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    [Lesertest] Ein Tower-Kühler für jeden Anspruch? Der Scythe Mugen Max im Test von Euda!


    Ein Tower-Kühler für jeden Anspruch? Der Scythe Mugen Max im Review von Euda!



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    Wie schon bei meinem letzten Lesertest im März 2013, möchte ich diesen Erfahrungsbericht mit einem ausdrücklichen Dank an die 'PCGames-Hardware'-Redaktion sowie den Hersteller Scythe, zum Bereitstellen des Testsamples und Ermöglichen eines Lesertests, einleiten.
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    ZUR FIRMA "SCYTHE"

    Das japanische Unternehmen "Scythe Co., LTD." wurde im vierten Quartal 2002 gegründet und besteht somit nun seit über zwölf Jahren. Seit jeher stand die Entwicklung sowie der Vertrieb von Kühllösungen für PC-Systeme im Consumer-Bereich im Fokus. Dementsprechend vertreibt Scythe Gehäuselüfter, Lüftersteuerungen wie auch VGA- und CPU-Kühler in verschiedenen Preissegmenten.
    Hierzulande hat sich Scythe unter Hardwarefetischisten einen Namen durch beständige Kühler gemacht, welche vor allem mit einem fairen Preisleistungsverhältnis aufwarten. Folglich erreichte Scythe vor drei Jahren den Platz 1 in der Leserwahl "Hersteller des Jahres" in der Kategorie "CPU-Kühler".

    Dieser Testartikel behandelt einen CPU-Kühler im Single-Tower-Format, welcher sich im mittleren Preissegment, bei circa 40€, ansiedelt und sich folglich mit anderen Tower-Lösungen im Preisleistungssektor, wie etwa dem 'HR-02 Macho' von Thermalright oder dem 'Dark Rock Advanced' aus dem Hause 'be quiet!', messen darf.
    Der "Max" stellt dabei die fünfte Iteration der Mugen-Serie dar und wird von Scythe als der "große Bruder" des Mugen 4 betitelt, da er, dank eines leicht gewachsenen Kühlkörpers, nun einen 140mm-Lüfter anstelle eines 120mm-Modells, wie noch bei seinen Vorgängern, im Lieferumfang enthält.

    Wie sich der im Juni 2014 erschienene Mugen Max gegen den kleineren plus ein Jahr älteren Mugen 4 schlägt, möchte ich im Rahmen einiger Praxistests zu verschiedenen Testkriterien aufzeigen.

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    DIE ÄUßEREN WERTE - LIEFERUMFANG UND ERSTE IMPRESSIONEN

    Die Verpackung ist in einem rot-weißen Layout gestaltet, versucht mit Argumenten wie "Multi Core Ready!!" zu überzeugen und ist sowohl mit Bildern des Kühlers, als auch mit wichtigen Spezifikationen, wie etwa den Maßen, unterstützten CPU-Sockeln sowie dem Luftdurchfluss, bedruckt. So kann auch bei einer Begutachtung im Einzelhandel die Kompatibilität zum eigenen System geprüft werden. Neben weiteren Kaufargumenten hebt Scythe zwei Prinzipien ihrer Kühllösung mit besonders abenteuerlichen Abkürzungen hervor.
    H.P.M.S., das Hyperpräzisionsmontagesystem:
    Dieses kommt in identischer Form bereits beim Mugen 4 zum Einsatz und zeichnet sich durch die Montage mit Backplate und Querstrebe aus. Falls eine ausreichend große Aussparung im Mainboardtray des heimischen Systems vorhanden ist, kann der Kühler auch ohne den Ausbau des Mainboards installiert werden. Dies kann ggf. viel Mühe sparen und macht den Aufwand unabhängig von anderen Komponenten.

    T-M.A.P.S. - die dreidimensionale, mehrfache Luftstromdurchlaufsstruktur:
    Unter dieser Bezeichnung verbirgt sich die luftstromoptimierende Anordnung der Lamellen des Mugen Max. Dieselbe Bezeichnung bewirbt bereits den Mugen 4.
    Da sich die Verpackung des Mugen 4 ebenso gestaltet, möchte ich einige der Herstellerangaben zum Vergleich heranziehen.



    Unter der Lasche der Verpackung verbirgt sich jeweils der Kühlkörper, der 140mm-Lüfter sowie eine kleine Kartonschachtel mit weiterem Zubehör, wie etwa den Montageteilen sowie einer kurzen, mehrsprachigen Anleitung zur Installation derer auf verschiedenen Sockeln.

    Zusammenfassend hier also der gesamte Lieferumfang:

    • 1x Kühlkörper des Mugen Max
    • 1x Scythe Glidestream 140 PWM (max. 1300 RPM)
    • 1x Installation Guide
    • 1x Querstrebe zur Montage
    • 2x Klammern zur Befestigung der Backplate (Intel)
    • 2x Klammern zur Befestigung der Backplate (AMD)
    • 1x Backplate (Intel)
    • 4x Abstandshalter
    • 1x Platzhalter-Pad für den angestaubten Sockel 775
    • 4x Montageklammern, zwei für den Lüfter im Lieferumfang sowie zwei zusätzliche für ein eventuell nachgerüstetes Modell
    • 1x Werkzeug zur einfacheren Verschraubung der Querstrebe
    • 1x Wärmeleitpaste
    • + diverse Schrauben


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    -mugenmax_lieferumfang_hdr_web.jpg -mugenmax_hdr2_fp16.jpg

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    DER MUGEN MAX IM DETAIL

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    -mugen4maxvergleich.jpg -mugenmax_hdr5_fp16.jpg -mugenmax_hdr1_fp16.jpg-mugenmax_hdr6_fp16.jpg

    Der Mugen Max (links) im Vergleich zu seinem Vorgänger: Vernickelte Heatpipes, ein größerer und leicht versetzter Kühlkörper



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    Wie die obige Tabelle wie auch die Bilder bereits zeigen, ist der Mugen Max, verglichen mit seinem "kleinen Bruder" in puncto Breite, Höhe und Gewicht, ein gutes Stück gewachsen. Die Tiefe bleibt dabei jedoch gleich— der Kompatibilität zu RAM-Riegeln mit hohen Kühlkörpern zugute kommend.
    Aufgrund der gewachsenen Abmessungen können auf den Mugen Max nun erstmalig bis zu zwei 140mm-Lüfter geschnallt werden. Ein Modell ist dabei bereits im Lieferumfang enthalten: Der "Glidestream 140 PWM" ist ein 140mm-PWM-Lüfter und dreht mit maximal 1300 RPM (± 10% lt. Hersteller).
    Das Funktionsprinzip der Glidestream-Lüfter wird dabei auf der Herstellerseite bündig mit "kleine Nabe, große Rotorblätter" beschrieben. Wie schon mit dem 120mm-Glidestream des Mugen 4 eingeführt, sind die Lüfterblätter mit feinen Rillen versehen, welche den Luftwiderstand und somit die Geräuschentwicklung effizient minimieren sollen. Der Rahmen des 140mm-Lüfters ist etwas unkonventionell geformt, um den Lüfter, aufgrund der nun nach 120mm-Norm platzierten Montagelöcher, auch an Stellen zu montieren, welche normalerweise für 120mm-Lüfter vorgesehen wären — wenngleich eine platzsparende und kompatibilitätssteigernde Lösung, ist dies bei Verwendung des Glidestream als CPU-Lüfter natürlich nicht relevant.
    Wirft man einen näheren Blick auf den Kühlkörper, wird dessen leicht asymmetrischer Aufbau ersichtlich: Dies ist gewollt, denn eine leichte Versetzung entgegen den RAM-Bänken konventioneller Mainboards verhindert eventuelle Kompatibilitätsprobleme bei besonders hohen RAM-Riegeln.



    Aus meiner Sicht haben sich die Japaner mit dem Mugen Max erstmals investigativ der Optik gewidmet: Während der Mugen 4 noch "nackig" daherkam, schließt der Max mit einer großen Blende in hochglänzender Optik sowie eingestanztem Firmenlogo ab. Ebenfalls runder wirken die sechs 6mm-Kupfer-Heatpipes, welche nun erstmals vernickelt sind— somit hat der Tower eine einheitliche Farbgebung. Der leicht erhöhte Lamellenabstand lässt in der Theorie eine höhere Kühlleistung vermuten, insbesondere bei niedrigen Drehzahlen des Slipstream. Während der Mugen 3 noch eine Backplate für AMD-Systeme bot, ruderte Scythe mit dem Nachfolgemodell zurück und legt ausschließlich eine zu Intel-Sockeln kompatible Backplate bei. AMD-Nutzer sind hier also auf die Standard-Backplate der AMx/FMx-Sockel angewiesen.

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    WIR KOMMEN ZUR SACHE: DAS TESTSYSTEM

    -_dsc0565.jpg

    Das Testsystem, in welchem ich den Mugen Max mit seinem kleinen Bruder vergleiche, setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

    Gehäuse: Corsair Carbide Air 540
    Mainboard: Gigabyte GA-970A UD3 (AM3+)
    CPU: AMD FX-8350 (4m/8t @ 4.0 GHz (4.2 GHz Turbo))
    GPU: AMD R9 290X @ Arctic Accelero Hybrid
    SSDs: Crucial M550 256GB + Samsung SSD 840 Evo 250GB
    NT: be quiet! Dark Power P10 650W
    Gehäuselüfter: 2x Corsair AF140 Front, 1x Corsair AF140 Heck, (2x Corsair SP120 am Radiator des Accelero Hybrid)
    _____

    ZUR MONTAGE

    Die Montage im Testsystem gestaltet sich bei beiden Modellen problemlos und nimmt wenig Zeit in Anspruch. Falls noch vorhanden, muss bei AMD-Sockeln zunächst das Standard-Montagesystem aus Kunststoff vom Mainboard entfernt werden. Anschließend wird die [AM2/AM3]/-+-Backplate an der Mainboard-Rückseite befestigt. Diese Schrauben verfügen jeweils über ein Innengewinde, in welche nun zwei Halterungsklammern auf der Mainboardvorderseite, jeweils links und rechts vom Sockel, befestigt werden. Nach dem sorgfältigen Auftragen der Wärmeleitpaste auf der CPU wird nun der Kühlkörper vorsichtig auf dieser platziert (das Gehäuse/Mainboard muss dabei in jedem Fall liegen, sofern man nicht mehr als zwei Hände besitzt). Darauffolgend wird die Querstrebe auf den Kühlblock, also zwischen den beiden Heatpipe-Strängen, platziert und mit Schrauben plus Abstandshaltern an den vormals installierten Halterungsklammern befestigt. Dies gestaltet sich etwas unkomfortabel, da bei kürzeren Schraubenziehern der Griff im Weg sein könnte und somit das Verschrauben unmöglich macht. Das hierfür speziell beigelieferte, winzige Werkzeug handelt sich nur bedingt dazu— eine deutlich bessere Lösung hierfür ist ein sehr langer Kreuzschlitzschraubenzieher (ist dieser nicht vorhanden, muss wohl in einigen Fällen das gesamte Mainboard zur Kühlerinstallation demontiert werden, denn mit einer handelsüblichen Hand und dem winzigen Tool im Lieferumfang ist es in zahlreichen Gehäusen kaum möglich, die Querstrebe mit den Schrauben unter dem Kühlkörper festzuziehen). Macht es nun "Knack", so habt ihr etwas nachhaltig falsch gemacht: "Achten Sie darauf, die Schrauben nicht zu stark anzuziehen!" betont der Installation Guide ausdrücklich. Ein zu starker Anpressdruck auf die CPU wirkt sich eventuell negativ auf die Kühlleistung aus und kann unter Umständen das Mainboard durch zu starke mechanische Belastung beschädigen.
    Ist schlussendlich alles Verschraubt, kann sich nun der Befestigung des Glidestream-Lüfters gewidmet werden. War dies zur Generation Mugen 3 & 4 noch der meinerseits meistgefürchtete Montageschritt, da er sich beim Kühlkörper im eingebauten Zustand etwas friemelig gestaltete, kam ich beim Mugen Max erstaunlich gut damit zurecht, denn die Montageklammern sind bei der fünften Mugen-Inkarnation deutlich komfortabler geformt— ein Schritt nach vorn.
    Die Vergleichskomponente mit dem Mugen 4 muss ich bei diesem Test weniger ausführlich behandeln: Die Montage und deren Aufwand ist, ausgenommen der erwähnten Verbesserungen bei der Befestigung des CPU-Lüfters, identisch geblieben.

    -mugen4verbaut.jpg
    Der Mugen Max im Testsystem (einen virtuellen Keks bekommt, wer das einzige noch fehlende Teil nennt!)

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    AUF DIE PLÄTZE ... ! - DER TESTPARCOURS

    Sowohl der Mugen Max als auch sein Vorgänger wird im Rahmen meines Testparcours zu Vergleichswerten in jeweils drei unterschiedlichen Auslastungsszenarien herangezogen.

    Zu den Testbedingungen:
    Ich verwende für beide Kühler nicht die im Lieferumfang enthaltene Wärmeleitpaste, sondern die MX2-Paste aus dem Hause Arctic Cooling. Mit einem Temperatursensor, welcher beim Starten des Systems ausgelesen wird, achte ich auf eine einheitliche Gehäusetemperatur von circa 24° C. Alle Gehäuselüfter laufen mit dauerhaften 840 RPM (ausgelesen per Scythe Kaze Master Pro). Der Prime95-Test wird einmal mit automatischer Regelung der Lüfterdrehzahl über das Gigabyte-BIOS plus zusätzlich bei 100% Lüfterdrehzahl durchgeführt. Die restlichen Tests verlaufen über die automatische Lüfterregelung des Motherboards.
    Getestet werden jeweils zwei Taktprofile des FX-8350: Zunächst mein 24/7-Undervolting, bei welchem die CPU mit einem Spannungsversatz von -0.075 V auf dauerhaften 4.0 GHz läuft. Daneben teste ich ein OC-Profil, welches die CPU bei einem Voltage-Offset von 0.050 V sowie einem Kerntakt von 4.400 MHz betreibt— in diesem Modus sind sämtliche Energiesparfeatures der CPU biosseitig deaktiviert. Grundsätzlich lasse ich das Turbo-Core Feature von AMD sowie den APM-Modus im BIOS deaktiviert, da beide Modi im Testsystem immer wieder für Probleme mit sporadischen Taktsprüngen zwischen 2.8 GHz und 4.0 GHz sorgten.
    Ausgelesen wird bei den Belastungstests der maximal erreichte Wert des "CPU 0 Package"-Temperatursensors im Monitoring-Tool HWinfo64. Beim Videoplayback hingegen lese ich den durchschnittlichen Wert ab, da sehr kurze Peak-Werte hier die Ergebnisse verfälschen können.


    I. Der Klassiker: Prime95 Large FFT Size
    GIMPS! labelt das Large-FFT-Preset ihrer Prime95-Software mit "maximum heat" und dementsprechend handelt es sich bei diesem um einen exzellenten "Extrembelastungstest" für sämtliche CPUs. Getestet wird dreißig Minuten und unmittelbar nach dem Kaltstart des Systems.
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    II. Surfen mit Google Chrome
    Da mir das Testen eines absoluten Idle-Betriebs wenig sinnvoll anmutet, möchte ich das Äquivalent zu einer leichteren Auslastung mit einem 15-minütigen Surfen via Google Chrome liefern. Dabei gebe ich ein knapp 15-minütiges Full HD-Video auf YouTube per HTML5 wieder.
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    III. Watch_Dogs
    Surfen und daddeln! Reviews sind doch etwas feines... weniger "fein" gestaltet sich hingegen die CPU-Auslastung in Ubisofts kontroversem Hackerabenteuer. Nach dem Kaltstart des Systems wird Watch_Dogs (ohne Mods, Auflösung 2560x1080 @ TSMAA plus MHBAO, sonstige Grafikeinstellungen maximal) gestartet und zwanzig Minuten quer durch Chicago geheizt. Dank des ineffizienten Streaming-System des Titels sollte die Auslastungskurve des 4-Modulers dabei nicht zu kurz kommen und für sämtliche Spiele mit hohem CPU-Anspruch geltende Temperaturwerte liefern.
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    Wie die Testdiagramme eindeutig belegen, ist der Mugen Max in summa durchweg noch etwas stärker, als sein Vorgänger. Mit Blick auf den leicht gewachsenen Kühlkörper und die größere Windmühle ist dies kein Wunder. Besitzer eines Mugen 4 sollten natürlich nicht in Panik geraten und können ihrem Kühlbrocken - je nach Passion zum Hardware-Hobby - noch einige Jahre oder Monate gönnen.

    Aussagen über die Lautstärke kann ich aufgrund fehlenden Equipments leider nur in subjektiver Form abgeben, daher nur einige Worte und Beobachtungen am Rande:
    Die anfängliche Vermutung, dass der größere 140mm-Glidestream dem Mugen Max insbesondere bei niedrigen Drehzahlen still stellt, hat sich während den Testdurchlaufen bestätigt: Drehte der 120mm-Lüfter des Mugen 4 im "YouTube"-Test mit Übertaktung noch des Öfteren leicht auf, blieb das Nachfolgemodell absolut still und konnte an keinem Zeitpunkt aus dem System herausgehört werden. Dieses Bild ändert sich beim Spielen sowie bei den realitätsfernen "Extrembelastungstests" geringfügig:
    Watch_Dogs - Non-OC: Beide Lüfter drehen bei wohl sehr hoher CPU-Last kurz auf und sind dabei kaum aus dem System herauszuhören. Wer eine etwas lautere GPU besitzt, wird die Glidestream-Modelle kaum wahrnehmen.
    Watch_Dogs - OC: Beide Lüfter sind etwas öfter aus dem System herauszuhören, wobei die Geräuschcharakteristik des 120mm-Glidestream-Lüfters eher einem Summen, die des 140mm-Modells eher einem Rauschen gleicht. Zu Bedenken gilt dabei, dass es sich hier um eine übertaktete CPU mit 120W-TDP handelt und sich damit kein Silent-System in Verwendung von Luftkühlern im 30-40€-Bereich aufbauen lässt.
    Bei Prime95 drehen beide Lüfter teils auf ihre maximale PWM-Stufe und sind somit deutlich aus dem System herauszuhören. Die erwähnte Geräuschcharakteristik des Mugen 4 lässt diesen zudem etwas störender erscheinen.

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    TAUGT ER DENN JETZT? MEIN PERSÖNLICHES FAZIT

    Die Japaner haben mit dem nun Fünftgeborenen ihrer "Mugen"-Serie erneut eine leistungsstarke, wenngleich preislich bezahlbare Kühllösung etabliert. Scythe ist mit dem Max-Modell ein rundum solider Kompromiss zwischen Preis, Kühlleistung und Kompatibilität gelungen. Während die Höhe des Kühlkörpers leicht anstieg, sodass dieser nun den Seitenteilen einiger allzu schmaler Midi-Tower in die Quere kommen könnte, beseitigt nun der deutliche Versatz des Kühlers viele Kompatibilitätsprobleme in Zusammengang mit zu hohen Arbeitsspeichermodulen. Ebenso wurde sich bei der Optik Gedanken gemacht: Im visuellen Direktvergleich wirkt der Mugen Max mit seiner Hochglanzoptik abgerundeter und einheitlicher als sein Vorgänger. Die Lautstärke der Glidestream-Lüfter ist, auf einer 120W-CPU, alles andere als "berauschend"— allerdings im positiven Sinne.
    Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung, insbesondere für jene, die den ohrenbetäubenden Lärm ihres Boxed-Gebläses endlich ins Nirvana schicken wollen. War zuvor der Mugen 4 in quasi jeder PC-Zusammenstellung für Kollegen und User enthalten, wird dieser nun, falls mit dem gewählten Gehäuse kompatibel, durch das Max-Modell abgelöst.

    Pro:

    + Weitgehend unkomplizierte Montage
    + Kompatibilität
    + Ansehnliche Kühlleistung bei einem ...
    + ... sehr ordentlichen Preisleistungsverhältnis
    + Ein optischer Leckerbissen!
    + Sehr leise

    Kontra:

    - Keine Backplate für AMD-Systeme enthalten
    - Kühlkörper lässt sich sehr leicht verkratzen, daher Vorsicht bei der Montage

    __________________________________________________ _________

    Ich hoffe, einigen Usern und Besuchern des PCGHX-Forums meinen Testeindruck bestmöglich vermittelt zu haben und freue mich jederzeit über Rückfragen zum Kühler oder konstruktive Kritik.
    MfG,
    Euda

    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken -prime95_test.jpg   -youtube_test.jpg   -wd_test.jpg   -mugen-herstellerdaten.jpg   -mugenmax_2.jpg   -mugendraussen.jpg   -mugendraussen.jpg  
    Geändert von PCGH_Stephan (12.12.2014 um 16:42 Uhr)
    XeonE3.1231v3_mugen4_GBH97.D3H_R9290X_HawaiiXT@Accelero_Hybrid_P10.650W_Samsung840Evo.250GB_CrucialM550.256GB_corsairAir540_corsair1866CL9

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  2. #2
    Avatar von Chimera
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    AW: [Lesertest] Ein Tower-Kühler für jeden Anspruch? Der Scythe Mugen Max im Test von Euda!

    Hmmm, fehlt wohl ne Klammer auf dem Bild? Hast du normal ne Wakü dran, dass dort ein kleiner Radi rumhängt? Ansonsten guter Test, aber hättest gerne noch Bilder von der Montage auf nem AMD Brett machen dürfen, denn dies ist was mich immo am Max am meisten interessiert bzw. ob ich ihn als Ersatz für meinen NH-U12P SE2 holen soll


    Edit: Ok, bin wohl doch bissel Blind: hab erst jetzt gesehen, dass du nen AC Hybrid auf der Graka (oder ist es das Pendant von NZXT?) hast und drum der Radi dort im Bild zu sehen ist


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