zudem hohen Ram verwenden möchte, der sollte wohl vom Einsatz des Fuma Abstand nehmen. Allen anderen kann ich den Fuma hingegen empfehlen und bei einer CPU-Leistungsaufnahme von unter 100 Watt erscheint mir das Verbauen des Fuma mit nur einem CPU-Lüfter - mittig durch den hinteren Kühlturm Luft-schiebend - als die beste Variante der Lüftermontage, da dabei recht hohe Kühlleistungen erzielt werden und der Fuma am leisesten bleibt. Und bei niedrigem Ram ist ja auch ein zweiter mitgelieferter Lüfter vor den vorderen Kühlturm montierbar, falls man doch mehr Abwärme von der CPU abführen muss und die Lautstärke bleibt dabei dann aus meiner Sicht immerhin auch noch bis ca. 1000 U./Min. der Lüfter erträglich!
    Geändert von Bebo24 (03.12.2016 um 23:16 Uhr)

  5. #5
    Avatar von interessierterUser
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    AW: Nachtrag: Genauere Untersuchung der Ram-Problematik und deren mögliche Lösung für den Scythe Fuma

    Zitat Zitat von Bebo24 Beitrag anzeigen
    ...Auch der vordere Kühlturm des Fuma reicht ohne Lüfter an der linken Ecke unmittelbar an die erste Ram-Bank heran, der Ram ist offensichtlich noch montierbar...
    Das ist ein Montageproblem. Trotz des hoch präzisen Montagesystems ist der Kühlkörper um ca. 1° drehbar. Richte ihn besser aus, und jede noch so hohe Ram ist montierbar, wenn der Kühlkörper nicht zu breit ist.

  6. #6

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    AW: Nachtrag: Genauere Untersuchung der Ram-Problematik und deren mögliche Lösung für den Scythe Fuma

    An den/die intreressierterUser:

    Danke für den guten Hinweis!

    Mir erschien das Befestigungssystem des Fuma so akkurat, dass ich auf eine Feineinstellung des Kühlkühlkörpers bei der Bestigung nicht geachtet habe. Das hätte ich wohl besser tun sollen!

    Aber ich gehe davon aus, dass man zur Rejustierung der genauen Ausrichtung des Kühlkörpers diesen nicht einfach bei angezogenen Schrauben rumschieben sollte Und da liegt für mich der Grund, einfach nichts zu tun, auch wenn ich gerne mal an meinem PC rumschraube.

    Dies tue ich in diesem Fall aber nicht, da es meinen Ram-Einbau aktuell nicht beeinflusst und auch den Luftstrom im Gehäuse wohl kaum stört .
    Und ich habe daher einfach keine Lust, meinen PC unter'm Tisch vorzuholen, das Netzteil auszuschalten (sicher ist sicher), die Seitenverkleidung aufzumachen, den PC hinzulegen, den mittleren Lüfter des Fuma herauszufriemeln (der verhakt sich dabei leider sehr gerne), die Schrauben des Fuma zu lösen, ihn ganz leicht rumzuschieben, anschließend beim Wiederanziehen der Schrauben penibel darauf zu achten, dass er sich dadurch nicht wieder verschiebt und danach alles wieder in seinen Ursprungszustand (v.A. inklusive des Wieder-herein-friemelns des mittigen Fuma-Lüfters) zu versetzen .

    Aber wie gesagt, der Hinweis, dass es wohl nur an einer leichten Schrägstellung des Scythe Fuma liegt, warum bei mir dieser die erste Ram-Bank fast berührt hat und dass dies nur einer schrägen Montage des Fuma meinerseits geschuldet war, ist sicherlich für andere User sehr hilfreich!

    Also für Alle die dies lesen: Falls ihr den Scythe Fuma verbaut, achtet darauf dass er sehr gerade ausgerichtet ist, während ihr die letzten Schrauben anzieht!
    Geändert von Bebo24 (08.12.2016 um 10:45 Uhr)

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