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  1. #1
    Avatar von Narbennarr
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    [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Scythe Mugen MAX






    Danksagung

    Zunächst möchte ich bei Scythe für den freundlichen Kontakt und natürlich für die Zusendung des Samples bedanken.


    Vorwort und Spezifikationen

    Die Scythe Mugen sind seit langem wohl eine der beliebtesten Tower-Kühl Serien, welche sich mittlerweile in der vierten Generation befindet. Mit dem Mugen MAX bietet Scythe eine vergrößerte Variante des Mugen 4 an, welches die „magische Grenze“ von 160mm knackt. Dadurch soll zu einem die Kühlleistung verbessert werden, zum anderen ist er aber – im Gegensatz zum Mugen 4 – mit einem 140mm Lüfter ausgestattet, welcher mehr Leistung bei niedrigerer Geräuschkulisse ermöglicht. In meinem Review lasse ich ihn gegen den Mugen 4, den Dark Rock Pro 3 und gegen den doppelt so teuren NH-D15 antreten.

    Spezifikationen im Überblick
    • Kompatibilität:
    • Intel®:
      Sockel LGA775
      Sockel LGA1150
      Sockel LGA1151
      Sockel LGA1155
      Sockel LGA1156
      Sockel LGA1366
      Sockel LGA2011 / 2011-v3 (Square ILM)
    • AMD®:
      Sockel AM2
      Sockel AM2+
      Sockel AM3
      Sockel AM3+
      Sockel FM1
      Sockel FM2
      Sockel FM2+
    • Gesamtmaße:
      145 x 86 x 161 mm
    • Gewicht:
      720 g (Kühlkörper)
    • Zubehör:
      2x Metallbefestigungsklemme (Intel), 2x Metallbefestigungsklemme (AMD), 1x Montageschiene, 4x Schrauben für Befestigungsklemmen, 8x Schrauben für Mainboard Befestigung, 2x Schrauben zur Montage, 1x Abstandshalter für Backplate (Sockel 775), 4x Distanzhülsen, 1x Schraubenschlüssel, 4x Lüfterklemmen, Backplate, Wärmeleitpaste, Einbauanleitung
    • Material der Bodenplatte:
      vernickelter Kupferboden
    • Lüfter-Spezifikationen
    • Modellname: GlideStream 140 PWM
    • Lüftermaße:
      140 x 140 x 25 mm
    • Geräuschpegel:
      13 ~ 30.7 dBA
    • Luftdurchsatz:
      63,5 ~ 165m³/h / 37.37 ~ 97.18 CFM
    • Lüfterdrehzahl:
      500 upm (± 300) ~ 1.300 upm (±10%) (PWM-gesteuert)
    • Statischer Druck:
      0.15 ~ 1.02 mmH2O / 1,47 ~ 10,0 Pa
    • Lagertyp: Gleitlager



    Impressionen

    Der Kühler kommt in einer recht bunten Verpackung. Er wird von unten mit einer Schutzfolie geschützt, Zubehör und Lüfter, kommen separat verpackt.
    Die Kühler ist mit guten 161mm einer der Größeren und bringt alleine schon ca. 730g auf die Waage.





    Auffällig ist der asymmetrische Aufbau, der den Tower weg von den Speicherbänken und über die Spawas versetzt. So ist eine maximale Kompatibilität mit hohem Speicher gewährleistet.





    Die Lamellen haben einen Abstand von 3mm und werden insgesamt von 6vernickelten Heatpipes mit 6mm stärken durchzogen.



    Diese enden in einer glänzenden Abdeckplatte, sind sauber und flach abgeschlossen.



    Auf der Platte befindet sich dezent das Scythe Logo (ich liebe es ). Die Verarbeitung ist bis hierhin sehr gut.



    Auf der anderen Seite laufen die Heatpipes in eine vernickelte und auf Hochglanz polierte Bodenplatte über. Diese ist komplett eben und hat keinerlei Struktur. Der Anschluss der Heatpipes in die Bodenplatte ist absolut sauber verarbeitet.










    Montage
    Kurz gesagt: Vorbildlich. Auf dem Intel Sockel ist die Montage fast noch simplerer. Auf AM2+ wird, wie so oft, die AMD Backplate vorausgesetzt und dann ist auch hier die Montage ein Kinderspiel. Der Ablauf ist einfach: Unterlegscheiben->Abstandshalter einschrauben->Montagerahmen aufschrauben. Bügel in den Kühler legen und mit dem kleinen Schraubenschüssel (der ist echt niedlich!) festziehen, fertig! Ich habe wenige Minuten gebraucht und keinerlei Hindernisse gehabt. Nach meinen derzeitigen Erfahrungen mit Noctua und Cryorig das beste Montagesystem, be quiet! kann davon lernen!



    Dank des asymmetrischen Designs haben wir viel Platz über den Bänken. Die Perspektive täuscht, auch der erste Slot ist nutzbar.










    Messungen

    Temperatur
    Gut zu sehen ist, dass der Mugen MAX auf höheren Umdrehungen durchaus mit doppelt so teuren Boliden mithalten kann. Auch seinen kleinen Bruder hält er dabei auf kleinemAbstand hinter sich. Er bei Geschwindigkeiten unter 50% verliert der Mugen MAX etwas an Boden und wird auch vom kleinen Bruder überholt. Man muss dabei betonen, dass die Abstände sehr gering sind und selbst der NH-D15 gerade mal 4-6 Grad vorne liegt, eine Differenz die für viele Nutzer kein Unterschied macht, gerade wenn man die extreme Verbesserung zum Intel Standardkühler bedenkt.
    Die Unterschiede skalieren praktisch mit der Abwärme, bei höherem OC wachsen die Unterschiede, während sie bei weniger Abwärme in sich zusammenfallen. Reduziert man die CPU auf ihren Basistakt gibt es nur wenige Grad Differenz. Gerade die großen Twin Tower Kühler verlieren unter normalen Bedingungen etwas an Existenzberechtigung!





    Lautstärke
    Um einen aussagekräftigen Vergleich zu bekommen, habe ich die Lüfter auf 1000 rpm eingestellt. So kann man sich, unabhängig von maximalen Drehzahlen, ein guten Vergleich herleiten.
    Der Lüfter des MugenMAX ist deutlich auf einen maximalen Luftstrom ausgelegt und nicht auf eine möglichst geringe Geräuschkulisse. Das der Mugen 4 besser abschneidet liegt an dem kleinen Lüfter (140mm sind lauter als 120mm bei gleicher Geschwindkeit). Abgesehen von dem hörbaren Luftstrom ist das Lager des Lüfters recht leise, ich konnte lediglich ein leichtes Klackern wahrnehmen, und das auch nur bei weniger als 30cm Entfernung.



    Bei 100% Geschwindigkeit, rückt das Feld näher zusammen, wirklich leise ist dann keiner mehr




    Fazit

    Scythe zeigt einmal mehr dass gute Temperaturen nicht viel kosten müssen. Für gerade mal 38€ bekommt man einen gut verarbeiteten leistungsfähigen Kühler, der sich nicht unbedingt hinter den 70-90€ Giganten verstecken muss. Erst bei großer Abwärme, also starkem OC, wo jedes Grad zählt, gerät er an seine Grenzen. Für den Standardnutzer, der mal ein wenig an der Taktschraube drehen will, bietet Scythe mit dem Mugen MAX alles was man braucht und sieht dabei auch noch toll aus. Die Verarbeitung ist durchgehend auf einem sehr hohen Niveau und auch der Lüfter kann leistungstechnisch überzeugen. Für Silentliebhaber könnte der Lüfter etwas laut sein, ein Austausch ist aber einfach.



    positivnegativ
    gute Kühleistung Lüfter etwas laut
    gute Verarbeitung Abdeckplatte anfällig für Schmutz/Fingerabdrücke
    gute RAM-Kompatiblität 
    einfache Montage 
    gutes Preis-/Leistungsverhältniss 
    Geändert von Narbennarr (06.09.2015 um 22:04 Uhr)
    Die Welt ist wirklich komisch, aber der Witz ist die Menschheit. -H.P. Lovecraft-

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  2. #2
    Avatar von retroelch
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Sehr schön gelungenes Review.
    Habe den Mugen Max hier selber rumliegen und muss dir bei allem einfach nur zustimmen.

  3. #3
    Avatar von Narbennarr
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Na dann ist mein Wahrnehmung ja nicht gänzlich verpeilt
    Danke für das Lob.
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  4. #4
    Avatar von Ion
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Ich nutze den Mugen Max aktuell in einem Fractal Design Node 304. Die Kühlleistung ist ausgezeichnet, vor allem in Anbetracht des Preises.



    Dir ist der Lüfter zu laut? Die Leistung ist doch gerade bei sehr niedrigen Drehzahlen sehr hoch, mehr als 50% ist mMn gar nicht nötig.

  5. #5
    Avatar von Narbennarr
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Zu laut ist zuviel gesagt, lediglich etwas laut. Empfinde ich subjektiv so und auch mein Messgerät bestätigt den Eindruck, dass es andere Lüfter leiser können
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  6. #6
    Avatar von Headcrash
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Tolles Review. Ein Vergleich mit dem Macho wäre vielleicht auch interessant gewesen.
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  7. #7
    Avatar von Narbennarr
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Ja genau das war auch meine Idee, leider habe ich den Macho nocht da und auch Thermalright hat grad nur den True Spirit Power da. Da diese in einer ähnlichen preisklasse sind, wird es aber dazu ein kleines "Duell" geben
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  8. #8
    Avatar von Cleriker
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Gefällt mir gut dein Test und auf das Duell bin ech auch sehr gespannt. Da gucke ich definitiv wieder rein. Weiter so!
    Stephan Wilke: "Hauptplatinen, die von Anwendern mit Bohrlöchern versehen werden, neigen überdurchschnittlich oft dazu, danach grundsätzlich nicht mehr zu funktionieren."

  9. #9
    Avatar von Narbennarr
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Danke
    Den True Spirit Power hab ich jetzt fertig gebencht und fotografiert. Kommt also die Tage
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  10. #10
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    AW: [Review] Scythe Mugen MAX - Der große Bruder des Mugen 4

    Sehr schönes Review!

    Das Montagesystem ähnelt ja zB dem Prolimatech Megahalems, durch die kleinen Finnen auf der Bodenplatte wird aber der Bügel in Position gehalten und kann beim Festdrehen seitlich nicht verrutschen – das sehe ich richtig so, oder?

    Wäre es statt
    Die Perspektive täuscht, auch der erste Slot ist nutzbar.

    zu schreiben nicht hilfreicher gewesen, einfach mal RAM in die Slots zu stecken und davon ein Foto zu machen?
    Ich mag Tastaturen.

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