[Lesertest] A4Tech XL-747H by Grilgan

Grilgan

Software-Overclocker(in)
Lesertest: A4Tech XL-747H

Gliederung
Dies ist ein interaktives Inhaltsverzeichnis. Wenn du auf einen der Punkte in der Gliederung klickst, gelangst du sofort zum Thema.

  1. Danksagung
  2. Vorwort
  3. Technische Daten
  4. Zubehör
  5. Design
  6. Besonderheiten
  7. Praxiseinsatz
  8. Software
  9. Fazit
  10. Siehe auch

Danksagung
Ich möchte mich sehr herzlich bei der Redaktion von PC Games Hardware bedanken, die diesen Lesertest möglich gemacht haben. Außerdem möchte ich die Redaktion loben. Ich finde es sehr toll, dass Leser mit einbezogen werden und selber testen dürfen, dieses Konzept sieht man nicht oft. Danke an die Redaktion von PC Games Hardware auch für ihr Vertrauen mir gegenüber, die Maus ordentlich zu behandeln und einen ordentlichen Lesertest zu erschaffen.
Ein weiteres Dankeschön geht an den Hersteller dieser Maus, an A4Tech. Ich denke, ich kann mich revanchieren, indem ich einen tollen Lesertest schreibe, in dem ich das neue Werk von A4Tech teste.
Vorwort
Im Bereich der Computermäuse gibt es unzählige Angebote. Kaum jemand hat da einen Überblick über alle Mäuse und ihre Besonderheiten. Vorallem im Bereich des Gamings ist das Angebot der Mäuse schier unüberschaubar. Andauernd werden neue Mäuse vorgestellt.
Die neueste Vorstellung des eher unbekannten Herstellers A4-Tech ist die XL-747H Maus aus der X7-Reihe. Auch diese Maus hat eine Besonderheit. Und zwar die Anti-Vibrate Technologie, aber auf diese werde ich später zurückkommen.

Wenn du auf eines meiner Bilder klickst, öffnet sich in einem neuen Tab die größere Version des Bildes. Auf Wunsch lasse ich euch auf Bilder in Auflösungen von 4272x2848 zukommen, bei Wunsch bitte bei mir melden.

Technische Daten


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Zubehör
Die Größe der Verpackung ist vollkommen normal für eine Gaming Maus, positiv ist, dass man durch eine Plastikhaube die Hand auf die Maus legen kann, außerdem ist diese Verpackung sehr aufwendig gestaltet. Es gibt viele Informationen zu der Maus und den ganzen Features, eine so bis ins Detail überdachte Mausverpackung sieht man selten.



In der Verpackung erwartet einen ein angemessenes Zubehör für eine Gaming Maus in dieser Preisklasse. Sicherlich wäre eine gedruckte und deutsche Bedienungsanleitung schön, wird aber nicht unbedingt benötigt. Hier eine Auflistung des gesamten Zubehörs:

  • eine 8cm-CD
  • 20 + 5 Ersatzgleiter (entsprechen 5 vollständigen Sets)
  • die Maus selber



Design
Die Oberfläche ist mit einem matten Überzug meiner Meinung nach sehr schön gestaltet. Es ist eine Spinne zu sehen, die auf einer Art Schuppenhaut sitzt. Außerdem ist auf der Oberfläche der Name der Reihe, X7, zu sehen.
Neben den beiden Standardtasten sieht man das Mausrad mit einer Gummibeschichtung, zwei extra Tasten für den Daumen (4. + 5. Taste), eine Taste, mit der man zwischen 6 Dpi-Profilen wechseln kann(6. Taste), und noch eine Taste zwischen der Rechts - und der Linksklicktaste (7. Taste).



Die A4Tech X7 XL-747H ist ausschließlich für Rechtshänder geschaffen. Außerdem ist die Maus etwas größer, daher ist sie nicht Menschen mit sehr kleinen Händen zu empfehlen. Die Maus hat am Platz des Daumens geripptes Gummi, dadurch lässt sich die Maus in alle Richtungen auch mit feuchten Händen sehr gut bewegen.







Auf der Unterseite sieht man 4 ganz normale Gleiter, wie sie die meisten Mäuse auch haben, und ein Loch für den Laser. Als Besonderheit erkennt man hier noch einen fünften Gleiter, unter dem sich der Pin für die Anti-Vibrate Technologie versteckt. Des weiteren ist an der Unterseite die Verdeckung für den Platz, an dem die Gewichte sind. Diese Verdeckung öffnet man ganz einfach mit einer Drehbewegung in Richtung gegen den Uhrzeigersinn.







Besonderheiten
Die größte Besonderheit dieser Maus ist die Anti-Vibrate Technologie, welche von A4Tech entwickelt wurde und in der X7-Reihe eingesetzt wird. Diese Technologie soll verhindern, dass sich der Mauszeiger bewegt, sobald man die Maus hochhebt.. Die Technik dahinter ist ziemlich simpel: es gibt diesen einen zusätzlichen Gleiter auf der Unterseite der Maus. Unter diesem Gleiter befindet sich ein ganz einfacher Pin. Sobald man die Maus hochebt, verliert der Pin seinen Kontakt und die Maus nimmt keine Bewegungen mehr wahr. Erst wenn die Maus wieder auf ihrem Untergrund ist, und der Pin wieder Kontakt hat, erkennt die Maus wieder Bewegungen.
Meiner Meinung nach ist dies eine eher sinnlose Technologie, da ich die Maus kaum bzw. nie hochhebe.
Eine weitere Besonderheit ist, dass man das Gewicht der Maus verändern kann. Öffnet man die Verdeckung auf der Unterseite der Maus, kann man ein Plastikstück herausnehmen, welches wie ein Magazin eines Revolvers aussieht, in dem 7 Gewichte sind. Laut Hersteller wiegen alle Gewichte mit Plastikmagazin zusammen 19,5 Gramm.



Außerdem gibt es 4 extra Tasten (4.,5.,6. und 7. Taste) an dieser Maus. Die 4. und 5. Taste lassen sich programmieren, standardmäßig gelten sie für vorwärts und rückwärts, zum Beispiel im Webbrowser lassen sie sich so gut benutzen. Die 7. Taste lässt sich ebenfalls programmieren und ist standardmäßig für eine Art Dreifachklick zuständig. Ein Klick auf diese Taste verursacht 3 Klicks.
Auf die vierte extra Taste kann man nicht irgendetwas programmieren, sondern sie gibt die Möglichkeit, jederzeit zwischen 6 verschiedenen Profilen zu wechseln. Diese Profile sind programmierbar. Sie beinhalten jeweils die X- und die Y-Dpi und eine bestimmte Farbdarstellung. Für die Dpi gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten: 100, 400, 600, 800, 1200, 1600, 2000, 2500, 3600. Ändert man innerhalb von Windows das Dpi-Profil, wird rechts unten eine Meldung angezeigt, bei wieviel Dpi man grade ist.
Die Farbdarstellung gibt an, wie die vierte extra Taste leuchtet. Es gibt folgende Farben/Farbkombinationen: ohne Farbe, grün, gelb, rot, rot-gelb abwechselnd, grün-gelb abwechselnd. Die Farbkombinationen lassen sich auch mithilfe der Software verändern.




Praxiseinsatz
In der Praxis hat mir die Maus von Anfang an sehr gut gefallen. Ich war grade in einem Spiel, und habe die Maus angeschlossen, drei Sekunden später konnte ich sie nutzen und habe dann auch losgelegt. Die Ergonomie ist sehr gut, daran kann ich nichts bemängeln. Das Mausrad war für mich persönlich sehr gut, es war durch die Gummibeschichtung schön griffig.


Auf meinem Mauspad, einem Razer Goliathus, subjektiv gesehen, ist die Maus in allen Auflösungen extrem genau und leistet sich keine Fehler. Sie hat eine sehr hohe Genauigkeit und gleitet sehr gut. Allerdings funktioniert die Anti-Vibrate Technologie nicht vollständig auf meinem Mauspad, ein wenig wackelt der Mauszeiger immer, allerdings deutlich weniger als bei meiner anderen Maus, meiner Steelseries Kinzu. Setze ich mein Headset ab und schreibe, so wie jetzt grade, einen Text und imitiere somit einen Office-Einsatz, dann muss ich bemängeln, dass die Maus einen Ton von sich gibt. Abgesehen von dem ganz normalen minimalen Bewegungsgeräusch ist es eine Art Klappergeräusch. Ich vermute stark, dass das von dem zusaätzlichen Gleiter kommt. Laut ist es nicht, aber auf Dauer nervt es doch schon stark.
Auch noch nach mehreren Stunden dauerhaftem Call of Duty: Modern Warfare 2 spielen bin ich sehr gut mit der Maus klargekommen und hatte keine Probleme. Das einzige minimale Problem war, dass das Mauskabel ein wenig unflexibel ist. Es ist nicht dick, sondern lässt sich einfach nicht gut verlegen. Aber das ist auch nur minimal, wirklich stören tut es nicht.

Hier eine Tabelle, in der ich meine Praxisergebnisse auf verschiedenen Oberflächen zusammengefasst habe:
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Am besten war die Maus auf dem Mauspad, auch gut war sie auf meinem Holzschreibtisch. Aus meinen Praxisergebnissen kann ich folgern: Die Maus ist nicht sehr vielseitig einsetzbar, allerdings auf dem gebräuchlichen Untergrund ziemlich gut.
Software
Die Software wird auf einer CD geliefert, die einen Durchmesser von 8 cm hat. Auf dieser CD befindet sich eine englische Bedienungsanleitung und eine deutsche Anleitung zum „Anti-Vibrate Oscar Editor“ im pdf-Format. Daneben sind noch einige chinesische und ich glaube russische Dokumente vorhanden. Da ich beide Sprachen leider kein bisschen kann, kann ich darüber nichts sagen.
Des weiteren ist das Programm „A4tech USB Mouse Quality Test Program“ auf der Mini CD vorhanden. Dieses Programm testet eigentlich die Qualität der Maus. Bei mir allerdings gab es nur seltsame Fehlermeldungen, und den Test konnte ich leider nicht durchführen, weil das Programm irgendwie gar nichts gemacht hat. Schade.







Sehr zu loben dagegen ist die andere Software. Diese heißt „Anti Vibrate Oscar Editor“. Den Namensteil „Oscar“ kann ich mir nicht erklären, die anderen Namensteile sind selbstverständlich. Diese Software ist für eine Maussoftware wirklich sehr aufwendig gestaltet und sehr ausführlich. So kann man bei dieser Software die Rechtsklick-Taste, die 4., 5. und die 7. Taste programmieren. Es sind viele Funktionen verfügbar, die man auf die Tasten legen kann, wenn die nicht ausreichen, gibt es auch noch den Makro-Manager. In diesem kann man die Aktionen anhand von Makro-Befehlen selber programmieren. Wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, dann kriegt man das auch ganz gut hin. 13 Makro-Scripts sind schon vorhanden, sie sind hauptsächlich auf das Spiel Counter Strike spezialisiert. Auf dem nächsten Bild sind alle schon vorhandenen zu sehen.








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Die Maus hat einen internen Speicher von 64 KB. Stellt man etwas in der Software neu ein, so muss man erst auf den Button „Download to Mouse“ klicken. Diese neue Einstellung wird somit innerhalb von Sekunden auf den internen Speicher übertragen. Dadurch kann die Maus mit allen ihren verschiedenen Profilen an jedem PC verwendet werden, ohne dass die Software extra installiert werden muss.
Fazit
Insgesamt habe ich einen sehr positiven Eindruck von der A4Tech „XL-747H“. Sie hat mir persönlich in dem Bereich, in dem ich am aktivsten bin, sehr gut gefallen. Ich kann die Maus wegen des nervenden Geräusches nicht an Menschen empfehlen, die im Büro arbeiten und den ganzen Tag nur Office benutzen, allerdings kann ich sie Gamern wirklich uneingeschränkt empfehlen. Schade ist, dass die Anti-Vibrate Technologie bei mir nicht funktioniert hat, aber für mich ist die Technologie ja wie gesagt eher ohne Nutzen. Also: Gamer mit Headset: zugreifen; Office Menschen: lieber nicht, außer man hört nebenbei Musik. Schade ist, dass die Qualitätstestsoftware bei mir nicht funktioniert hat und dass das Mauskabel ein wenig unflexibel ist. Ich würde zu dieser Maus auf jeden Fall ein glattes Mauspad empfehlen.
Positiv

  • gute Ergonomie
  • 4 Extratasten
  • mehrere Profile für verschiedene Dpi-Einstellungen
  • bis zu 3600 Dpi
  • sehr gute Software zum Programmieren der einzelnen Tasten
  • viele Ersatz Gleiter
  • Gewicht veränderbar


Negativ

  • keine deutsche Bedienungsanleitung, nur englisch und digital
  • etwas unflexibles Kabel
  • störendes Geräusch
  • konnte auf wenigen Oberflächen überzeugen
  • Qualitätstestsoftware funktioniert nicht
Auch wenn ich hier nahezu gleichviel negative wie positive Punkte aufgezählt habe, sind die Positiven doch die deutlich ausschlaggebenderen und damit ist die Maus deutlich empfehlenswert.

Ich hoffe, mein Lesertest hat euch gefallen, und ich konnte euch vielleicht mit der Kaufentscheidung helfen. Es war mein erster, daher würde ich mich sehr über ein Feedback freuen ;)


Siehe auch

Hersteller-Website:
X7
Treiber-Download der XL-747H: X7-Support

 
Zuletzt bearbeitet:
Respekt! Das Review ist echt gut geworden.

Du überschüttest den Hersteller nicht nur mit Lob, sondern zeigst auch die Kritikpunkte auf! :daumen:

Und dazu die von dir gewohnte Bildquali! Sehr nice :)

Dich als Tester auszuwählen war schon richtig :)

Gruß
zcei
 
mir gefällt der test auch gut. die bilder sehen echt schön aus.
detailreicher test, mit allem was dazu gehört.

finde das Fazit gut, mit pro und contra. von mir auch ein.:daumen:
 
Ich weiß womit A4Tech wirbt, die CPI sind trotzdem interpoliert, der Sensor (Avago ADNS-6010) hat nur 2000 CPI.
A4Tech interpoliert seit jeher die CPI hoch.
 
Ich weiß womit A4Tech wirbt, die CPI sind trotzdem interpoliert, der Sensor (Avago ADNS-6010) hat nur 2000 CPI.
A4Tech interpoliert seit jeher die CPI hoch.

Solange der Zweck gut erfüllt wird, kann man das gelten lassen. Ich habe da nicht soviel Fachwissen, wie du anscheinend. Ich kann nur sagen, dass die Maus mit bis zu 3600 Dpi arbeitet. Ob sie jetzt hochinterpoliert sind oder nicht.
 
Solange der Zweck gut erfüllt wird, kann man das gelten lassen. Ich habe da nicht soviel Fachwissen, wie du anscheinend.
Und genau das tut es eben nicht.

Durch die Software hochgerechnete CPI ändern nichts an den rohen Bewegungsdaten des Sensors, die bleiben genau gleich, der Sensor kann dadurch (im Gegensatz zu echten Hardware CPI) weder kleinere Bewegungen wahrnehmen noch ist er "präziser".

Der Cursor flitzt schneller über den Bildschirm, das ist das einzige, das gleiche erreiche ich aber mit einer höheren Windows oder Ingame Sensitivity.
 
Ich habe keine Mangel bemerken können, aber wenn ihr das so schlau wisst dann ist der Sensor wohl nur bis 2000 Dpi gut. Ich spiele öfters auch mit hohen Dpi Auflösungen im Bereich 2500 Dpi und konnte noch rein GAR NICHTS negatives feststellen. Also, ich habe es getestet und kann es nur so bewerten.
 
Ich wollte nur auf den technischen Aspekt hinweisen, dass es nicht jeder merkt bzw. dass es nicht für jeden ein Problem ist, ist (wie bei diversen anderen Dingen) natürlich was anderes. ;)
 
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