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  1. #1
    Avatar von thoast3
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    [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Nicht jeder möchte 60 - 80€ für die Kühlung seiner CPU abdrücken.
    Manchmal muss es eben etwas günstiger sein, trotzdem hat der User gewisse Ansprüche: eine leise, gute Kühlung sowie Kompatibilität zu hohem RAM (zum Beispiel Corsair Vengeance Pro).
    Diese Eigenschaften könnten auf den hohen, aber schmalen und preiswerten (?) Xilence M612 Pro zutreffen.
    Ist er ein guter Budget-Kühler oder sollte man besser die Finger von ihm lassen?

    Vielen Dank an technikPR bzw Xilence für die Bereitstellung des Samples -technikpr.gif-xilence_logo.png

    Inhalt:
    1. Verpackung
    2. Zubehör
    3. Der Kühler im Detail
    4. Installation
    5. Temperaturen und Lautstärke
    6. Fazit


    1. Verpackung

    Der M612 Pro wird in zwei transparenten, sehr dünnen Plastikverpackungen, welche größtenteils von einer in rot-schwarz gehaltenen Pappverpackung ummantelt werden, geliefert.
    Das Zubehör sowie der Lüfter werden in zwei weißen Pappschachteln hinter und unter dem Kühlkörper aufbewahrt.
    -verpackung-3.jpg-verpackung-2.jpg-verpackung-1.jpg

    2. Zubehör

    Die Beigaben bestehen aus Backplates und Montagezubehör für alle unterstützten Sockel (inzwischen auch Sockel 2011-[3]), einem Low-Noise-Adapter für den Lüfter, einem 4-Pin-PWM auf 4-Pin-Molex-Adapter, eine in leider zu kleiner Schrift gehaltener Anleitung und einer Spritze Wärmeleitpaste, die für eine Anwendung ausreicht. Ein zweites Paar Klammern für die Befestigung eines zweiten Lüfters liegt ebenfalls bei.
    -inhalt.jpg

    3. Der Kühler im Detail

    Der Xilence M612 Pro besitzt einen großen Kühlkörper, welcher mit dem mitgelieferten Lüfter auf stolze 170 mm Höhe kommt. Der gesamte Kühler ist allerdings sehr schmal und alles andere als Tief. Dies hat den Vorteil, dass keine Probleme mit hohen Heatspreadern von RAM entstehen (selbst mit Lüfter wird der erste Arbeitsspeicherslot nicht überdeckt) und es kommt zu keinen Problemen mit Backplates von Grafikkarten.
    Es befinden sich Aluminiumlamellen am Kühler, welche schön stabil sind.
    Xilence' Topmodell setzt auf insgesamt 6 vernickelte 6-mm-Heatpipes, die in die Bodenplatte gelötet wurden. Diese bekam ebenfalls eine Vernickelung verpasst, wurde aber leider nicht glatt poliert; es sind noch leichte Rillen vorhanden.
    In die oberste Lamelle wurde ein schickes Xilence-Logo gestanzt. Der gesamte Kühler inklusive Lüfter bringt knapp über 800 Gramm auf die Waage.
    Der Kühler selbst besitzt eine exzellente Verarbeitung; man läuft nicht Gefahr, sich beim Einbau zu verletzen, sehr gut!
    -kuehler.jpg-kuehlkoerper.jpg-dscn1164.jpg-dscn1166.jpg-dscn1165.jpg

    Beim Lüfter setzt Xilence auf den auch einzeln erhältlichen 2Component-Fan mit 140 mm Durchmesser und 105 mm Lochabstand.
    Der Lüfter ist in rot-grau gehalten und besitzt neben neun Lüfterblättern mit angerauter Oberfläche und drei hervorstehenden Kerben einen gummierten Rahmen, der der Entkopplung vom Kühlkörper dient.
    Das Logo auf der Lüfternarbe ist in Aluminiumoptik gehalten. Auf der anderen Seite befinden sich ein weißer Aufkleber und vier gerade Lüfterstege.
    Das Anschlusskabel besitzt einen Gummisleeve, dessen Qualität durchaus mit Noctua-Sleeves verglichen werden kann. Leider machen sich bei der Inbetriebnahme ein leichtes Lagerschleifen und eine kleine Unwucht bemerkbar.
    -luefter.jpg

    4. Installation

    Zuallererst muss das AMD-Retention-Modul entfernt werden. Es folgt das Anbringen der Xilence-Backplate und vier Plastik-Unterlegscheiben, auf die vier Hexagonalschrauben gedreht werden. Danach wird Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen. Im nächsten Schritt werden zwei Metallbügel an der Kontaktfläche des Kühlers befestigt. Der Kühler wird mit vier Schrauben, welche ziemlich stark an Noctua´s SecuFirm-Montagesystem erinnern, befestigt. Eine Feder an jeder Schraube verhindert das Überdrehen. Zum Schluss wird der Lüfter mit zwei Halteklammern am Kühlkörper festgemacht und am CPU_Fan-Anschluss eingesteckt.
    Insgesamt benötigt die Montage zwar etwas an Zeit, ist allerdings ziemlich einfach und sollte auch absoluten Anfängern gelingen.
    -anleitung.jpg-dscn1159.jpg-ram.jpg

    5. Temperaturen und Lautstärke

    Testsystem:
    Spoiler:

    AMD FX-6300
    Gigabyte GA-970A-DS3P
    8 GB G.Skill Ares DDR3-2133
    BitFenix Ronin mit 2x Noctua NF-S12A PWM @ 40% (1x vorne und 1x hinten)
    Gainward GTX 750 Single Slot 1 GB
    Be Quiet! Straight Power E9 400 Watt
    SanDisk Ultra II 120 GB
    Seagate ST1000DM003

    Im ersten Durchlauf mussten die mit Arctic MX-2 montierten Kühler mit Standardlüfter und automatischer Lüfterkurve 15 Minuten lang Prime95 Small-FFTs überstehen. Das Seitenteil des BitFenix Ronin wurde dabei demontiert.
    -m612serie.png
    Der M612 Pro muss sich knapp dem deutlich größeren EreBoss Core geschlagen geben, kann aber von seinem großen und durchsatzstarken Lüfter profitieren.

    Im zweiten Durchlauf wurde auf beiden Kühlern ein Enermax T.B. Vegas Quad mit 120 mm montiert und mit 50% Drehzahl betrieben.
    -m612ref.png
    Hier kühlt der EreBoss Core knapp 3 Kelvin besser als der Xilence. Nichtsdestotrotz ein achtbares Ergebnis für solch einen schlanken Kühler!
    Weitere Kühler werden folgen

    Der Lüfter überrascht mit einem sehr weiten Regelbereich, der sich von ca. 190-1260 rpm erstreckt.
    Bis 740 rpm ist der Luftschaufler praktisch unhörbar, bis 840 rpm ist er leicht hörbar, dann wird er hörbar und über 970 rpm wird er laut.
    Da sich der Lüfter im Betrieb meistens im unteren bis mittleren Drehzahlbereich befindet, kann man den M612 Pro als leisen, wenn auch nicht ganz unhörbaren Kühler, falls der Rest des PCs extremst leise ist, bezeichnen.

    6. Fazit

    Xilence erschuf mit dem M612 Pro einen sehr günstigen Kühler. Trotz des geringen Preises weiß er zu überzeugen. Er verdient sich eine klare Kaufempfehlung!

    + sehr günstig
    + viel Zubehör
    + schicke Optik
    + gute Verarbeitung
    + ordentliche Kühlleistung
    + verdeckt keine RAM-Slots
    + Lüfter besitzt sehr weiten Regelbereich

    - sehr hoch (passt aber nach Installation eines 120-mm-Lüfters ins Bitfenix Ronin mit geschlossenem Seitenteil)
    - Anleitung besitzt sehr kleine Schrift
    - Lüfter krankt an Lagerschleifen, läuft etwas unrund, wird bei hohen Drehzahlen recht laut
    - Bodenplatte nicht sauber poliert

    Der M612 Pro hat sich den Gold-Award redlich verdient!
    -gold-award-2.jpg

    Links
    Geizhals-Seite: Xilence M612 Pro (COO.XPCPU.M612.PRO) Preisvergleich | Geizhals Deutschland
    Der Kühler auf der Xilence-Website: M612 PRO
    Geändert von thoast3 (17.10.2015 um 20:58 Uhr) Grund: Diagramme verbessert

    •   Alt

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  2. #2
    Avatar von Cinnayum
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Die Skalierung ist irreführend . 1/3 so großer Balken bedeutet unter 1°K Unterschied. Das ist unglücklich gewählt.

    Aber der 612 ist einer der günstigsten Kühler mit 120 / 140er Mount, 6 echten Heatpipes und Bodenplatte.
    Das Kühlkonzept ist ähnlich zum Thermalright True Spirit 120 / 140, die wegen des schmalen Aufbaus auch oft unterschätzt werden.

    Wie wäre es noch mit einem Vergleich zum Boxed Kühler und mit "ordentlicher" OC-WLP (z.B. Gelid Extreme) ?
    Die Artic MX2/4 hatte ich früher auch mal, aber gegen die 2€ teurere Gelid unterliegt sie sehr deutlich.
    reaktiviert: i7-3770K 4GHz, 8GB RAM DDR3-1866 CL8, MSI GTX670 PE, 250GB Crucial M500
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  3. #3
    Avatar von thoast3
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Die Skalierung werde ich noch ändern, nachdem ich zwei weitere Kühler (CM Seidon 120V V2 und Alpenföhn Brocken) auf ihre Kühlleistung getestet habe

    Das mit dem Boxed und der guten Wärmeleitpaste klingt interessant, werde ich mal machen, wenn ich gute Schmatze zu Hause habe

  4. #4
    Avatar von bootzeit
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Vollkommen bescheurte Diagramme ...... sorry. Im ersten Augenblick denkt man "BOHAAA" und dann








  5. #5
    Avatar von thoast3
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Besser so?

  6. #6
    Avatar von interessierterUser
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Ein wunderschöner Kühler für den Preis, ich empfahl ihn schon mehrmals und dem Vorbehalt, keine Tests zu kennen und bin glücklich, hier von Dir die Werte zu sehen, die ich immer nur angenommen hatte. Dann kann man ihn für preisbewußte Käufer weiter empfehlen. Danke für Deinen Test!

    Bei Intelsystemen müsste man den Lüfter doch erheblich tiefer montieren können, um die Bauhöhe zu verringern, oder?
    Geändert von interessierterUser (13.10.2015 um 17:11 Uhr)

  7. #7
    Avatar von PCGH_Stephan
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Die fehlende Eignung für die Sockel 2011 und 2011-v3 ist meines Erachtens ein weiterer Negativpunkt.

  8. #8
    Avatar von thoast3
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Zitat Zitat von PCGH_Stephan Beitrag anzeigen
    Die fehlende Eignung für die Sockel 2011 und 2011-v3 ist meines Erachtens ein weiterer Negativpunkt.
    Nicht mehr, inzwischen liegt auch Montagematerial für Sockel 2011 bei (hoffe, man kann es auf dem Bild erkennen; die Backplate ist gerade nicht auffindbar)
    -dsc_7503.jpg

    @interessierterUser: Ist möglich, viel Luft nach unten hat der Lüfter aber nicht mehr. Mangels Intel-System kann ich leider nicht testen, wie weit er runter geht, aber eine viel geringere Gesamthöhe als 168 mm wird man nicht hinbekommen.

  9. #9
    Avatar von PCGH_Stephan
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Cool! Das hättest du gleich im Test erwähnen können. Das ist nämlich eine nützliche Information, die man auch nicht im Preisvergleich oder auf der Hersteller-Website erhält.

    •   Alt

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  10. #10
    Avatar von thoast3
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    AW: [Review] Xilence M612 Pro - Ein groß(artig)er Kühler!

    Ist gefixt

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